DEP0007670DA - Gegen unbefugte Vervielfältigung gesicherte Dokumente. - Google Patents
Gegen unbefugte Vervielfältigung gesicherte Dokumente.Info
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf gegen unbefugte Vervielfältigung gesicherte Dokumente und ein Verfahren, solche Dokumente auf ihre Echtheit zu prüfen, um sie von gefälschten Dokumenten zu unterscheiden. Im Sinne der Erfindung sind unter Dokumenten Hand- und Druckschriften aller Art zu verstehen; zu den Druckschriften zählen alle durch mechanische oder chemische Mittel bewirkten Vervielfältigungen. Der Verwendungszweck der Dokumente ist ohne Bedeutung für das Wesen der Erfindung, insofern als ihre Anwendung auf kein Dokument bestimmter Art beschränkt ist; als Beispiele seien genannt: Geldscheine, Wertschriften aller Art, Schecks, Wechsel, Lebensmittelmarken, Bezugsscheine, Textilpunkte.
Die erfindungsgemässen Dokumente sind dadurch gegenüber dem Stand der Technik ausgezeichnet, dass ihre Papiermasse selbst infrarotechto Farbstoffe enthält und bezw. oder ihre Oberfläche durch Drucken oder Stempeln mit infrarotechten Farben versehen ist. Infrarotechte Farbstoffe bezw. Farben sind bekanntlich solche, die im langwelligen Spektrum eine starke Absorption aufweisen. Diese Eigenschaft haben beispielsweise Chromoxydhydrat-Grün, Chlorophyll, Dianisidin-Violett, (Kupfer-Komplexverbindung von Dianisidin-Blau, vergl. Schultz' Farbstofftabellen, S. 201, Nr. 490.), Anisidinscharzgrün B,
Naphthol-Blauschwarz S (Schultz' Farbstofftabellen, 1931, S. 130, Nr. 299) oder Mischungen dieser.
Um nun infrarotechte Farbsto0ffe bezw. Farben aufweisende Dokumente von solchen zu unterscheiden, die nicht mit infrarotechten Farbstoffen versehen, also gefälscht sind, gibt es verschiedene Wege. Man kann sich beispielsweise der bekannten Fotographie im Infraroten bedienen. Es stehen zu diesem Zweck für infrarote Strahlen sensibilierte Platten sowie Filter zur Verfügung, die das sichtbare licht nicht durchlassen, sondern nur Strahlen im Bereich von 7000 bis 30000 Anström Einheiten. Dokumente, die mit infrarotechten Farbstoffen bezw. Farben versehen sind, ergeben bei der Fotographie ein Lichtbild, dass weiss an den Stellen ist, die im Dokument infrarotechte Farbstoffe bezw. Farben enthalten. Die die gefälschten Dokumente bei der Fotographie im Infraroten dagegen nur ein schwarzes Lichtbild ergeben, können im Sinne der Erfindung echte Dokumente von unechten unfehlbar unterschieden werden.
Ein zweiter Weg zur Erkennung der mit infrarotechten Farbstoffen bezw. Farben versehenen Dokumente besteht darin, dass man sie in den Strahlengang einer auf infrarote Wellen abgestimmten Selenzelle bringt. Infrarotechte Farbstoffe bezw. Farben enthaltende Dokumente werden dann beispielsweise bewirken, dass sie, wenn sie in den Strahlengang gebracht werden, ein mit der Selenzelle verbundenes Meldewerk zur Auslösung bringen, während unechte Dokumente ohne jede Wirkung auf die Selenzelle bleiben.
Da diese Methoden zur Unterscheidung der mit infrarotechten Farbstoffen bezw. Farben versehenen Dokumente von gefälschten Dokumenten apparative Einrichtungen erfordern, wird gemäss vorliegender Erfindung ein dritter Weg gewiesen, der sich insbesondere Massenuntersuchungen, die z.B. bei
Lebensmittelmarken erforderlich sind, als sehr vorteilhaft erwiesen hat.
Dieser Weg besteht in der Benutzung von Filtern, durch welche infrarotechte Farbstoffe bezw. Farben gesehen, farblos erscheinen. Es wurde gefunden, dass diese Wirkung dann erreicht ist, wenn z.B. Folien aus einem Kunststoff und solchen Mengen Chrysoidin, Auramin, Eosin, einer Mischung von Methylviolett und Sudanbraun, oder einer Mischung von Krystallviolett und Sudanbraun hergestellt werden, dass sichtbares Licht durch die Folien fast ausgeschaltet wird. Blickt man durch solche Filter auf mit infrarotechten Farbstoffen bezw. Farben versehene Dokumente, dann erscheinen diese Farben farblos, die anderen Farben farbig bis schwarz. Solche Farbfilter können als Brillengläser ausgebildet werden, und es liegt auf der Hand, dass mit derartigen Brillen in kurzer Zeit Massenuntersuchungen vorgenommen werden können. Für die Prüfung von Lebensmittelkarten, Bezugsmarken, überhaupt aller in grossen Auflagen gedruckten Dokumente, ist die Möglichkeit schneller, mit einfachen Mitteln durchzuführenden Untersuchungen von besonderem Vorteil.
Claims (6)
1. Gegen unbefugte Vervielfältigungen gesicherte Dokumente, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Masse infrarotechte Farbstoffe enthält und bezw. oder ihre Oberfläche durch Drucken oder Stempeln mit infrarotechten Farben versehen ist.
2.) Gemäss Anspruch 1 infrarote Farbstoffe bezw. Farben aufweisende Dokumente, dadurch gekennzeichnet, dass die infrarotechten Farbstoffe bezw. Farben beispielsweise bestehen aus
Chlorophyll, Dianisidin-Violett, Chromoxydhydrat-Grün, Naphtholblauschwarz S oder Mischungen dieser.
3. Verfahren zum Erkennen eines gemäss Anspruch 1 infrarotechte Farbstoffe bezw. Farben aufweisenden Dokumentes, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Dokument mit Hilfe der Infrarot-Fotographie ein Lichtbild gemacht wird.
4. Verfahren zum Erkennen eines gemäss Anspruch 1 infrarotechte Farbstoffe bezw. Farben aufweisenden Dokumentes, dadurch gekennzeichnet, dass das Dokument in den Strahlengang einer auf Infrarotstrahlen abgestimmten mit einer Meldevorrichtung verbundenen Selenzelle gebracht wird.
5. Verfahren zum Erkennen eines gemäss Anspruch 1 infrarotechte Farbstoffe bezw. Farben aufweisenden Dokumentes, dadurch gekennzeichnet, dass das Dokument mit dem Auge durch ein das sichtbare Licht nahezu ausschaltendes, jedoch infrarote Strahlen durchlassendes Filter untersucht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Anwendung eines Filters, das Methylviolett und bezw. oder Krystallviolett und Sudanbraun, oder Chrysoidin, Auramin, Eosin oder Mischungen dieser enthält.
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