DEP0006292DA - Verfahren zur Herstellung der das Kontaktsystem enthaltenden Scheibe von Anlassern für zahnärztliche Bohrmaschinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der das Kontaktsystem enthaltenden Scheibe von Anlassern für zahnärztliche BohrmaschinenInfo
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Description
Bei Anlassern für zahnärztliche Bohrmaschinen hat man die einzelnen Kontakte, wie Feld- und Ankerbahnkontakte, Nullkontakt, Bremskontakt, Ankerkurzschlußkontakt, sowie die einzelnen Widerstandskontakte für die Stufenschaltung meist in Anordnung zweier konzentrischer Kreise einzeln auf einer Steinzeugplatte mittels durch die Platte hindurchgeführter Niete befestigt und die Nietenden auf der gegenüberliegenden Seite der Steinzeugplatte, soweit dies das Schaltschema erfordert, durch besondere Kontaktbrücken untereinander und mit den Kabelanschlußkontakten verbunden.
Trotz sorgfältigster Montage ist dabei eine erwünschte, völlig plane Anordnung aller Kontaktflächen nicht zu erzielen.
Ebenso erfordert die Vielzahl der Kontaktbrücken mit ihren Verbindungen eine beträchtliche Montagearbeit.
Diese umständliche, kostspielige und trotzdem technisch nicht einwandfreie Kontaktanordnung und -Verbindung wird vermieden, wenn zur Herstellung der das Kontaktsystem enthaltende Scheibe der folgende grundlegend neue Weg beschritten wird.
Gemäß der Erfindung wird zunächst eine Bronzeplatte gegossen, an deren Unterseite in Gestalt von Nocken, Stiften und Rippen sich Ansätze befinden, die mit einer elektrisch gut isolierenden Kunstharzpreßstoffmasse so umpreßt werden, daß zusammen mit der
Bronzeplatte eine Scheibe entsteht. Darauf werden durch spanabhebende Bearbeitung aus der Bronzeplatte die Einzelkontakte in erforderlicher Anordnung und Größe, sowie am Umfang und an der Unterseite der Scheibe die Kabelanschlußstellen gebildet. Die Festlegung der einzelnen Kontakte in Preßwerkstoff ist durch die Stifte der Bronzeplatte und ihre gegenseitige Verbindung durch die gegossenen Rippen gewährleistet. Eine einwandfreie Festlegung der einzelnen Kontakte im Preßwerkstoff kann dadurch sichergestellt werden, daß die Stifte vor dem Umpressen mit Preßwerkstoff mit Unterschneidungen versehen werden, die z.B. durch Fräsen hergestellt werden können. Die Kontakte der wenigen sich kreuzenden Kontaktverbindungen werden zweckmäßig durch Verbindung der bis zur Scheibenunterseite hindurchgeführten Stifte und Nocken mittels Kontaktbrücken in leitende Verbindung gebracht. Selbstverständlich können durch Einlegen verteilter Kerne auch diese Kontaktverbindungen an die Bronzeplatte angegossen werden. Nach dem neuen Herstellungsverfahren ist eine völlig einwandfreie Lage aller Kontaktflächen in einer Ebene gewährleistet. Die Herstellung ist wesentlich vereinfacht und verbilligt, da die bisherigen besonderen Kontaktbrücken mit ihren vielen Anschlußstellen ganz oder nahezu ganz in Fortfall kommen. Durch die angegossenen, rippenartigen Kontaktbrücken ist eine einwandfreie elektrische Verbindung aller Kontakte sichergestellt.
In der Zeichnung ist an einem Beispiel das neue Herstellungsverfahren für eine das Kontaktsystem tragende Scheibe dargestellt.
Es zeigen
Abb. 1 die gegossene Bronzeplatte in Ansicht von unten gesehen,
Abb. 2 die Bronzeplatte im Schnitt nach Linie II-II der Abb. 1,
Abb. 3 die nach Umpressen mit Preßwerkstoff fertig abgedrehte Scheibe mit den durch Frässchlitze unterteilten Kontakten in Draufsicht,
Abb. 4 die Scheibe im Schnitt nach Linie IV-IV der Abb. 3.
Wie Abb. 1 zeigt, trägt die Bronzeplatte 1 von z.B. 3-5 mm Stärke an ihrer Unterseite angegossene Rippen 2 von etwa 3-5 mm Höhe, sowie Stifte 3 und Nocken 4 von etwa doppelter Höhe. Die Rippen sind derart angeordnet, daß sie nach der Fertigstellung der Scheibe mit dem Kontaktsystem die Kontaktbrücken darstellen. Die Stifte 3 dienen zur Verankerung der Kontakte im Preßstoff und die Nocken 4 bilden die Kontakte für die Anschlußkabel.
Die gegossene Bronzeplatte wird nach Unterschneidung der Stifte möglichst in Nähe der Bronzeplatte durch Fräsen mit Kunstharzpreßstoff umpreßt und zwar derart, daß auch das Loch 5 in der Bronzeplatte ausgefüllt ist.
Anschließend wird die Platte allseitig abgedreht, so daß an der Oberseite von der Bronzeplatte nur zwei konzentrische Kontaktbahnen stehenbleiben, die durch Schlitzfräser in Einzelkontakte gemäß Abb. 3 unterteilt werden. Im inneren Ring entstehen so die beiden Ankerbahnen 6, 7 und der Bremskontakt 8, im äußeren Ring die Ankerkurzschlußkontakte 9, 10 für die Bremsung, je 4 Kontakte 11-14 und 11a-14a für vier verschiedene Widerstände der Stufenschaltung, der Nullkontakt 15 und die Feldbahnen 16 und 17.
Die Abb. 3 und 4 lassen ferner die im Preßstoff eingebetteten Oberflächen der Kontaktbrücken 18 erkennen, die die erforderlichen
Verbindungen zwischen den Kontakten herstellen. Am Rande der Scheibe sind auch die Anschlußkontakte für die Kabel erkenntlich und zwar bedeuten 19 Kontakt für Widerstand, 20 Kontakt für Anker links, 21 Kontakt für Feld, 22 Kontakt für Anker rechts, 23 Kontakt für Ankerparallelwiderstand.
Bei 24 sind durch gestrichelte Linien an der Plattenunterseite nachträglich in üblicher Weise angesetzte, sich kreuzende Kontaktbrücken vorgesehen, die die Ankerkurzschlußkontakte und Ankerbahnen verbinden.
Selbstverständlich kann das neue Herstellungsverfahren auch für anderen Schaltschemen von Anlassern, die eine andere Kontaktanordnung bedingen, angewendet werden. Das gleiche gilt, wenn die Kontaktbahnen sich an der Unterseite der Scheibe befinden und die Schleifkontakte von unten her an dem Kontaktsystem anliegen.
Claims (3)
1) Verfahren zur Herstellung der das Kontaktsystem enthaltenden Scheibe von Anlassern für zahnärztliche Bohrmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine Bronzeplatte gegossen wird, an deren Unterseite in Gestalt von Nocken, Stiften und Rippen sich Angüsse befinden, die anschließend mit einer elektrisch gut isolierenden Kunstharzpreßstoffmasse so umpreßt werden, daß zusammen mit der Bronzeplatte eine Scheibe entsteht, worauf schließlich durch allseitige spanabhebende Bearbeitung aus der Bronzeplatte die Einzelkontakte in erforderlicher Anordnung und Größe, sowie am Umfang und an der Unterseite der Scheibe die Kabelanschlußstellen gebildet werden, wobei die Festlegung der einzelnen Kontakte im Preßwerkstoff durch die Stifte und ihre gegenseitige Verbindung durch die Rippen gewährleistet ist.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Festlegung der einzelnen Kontakte im Preßwerkstoff dienenden Stifte zur sicheren Verankerung im Preßwerkstoff vor dem Umpressen mit Unterschneidungen versehen werden.
3) Verfahren nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte der wenigen sich kreuzenden Kontaktverbindungen nachträglich durch Verbindung der bis zur Scheibenunterseite hindurchgeführten Stifte und Nocken mittels Kontaktbrücken in an sich bekannter Weise in leitende Verbindung gebracht werden.
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