DEP0005038DA - Aluminiumlegierung für Spritzguß - Google Patents
Aluminiumlegierung für SpritzgußInfo
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Description
Es sind Spritzgußlegierungen auf der Basis Aluminium - Magnesium bekannt, die gute Gießeigenschaften aufweisen. Doch treten auch bei diesen Legierungen bisweilen Schwierigkeiten bei der Herstellung komplizierter Gußstücke auf, die zu hohen Ausschußzahlen führen. Insbesondere ist dies der Fall, wenn die verhältnismäßig engen Toleranzen für die Legierungsbestandteile überschritten werden. So macht sich beispielsweise bei Legierungen mit 7 bis 10% Magnesium ein höherer Siliziumgehalt so störend bemerkbar, daß bei gewissen Gußstücken untragbar hohe Ausschußzahlen auftreten.
Die Notwendigkeit, die Legierungskomponenten innerhalb enger Grenzen und die Verunreinigungen niedrig halten zu müssen, zwingt dazu, bei der Herstellung der Legierungen von reinsten Ausgangsmaterialien ausgehen zu müssen. Dies hat den Nachteil, daß billiger Schrott nur in sehr beschränktem Umfang bei der Herstellung dieser Legierungen eingesetzt werden kann, wodurch die Gestehungskosten verhältnismäßig hoch liegen.
Als besonders schädlicher Legieurngsbestandteil hat sich in Spritzgußlegierungen mit hohen Magnesiumgehalten das Silizium erwiesen. Bei Gehalten von mehr als 0,6% Magnesium wird die gebildete Verbindung Mg(sub)2 Si nicht mehr in fester Lösung aufgenommen, zumal die Löslichkeit dieser Verbindung durch den hohen Magnesiumgehalt der Legierung wesentlich herabgesetzt wird. Die dadurch bedingte Festigkeitsverminderung kann zu dem erhöhten Ausschuß führen.
Ueberraschend hat sich gezeigt, daß schon geringe Zusätze eines oder mehrerer der Metalle Titan, Zirkon, Hafnium und Thorium, insbesondere Titan und Zirkon, den schädlichen Einfluß des Siliziums und der übrigen Verunreinigungen so weitgehend kompensieren, daß auch mit Legierungen von geringem Reinheitsgrad die Ausschußzahlen einer Legierung hohen Reinheitsgrades nicht nur erreicht, sondern sogar weit unterschritten werden. Der Zusatz an diesen Metallen beträgt etwa 0,05 bis 1%. Legierungen, mit denen beim Spritzguß günstige Ergebnisse erzielt werden können, haben etwa folgende Zusammensetzung:
3 bis 15% Magnesium
0,1 bis 2% Mangan
0 bis 5% Silizium
0 bis 2% Eisen
0 bis 1% Kupfer
0,05 bis 1% eines oder mehrerer der Metalle Titan, Zirkon, Hafnium und Thorium
Rest Aluminium
Durch die vorliegende Erfindung werden zwei wesentliche Vorteile erzielt. Einmal ist es möglich, den Produktionsausschuß bedeutend zu senken und so die Erzeugung zu verbilligen. Zum anderen kann bei der Herstellung der Legierung von wohlfeilem Schrott als Ausgangsmaterial ausgegangen werden, wodurch es möglich ist, die Gestehungskosten für die Legierung beträchtlich zu erniedrigen.
Beispielsweise wurden beim Verspritzen einer Legierung mit
10,00% Magnesium
0,17% Mangan
1,20% Silizium
0,55% Eisen
0,34% Kupfer
0,18% Titan
Rest Aluminium
ein Fabrikationsausschuß von nur 6,3% erzielt, während bei der
gleichen Legierung ohne Titanzusatz dieser auf 48,3% anstieg.
Claims (3)
1.) Spritzgußlegierung, gekennzeichnet durch nachstehende Zusammensetzung:
3 bis 15% Magnesium
0,5 bis 1% eines oder mehrerer der Metalle Titan, Zirkon, Hafnium und Thorium
Rest Aluminium
2.) Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie unter entsprechende Verringerung des Aluminumgehalts noch 0,1 bis 2% Mangan enthält.
3.) Legierung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie unter entsprechender Verringerung des Aluminiumgehalts noch bis 5% Silizium, bis 2% Eisen, bis 1% Kupfer einzeln oder zu mehreren enthält.
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