DEP0004469DA - Vorrichtung zum restlosen Entlüften und Abkürzen des Entlüftens und Nachreifens von insbesondere hochviscoser Viscose - Google Patents
Vorrichtung zum restlosen Entlüften und Abkürzen des Entlüftens und Nachreifens von insbesondere hochviscoser ViscoseInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patent ... ... (Anm. V 177 IVc/29b).
Jenes Verfahren besteht darin, dass die Viscose in fortschreitendem Arbeitsgang zunächst in dünner Schicht erhitzt und bei schneller Fliessgeschwindigkeit und konstanter Durchflussmenge einem Vakuumraum zugeführt wird, in welchem sie durch ein entsprechend bemessenes Vakuum zu kurzem Aufsieden gebracht und dann sogleich anschliessend schnell wieder abgekühlt wird. Es ist also an das Vorhandensein einer Erhitzervorrichtung, einer Entlüftervorrichtung und einer Kühlvorrichtung gebunden.
Nun hat sich gezeigt, dass in den Leitungsweg zwischen Erhitzervorrichtung (3) und Entlüftervorrichtung (5) eine Drosselvorrichtung (4) eingebaut werden muss. Dies ist notwendig, weil sich sonst das in der Entlüftervorrichtung herrschende Vakuum bis in die Erhitzervorrichtung hinein ausdehnen würde, was aber ein starkes Schäumen der erhitzten Viscose schon innerhalb der Erhitzervorrichtung und nicht erst innerhalb der Entlüftervorrichtung, wo man des Schaumes Herr werden kann, zur Folge hätte. In dem verhältnismässig engen Leitungsquerschnitt der Erhitzervorrichtung jedoch setzt Schaum den Wirkungsgrad der Erhitzervorrichtung, wie die Praxis gelehrt hat, sehr stark herab. Dies kann soweit gehen, dass das Arbeiten der Vorrichtung ganz in Frage gestellt ist. Es ist daher klar, dass diesem Übelstand unter allen Umständen entgegengetreten werden muss, und dies geschieht erfindungsgemäss in allereinfachster Weise durch den schon oben erwähnten Einbau einer Drosselvorrichtung in den Leitungsweg zwischen Erhitzervorrichtung und Entlüftervorrichtung.
Zu der Drosselvorrichtung ist noch anzufügen, dass ihr Einbau auch für die Einhaltung gleichmässiger Strömungsverhältnisse innerhalb der Erhitzervorrichtung von grossem Vorteil ist. Aus dem gleichen Grunde ist es empfehlenswert, auch am Ende der Kühlerleitung eine Drossel (9) einzubauen. Gute Betriesverhältnisse haben sich beispielsweise ergeben, wenn sowohl am Ausgang der Erhitzervorrichtung als auch am Ausgang der Kühlvorrichtung ein Druck von etwa 2 bis 3 atü eingestellt ist.
Nach dem Verfahren nach Patent ... ... (Anm. V 177 IVc/29b) muss die Viscose die Erhitzervorrichtung in konstanter Menge durcheilen. Man benötigt also eine Dosiervorrichtung, für die sich die bekannte Zahnradpumpe auch hier gut eignet. Da jedoch die Fördermenge solcher Pumpen vom Vordruck abhängt, ist es wünschenswert, wenn auf den Behälter, in welchem sich die zu behandelnde Viscose vor dem Eintritt in die Entlüftungsapparatur befindet, ein gewisser konstant zu haltender Vordruck gesetzt wird. Ein Vordruck von beispielsweise 4 atü zuzüglich des hydrostatischen Druckes hat sich als passend erwiesen.
Auch das Absaugen der gegebenenfalls nur in geringer Schichthöhe gehaltenen Viscose aus der Entlüftervorrichtung bewirkt man am besten durch eine Zahnradpumpe. Diese Pumpe muss aber - wie natürlich auch jede andere Pumpe - gegen das Ansaugen von Luft gesichert werden, damit nicht der entlüfteten Viscose durch die Pumpe erneut Luft zugefügt wird. Gegen ein solches Ansaugen von Luft wird die Pumpe zweckmässig durch den Einbau in einen Wasserkasten bzw. einen mit Flüssigkeit gefüllten Behälter geschützt. In diesen Wasserkasten kann auch die Pumpenleitung mit eingeschlossen werden, wie auch alle anderen Teile der Apparatur, durch die erneut Luft in die bereits entlüftete Viscose eindringen könnte. Zur Kontrolle von Pumpenundichtigkeiten kann der Wasserkasten mit einem Wasserstandglas versehen sein.
Auch die Entlüftervorrichtung kann mit einem Wassermantel umgeben werden und zwar zu dem Zweck, sie gegen äussere Temperatureinflüsse zu schützen. Ein solcher Wassermantel, der natürlich auch durch eine andere Isolation ersetzt werden könnte, lässt eine Feinregulierung des Siedeverlaufes der im übrigen in genau
bestimmter Höhe erhitzten Viscose zu, was in manchen Fällen sehr wichtig ist.
Es hat sich herausgestellt, dass die Viscose schon beim Eintritt in die Entlüftervorrichtung praktisch luftfrei ist. Es ist daher nicht nötig, in die Entlüftervorrichtung eine Rühreinrichtung einzubauen, durch die die Viscose bewegt wird; vielmehr können angetriebene Teile bei der Entlüftervorrichtung vollständig entbehrt werden. Dies gilt nicht nur für die Entlüftung selbst, sondern auch für die Schaumzerstörung, denn die in den Entlüfter in stetigem Fluss eintretende Viscosemenge ist immer hin so stark, dass fortlaufend eine ausreichende Menge des Schaumes durch die zufliessende Viscose immer wieder zerstört wird.
Um die Vakuumpumpe zu entlasten, empfiehlt es sich, vor dieser Pumpe einen Kühler anzuordnen mit der Aufgabe, den aus der Viscose angetriebenen Wasserdampf zu kondensieren.
Anhand der beiliegenden Zeichnung soll das Verfahren näher erläutert werden.
Der Behälter 1 enthält die noch zu entlüftende Viscose. Der Flüssigkeitsstand in diesem Behälter wird immer konstant gehalten, damit an der Saugseite der Zahnradpumpe 2 dauernd die gleichen Verhältnisse herrschen. Durch diese Massnahme bleibt die Durchflussmenge konstant. Die Zahnradpumpe 2 fördert die Viscose in einen Plattenerhitzer 3, in welchem die Viscose in dünnen Schichten vorgewärmt wird. Nach erfolgter Erhitzung durchläuft die Viscose die Drosseleinrichtung 4, welche die Aufgabe hat, das im Entlüfter bestehende Vakuum nicht bis in den Erhitzer vordringen zu lassen und für konstante Strömungsverhältnisse zu sorgen. Im Entlüfter 5, der unter Vakuum steht, erfolgt kurzzeitig ein Sieden der Viscose, wodurch noch die restliche Luft ausgeschieden wird. Der entstehende Wasserdampf entweicht durch ein Rohr 6, das zu einer Vakuumpumpe führt. Das Absaugen der entlüfteten Viscose wird wieder von einer Zahnradpumpe 7 vorgenommen, die sie in einen Kühler 8 fördert. Aus dem Kühler 8 tritt die Viscose in eine Drosseleinrichtung 9 ein, die wieder denselben Zweck hat wie die Drosseleinrichtung 4. Danach kann die Viscose der weiteren Verarbeitung zugeführt werden.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum restlosen Entlüften und Abkürzen des Entlüftens und Nachreifens von insbesondere hochviscoser Viscose nach Patent ... ... (Anm. V 177 IVc/29b), gekennzeichnet durch eine ein glattes Durchströmen in dünner Schicht gestattende Wärmeaustauschervorrichtung zum Erhitzen der Viscose nebst Einrichtung zum Zubringen der Viscose, eine der Erhitzervorrichtung nachgeschaltete evakuierbare Entlüftervorrichtung, eine Pumpe zum Absaugen der Viscose aus der Entlüftervorrichtung und eine Wärmeaustauschvorrichtung zum Kühlen der Viscose, wobei in den Leitungsweg zwischen Erhitzervorrichtung und Entlüftervorrichtung eine Drosselvorrichtung eingebaut ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch am Ende des Leitungsweges der Kühlvorrichtung eine Drosselvorrichtung eingebaut ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der gedrosselten Erhitzervorrichtung eine Einrichtung zur Zuführung der Viscose unter konstantem Druck vorgeschaltet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe zum Absaugen der Viscose aus der Entlüftervorrichtung - gegebenenfalls mitsamt ihrer Leitung - in einem Wasserkasten eingebaut ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftervorrichtung gut gegen äussere Temperatureinflüsse isoliert ist und gegebenenfalls mit einem in seiner Temperatur regelbaren Wassermantel umgeben ist.
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