DEP0004188BA - Verfahren zur Formgebung schwer schmelzbarer Metalle - Google Patents

Verfahren zur Formgebung schwer schmelzbarer Metalle

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DEP0004188BA
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DE
Germany
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difficult
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metal
melt
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Expired
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Inventor
Hermann Dr.-Ing. Jenss
Friedrich Meyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
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Description

Bestimmte Metalle, wie Wolfram, Molybdän, Tantal, Niob und Vanadium sind sehr schwer in eine bestimmte Form, z.B. Blöcke, Stangen, Rohre o.dgl., zu bringen, in der ihre weitere Verarbeitung für den gewünschten Zweck erfolgt. Teilweise beruhen diese Schwierigkeiten darauf, dass diese Metalle sehr schlechte Schmelzeigenschaften besitzen und nur im elektrischen Lichtbogen zum Fliessen zu bringen sind, oder infolge ihrer Affinität zu Gasen nur im Vakuum eingeschmolzen werden können. Um diese Schwierigkeiten zu umgehen, geht man gewöhnlich vom pulverförmigen Metall aus. Das pulverförmige Metall, das auf chemischem Wege gewonnen wird, wird mit Bindemitteln, z.B. Kampfer, versetzt, worauf man diese Mischung in Formen schüttet, in welchen sie statisch, z.B. zu Stangen mit quadratischem Querschnitt, gepresst werden. Nach einem oder mehreren Sintervorgängen werden sie dann durch Hämmern, Walzen usw. in den gewünschten Fertigungszustand gebracht.
Da bei dem statischen Pressen der mit Bindemitteln versetzten Pulvermasse Zonen verschiedener Dichte entstehen, ist demnach das Gefüge des erhaltenen Metallkörpers inhomogen.
Abgesehen von dieser nachteiligen Beschaffenheit des durch statisches Pressen erhaltenen Metallkörpers lassen sich durch dieses Pressverfahren nur bestimmte Querschnittsformen herstellen, während andere Querschnittsformen, wie z.B. Hohlrohre, hierdurch nicht erzielbar sind. Dazu bedarf es anderer Arbeitsgänge, indem z.B. aus dem gesinterten Metallkörper Bleche gewalzt werden, welche zu Rohren gerollt und dann längs der Naht geschweisst werden. Aber auch diese Metallkörper besitzen noch den Nachteil ungleicher Dichte.
Um nun die Nachteile bezüglich des Metallgefüges zu beseitigen und auch eine grössere Freizügigkeit in der Formgebung, auch bei einfachen Arbeitsmethoden, zu erzielen, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass das in Pulverform vorliegende schwer oder garnicht einschmelzbare Metall nach Versetzen mit Binde- bzw. Fliessmitteln durch Strangpressen in die gewünschte Form gebracht wird, welche gegebenenfalls anschliessend durch Sintern unter Ausscheidung, z.B. Abdampfen des Zusatzmittels verfestigt wird. Die mit den Binde- bzw. Fliessmitteln, z.B. Kampfer oder Polyvinylalkohol, versetzten Pulverteilchen können dabei durch eine Düse mit einem der zu erzielenden Körperform entsprechenden Querschnitt gepresst werden. Dabei kann die Düse mit einem Mitteldorn versehen werden, wenn nach dem erfindungsgemässen Strangpressverfahren nahtlose Rohre hergestellt werden sollen, aus denen dann vielleicht Anodenzylinder für Senderöhren zu fertigen sind. Soll der metallische Körper bereits beim Strangpressen die für seine betriebsmässige Verwendung erforderlich Form erhalten, z.B. als Wendel geformt werden, um als Heizkörper zur Säureerhitzung (z.B. Tantal) zu dienen, so kann bei Verwendung einer gekrümmten, dem Durchmesser der Wendel entsprechenden Düse, am Düsenausgang eine entsprechende muldenförmig ausgebildete Gleitbahn, also bei der Herstellung einer Wendel eine wendelförmig verlaufende Gleitbahn, vorgesehen werden.
Diese und viele andere Möglichkeiten der Formgebung werden durch das erfindungsgemässe Strangpressen der schwer oder garnicht schmelzbaren Metalle in einfachster Weise gegeben.

Claims (3)

1. Verfahren zur Formgebung schwer schmelzbarer Metalle, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall in Pulverform nach Versetzen mit Binde- bzw. Fliessmitteln durch Strangpressen in die gewünschte Form gebracht wird, welche gegebenenfalls anschliessend durch Sintern unter Ausscheiden, z.B. Abdampfen des Zusatzmittels, verfestigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Binde- bzw. Fliessmitteln versetzte Pulvermasse durch eine Düse gepresst wird, welche einen der gewünschten Form entsprechenden Querschnitt besitzt, gegebenenfalls mit einem Mitteldorn versehen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Düsenausgang eine Gleitbahn mit einer der gewünschten Form entsprechenden Krümmung und gegebenenfalls der zur Erzielung der gewünschten Form dienenden Steigung vorgesehen ist.

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