DEP0002936MA - Schlammräumer für runde Klärbecken - Google Patents

Schlammräumer für runde Klärbecken

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DEP0002936MA
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Germany
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sludge
blade
basin
sump
scraper
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English (en)
Original Assignee
Passavant-Werke KG, Michelbacher Hütte bei Michelbach (Nassau)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Schlammräumer für runde Klär- oder Absetzbecken, die von dem in der Beckenmitte zugeführten Abwasser radial durchflossen werden und mit einem mittleren Schlammsumpf versehen sind, dem der am Boden des Beckens sich ablagernde Schlamm von einem um die Beckenmitte kreisenden Räumer zugeführt wird.
Bei derartigen Klärbecken setzt sich der meiste Schlamm mit den schweren und gröberen Verunreinigungen im mittleren Bereich des Beckens ab, während sich im äusseren Drittel nur eine dünne Feinschlammschicht niederschlägt, die aber sehr vorsichtig geräumt werden muss, namentlich bei Nachklärbecken von Abwasserklärwerken, da der Feinschlamm leicht zum Auftreiben neigt, dann in den Abfluss gelangt und damit die Klärwirkung beeinträchtigt. Ist der Schlammräumer durch den im mittleren Beckenbereich abgesetzten Schlamm stärker als am Ende bzw. Beckenrande belastet, so wird der Feinschlamm in seiner Förderung zum Schlammsumpf beeinträchtigt. Dies soll durch die
Erfindung vermieden werden, und zwar dadurch, dass der Schlammräumer neuerungsgemäss ausser einem vom Deckenrand bis zum Schlammsumpf reichenden Räumschild ein zweites, kürzeres Räumschild aufweist, das die an den Schlammsumpf angrenzende Innensonde des Beckens bestreicht. Bei dieser Ausführung des Räumers wird der im mittleren Bereich des Beckens in grösserer Menge abgelagerte Grobschlamm von dem kurzen Räumschild erfasst und abgeleitet, sodass der von dem langen Räumschild erfasste Feinschlamm unbehindert an diesem entlang fliessen und ohne Aufwirbeln oder Verzögern seines Abflusses durch gestauten Grobschlamm in den Schlammsumpf gelangt. Hierdurch wird ein übermässiges Ansammeln von Schlamm an dem Räumschild vermieden.
Die beiden Räumschilde von unterschiedlicher Länge können nach Bedarf um zusätzliche Räumschilde vermehrt sein und in der Umfangsrichtung des Beckens in mehr oder weniger grossem Abstand voneinander liegen. Vorzugsweise läuft das kurze Räumschild dem bis zum Beckenrand reichenden Räumschild dicht voraus.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass jedes Räumschild den für die anfallende Schlammenge und Schlammart günstigsten Anstellwinkel aufweisen kann. Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung können die Räumschilde in ihrer Längsrichtung nach einer logarithmischen Spirale gestaltet sein, weil diese Gestalt ein sehr gleichmässiges Ableiten des Schlamms nach innen ergibt. Damit der in der Beckenmitte bzw. Innenzone gehäufte Schlamm schneller abfliesst, können die Schilde einzeln oder gemeinsam an ihren inneren Enden in eine Tangente zum Schlammsumpf auslaufen. Diese Tangente kann etwa an die Bögen der Spirale und des Schlammsumpfes angelegt sein.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorzugsweise das kürzere, nur die Innenzone des Beckens bestreichende Räumschild stärker gekrümmt als das bis zum Beckenrand reichende Schild.
Die Zeichnung zeigt Beispiele für die Ausführung von Schlammräumern nach der Erfindung, und zwar zeigen
Fig. 1 ein rundes Klärbecken im senkrechten Schnitt,
Fig. 2 einen Grundriss des Beckens mit dem darin befindlichen Räumer und
Fig. 3 eine gleiche Darstellung mit abweichender Ausführung des Räumers.
Das Klärbecken 1 ist in der Mitte mit einem Schlammsumpf 2 und einer Abwasserzuführungsleitung 3 versehen, deren Mündung mit 4 bezeichnet ist. Das mit dieser Leitung zugeführte Abwasser strömt nach dem Füllen des Beckens radial nach aussen, wobei sich der mitgeführte Schlamm auf der zur Mitte hin abwärts geneigten Bodenfläche 5 des Beckens abgelagert.
Das Klärwasser strömt über den Rand 6 des Beckens in eine Umfangrinne 7, aus der es in bekannter Weise fortgeleitet wird.
An einem mittleren Gestell 8 des Beckens ist ein Räumer 9 gelagert, der sich mit seiner Brücke am freien Ende durch Laufrollen 10 auf der Aussenwand der Rinne 7 abstützt. An diesem Räumer sind zwei Räumschilde 11, 12 angebracht, die den Boden des Beckens bestreichen. Das Schild 11 erstreckt sich vom Schlammsumpf 2 bis zum Aussenrand 6 des Beckens, während das Schild 12 vom Schlammsumpf aus nur über einen Teil der radialen Beckenweite reicht. Beide Räumschilde sind nach einer logarithmischen Spirale gekrümmt, die das besondere Merkmal hat, dass der Winkel zwischen Tangente und Verbindungslinie zum Mittelpunkt an allen Stellen der Krümmungslinie gleich gross ist. Dabei ist das kurze Räumschild 12 stärker gekrümmt, weist also einen grösseren Einschlusswinkel auf als das längere Räumschild.
Bei Betrieb der Einrichtung läuft der Räumer 9 mit den Räumschilden 11, 12 in Richtung des Pfeiles 17 um. Hierbei läuft das kurze Räumschild dem längeren voraus und fördert den in grösserer Menge abgelagerten Grobschlamm in den Schlammsumpf, sodass der von dem langen Räumschild 11 erfasste Feinschlamm, der sich an den Aussenzonen des Beckens ablagert, gleichmässig und vom Grobschlamm unbehindert längs des Räumschildes 11 zum Schlammsumpf bewegen kann.
Die Erfindung ist nicht auf Einzelheiten der Ausführung beschränkt. Je nach Abwasser- und Schlammart, Neigung des Beckenbodens und Absetzgeschwindigkeit können die Krümmungen beider Schilde und die Länge des kürzeren Schildes unterschiedlich sein. Statt eines einzigen kurzen Vorräumschildes können mehrere Vorräumschilde von unterschiedlicher Länge verwendet werden. Entweder nur das kurze Räumschild oder kurze und lange Räumschilde zugleich können auch paarig oder zu mehreren verwendet werden.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 sind die Räumschilde 13 und 14 etwas abweichend gestaltet und laufen an ihren inneren Enden bei 15 und 16 je in eine Tangente an den Schlammsumpf aus. Dies kann zu einer Verstärkung der Schlammabfuhr aus der Innenzone des Beckens in den Schlammsumpf dienlich sein.

Claims (5)

1.) Schlammräumer für runde, radial durchflossene Absetzbecken mit mittlerem Schlammsumpf, dadurch gekennzeichnet, dass der Räumer ausser einem vom Beckenrand bis zum Schlammsumpf reichenden Räumschild (11) ein zweites, kürzeres Räumschild (12) aufweist, das die an den Schlammsumpf angrenzende Innenzone des Beckens bestreicht.
2.) Schlammräumer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das kürzere Räumschild (12) dem längeren Räumschild (11) in der Umlaufrichtung dicht benachbart vorgeschaltet ist.
3.) Schlammräumer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Räumschilde (11, 12, 13, 14) in ihrer Längsrichtung nach einer logarithmischen Spirale gekrümmt sind.
4.) Schlammräumer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Räumschilde an ihren inneren Enden geradlinig in Tangenten (15, 16) zum Schlammsumpf auslaufen.
5.) Schlammräumer nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass das kürzere, nur die Innenzone des Beckens bestreichende Räumschild (12, 14) stärker als das bis zum Beckenrand reichende Räumschild (11, 13) gekrümmt ist.

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