DEP0002772BA - Herstellen eines Transformatorenstahls - Google Patents

Herstellen eines Transformatorenstahls

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DEP0002772BA
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Germany
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silicon
steel
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alloy
calcium
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English (en)
Inventor
Walter Dipl.-Ing. Hofmann
Paul Labouvie
Johann Dipl.-Ing. Lindemann
Original Assignee
Mannesmannröhren-Werke, Düsseldorf
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Description

Es ist bekannt, dass die Höhe der Wattverlustziffer des Transformatorenstahls sehr weitgehend von der Höhe seiner Beimengungen, insbesondere des Kohlenstoffs, des Mangans und des Schwefels abhängig ist. Die Herstellung eines besonders hochwertigen Transformatorenstahls mit Verlustziffern von 1,1 Watt/kg und weniger war daher bislang an die Verwendung von Elektroöfen gebunden, da allein dieser Schmelzofen in der Lage wird, die erwähnten Beimengungen, insbesondere die des Mangans und des Schwefels, auf den gewünschten, sehr niedrigen Gehalt zu bringen.
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von Transformatorenstahl im Siemens-Martin-Ofen mit einem Siliziumgehalt von etwa 4%, wobei der Gehalt an Mangan unter 0,1%, vorzugsweise unter 0,08%, der Gehalt an Schwefel unter 0,007%, vorzugsweise unter 0,005% und die Verlustziffer bei 1,1 Watt/kg oder darunter liegen soll. Die Erfüllung dieser Forderung ist im wesentlichen erfindungsgemäss an zwei Voraussetzungen gebunden. Es ist erstens erforderlich, die Schmelze im Ofen mehrfach sorgfältig abzuschlacken, um den Mangangehalt des Bades auf den gewünschten niedrigen Stand zu bringen. Zweitens ist zum Legieren der Schmelze mit Silizium eine Siliziumlegierung zu verwenden, deren Silizium-Begleitelement oder -elemente der Entfernung der in der Stahlschmelze gelösten Gase, wie Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff, und zugleich der Entfernung des Schwefels besonders förderlich ist oder sind, ohne dass gleichzeitig diese Begleitelemente als Legierungsbestandteile des Stahls wirksam werden, welche die verlangte Verlustziffer von höchstens 1,1 Watt/kg erhöhen könnten. Bisher war es üblich, den erforderlichen Siliziumgehalt der Schmelze durch Zugeben von Ferrosilizium in die Pfanne zu bewirken. Diese gebräuchliche Siliziumlegierung erfüllt die oben gestellten Bedingungen jedoch nicht. Es wird deshalb vorgeschlagen, das Ferrosilizium beispielsweise durch Calziumsilizium zu ersetzen. Diese Verbindung besteht etwa aus 60% Si und 30% Ca; sie ist als Desoxydationsmittel be- kannt geworden.
Es empfiehlt sich, der erfindungsgemäss herzustellenden Schmelze zur Beruhigung vor dem Guss Aluminium zuzugeben, wobei die Höhe der Zugabe in der Weise zu bemessen ist, dass der fertige Stahl einen Al-Gehalt von 0,2% oder mehr aufweist.

Claims (5)

1.) Verfahren zum Herstellen eines Transformatorenstahls mit einem Silizium-Gehalt von etwa 4%, einem Mangan-Gehalt von unter 0,1%, vorzugsweise unter 0,08% und mit einer Verlustziffer von 1,1 Watt/kg oder darunter im Siemens-Martin-Ofen, dadurch gekennzeichnet, dass, nach voraufgegangenem mehrfachem Abschlacken der Schmelze im Ofen, zur Erreichung des gewünschten Silizium-Gehaltes eine Siliziumlegierung verwendet wird, deren Begleitelement oder -elemente der Entfernung der in der Stahlschmelze gelösten Gase, wie Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff, und der Entfernung des Schwefels besonders förderlich ist oder sind, ohne zugleich als Legierungsanteil des Stahls wirksam zu sein, welche die Verlustziffer über die verlangte Grenze von 1,1 Watt/kg hinaus erhöhen.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Calzium als Legierungselement der Siliziumlegierung verwendet wird.
3.) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadruch gekennzeichnet, dass als Siliziumlegierung Calziumsilizium mit etwa 60% Silizium und 30% Calzium verwendet wird.
4.) Nach Ansprüchen 1 bis 3 hergestellten Transformatorenstahl, dadurch gekennzeichnet, dass der Aluminiumgehalt des Stahls 0,2% oder darüber beträgt.
5.) Nach den Ansprüchen 1 bis 4 hergestellten Transformatorenstahl, dadurch gekennzeichnet, dass sein Schwefelgehalt unter 0,007% vorzugsweise unter 0,005% beträgt.

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