DEP0001782MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. Februar 1949 Bekanntgemacht am 27. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist allgemein bekannt, Nähr- und Genußmittel, beispielsweise Marmelade, Honig, Malzextrakt,
dadurch in Gefäßen aus Glas oder keramischem Werkstoff staubdicht zu verpacken und
in den Handel zu bringen, daß man. die Gefäße mit einem Papp- oder Blechdeckel versieht und diesen
mit oder ohne Verwendung einer Dichtung mittels eines wieder leicht entfernbaren Bleohringes, eines
einfachen Klebstreifens oder in ähnlicher Weise
ίο am Gefäß befestigt. Nach Entfernen dieser Verschlüsse
und Entleeren der Gefäße können diese nur noch im Haushalt zur Aufbewahrung von Vorräten
benutzt werden.
Der Erfindungsgedanke besteht nun darin, derartige Gefäße, die ursprünglich zur staubdichten.
Verpackung bzw. zum Versand dienten, nach Entleerung, Reinigung und neuer Füllung weiterhin
zur Heißkonservierung, insbesondere von Nährmitteln und Genußmitteln, zu verwenden. Hierdurch
erfüllt die Verpackung einen doppelten Zweck. Erstmalig wird sie unter Zuhilfenahme der an sich
bekannten Verschlüsse lediglich zur staubdichten Unterbringung des Verkaufsgutes verwendet, zum
anderen Male kann sie als Einkochglas weiterhin benutzt werden.
Um diesen Zweck zu erreichen, finden als Verpackung für die zu verkaufenden Nähr- und
Genußmittel Gefäße und Deckel Verwendung, die beide aus kochfestem, nichtmetallischem Werkstoff,
z. B. Glas, bestehen. Der verwendete Deckel kann
509 577/243
ρ 1782 IVa/53b B
so gestaltet sein, daß die Abdichtungsfläche der Gcfäßmüiiduiig augepaßt ist. 1 )ie Abdichtungsfläche
am Deckel kann aber auch andersartig geformt sein als der Auflageraud am Gefäß, sie kann schließlich
auch eben verlaufen, während der obere Gefäßrand mit Rillen, Stufen od. dgl. versehen ist.
Gefäß und Deckel bestehen nach der Erfindung zweckmäßigerweise beide aus Glas. Die Form des
Glasgefäßes ist beliebig, es können Gefäße in der
ίο Art normaler Finkochgläser, lndustriekonservenflaselicn
oder beliebige andere keramische bzw. Glaspackungen Verwendung finden. Die Glasdeckel
besitzen auf der unteren Seite einen Hund, der sich an die Innenwand des Gefäßes anlegt.
Als Dichtung findet entsprechend einem älteren Vorschlag ein Dichtungsstreifen bzw. ein Dichtungsring
aus einem Werkstoff Verwendung, der bei der Erwärmung erweicht und sich hierdurch
innig an den Gefäßrand und die Abdichtungsfläche des Deckels anlegt. Hierdurch ist es möglich, zur
Verpackung Gefäße und Deckel zu verwenden, deren gegenseitige Auflageflächen unterschiedlich
gestaltet sind. Die Dichtung besteht aus unvulkanisierteni
Gummi oder anderem bei Erwärmung erweichendem Material. Sie kann als geschlossener
Ring, aber auch als flachgewalzte Rundschnur oder als Dichtungsband ausgebildet sein, dessen Enden
übereinandergelegt werden.
Die Frfmdung erstreckt sich auch auf Verpackungen solcher Waren, die vor dem Verkauf
bereits einem I lcißkonservieruiigsprozeß unterworfen
sind.
Fs liegt im Rahmen der Erfindung, die staub- und luftdichten, mit Verkaufsgut gefüllten Verpackungen
mit an sich bekannten Einkochklammern zu versehen, die dann beim späteren Heißkonservierungsprozeß
nach der Erfindung Verwendung finden können. Um ein Verrutschen der Klammern auf den Verpackungen zu vermeiden, greifen deren
Schenkel zweckmäßigerweise in entsprechende Vertiefungen von (iefäß- und Deckelrand. Auf diese
Weise ist die Klammer gegen Verdrehung gesichert. Die Klamniersclienkel können schließlich mit den
Außcnwandungcn von Deckel und Gefäß durch einen Klebstreifen abgedeckt werden. Fs ist
schließlich möglich, die Schenkel der Klammer durch Drahlplombieiung oder in beliebiger anderer
Weise zu sichern.
In (\vy Zeichnung sind Ausfühnuigsbeispiele des
.Erfindungsgegenstaudes dargestellt. Fs zeigt
Abb. 1 die neue Verpackung mit Sprengringverschluß,
Abb. _' die Verpackung unter Verwendung einer auf den Deckel zu stülpenden Kappe,
Abb. 3 eine Verpackung mit Schrumpfkappen-Ycrschluß, I
Abb. .| eine Verpackung mit Klebstreifenver- j Schluß, j
Abb. 5 eine mit Einkochklammer versehene Ver-1 lack u ng.
Gemäß Abb. 1 ist das Gefäß« als gewöhnliches j
Konservenglas ausgebildet, dessen Deckel/; unter Zwischenschaltung einer Dichtung c auf dem
Gefäßrand aufliegt. Der Deckel b ist am Gefäß durch einen Sprengring d befestigt, dessen Kante e
beim Aufsetzen des Ringes absteht und nach erfolgtem Verschließen in die Lage c umgebördelt
wird. Der Sprengring besitzt in bekannter Weise einen Schlitz/, durch den eine Lasche g geführt
wird, die später vom Verbraucher aufgebogen werden kann.
Abb. 2 zeigt ein Gefäß α in Gestalt eines gewöhnlichen
Konservenglases, dessen Deckel b ohne Verwendung einer Dichtung auf dem Gefäßrand aufliegt.
Über den Deckel ist eine Kappe Ji geschoben, deren unterer Rand / entsprechend dem Sprengring
in die Stellung/' maschinell umgebördelt wird.
Abb. 3 zeigt als Gefäß α eine lndust.rickonservenflasche,
deren Deckel /; mittels einer Schrumpfkappe k abgeschlossen ist. Die Dichtung
c' ist hier angewärmt bzw. die ganze Verpackung mit Füllung einem Stcrilisationsprozeß
unterworfen.
Gemäß Abb. 4 sind Deckelrand und Rand des Glasgefäßes mittels eines Klebstreifens / staubdicht
abgedeckt. Der Deckel b ist gemäß Abb. 1 an seiner Auflagefläche JH1 gewölbt. Gemäß Abb. 2
ist die Auflagefläche m., eben und verläuft planparallel mit dem oberen Rande« des Glasgefäßes.
Gemäß Abb. 3 ist die Auflagefläche W3 etwas schräg
verlaufend ausgebildet.
Das Gefäß α gemäß Abb. 3 zeigt einen nach außen abfallenden, mit Stufen 0 versehenen Rand,
während gemäß Abb. 4 und 5 Rillen ρ vorgesehen sind. Der Deckel b besitzt an seiner unteren Seite
einen Hund q, der sich an die Innenwandung des Gefäßhalses anlegt.
Gemäß Abb. 5 kann der Deckel durch eine zum Haushalteinkochen der Glasverpackung verwendbare,
bekannte Klammer r gegen den Gefäßrand gepreßt werden. Um ein Verschieben der Klammer
zu verhindern, kann der Deckel eine Vertiefung .? besitzen, in welche sich der Scheitel r, der Klammer
einlegt. Der Deckel kann, weiterhin Nasen t besitzen, zwischen denen die Schenkel f., der Klammer
geführt sind.
Fs ist auch möglich, Deckel und Rand des Gefäßes mit einer Rille u zu versehen, in welche
die Klammerschenkel r„ eingelegt werden. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, die beiden
Schenkel der Finkochklammer r durch einen Klebstreifen / zusammen mit den Außenwänden des
Deckels /; und des Gefäßrandes ai abzudecken und
somit gegen Loslösung zu sichern. Fs besteht auch die Möglichkeit, die Klammerschenkel r„ durch
Drahtplombierung oder beliebig anders zu sichern.
Claims (8)
- Patentansprüche:i. Gefäß zur staub- oder luftdichten Verpackung, insbesondere von Nähr- und Genußmitteln, sowie mit oder ohne Dichtung versehenem Deckel, dadurch gekennzeichnet, daß Gefäß («) und Deckel (b) aus kochfestem, nichtmetallischem Werkstoff, z. B. Glas, bestehen, in an sich bekannter Weise mittels Klebstreifens,ρ 1782 IVaI53b BSprengringes, Schrumpfkapsel od. dgl. leicht lösbar miteinander verbunden werden und nach Entleerung, Säuberung und neuer Füllung zur Heißkonservierung geeignet sind.
- 2. Gefäß mit Deckel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Gefäßrand und Deckel (fc) eine bei Erwärmung erweichende Dichtung (c) angeordnet ist, die eine unterschiedliche Gestaltung von Gefäßrand und Abdichtungsfiäche des Deckels zuläßt.
- 3. Gefäß mit Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ring oder Streifen mit beliebigem Querschnitt als Dichtung (c) Verwendung findet.
- 4. Gefäß mit Deckel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung aus unvulkanisiertem Gummi besteht.
- 5. Gefäß mit Deckel nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Dichtungsstreifens (c) übereinandergelegt werden.
- 6. Gefäß mit Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Gefäß (d) und Deckel (&) bestehende Verpackung mit einer Einkochklammer (r) versehen ist.
- 7. Gefäß mit Deckel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (V2) der Klammer (r) in Vorsprüngen (i) oder Einkerbungen (w) von Deckel (b) und Gefäß rand geführt und gegen Verdrehung gesichert sind.
- 8. Gefäß mit Deckel nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (r.2) der Klammer (r) mittels Klebstreifens (/) oder Drahtplombierung gesichert sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 377/243 10.55
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