DEN0010880MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Juli 1955 Bekanntgemacht am 15. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektronenstrahlröhre mit einem Glasfenster und einem Glaskonus,
die miteinander verschmolzen sind, wobei der Anschmelzrand zwischen Fenster und Konus
mittels eines Metallringes versteift ist. Besonders bei groß bemessenen, ganz aus Glas bestehenden
Elektronenstrahlröhren muß das Glas, insbesondere das Glas des Fensters, eine große Stärke haben,
oder dieses Fenster muß stark gekrümmt sein. Hierbei ist das Gewicht der Röhre groß, und das
Bild wird infolge der großen Glasstärke oder der großen Krümmung des Fensters verzeichnet. Es
ist bei solchen Röhren außerdem schwierig, das Fenster fehlerfrei herzustellen. Auch die Anschmelzung
eines solchen starken Fensters an den Glaskonus ist schwer durchführbar, da die Glasstärke
an der Anschmelzstelle noch größer sein muß.
Es ist bekannt, daß diese Nachteile größtenteils behoben werden können, wenn man die Übergangszone
oder den Anschmelzrand zwischen Fenster und Konus mittels eines Metallringes versteift, der ganz
oder teilweise in die Glaswand eingeschmolzen werden kann. Dieser Ring hatte einen runden, langgestreckten
oder Z-förmigen Querschnitt.
Dabei kann die Glasstärke geringer sein, und das Fenster kann aus Spiegelglas hergestellt werden,
das ganz fehlerfrei ist.
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N 10880 VIII c/21g
In der Praxis ergibt es sich jedoch als sehr schwierig, eine Einschmelzung eines solchen Ringes
zu bewerkstelligen. Wird ein flacher, Z-förmiger Ring verwendet, so kann er im kalten Zustand
. 5 zwischen den Glasteilen geklemmt werden; beim Erhitzen schmelzen die Ränder von Fenster und
Konus am Ring fest. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß der Ring auf der Innenseite des
Kolbens unbedeckt ist und somit von Elektronen
to getroffen werden kann. Infolgedessen kann der
Ring ein hohes Potential annehmen. Außerdem kann das Metall des Ringes während der chemischen
Reinigung des Kolbens oder der Ablagerung des Leuchtschirmes angegriffen werden.
Eine Anschmelzung, bei der die Innenseite des Ringes durch Glas abgedeckt wird, läßt sich
schwierig durchführen. Werden die Glasteile im kalten Zustand gegeneinandergelegt und von dem
Ring umgeben, so wird beim Erhitzen mittels Brenner oder Hochfrequenzstrom zunächst der
Ring heiß werden und sich infolge der Ausdehnung von den Glasteilen lösen. Das Durcherhitzen der ·
Glasteile wird also zu Schwierigkeiten veranlassen und eine vollkommene Verschmelzung praktisch
nicht ermöglichen, besonders da es sich um Glas- - teile mit verhältnismäßig großer Wandstärke
(6 bis 8 mm) handelt. Es ergibt sich, daß das dem Ring am nächsten liegende Glas schmilzt, längs des
Ringes um die Naht zwischen den Glasteilen fließt und diese Naht mehr oder weniger gegen den
heißen Ring abschirmt, so daß die Naht auf der Innenseite der Röhre bestehenbleibt und die Glasteile
sich nicht gut miteinander verschmelzen. Außerdem trägt ein solcher Ring wenig zur Versteifung
der Anschmelzzone bei, da das Glas nicht nur auf Druck, sondern auch auf Abscherung und
Biegung beansprucht wird. Außerdem muß ein solcher Ring während der Anschmelzung abgestützt
werden.
Die erwähnten Nachteile können bei einer Elektronenstrahlröhre mit einem Glasfenster und einem
Glaskonus, die miteinander verschmolzen sind und deren Anschmelzrand mittels eines Metallringes
versteift wird, dadurch völlig behoben werden, daß gemäß der Erfindung der Metallring einen Querschnitt
in Form eines T hat, dessen senkrechter Schenkel ganz im Glas eingeschmolzen und kürzer
als die Stärke des Glases der Konuswand an dieser Stelle ist.
Diese Form des Ringes hat verschiedene große Vorteile.
Der Ring kann sowohl für runde als auch für rechtwinklige Fenster dadurch hergestellt werden,
daß ein Stab mit T-Profil gekrümmt wird und die
Enden in einer reduzierenden oder inerten Atmosphäre z. B. mittels einer Argonbogenschweißung
miteinander verschweißt werden.
Im kalten Zustand können die Glasteile und der Ring aufeinandergestellt werden, so daß der Ring
nicht abgestützt zu werden braucht.
Während der Erhitzung, bei welcher sich der Ring am Außenrande von den Glasteilen löst,
bleiben die anzuschmelzenden Ränder stets mit dem senkrechten Schenkel des T in Berührung, so daß '.
diese Ränder gut erhitzt werden. -
Das Glas des Fensterrandes schmilzt fest an den Ring und fließt schließlich etwas über den Innenrand
des senkrechten Schenkels des T herunter, worauf es sich mit dem heißen Konusrand verschmilzt.
Das Metall des Ringes wird auf diese Weise auf der Innenseite vollkommen bedeckt.
Da die Glasteile in Spalten ruhen, werden sie praktisch durch den Ring nur auf Druck belastet,
so daß die Gefahr des Springens sehr verringert wird.
Der Ring kann aus verhältnismäßig dünnem Material bestehen, da die verhältnismäßig starke
Glasschicht auf der Innenseite des Ringes sehr widerstandsfähig ist.
Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung näher erläutert, in der
Fig. ι einen Schnitt der Anschmelzstelle vor der
Anschmelzung und
Fig. 2 einen Schnitt der Anschmelzstelle nach der Anschmelzung zeigen und in
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Elektronenstrahlröhre,
nach der Erfindung dargestellt ist.
In den Figuren bezeichnet 1 das Glasfenster, das vorzugsweise aus Spiegelglas besteht, 2 bezeichnet
den Glaskonus und 3 den Haltering nach der Er- go
findung. Im kalten Zustand werden diese Einzelteile gemäß Fig. 1 aufeinandergestellt. Die Ränder
von Konus und Fenster liegen dabei an dem Innenrand 4 des T-förmigen Profils des Ringes 3. Dehnt
sich der Ring 3 als erster beim Erhitzen, so bleiben die Ränder des Fensters 1 und des Konus 2 stets
mit dem Rande 4 in Berührung, so daß eine gute Verbindung der Glasränder erhalten wird. Da der
Rand 4 mit dem Ring 3 Spalte bildet, in welche das Glas beim Schmelzen einfließt, ergibt sich eine
gute Anschmelzung dieses Glases am Ring. Da der Rand 4 eine geringere Höhe hat als die Stärke der
Wand des Konus 2 an dieser Stelle, kann das flüssige Glas des Fensters sich vollkommen mit dem
des Konus verschmelzen, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. .
Die starke, ununterbrochene Glasschicht trägt bedeutend zur Widerstandsfähigkeit der Anschmelzstelle bei, so daß der Ring 3, der vorzugsweise aus
Chromeisen besteht, nur eine geringe Wandstärke zu haben braucht und somit billig sein kann. Da
der Ring sowohl für Röhren mit runden als auch für solche mit rechteckigen Fenstern aus einem
Stab mit T-Profil hergestellt werden kann, geht bei der Verarbeitung praktisch kein Material verloren.
Es ist vorteilhaft, wenn der aufrecht stehende obere Rand des Ringes keilförmig mit einer Neigung
von z. B. 30 ausgebildet ist und abgerundete Seitenkanten aufweist. Da der Metallring 3 auf der
Innenseite der Röhre mit Glas bedeckt ist, liegt keine Gefahr der Aufladung oder Korrosion während
des Betriebes, der Reinigung des Kolbens oder der Herstellung des Schirmes vor. .
Fig. 3 zeigt die fertiggestellte Röhre.
Die Stärke des Fensters kann annähernd gleich der der Konuswand sein, d. h. 6 bis 8 mm bei
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Röhren mit einem Durchmesser von etwa 40 bis 60 cm.
Claims (1)
- Patentanspruch:Elektronenstrahlröhre mit einem Glasfeiister und einem Glaskonus, die miteinander verschmolzen sind, wobei der Anschmelzrand mittels eines Metallringes versteift ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallring einen Querschnitt in Form eines T hat, dessen senkrechter Schenkel ganz im Glas eingeschmolzen und kürzer als die Stärke des Glases der Konuswand an dieser Stelle ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 697/391 3.56
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