DEM0020915MA - - Google Patents

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DEM0020915MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. November 1958 Bekanntgemacht am 26. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Fahrersitz für Schlepper u. dgl. mit einer Sitzschale, die von einem um eine horizontale Achse schwingenden Hebel getragen wird und durch Gummi abgefedert ist.
Bei der Mehrzahl der bekannten Ausführungen beruht die Federung auf einer Torsion von Gummischeiben oder -hülsen. Die Verbindung der Gummischeiben oder -hülsen einmal mit dem feststehenden Lager und zum anderen mit dem schwenkbar gelagerten Hetel erfordert eine größere Zahl von Einzelteilen. Dadurch wird die Federungseinstellung ziemlich umfangreich und teuer.
Es ist auch bekannt, bei von einem schwingbar gelagerten Hebel getragenen Sitz von Krafträdern oder Kraftwagen zur Abfederung Gummipolster vorzusehen, welche bei Belastung des Sitzes zusammengedrückt werden. Diese Ausführungen sind konstruktiv einfach aufgebaut. Bei einer dieser Ausführungsformen ist der schräg stehende Hebel mit dem einen Ende zwischen zwei am Sitz angebrachten keilförmigen Gummiblöcken und mit dem anderen Ende zwischen zwei am Boden angebrachten, gleichfalls keilförmigen Gummiblöcken festgeklemmt. Der Hebel schwingt bei Belastung des ■
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Sitzes an den Enden je um die horizontale Achse an den Einspannstellen. Hier wirken in der Grundstellung die Momente der beiden Gummiblöcke einander entgegen. Bei Belastung des Sitzes, während welcher der Hebel der horizontalen Lage genähert wird, werden beide Blöcke aber gleichsinnig belastet und zusammengedrückt.
Weiter ist es bekannt, einen Sitz für Kraftfahrzeuge mittels zweier in einem an der Unterseite des
ίο Sitzes befestigten Bügel untergebrachter Gummikörper auf dem schräg nach aufwärts gerichteten einen Schenkel eines fest gelagerten, U-förmig gestalteten Bockes derart anzubringen, daß der Schenkel zwischen den beiden Gummipolstern festgespannt ist. Den Gummipolstern wird dabei eine gewisse Vorspannung gegeben. Bei dieser Ausführungsform wird bei Belastung des Sitzes sowie bei auftretenden Stoßen das obere Gummipolster gegen den Schenkel des Bockes und damit zusammen-
ao gedrückt, während sich das andere Polster mehr oder weniger von dem Schenkel abhebt und dabei, entspannen kann. Dieses zweite Gummipolster dient bei der Rückbewegung des Sitzes als Dämpfung.
Die Erfindung bezweckt, die weiter oben beschriebene Ausführung von . Fahrersitzen, bei welcher die Sitzschale von einem um eine horizontale Achse sehwingbar gelagerten Hebel getragen wird, der unter der Wirkung entgegengesetzt gerichtete*, von beiderseits der Drehachse angeordneten, auf Druck beanspruchten Gummikörpern erzeugter Federmomente steht, so zu gestalten, daß jeweils der eine Gummikörper dämpfend wirkt. Erreicht wird das dadurch, daß die Federungsmomente auf dieselbe Hebel sei te wirken und sich durch unterschiedliche Bemessung der Gummifederungskörper oder deren unterschiedlichen Abstand von der Drehachse ihrer Größe nach voneinander unterscheiden. Die beiden Gummikörper können erfindungsgemäß zu einem einzigen Gummifederungskorper zusammengefaßt werden, wobei dieser zwischen einer mit dem Sitzträger verbundenen Platte und dem ortsfesten Lagerbock so eingespannt wird, daß sich die Achse des Gummifederungs-
<5 körpers seitlich von der Schwingachse des Hebels befindet. Als Gummifederungskörper wird in diesem Falle zweckmäßig ein Hohlkörper von zylindrischer, ovaler oder ähnlicher Form gewählt.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist der Hebel mit dem einen Ende an dem Sitz befestigt und an dem anderen zur schwingbaren Lagerung dienenden Ende mit einer senkrecht oder geneigt zu ihm verlaufenden Druckplatte ausgerüstet. An dieser sitzt die Schwenkachse. Für die Lagerung des Hebels dient ein U-förmiger Lagerbock, dessen Wangen den Gummifederungskorper zwischen sich einschließen, so daß er zwischen der Bodenplatte des Lagerbockes und der am Hebel sitzenden Platte eingespannt ist. Die Achse des Gummikörpers liegt dadurch etwas seitlich von der Schwenkachse des Hebels. Bei dieser Lagerung dient jeweils ein Teil des Gummikörpers der Federung des Sitzes und der andere Teil der Dämpfung seiner Schwingungen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Verspannung des Gummifederungskörpers in bekannter Weise regelbar sein. Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, daß der Lagerbock in seinen seitlichen Wangen Schlitze und Stellschrauben aufweist, mit denen zur Regelung der Federverspannung die Lage der Schwenkachse in den Lagerschlitzen verändert werden kann. Vorzugsweise wird die exzentrische Lage des Gummifederungskörpers dadurch gesichert, daß die Lagerbodenplatte und die am Sitzträger vorgesehene Druckplatte außerhalb der Mitte, der Schwenkachse liegende Anschläge, Zapfen od. dgl. aufweisen1.
In der Zeichnung ist der Fahrersitz gemäß der Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht eines Sitzes nach der Erfindung,
Fig. 2 den Schnitt nach der Linie a-b durch Fig. ι und
Fig. 3 den Gummifederungskorper, wie er bei der Federung zur Anwendung gelangt, teilweise im Schnitt.
Der Sitz wird auf dem Fahrzeuggestell 1 mit Hilfe eines winkligen Lagerbockes 2 befestigt. Die Sitz-schale 3 von beliebiger Form sitzt auf dem Sitzträger 4, der an seinem unteren Ende eine Druckplatte 5^ trägt. Auf der Platte 5 sitzt ein Lagerauge 6, in welchem eine Achse 7 geführt ist. Die Achse 7 reicht seitlich über die Platte 5 hinaus und ist mit ihren abgeflachten , Enden 8 in Schlitzen 9 eines U-förmigen Lagerbockes 10 geführt. Der Lagerbock 10 sitzt auf dem Gegenlager 2. Außerdem sind in die die Schlitze 9 tragenden Wangen des Lagerbockes 10 Stellschrauben 11 eingeschraubt, durch deren Verstellung die Lage der Achse 7 im Lagerbock 10 verändert werden kann.
Erfindungsgemäß ist zwischen die Druckplatte 5 und die Bodenplatte des Lagerbockes 10 ein Gummifederungskorper 12 unter Vorspannung eingespannt. Dieser weist die in Fig. 3 angegebene Form eines Hohlzylinders auf. Es ist aber auch möglich, irgendeine andere Form des Gummihohlkörpers zu benutzen.
Um ein Herausrutschen des Federungskörpers 12 aus seiner Einspannung zu verhindern, sitzt an der Druckplatte 5 ein Widerlager 13 und im Innern des Lagerbockes 10 ein entsprechendes Widerlager 14, die beide in die Längsbohrung 15 des Gummihohlkörpers 12 einfassen.
Die Anordnung der Zapfen 13 und 14 ist so gewählt, daß der Gummihohlkörper 12 mit seiner Längsachse außerhalb der durch die Mitte der Achse 8 gelegten waagerechten Ebene Hegt, d. h. der Federungskörper ist exzentrisch eingespannt. Damit dient der unterhalb der Lagermitte 8 liegende Teil des Federungskörpers der Sitzabfederung, während der oberhalb liegende Teil eine Dämpfung bewirkt.
Mit Hilfe der Stellschrauben 11 kann die Achse 7 mit der Druckplatte 5 tiefer in den Lagerbock 10 hineingedrückt werden, wodurch sich die Vor-Spannung des Gummifederungskörpers 12 erhöht.
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Es ist damit die Möglichkeit gegeben, daß jeder Fahrer die Sitzfederung seinem Gewicht entsprechend einstellt.

Claims (8)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Fahrersitz für Schlepper u. dgl. mit einer Sitzschale, die von einem um eine horizontale Achse schwingenden Hebel getragen wird, bei dem der Hebel unter Einwirkung entgegengesetzt gerichteter, von beiderseits der Drehachse angeordneten, auf Druck beanspruchten Gummikörpern erzeugter Federungsmomente steht, dadurch gekennzeichnet, daß die Federungsmomente auf dieselbe Hebelseite wirken und. sich durch unterschiedliche Bemessung der Gummifederungskörper oder deren unterschiedlichen Abstand von der Drehachse ihrer Größe nach voneinander unterscheiden.
2. Fahrersitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfederung des Hebels durch einen einzigen Gummifederungskörper erfolgt, der zwischen einer mit dem Sitzträger verbundenen Platte und dem ortsfesten Lagerbock exzentrisch eingespannt ist.
3. Fahrersitz nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gummifederungskörper durch einen Gummihohlkörper von zylindrischer, , kegeliger, ovaler oder ähnlicher Form gebildet ist.
4. Fahrersitz nach Anspruch 1 bis 3 mit Vorspannung des Gummifederungskörpers, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung in bekannter Weise regelbar ist.
5. Fahrersitz nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß1 der dem Sitz tragende Hebel an seinem Lagerende mit einer Druckplatte ausgerüstet ist, auf deren mittlerem Teile die Schwenkachse; des Sitz trägers gelagert ist, und daß für die Lagerung des Hebels ein U-förmiger Lagerbock verwendet wird, dessen Wangen den Gummifederungskörper derart zwischen sich einschließen, daß dieser zwischen der Bodenplatte des Lagerbockes und der Druckplatte des Sitzträgers eingespannt ist.
6. Fahrersitz mach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem Hebel vorgesehene Druckplatte geneigt zu diesem angeordnet ist.
7. Fahrersitz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbock in seinen seitlichen Wangen Längsschlitze für die Aufnahme der Schwenkachse des Sitzträgers und ih Richtung der Schlitze verlaufende Stellschrauben aufweist, mit denen zur Regelung der Federvorspannung die Lage der Schwenkachse in den Lagerschlitzen verändert werden kann.
8. Fahrersitz nach Anspruch 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbodenplatte und die am Sitzträger vorgesehene Druckplatte außerhalb der Mitte der Schwenkachse liegende Anschläge, Zapfen od. dgl. aufweisen, die die exzentrische Lage des Gummifederungskörpers gegenüber der Schwenkachse sicherstellen. .
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 33 758 (Zusatz zur französischen Patentschrift Nr. 626527);
britische Patentschrift Nr. 524894;
USA.-Patentscbriften Nr. 2 638 148, 2 588 638.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 576/291 7. 56

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