DEM0020511MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 15. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Schutzschaltung für Beleuchtungsnetze, insbesondere in Bergwerken
zur Speisung von Beleuchtungskörpern, vor Ort.
Die Beleuchtung vor Ort wurde bisher durch einphasige
Linien erzielt, welche entweder durch besondere Schaltschränke kontrolliert oder mittels
besen derer Abzweigdosen aus den Steuergeräten, die den Drehstrom für die Abbaumaschinen liefern,
herausgeführt wurden. Drehstrombeleuchtungsnetze wurden kaum benutzt, da eine ausreichende Sicherung
dieser Netze gegen Explosionsgefahr in wettergefährdeten Gruben auf große Schwierigkeiten
stieß.
Die Erfindung bezweckt daher die Schaffung einer Schutzschaltung, , welche es gestattet, Dreh-Stromnetze
mit ausreichender Sicherheit für die Beleuchtung vor Ort in wettergefährdeten Gruben
zu benutzen. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist, die Sicherheit der Verteilung im Falle
eines Phasenbruches zu gewährleisten, und zwar mit anderen Mitteln als denen, welche in Netzen
verwendet werden, die zur Speisung von Drehstrommotoren dienen.
Der erfindungsgemäße Zweck wird durch eine Schutzvorrichtung erreicht, welche aus einem mit
Gleichstrom, der durch einen am Leitungsende be-
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findlichen Gleichrichter erzeugt wird, gespeisten
S teuer lei tar und einem am Beginn der Leitung aufgestellten Fehilerrelais· besteht, welches die Leitung
abschaltet, sobald ein Wechselstrom in dem Steuerdraht fließt, wobei am Ende der Leitung ein Transformator
vorgesehen ist, dessen mit der Leitung verbundene Oberspannungswicklung in Stern geschaltet
ist und an dessen in offenem Dreieck geschaltete Unterspannungswicklung eine Gleichrichterbrücke
angeschlossen ist, die ein Relais speist, welches einen den Gleichrichter des Steuerleiters
überbrückenden Kreis öffnen, und schließen kann.
Die üblichen zusätzlichen Schutzmaßnahmen gegen Überlastung und ■ Kurzschluß sowie gegen
I sol at ions fehler zwischen Phasenleitern und Erde, Phasen- und Steuerleitern, Steuerleitern und Erde,
ferner gegen Leiterbruch der Steuerleiter und Leiterbruch oder Anwachsen des Widerstandes des
Schutzleiters werden durch bekannte Mittel erzielt und bilden daher keinen Gegenstand der Erfindung.
Nachstehend wird an Hand der Zeichnung ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, ohne daß diese jedoch auf das angeführte Beispiel
beschränkt werden soll.
In dem in der Zeichnung dargestellten Schaltschema stellt das strichliert gezeichnete Quadrat ι
den am Anfang der Drehstromleitung vorgesehenen Schaltschrank, nachstehend Kopf schrank genannt,
dar. Das ebenfalls strichliert gezeichnete Quadrat! 2
ist ein am Ende der Leitung vorgesehener Geräteschrank, nachtstehend Endschrank genannt. Im
Kopfschränk 1 sind untergebracht: der Hauptleistungsscihalter
3; der Transformator 4, welcher die Verteilerspannung auf . die Beleuehtungsspannung
herabgespannt; das Schütz 5 mit seiner lichtspannungsgespeisten Haltespule 6; das thermomagnetische,
mit Sperrung versehene Relais 7, dessen Unterbrechungskontakt 8 im Speisekreis der
Haltespule6 liegt; der Widerstand 10 und der
Gleichrichteir in Brückenschaltung 11, welche in
Serie zwischen dem niederspannungsseitigen Nullpunkt 9 des Transformators· 4 und dem Schutzleiter
12 geschaltet: sind; das Fehlerrelais 13, das an den
Gleichstromklemmen des Gleichrichters 11 liegt;
der Transformator 15, welcher dem Steuerkfeis 29 eine niedrige sogenannte: Sicherheitsspannung von
etwa 24 oder 48 Volt liefert; das Steuerrelais 16,
dessen Spule im Steuerkreis 29 und dessen Kontakt 17 im Speisekreis der Haltespule6 liegt; der Schalter
19, der zum öffnen und Schließen des Speisekreises
der Haltespule 6 dient, und schließlich die Signallampe 18 zwischen dem Phasenleiter c und
dem Speisekreis der Haltespule 6. Mit 20, 31, 32, 33, 34 sind Leuchten bezeichnet, welche vom Drefostromnetz
30 gespeist werden und die die zugehörigen Sdgnaldruekknöpfe 20', 31', 32', 33', 34'
tragen, von denen 20' und 34' im Steuerkreis liegen. Die beiden. Enden des Steuerkreises sind mit dem
Schutz- (Erd-) Leiter 12 verbunden.
Im Endschrank 2 sind untergebracht: der Transformator
21, dessen Oberspannungs wicklung in Stern und dessen Unterspannungswicklung in
offenem Dreieck geschaltet ist. Zwischen den Klemmen m und η der letzteren liegt der Gleichrichter
in Brüpkenschaltung 22. An die Gleichstromklemmen 0 und p des letzteren ist die Spule des
Relais 23 angeschlossen, dessen Kontakt 24 in einem Kreise liegt, der den Widerstand 25 und den Gleichrichter
26 überbrückt, wobei dlie letzteren im Steuerkreis 29 liegen.
Die Schutzschaltung funktioniert wie folgt: In Ruhestellung, d. h. wenn das Lichtnetz 30 außer
Betrieb ist, sind, das Schütz 5, der Schalter 19 sowie die Kontakte 17 und 24 geöffnet, hingegen der
Leistungsschalter 3, die Kontakte 8, 20' und .34' geschlossen. Um das Schütz 5 zu schließen und das
Netz 30 unter Spannung zu setzen, wird der Schalter 19 geschloissen. Hierdurch wird der Steuerkreis
29 geschlossen, in dem dann ein vom Gleichrichter 26 gelieferter Gleichström (vom Transformator 15
gelieferter gleichgerichteter Wechselstrom) zu fließen beginnt. Dieser fließt auch durch die Spule
16 und bewirkt die Schließung des Kontaktes 17, somit auch die Schließung des Speisekreises der
Haltespule 6 und1 damit wieder diejenige des
Schützes 5.
Beim Auftreten einer Überlastung oder eines Kurzschlusses spricht das Relais 7 an,, öffnet seinen
Kontakt 8, unterbricht dadurch den Kreis der Spule 6 und beiwirkt die Öffnung des Schützes 5,
d: h. die Außerbetriebsetzung des Lichtnetzes 30.
Beim Auftreten eines Schlusses Phasenleiter— Erde entsteht ein Fehlerstrom (in der Zeichnung
symbolisch durch einen mit einfacher Spitze versehenem Pfeil angedeutet), der vom Fehlerpunkt
über Erde, den Gleichrichter n, den Widerstand 10, den Nullpunkt 9 zurück zum Fehlerpunkt fließt.
Dieser Fehlerstrom bewirkt zwischen den Klemmen h und i des Gleichrichters 11 eine Spannung,
die das Relais 13 zum. Ansprechen bringt, welches dann durch Öffnung seines Kontaktes 14 den Speisekreis
der Haltespule 6 unterbricht und das Schütz 5 zum Abfallen, bringt.
Beim Auftreten eines Schlusses zwischen Phasen- und Steuerleiter fließt der entstehende Fehlerstrom
(durch einen Pfeil mit, zwei Spitzen angedeutet) statt durch Erde durch den' Steuerleiter, sonst aber
durch den gleichen Kreis wie vorgehend beschrieben, und öffnet das Schütz 5 in gleicher Weise.
Im Falle eines Schlusses zwischen Steuerleiter und Erde, ζ. B. im Punkt X, wird der Gleichrichter
26 kurzgeschlossen, so daß der durch.den Steuerkreis
fließende Strom nicht mehr gleichgerichtet ist, sondern, im Steuerkreis Wechselstrom fließt. Das
Relais 16 ist dann nicht mehr erregt, öffnet seinen Kontakt 17 und damit den Speisekreis der Haltespule
6 und bewirkt: die Öffnung des Schützes 5.
Bei einem Leiterbruch des Steuer- oder des Schutz- (Erd-) Leiters hört der Gleichstrom auf
zu fließen. Das Relais 16 öffnet daraufhin seinen Kontakt 17 und bewirkt das Abfallen des Schützes 5.
Gemäß der Erfindung wird der Schutz des Lichtnetzes im Falle eines Phasenleiterbruchs durch den
Transformator'21 erzielt. Wie erwähnt, sind dessen
Unterspannungswicklungen· in offenem Dreieck ge-
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schaltet. Solange die Drehstromleitung 30 unbeschädigt
ist, herrscht zwischen den Klemmen m und »-des offenen Dreiecks keine Spannung. Sobald
jedoch eine Phase des Netzes unterbrochen wird (Leiterbruch), ist der Gleichgewichtszustand des
Transformators 21 gestört. Die'Summe der Ströme in der Sekundärwicklung ist jetzt nicht mehr gleich
Null, sondern zwischen den Klemmen m und η
tritt eine Spannung auf, die den Gleichrichter 22 speist, der dann dem Relais 23 Strom liefert. Dieses
schließt daraufhin seinen Kontakt 24, wodurch der Gleichrichter 26 kurzgeschlossen wird und: somit
im Steuerkreis Wechselstrom fließt, was, wie vorstehend beschrieben, die Öffnung des Schützes 5
zur Folge hat.
Bekanntlich werden die Lichtleitungen unter Tage durch kurzzeitiges Ausschalten des Lichtes
zu Signalzwecken benutzt.
Die erfindungsgemäße Schutzschaltung gestattet die Signalgebung in der bisher üblichen Weise
durch - Betätigung der auf den Leuchten angebrachten
Signaldruckknöpfe. Im Schaltungsschema sind nur zwei Signalknöpfe als im Steuerkreis
befindlich dargestellt. Selbstverständlich können jedoch beliebig viele Signalknöpfe in den
Steuerkreis eingeschaltet werden. Wird ein solcher Druckknopf betätigt, so1 wird der Steuerkreis unterbrochen
und das Schütz 5, wie weiter oben beschrieben, geöffnet. Alle Lampen erlöschen daraufhin.
Sobald der Druckknopf wieder losgelassen wird, ist der Steuerkreis wieder geschlossen, der
Gleichstrom fließt wieder, der Kontakt 17 und damit das Schütz 5 schließen sich, und das Licht geht
wieder an.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Schutzvorrichtung für dreiphasige Beleuchtungsanlagen, insbesondere in Gruben vor Ort, bestehend aus einem mit Gleichstrom, der durch einen am Leiitungsende befindlichen Gleichrichter erzeugt wird, gespeisten S teuer leiter und einem am Beginn der Leitung aufgestellten Fehlerrelais, welches die Leitung abschaltet, sobald ein Wechselstrom in dem Steuerdraht fließt, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Leitung ein Transformator vorgesehen ist, dessen mit der Leitung verbundene Oberspannungswicklung in Stern geschaltet ist und an dessen in offenem Dreieck geschaltete Unterspannungswicklung eine Gleichrichterbrücke angeschlossen ist, die ein Relais speist, welches einen den Gleichrichter des Steuerleiters überbrückenden Kreis öffnen und schließen kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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