DEM0019026MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEM0019026MA
DEM0019026MA DEM0019026MA DE M0019026M A DEM0019026M A DE M0019026MA DE M0019026M A DEM0019026M A DE M0019026MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotor
container
blades
stationary ring
ring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Juni 1953 Bekanntgemacht am 13. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf das Zubereiten von Papierstoff, der bei der Herstellung von. Papier und ähnlichen Erzeugnissen verwendet wird, und betrifft insbesondere die Behandlung dieses in Form von trockener Holzfasermasse, Altpapierballen usw. gelieferten Materials durch Aufbrechen, Zerkleinern und Schlämmen, wobei die Stofffasern einem Verfeinerungsaufschluß oder einem Mahlen unterworfen werden, um sie für den gewünschten Verwendungszweck in die richtige Form zu bringen.
Ziel der Erfindung ist eine verbesserte Maschine, die diese Behandlung des Materials in regelbarer und leistungsfähiger Weise auszuführen ermöglicht.
Weiter zielt die Erfindung auf eine verbesserte Stoffzerkleinerungsmaschine, die so eingestellt werden kann, daß ihr Arbeiten auf das Aufbrechen und Zerkleinern des Halbstoffes beschränkt bleibt, oder die so eingestellt werden kann, daß auch das Zerreißen der Fasern und das anschließende Ver; feinern derselben auf jeden gewünschten Feinheitsgrad stattfindet.
609 618/277
M 19026 VII/55 c
Vor allem soll durch eine neue Anordnung der
bei der Zerkleinerung zusammenwirkenden Teile der Wirkungsgrad der Maschine beim Zerkleinern des Stoffmaterials und beim Aufschließen der Stoffasern erhöht werden.
Es ist bekannt, vor oder in einer Wandöffnung des Stoff behälter s einen axial verstellbaren, mit Schaufeln versehenen Läufer mit einem zur Wandöffnung zentrisch liegenden kegelstumpfförmigen
ίο JNTabenteil sowie an der Innenseite des Behälters einen ortsfesten Ring anzuordnen, der die Wandöffnung umgibt und mit einer nach dem Innern des Behälters zu sich erweiternden kegelstumpfförmigen Mahlfläche versehen ist, deren Spitze
X5 nach der Außenseite des Behälters gerichtet ist.
Von dieser Anordnung unterscheidet sich die Erfindung im wesentlichen dadurch, daß die Schaufeln des Läufers über die Umfangsfläche seines Nebenteils hinausragen und mit den überragenden Teilen
so vor der außerhalb der Umfangsfläche des Nabenteils liegenden Mahlfläche des ortsfesten Ringes liegen und daß die über die Umfangsfläche des Nabenteils hinausragenden Unterseiten der Schaufeln in einer Kegelstumpffläche liegen, die entsprechend der mit ihr zusammenarbeitenden Mahlfläche des ortsfesten Ringes geneigt ist.
Ferner'ist erfindungsgemäß die gegen das Innere des Behälters gerichtete Oberfläche des Nabenteils als Konus gestaltet, dessen Spitze entgegengesetzt zur kegelstumpfförmigen Mahlfläche des ortsfesten Ringes liegt.
Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht darin, daß die Läuferschaufeln, in. einem Winkel zum Radius des Läufers angeordnet und in bezug auf die Drehrichtung des Läufers rückwärts geneigt sind. Die von dem ortsfesten Ring abgewendeten Oberkanten der Schaufeln liegen in einer kegelstumpfförmigen Fläche, die mit der kegelstumpfförmigen Oberfläche des ortsfesten Ringes konzentrisch ist, jedoch einen größeren Kegel winkel hat.
Die Läuferschaufeln können ferner im Querschnitt gabel- oder U-förmig gestaltet sein, derart, daß sie zum ortsfesten Ring hin offene Kanäle bilden.
Infolge dieses Aufbaues werfen die Schaufeln des Läufers das zwischen ihnen hindurchtretende zu behandelnde Material mit großer Kraft gegen die Fläche des ortsfesten, vorzugsweise mit Zerkleinerungszähnen versehenen Ringes. Gleichzeitig üben dabei die Schaufeln gemeinsam mit der Mahlfläche des festen Ringes eine je nach der axialen Einstellung des Läufers veränderliche Scher- und Mahlwirkung auf das zu behandelnde Material aus. Diese Wirkungsweise ist bei den bekannten Anordnungeil nicht möglich, da bei diesen das Fasermaterial den Mahlflächen radial zugeführt wird. Dadurch kann insbesondere nicht das starke Aufprallen des Materials auf den ortsfesten Ring erreicht werden.
Außerdem bewirken die erfindungsgemäß gabelförmig gestalteten Schaufeln des Läufers auch ein Zerreißen und Zerkleinern der größeren Stücke des zugeführten Halbstoffes in solche Teilstücke, die infolge ihrer geringeren Größe von den Schaufeln und dem damit zusammenarbeitenden ortsfesten Ring leichter bearbeitet werden können.
In den Zeichnungen ist
Fig. ι eine Ansicht der Maschine, an der ein Teil des Behälters weggebrochen ist, um den Aufbau zu verdeutlichen und die Aufstellung des Läufers sowie des ortsfesten Ringes innerhalb des Behälters zu zeigen,
Fig. 2 im vergrößerten Maßstab ein lotrechter Mittelschnitt des Läuferaufbaues und des ortsfesten Ringes,
Fig. 3 eine entsprechende Vorderansicht des Läuferaufbaues und des ortsfesten Ringes,
Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht des Läufers und des ortsfesten Ringes, wobei beide Bauteile in ihrer gegenseitigen Arbeitsstellung, aber vom Behälter abgenommen dargestellt sind,
Fig. 5 eine vergrößerte Teilansicht lediglich des Läufers nach Linie 5-5 der Fig. 2,
Fig. 6 eine Draufsicht auf den Behälter nach Linie 6-6 der Fig. 1 und
Fig. 7 in noch größerem Maßstabe ein Schnitt durch die Einstellvorrichtung des Läuferaufbaues nach Linie 1J-1J der Fig. 1.
Die Maschine enthält einen zur Aufnahme des Papierstoffes bestimmten Behälter 10 (Fig. 1 und 6) beliebiger Form und Ausführung, der jedoch vorzugsweise eine zylindrische Wand mit abgeflachten lotrechten Abschnitten auf gegenüberstehenden Seiten hat, wobei der Behälter 10 sowie die Läufereinsteil- und -antriebsvorrichtung auf dem Fundament 11 aufgestellt sind. Der Behälter 10 hat einen halbkugelförmigen Boden 12, von dem ein Abschnitt ausgeschnitten ist, um eine zum Auffangen von Fremdstoffen dienende offene Kammer 13 mit lotrechten Seitenwänden und einer Bodenwand zu bilden. Vom Boden des Behälters führt eine Ablaßöffnung zu einer Auslaß leitung 14, in der ein Regelventil (nicht dargestellt) liegt. Das Außenende der Kammer 13 trägt einen abnehmbaren Deckelverschluß 15, um Sand, Metall und andere in der Kammer abgesetzte Fremdstoffe zu entfernen.
Der flache Abschnitt der unmittelbar oberhalb der Kammer 13 liegenden Behälterwand hat eine große kreisförmige Öffnung, die zu einem Außengehäuse 18 führt, das mit einer Auslaß leitung verbunden ist, durch die der Stoff während eines stetigen Arbeitsvorganges — im Gegensatz zu einer satzweisen Behandlung des Stoffes — abgeführt werden kann. Ein Sieb (nicht dargestellt) deckt die in dem Gehäuse 18 befindliche Behälteröffnung ab. Eine mit einem Regelventil ausgerüstete Einrichtung (nicht dargestellt) leitet den Stoff stetig oder bei Bedarf aus dem Behälter 10 heraus.
Der flache Abschnitt der der Kammer 13 gegenüberliegenden Behälterwand, die sich oberhalb des kalbkugelförmigen Bodens 12 befindet, weist ebenfalls eine große kreisringförmige Öffnung auf, die an der Außenseite des, Behälters mittels eines Gehäuses .16 (Fig. 1) geschlossen, ist, dessen Befestigung an der Behälterwand mittels Schrauben oder
618/277
M 19026 VII/55 c
Schraubenbolzen erfolgt. Das Gehäuse 16 hat einen in der Mitte liegenden Anguß, der eine um die waagerechte umlauf ende Welle 17 liegende Packung trägt.
Die Welle 17 liegt in einem zylindrischen Traggehäuse 19 (vgl. auch Fig. 7), das Traglager und Drucklager für die Welle 17 aufweist. Das zylindrische Gehäuse 19 wird von einer Wiege 20 getragen und wird von zwei Jochbogen 20' überbrückt, die an der Oberseite des Gehäuses 21 befestigt sind. Die Wiege und die Jochbogen, halten das zylindrische Gehäuse 19 an seiner Stelle, ermöglichen aber eine Längsbewegung des zylindrischen Gehäuses 19 und infolgedessen der Lager sowie der Welle 17. Eine in dem Gehäuse 21 lotrecht angeordnete Handradwelle 22 trägt eine Schnecke 23, die in ein auf einer waagerechten Einstellwelle 25 aufgekeiltes Schneckenrad 24 (Fig. 7) eingreift. Die Einstellwelle 25 sitzt in Lagern (nicht dargestellt), die zwar eine Drehung der Welle 25 ermöglichen, die Welle jedoch gegen axiale Verschiebung halten. Auf der Einstell- oder Verstellwelle 25 sitzende Gewindegänge greifen in entsprechende Innengewindegänge einer geteilten Büchse, die auf dem Ende eines am zylindrischen Gehäuse 19 befestigten Armes sitzt. Eine axiale Verstellung des zylindrischen Gehäuses 19 und infolgedessen der Welle 17 erfolgt durch.Drehen des Handrades und der Welle 22. Die Welle 17 wird von dem Motor 2 (Fig. 1) aus mittels eines Riemenantriebs angetrieben.
An dem in den Behälter 10 sich erstreckenden Ende der Welle 17. ist ein besonders geformter Läufer 27 (Fig. 2) aufgekeilt, der auf dem kegelförmigen und Gewinde tragenden Ende der Welle 17 mittels einer Mutter 28 festgehalten wird, deren Stirnfläche abgerundet ist und in eine in der Läuferfläche liegende Vertiefung eingreift.
Der Läufer 27 bildet einen der Hauptbauteile der Zerkleinerungsmaschine. Der Läufer kann zwar aus einzelnen verschiedenen Teilen, zusammengesetzt sein, wird jedoch vorzugsweise als ein einziges Gußstück gegossen. Die Form und der Aufbau des Läufers sind aus den Fig. 2, 3, 4 und 5 ersichtlich. Der Läufer 27 hat eine kreisförmige Nabe, deren Stirnfläche etwas kegelförmig und deren Umfangsfläche 29 zylindrisch ist.
Ein in der Mitte gelegener Lagerhals 30 geht von der Rückseite der Läufernabe aus und hat eine kegelförmige Bohrung zur Aufnahme des Kegelendes der Läuferwelle 17. Eine Reihe gabelförmiger Schaufeln 31 neuartiger Form und Gestalt verläuft mit Bezug auf die Vorderseite der Läufernabe schräg nach oben und von dem Umfangsabschnitt der Läufervorderfläche nach außen sowie über die Umfangsfläche dieses Läuferabschnittes hinaus.
Die gabelförmigen Schaufeln 31 (Fig. 3 und 4) verlaufen auch schräg nach hinten zu der durch die Pfeile in den Fig. 3 und 5 angegebenen Umlaufrichtung des Läufers. Die Rücken 32 der Schaufeln liegen in einer Kegelstumpffläche, die zur Vorderfläche der Läufernabe, von der diese Rücken ausgehen, schräg nach oben gerichtet verläuft. Die über den Umfang der Läufernabe vorstehenden seitlichen Fußflächen 33 der Schaufeln 31 liegen ebenfalls in einer Kegelstumpf fläche, die jedoch unter einem etwas größeren Winkel schräg nach oben gerichtet ist als die Kegelfläche, in der die Rücken 32 liegen, wie sich dies aus den Fig. 2 und 5 ergibt. Im Querschnitt haben die Schaufeln 31 die Form eines mit der Mündung nach unten gerichteten U. Jede Schaufel hat also an ihrer Unterseite einen Mittelkanal 34, der sich über den Umfang der Läufernabe bis zum Außenende der Schaufel erstreckt. Infolge dieser Schaufelausbildung entstehen auf jeder Schaufel zwei auf Abstand stehende seitliche Fußflächen 33.
An dem Gehäuse 16 liegt um die in. der Gehäusewand befindliche kreisförmige Öffnung ein orts- 8" fester und konzentrisch zum Läufer 27 in. den Behälter 10 sich erstreckender Ring 35. Dieser ortsfeste Ring 35 hat eine kegelstumpfförmige Fläche·, die unter einem Winkel von etwa 45 ° zur Umlaufebene des Läufers geneigt ist. Diese Schrägfläche weist eine Gruppe von Reib- und Mahlzähneii 36 auf. Die Form dieser Zähne kann am besten aus ■ Fig. 3 gesehen werden. Jeder Zahn hat Seitenkanten, die vorzugsweise zur gemeinsamen Achse des Läufers und des Ringes radial verlaufen, wobei das Außenende der einen Seitenkante in Umlaufrichtung des Läufers schräg weggeschnitten ist. Die obere Fläche jedes Zahnes 36 hat eine Nut 37, die nahe dem Zahnende geschlossen ist, so daß auf jeden Zahn in Wirklichkeit zwei Mahlstege oder Mahlschienen vorhanden sind. Die Bodenwände dieser Nuten 37 verlaufen im wesentlichen parallel zu den. oberen Flächen der Zähne.
Die zwischen den Zähnen 36 liegenden Nuten 38 haben auf etwa zwei Drittel ihrer Radiallänge die gleichen Tiefen wie die Nuten 37, jedoch fällt der Boden jeder Nut 38 ohne Übergang zu einer nahe dem Außenende der Nut liegenden tieferen Nut 39 ab (Fig. 2), so daß durch diese tiefere Nut die Höhe der einzelnen Zähne an dem Außenumfang des ortsfesten Ringes 35 vergrößert wird.
Die seitlichen Fußflächen 33 der gabelförmigen Schaufeln 31 (Fig. 2) liegen in, einer Kegelstumpffläche, die sich in die Kegelstumpffläche des ortsfesten Ringes 35 legen kann.
Ein schmaler Ringraum trennt den Innenumfang des ortsfesten Ringes 35 und die benachbarte Umfangsfläche 29 der Läufernabe. Auf der Umfangsfläche 29 des Läufers sitzende Abstandsschienen 40 (Fig. 5) halten nicht nur diesen Ringraum frei, sondern schleudern das in diesen Raum tretende Material gegen die unteren Seitenflächen 33 der gabelförmigen Schaufeln des Läufers zurück, so daß dieses Material zwischen den Schaufeln, und der kegelstumpf förmigen Fläche des umgebenden ortsfesten Ringes 35 wieder bearbeitet wird..
Der Läufer 27 mit seinen auf dem Umfang herumliegenden gabelähnlichen ■ Schaufeln und der ortsfeste Ring 35 mit seiner schräg liegenden Mahlfläche und seinen auf dem Umfang liegenden Mahl- 125. und Reibzähnen 36 wirken zusammen und ermög-
609 618/277
M 19026 VII/55c
lichen es, dem in dem Behälter io befindlichen Faserstoff eine wiederholte, veränderliche und regelbare Behandlung zu geben. Der Läufer saugt das Fasermaterial an. Sobald das Fasermaterial in Berührung mit den Läuferschaufeln kommt, wird es über die Umfangsfläche des Läufers hinausgedrückt, so daß ein stetiger Umlauf des Materials in dem Behälter entsteht. Die Berührung des Materials durch die Läuferschaufeln und der Druckvorschub des Materials gegen die Zahnfläche des ortsfesten Ringes sowie an dieser Fläche entlang zerkleinert das Fasermaterial.
Eine Zerkleinerung und Mahlung erfolgt ferner durch die auf der Außenkante der Schrägfläche von Ring 35 befindlichen Zähne 36. Wenn das Material gegen die Außenfläche des Rieges 35 gedrückt und auf dieser Außenfläche entlang geschoben wird, trägt die Form und die Anordnung der auf dem Umfang sitzenden Zähne und besonders der Umstand, daß die Fläche des ortsfesten Ringes zur Umlaufebene des Läufers geneigt ist und infolgedessen das Material nach außen unter der Druckkraft der Schaufeln auf diese Zähne des Ringes auftrifft, wesentlich zum guten Zerkleinern des Materials bei. Ist der Läufer so eingestellt, daß die Verlängerungen der Schaufeln 31 dicht an den Ringzähnen! 36 laufen, so wird durch die über die Zähne gleitenden Schaufeln auch eine Mahlwirkung erhalten.
Infolge der in, den Zähnen 36 befindlichen radial verlaufenden Nuten 37 und der zwischen den Zähnen auf der Schrägfläche des ortsfesten Ringes 35 befindlichen Nuten bildet die Schrägfläche eine Mahlfläche. Ist der Läufer so eingestellt, daß die Schaufeln 31 sich dicht über dieser Fläche bewegen, dann kann eine Zerfaserungs- oder Mahlwirkung auf die Stoffasern ausgeübt werden, die noch dadurch erhöht wird, daß die gabelähnlichen Schaufeln zwei Kanten mit einer zwischen diesen Kanten liegenden, nach außen gerichteten Nut aufweisen, die das Material gegen die Schrägfläche des umgebenden Ringes 35 drücken. Diese Mahlwirkung kann durch Verstellen des zwischen den Schaufeln 31 und der Reibfläche oder Schrägfläche des ortsfesten Ringes 35 vorhandenen Abstands geregelt werden. Durch das mittels der Handradwelle 22 erfolgende Verstellen des Läufers kann der Zwischenraum oder Abstand zwischen den Schaufeln und der Schrägfläche des Ringes 35 so vergrößert werden, daß keine Mahlwirkung auftritt. Andererseits kann der Abstand zwischen den seitlichen Fußflächen 33 der Schaufeln 31 und der Mahlfläche des Ringes so verkleinert werden, daß eine Mahl- oder Aufschlußwirkung auf die Stoffasern bis zu einem beliebigen gewünschten Feinheitsgrad ausgeübt wird. Die Maschine kann also lediglich durch axiales Verstellen des Läufers so betrieben werden, daß sie in der Hauptsache eine Zerkleinerung des in dem Behälter befindlichen Materials bewirkt oder daß sie eine kombinierte Zerkleinerungs- und Mahlwirkung ausübt oder daß sie, wenn eine weitere Zerkleinerung nicht erforderlich ist, in der Hauptsache zum Mahlen oder Verfeinern der zerkleinerten und geschlämmten Stoffasern dient.
Ein wichtiges Kennzeichen der Maschine besteht darin, daß die Oberfläche des Ringes 35 mit ihrer Mahlfläche und ihren außenliegenden Aufschließ- und Zerkleinerungszähnen unter einem wesentlichen Winkel schräg zur Umlaufebene des Läufers liegt. Die Fasern, auf die die gewünschte Mahlwirkung ausgeübt werden soll, werden hierdurch nicht nur über die Mahlfläche geleitet, sondern werden auch kräftig gegen dieses Fläche gestoßen. Diese Wirkung kann angesehen werden als ein bei diesem Stoß erfolgendes kurzzeitiges Unterwerfen der Fasern unter einen geänderten hydrostatischen Druck und ein Verdichten der Fasern auf der arbeitenden Mahlfläche.
Die besondere Anordnung und Gestaltung der Schaufeln, 31 des Läufers und der schräg liegenden gezahnten Umfangsfläche des mit dem Läufer zusammenarbeitenden ortsfesten Ringes tragen, wesentlich zu der mit der Maschine erzielten besse:- ren Zerkleinerung des Stoffes bei, während die durch den ortsfesten Ring geschaffene schräg liegende Mahlfläche ein wichtiger Faktor zur Erzielung einer wirksamen Behandlung der durch das Zerkleinern des Materials frei gewordenen Stofffasern ist. go
Bei stetigem Arbeiten der Maschine wird das behandelte Fasermaterial in der mit dem Sieb abgedeckten, dem Läufer 27 gegenüberliegenden, Öffnung des Gehäuses 18 stetig abgeleitet. Durch Schließen des aus dem Gehäuse 18 führenden Auslasses kann die Maschine zur satzweisen Behandlung verwendet werden, bei der das zerkleinerte und behandelte Material nach Beendigung der Behandlung jedes Einsatzes aus dem Bodenauslaß 14 des Behälters abgezogen wird.
Das Gehäuse 16 (Fig. 1 und 2) hat einen. Anschluß für eine Leitung 41, die als Einlaß rohr verwendet werden kann, um gewünschtenfalls andere Sorten von gemischtem oder geschlämmtem oder in Suspension befindlichem Stoff oder Tonerde oder andere Füllstoffe oder überhaupt beliebige andere Mischstoffe zuzuführen, die mit dem in dem Behälter 10 befindlichen Material gemischt werden sollen. Das dem Gehäuse 16 über die Leitung 41 zugeführte Material strömt durch den engen Ringspalt zwischen dem Innenumfang des ortsfesten Ringes 35 und der Umfangsfläche 29 der Läufernabe hindurch und wird zwischen den unteren Stirnflächen der Lauferschaufein 31 und der kegel stumpfförmigen Fläche des ortsfesten Ringes 35 aufgenommen. Auf diese Weise ist eine sehr wirkungsvolle einwandfrei arbeitende und einfache Einrichtung geschaffen, die Mischstoffe dem in dem Behälter 10 zu behandelnden Material zuführt.
In der erfindungsgemäßen Maschine erfolgt zuerst das Zerkleinern, indem das Material von den schräg nach oben gerichteten, gabelähnlichen Läuferschaufeln 31 erfaßt wird. Dies gilt vor allem für die größeren Stücke des Materials. Das Zerkleinern, insbesondere der kleineren Stücke, erfolgt durch die kräftige Stoßberührung des Materials
618/277
M 19026 VII/55 c
mit der gezahnten Außenfläche des kegelstumpfformigen, ortsfesten Ringes 35. Die Unterseite der über die gezahnte Fläche und über den Umfang des ortsfesten Ringes laufenden Schaufeln erzeugt ebenfalls eine Zerkleinerung. Schließlich wird gewünschtenfalls eine Mahlwirkung dadurch erreicht, daß die seitlichen Fußflächen der. Schaufeln 31 und die Mahlfläche des Ringes135 durch Verstellen des Läufers mit Bezug auf den ortsfesten Ring zum Zusammenarbeiten gebracht werden.
Änderungen können in der Gestalt und der Schrägstellung der Mahlfläche des ortsfesten Ringes sowie der Umfangszähne vorgenommen werden. Natürlich sind auch andere kleine Änderungen im Aufbau der Maschine möglich, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.

Claims (5)

  1. . Patentansprüche:
    I. Vorrichtung zum Zerkleinern und Verfeinern von Papierstoff mit einem Behälter, einem in einer Wandöffnung des Behälters zentrisch angeordneten Nabenteil eines in axialer Richtung verstellbaren, mit Schaufeln versehenen Läufers sowie einem ortsfesten, an der Innenseite des Behälters befestigten Ring, der die Wandöffnung umgibt und mit einer sich nach dem Inneren des Behälters zu erweiternden, kegelstumpfförmigen Mahlfläche versehen ist, deren Spitze nach der Außenseite des Behälters gerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln (31) des Läufers (27) über die Umfangsfläche seines Nabenteils hinausragen und mit den überragenden! Teilen vor der außerhalb der Umfangsfläche des Nabenteils liegenden Mahlfläche des ortsfesten Ringes (35) liegen und daß die über die Umfangsfläche des Nabenteils hinausragenden Unterseiten (33) der Schaufeln (31) in einer Kegelstumpf fläche liegen, die entsprechend der mit ihr zusammenarbeitenden Mahlfläche des ortsfesten Ringes (35) geneigt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ortsfeste Ring (35) mit Schneid- und Reißzähnen (36) versehen, ist, über welche die Schaufeln (31) des Läufers (27) hinweglaufen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gegen das Innere des Behälters (10) gerichtete Oberfläche des Nabenteils (27) eine kegelförmige Fläche ist, deren Spitze entgegengesetzt zur Spitze der kegelstumpfförmigen Mahlfläche des ortsfesten Ringes (35) liegt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Läuferschaufeln (31) in einem Winkel zum Radius des Läufers (27) angeordnet und in bezug auf die Drehrichtung des Läufers rückwärts geneigt sind und daß die von dem ortsfesten Ring (35) abgewendeten Oberkanten (32) der Schaufeln (31) in einer kegelstumpfförmigen Fläche liegen, die mit der kegelstumpfförmigen Oberfläche des Ringes (35) konzentrisch ist, jedoch einen größeren Kegelwinkel hat.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Läuferschaufel (31) im Querschnitt gabel- oder U-förmig ist und einen zum ortsfesten Ring (35) hin offenen Kanal (34) bildet.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Britische Patentschriften Nr. 687 562, 677 787.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen '

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0628350B1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Zerkleinern und Mischen von Gut
EP0898012B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auflösen von Faserstoffen
DE1133221B (de) Hammermuehle
WO2012007153A1 (de) Messerträger für zerkleinerungsvorrichtungen
DE2453541A1 (de) Vorrichtung zum zerkleinern von abfall
DE19504772C2 (de) Rühr-Schlagmühle
EP2977510B1 (de) Vorrichtung zum aufbereiten von stoff
DE7623506U1 (de) Mahlvorrichtung fuer kakaobohnen
EP2238291B1 (de) Stofflöser zur zerkleinerung und suspendierung von papierstoff
DE844116C (de) Zerkleinerungsmaschine zur Behandlung von Zellstoff und/oder Altpapier
DE3327283A1 (de) Arbeitsverfahren einer maschine zur entrindung von holzspaenen
DE959701C (de) Vorrichtung zum Zerkleinern und Verfeinern von Papierstoff
DE512608C (de) Vorrichtung zum Zerkleinern von Holz, insbesondere fuer die Herstellung von Holzstoff
DE2814778C3 (de) Zerkleinerungsmaschine für Schüttgüter
CH315133A (de) Maschine zum Zerkleinern und Behandeln von Papierstoff
DE2254844A1 (de) Verfahren und einrichtung zur aufbereitung von muell
DE2061519C2 (de) Aufbereitungsmaschine für zellstoffhaltiges oder ähnliches Material
DE312512C (de)
DE102006031904B3 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung oder Aufbereitung von Pulpe
DE1185467B (de) Vorrichtung zum Aufloesen von Faserstoffen zur Herstellung von Papier
AT121825B (de) Maschine zum Zerkleinern von Holz.
DE29619247U1 (de) Stofflöser zur Hochkonsistenz-Behandlung von papierfaserhaltigem Stoff sowie Rotor für solchen Stofflöser
CH343760A (de) Kolloidmühle
EP1886729B1 (de) Zerkleinerungsvorrichtung und Zerkleinerungsverfahren
DE146720C (de)