DEM0019026MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Juni 1953 Bekanntgemacht am 13. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf das Zubereiten von Papierstoff, der bei der Herstellung von. Papier
und ähnlichen Erzeugnissen verwendet wird, und betrifft insbesondere die Behandlung dieses in
Form von trockener Holzfasermasse, Altpapierballen usw. gelieferten Materials durch Aufbrechen,
Zerkleinern und Schlämmen, wobei die Stofffasern einem Verfeinerungsaufschluß oder einem
Mahlen unterworfen werden, um sie für den gewünschten Verwendungszweck in die richtige Form
zu bringen.
Ziel der Erfindung ist eine verbesserte Maschine, die diese Behandlung des Materials in regelbarer
und leistungsfähiger Weise auszuführen ermöglicht.
Weiter zielt die Erfindung auf eine verbesserte Stoffzerkleinerungsmaschine, die so eingestellt
werden kann, daß ihr Arbeiten auf das Aufbrechen und Zerkleinern des Halbstoffes beschränkt bleibt,
oder die so eingestellt werden kann, daß auch das Zerreißen der Fasern und das anschließende Ver;
feinern derselben auf jeden gewünschten Feinheitsgrad stattfindet.
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Vor allem soll durch eine neue Anordnung der
bei der Zerkleinerung zusammenwirkenden Teile der Wirkungsgrad der Maschine beim Zerkleinern
des Stoffmaterials und beim Aufschließen der Stoffasern erhöht werden.
Es ist bekannt, vor oder in einer Wandöffnung des Stoff behälter s einen axial verstellbaren, mit
Schaufeln versehenen Läufer mit einem zur Wandöffnung zentrisch liegenden kegelstumpfförmigen
ίο JNTabenteil sowie an der Innenseite des Behälters
einen ortsfesten Ring anzuordnen, der die Wandöffnung umgibt und mit einer nach dem Innern
des Behälters zu sich erweiternden kegelstumpfförmigen Mahlfläche versehen ist, deren Spitze
X5 nach der Außenseite des Behälters gerichtet ist.
Von dieser Anordnung unterscheidet sich die Erfindung im wesentlichen dadurch, daß die Schaufeln
des Läufers über die Umfangsfläche seines Nebenteils hinausragen und mit den überragenden Teilen
so vor der außerhalb der Umfangsfläche des Nabenteils
liegenden Mahlfläche des ortsfesten Ringes liegen und daß die über die Umfangsfläche des
Nabenteils hinausragenden Unterseiten der Schaufeln in einer Kegelstumpffläche liegen, die entsprechend
der mit ihr zusammenarbeitenden Mahlfläche des ortsfesten Ringes geneigt ist.
Ferner'ist erfindungsgemäß die gegen das Innere
des Behälters gerichtete Oberfläche des Nabenteils als Konus gestaltet, dessen Spitze entgegengesetzt
zur kegelstumpfförmigen Mahlfläche des ortsfesten Ringes liegt.
Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht darin, daß die Läuferschaufeln, in. einem Winkel zum Radius
des Läufers angeordnet und in bezug auf die Drehrichtung des Läufers rückwärts geneigt sind.
Die von dem ortsfesten Ring abgewendeten Oberkanten der Schaufeln liegen in einer kegelstumpfförmigen
Fläche, die mit der kegelstumpfförmigen Oberfläche des ortsfesten Ringes konzentrisch ist,
jedoch einen größeren Kegel winkel hat.
Die Läuferschaufeln können ferner im Querschnitt gabel- oder U-förmig gestaltet sein, derart,
daß sie zum ortsfesten Ring hin offene Kanäle bilden.
Infolge dieses Aufbaues werfen die Schaufeln des Läufers das zwischen ihnen hindurchtretende zu
behandelnde Material mit großer Kraft gegen die Fläche des ortsfesten, vorzugsweise mit Zerkleinerungszähnen
versehenen Ringes. Gleichzeitig üben dabei die Schaufeln gemeinsam mit der Mahlfläche
des festen Ringes eine je nach der axialen Einstellung des Läufers veränderliche Scher- und
Mahlwirkung auf das zu behandelnde Material aus. Diese Wirkungsweise ist bei den bekannten Anordnungeil
nicht möglich, da bei diesen das Fasermaterial den Mahlflächen radial zugeführt wird.
Dadurch kann insbesondere nicht das starke Aufprallen des Materials auf den ortsfesten Ring erreicht
werden.
Außerdem bewirken die erfindungsgemäß gabelförmig gestalteten Schaufeln des Läufers auch ein
Zerreißen und Zerkleinern der größeren Stücke des zugeführten Halbstoffes in solche Teilstücke, die
infolge ihrer geringeren Größe von den Schaufeln und dem damit zusammenarbeitenden ortsfesten
Ring leichter bearbeitet werden können.
In den Zeichnungen ist
Fig. ι eine Ansicht der Maschine, an der ein Teil
des Behälters weggebrochen ist, um den Aufbau zu verdeutlichen und die Aufstellung des Läufers sowie
des ortsfesten Ringes innerhalb des Behälters zu zeigen,
Fig. 2 im vergrößerten Maßstab ein lotrechter Mittelschnitt des Läuferaufbaues und des ortsfesten
Ringes,
Fig. 3 eine entsprechende Vorderansicht des Läuferaufbaues und des ortsfesten Ringes,
Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht des Läufers und des ortsfesten Ringes, wobei beide Bauteile in
ihrer gegenseitigen Arbeitsstellung, aber vom Behälter abgenommen dargestellt sind,
Fig. 5 eine vergrößerte Teilansicht lediglich des Läufers nach Linie 5-5 der Fig. 2,
Fig. 6 eine Draufsicht auf den Behälter nach Linie 6-6 der Fig. 1 und
Fig. 7 in noch größerem Maßstabe ein Schnitt
durch die Einstellvorrichtung des Läuferaufbaues nach Linie 1J-1J der Fig. 1.
Die Maschine enthält einen zur Aufnahme des Papierstoffes bestimmten Behälter 10 (Fig. 1 und 6)
beliebiger Form und Ausführung, der jedoch vorzugsweise eine zylindrische Wand mit abgeflachten
lotrechten Abschnitten auf gegenüberstehenden Seiten hat, wobei der Behälter 10 sowie die Läufereinsteil-
und -antriebsvorrichtung auf dem Fundament 11 aufgestellt sind. Der Behälter 10 hat einen
halbkugelförmigen Boden 12, von dem ein Abschnitt ausgeschnitten ist, um eine zum Auffangen
von Fremdstoffen dienende offene Kammer 13 mit lotrechten Seitenwänden und einer Bodenwand zu
bilden. Vom Boden des Behälters führt eine Ablaßöffnung zu einer Auslaß leitung 14, in der ein
Regelventil (nicht dargestellt) liegt. Das Außenende der Kammer 13 trägt einen abnehmbaren
Deckelverschluß 15, um Sand, Metall und andere in der Kammer abgesetzte Fremdstoffe zu entfernen.
Der flache Abschnitt der unmittelbar oberhalb der Kammer 13 liegenden Behälterwand hat eine
große kreisförmige Öffnung, die zu einem Außengehäuse 18 führt, das mit einer Auslaß leitung verbunden
ist, durch die der Stoff während eines stetigen Arbeitsvorganges — im Gegensatz zu einer
satzweisen Behandlung des Stoffes — abgeführt werden kann. Ein Sieb (nicht dargestellt) deckt die
in dem Gehäuse 18 befindliche Behälteröffnung ab. Eine mit einem Regelventil ausgerüstete Einrichtung
(nicht dargestellt) leitet den Stoff stetig oder bei Bedarf aus dem Behälter 10 heraus.
Der flache Abschnitt der der Kammer 13 gegenüberliegenden
Behälterwand, die sich oberhalb des kalbkugelförmigen Bodens 12 befindet, weist ebenfalls
eine große kreisringförmige Öffnung auf, die an der Außenseite des, Behälters mittels eines Gehäuses
.16 (Fig. 1) geschlossen, ist, dessen Befestigung
an der Behälterwand mittels Schrauben oder
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Schraubenbolzen erfolgt. Das Gehäuse 16 hat einen in der Mitte liegenden Anguß, der eine um die
waagerechte umlauf ende Welle 17 liegende Packung trägt.
Die Welle 17 liegt in einem zylindrischen Traggehäuse
19 (vgl. auch Fig. 7), das Traglager und Drucklager für die Welle 17 aufweist. Das zylindrische
Gehäuse 19 wird von einer Wiege 20 getragen und wird von zwei Jochbogen 20' überbrückt,
die an der Oberseite des Gehäuses 21 befestigt sind. Die Wiege und die Jochbogen, halten das
zylindrische Gehäuse 19 an seiner Stelle, ermöglichen aber eine Längsbewegung des zylindrischen
Gehäuses 19 und infolgedessen der Lager sowie der Welle 17. Eine in dem Gehäuse 21 lotrecht angeordnete
Handradwelle 22 trägt eine Schnecke 23, die in ein auf einer waagerechten Einstellwelle 25
aufgekeiltes Schneckenrad 24 (Fig. 7) eingreift. Die Einstellwelle 25 sitzt in Lagern (nicht dargestellt),
die zwar eine Drehung der Welle 25 ermöglichen, die Welle jedoch gegen axiale Verschiebung
halten. Auf der Einstell- oder Verstellwelle 25 sitzende Gewindegänge greifen in entsprechende
Innengewindegänge einer geteilten Büchse, die auf dem Ende eines am zylindrischen Gehäuse 19 befestigten
Armes sitzt. Eine axiale Verstellung des zylindrischen Gehäuses 19 und infolgedessen der
Welle 17 erfolgt durch.Drehen des Handrades und der Welle 22. Die Welle 17 wird von dem Motor 2
(Fig. 1) aus mittels eines Riemenantriebs angetrieben.
An dem in den Behälter 10 sich erstreckenden Ende der Welle 17. ist ein besonders geformter
Läufer 27 (Fig. 2) aufgekeilt, der auf dem kegelförmigen und Gewinde tragenden Ende der Welle
17 mittels einer Mutter 28 festgehalten wird, deren Stirnfläche abgerundet ist und in eine in der
Läuferfläche liegende Vertiefung eingreift.
Der Läufer 27 bildet einen der Hauptbauteile der Zerkleinerungsmaschine. Der Läufer kann
zwar aus einzelnen verschiedenen Teilen, zusammengesetzt sein, wird jedoch vorzugsweise als ein einziges
Gußstück gegossen. Die Form und der Aufbau des Läufers sind aus den Fig. 2, 3, 4 und 5 ersichtlich.
Der Läufer 27 hat eine kreisförmige Nabe, deren Stirnfläche etwas kegelförmig und
deren Umfangsfläche 29 zylindrisch ist.
Ein in der Mitte gelegener Lagerhals 30 geht von der Rückseite der Läufernabe aus und hat eine
kegelförmige Bohrung zur Aufnahme des Kegelendes
der Läuferwelle 17. Eine Reihe gabelförmiger Schaufeln 31 neuartiger Form und Gestalt verläuft
mit Bezug auf die Vorderseite der Läufernabe schräg nach oben und von dem Umfangsabschnitt
der Läufervorderfläche nach außen sowie über die Umfangsfläche dieses Läuferabschnittes
hinaus.
Die gabelförmigen Schaufeln 31 (Fig. 3 und 4) verlaufen auch schräg nach hinten zu der durch die
Pfeile in den Fig. 3 und 5 angegebenen Umlaufrichtung des Läufers. Die Rücken 32 der Schaufeln
liegen in einer Kegelstumpffläche, die zur Vorderfläche der Läufernabe, von der diese Rücken
ausgehen, schräg nach oben gerichtet verläuft. Die über den Umfang der Läufernabe vorstehenden
seitlichen Fußflächen 33 der Schaufeln 31 liegen ebenfalls in einer Kegelstumpf fläche, die jedoch
unter einem etwas größeren Winkel schräg nach oben gerichtet ist als die Kegelfläche, in der die
Rücken 32 liegen, wie sich dies aus den Fig. 2 und 5 ergibt. Im Querschnitt haben die Schaufeln 31 die
Form eines mit der Mündung nach unten gerichteten U. Jede Schaufel hat also an ihrer Unterseite
einen Mittelkanal 34, der sich über den Umfang der Läufernabe bis zum Außenende der Schaufel
erstreckt. Infolge dieser Schaufelausbildung entstehen auf jeder Schaufel zwei auf Abstand
stehende seitliche Fußflächen 33.
An dem Gehäuse 16 liegt um die in. der Gehäusewand
befindliche kreisförmige Öffnung ein orts- 8" fester und konzentrisch zum Läufer 27 in. den Behälter
10 sich erstreckender Ring 35. Dieser ortsfeste Ring 35 hat eine kegelstumpfförmige Fläche·,
die unter einem Winkel von etwa 45 ° zur Umlaufebene des Läufers geneigt ist. Diese Schrägfläche
weist eine Gruppe von Reib- und Mahlzähneii 36 auf. Die Form dieser Zähne kann am besten aus ■
Fig. 3 gesehen werden. Jeder Zahn hat Seitenkanten, die vorzugsweise zur gemeinsamen Achse
des Läufers und des Ringes radial verlaufen, wobei das Außenende der einen Seitenkante in Umlaufrichtung
des Läufers schräg weggeschnitten ist. Die obere Fläche jedes Zahnes 36 hat eine Nut
37, die nahe dem Zahnende geschlossen ist, so daß auf jeden Zahn in Wirklichkeit zwei Mahlstege
oder Mahlschienen vorhanden sind. Die Bodenwände dieser Nuten 37 verlaufen im wesentlichen
parallel zu den. oberen Flächen der Zähne.
Die zwischen den Zähnen 36 liegenden Nuten 38 haben auf etwa zwei Drittel ihrer Radiallänge die
gleichen Tiefen wie die Nuten 37, jedoch fällt der Boden jeder Nut 38 ohne Übergang zu einer nahe
dem Außenende der Nut liegenden tieferen Nut 39 ab (Fig. 2), so daß durch diese tiefere Nut die
Höhe der einzelnen Zähne an dem Außenumfang des ortsfesten Ringes 35 vergrößert wird.
Die seitlichen Fußflächen 33 der gabelförmigen Schaufeln 31 (Fig. 2) liegen in, einer Kegelstumpffläche,
die sich in die Kegelstumpffläche des ortsfesten Ringes 35 legen kann.
Ein schmaler Ringraum trennt den Innenumfang des ortsfesten Ringes 35 und die benachbarte Umfangsfläche
29 der Läufernabe. Auf der Umfangsfläche 29 des Läufers sitzende Abstandsschienen 40
(Fig. 5) halten nicht nur diesen Ringraum frei, sondern schleudern das in diesen Raum tretende
Material gegen die unteren Seitenflächen 33 der gabelförmigen Schaufeln des Läufers zurück, so
daß dieses Material zwischen den Schaufeln, und der kegelstumpf förmigen Fläche des umgebenden
ortsfesten Ringes 35 wieder bearbeitet wird..
Der Läufer 27 mit seinen auf dem Umfang herumliegenden
gabelähnlichen ■ Schaufeln und der ortsfeste Ring 35 mit seiner schräg liegenden Mahlfläche
und seinen auf dem Umfang liegenden Mahl- 125. und Reibzähnen 36 wirken zusammen und ermög-
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lichen es, dem in dem Behälter io befindlichen
Faserstoff eine wiederholte, veränderliche und regelbare Behandlung zu geben. Der Läufer saugt
das Fasermaterial an. Sobald das Fasermaterial in Berührung mit den Läuferschaufeln kommt, wird
es über die Umfangsfläche des Läufers hinausgedrückt, so daß ein stetiger Umlauf des Materials
in dem Behälter entsteht. Die Berührung des Materials durch die Läuferschaufeln und der Druckvorschub
des Materials gegen die Zahnfläche des ortsfesten Ringes sowie an dieser Fläche entlang
zerkleinert das Fasermaterial.
Eine Zerkleinerung und Mahlung erfolgt ferner durch die auf der Außenkante der Schrägfläche von
Ring 35 befindlichen Zähne 36. Wenn das Material gegen die Außenfläche des Rieges 35 gedrückt und
auf dieser Außenfläche entlang geschoben wird, trägt die Form und die Anordnung der auf dem
Umfang sitzenden Zähne und besonders der Umstand, daß die Fläche des ortsfesten Ringes zur
Umlaufebene des Läufers geneigt ist und infolgedessen das Material nach außen unter der Druckkraft
der Schaufeln auf diese Zähne des Ringes auftrifft, wesentlich zum guten Zerkleinern des
Materials bei. Ist der Läufer so eingestellt, daß die Verlängerungen der Schaufeln 31 dicht an den
Ringzähnen! 36 laufen, so wird durch die über die Zähne gleitenden Schaufeln auch eine Mahlwirkung
erhalten.
Infolge der in, den Zähnen 36 befindlichen radial verlaufenden Nuten 37 und der zwischen den
Zähnen auf der Schrägfläche des ortsfesten Ringes 35 befindlichen Nuten bildet die Schrägfläche eine
Mahlfläche. Ist der Läufer so eingestellt, daß die Schaufeln 31 sich dicht über dieser Fläche bewegen,
dann kann eine Zerfaserungs- oder Mahlwirkung auf die Stoffasern ausgeübt werden, die noch dadurch
erhöht wird, daß die gabelähnlichen Schaufeln zwei Kanten mit einer zwischen diesen Kanten
liegenden, nach außen gerichteten Nut aufweisen, die das Material gegen die Schrägfläche des umgebenden
Ringes 35 drücken. Diese Mahlwirkung kann durch Verstellen des zwischen den Schaufeln
31 und der Reibfläche oder Schrägfläche des ortsfesten Ringes 35 vorhandenen Abstands geregelt
werden. Durch das mittels der Handradwelle 22 erfolgende Verstellen des Läufers kann der Zwischenraum
oder Abstand zwischen den Schaufeln und der Schrägfläche des Ringes 35 so vergrößert werden,
daß keine Mahlwirkung auftritt. Andererseits kann der Abstand zwischen den seitlichen Fußflächen
33 der Schaufeln 31 und der Mahlfläche des Ringes so verkleinert werden, daß eine Mahl- oder
Aufschlußwirkung auf die Stoffasern bis zu einem beliebigen gewünschten Feinheitsgrad ausgeübt
wird. Die Maschine kann also lediglich durch axiales Verstellen des Läufers so betrieben werden,
daß sie in der Hauptsache eine Zerkleinerung des in dem Behälter befindlichen Materials bewirkt
oder daß sie eine kombinierte Zerkleinerungs- und Mahlwirkung ausübt oder daß sie, wenn eine
weitere Zerkleinerung nicht erforderlich ist, in der Hauptsache zum Mahlen oder Verfeinern
der zerkleinerten und geschlämmten Stoffasern dient.
Ein wichtiges Kennzeichen der Maschine besteht darin, daß die Oberfläche des Ringes 35 mit
ihrer Mahlfläche und ihren außenliegenden Aufschließ- und Zerkleinerungszähnen unter einem
wesentlichen Winkel schräg zur Umlaufebene des Läufers liegt. Die Fasern, auf die die gewünschte
Mahlwirkung ausgeübt werden soll, werden hierdurch nicht nur über die Mahlfläche geleitet, sondern
werden auch kräftig gegen dieses Fläche gestoßen. Diese Wirkung kann angesehen werden als
ein bei diesem Stoß erfolgendes kurzzeitiges Unterwerfen der Fasern unter einen geänderten hydrostatischen
Druck und ein Verdichten der Fasern auf der arbeitenden Mahlfläche.
Die besondere Anordnung und Gestaltung der Schaufeln, 31 des Läufers und der schräg liegenden
gezahnten Umfangsfläche des mit dem Läufer zusammenarbeitenden
ortsfesten Ringes tragen, wesentlich zu der mit der Maschine erzielten besse:-
ren Zerkleinerung des Stoffes bei, während die durch den ortsfesten Ring geschaffene schräg liegende
Mahlfläche ein wichtiger Faktor zur Erzielung einer wirksamen Behandlung der durch das
Zerkleinern des Materials frei gewordenen Stofffasern ist. go
Bei stetigem Arbeiten der Maschine wird das behandelte Fasermaterial in der mit dem Sieb abgedeckten, dem Läufer 27 gegenüberliegenden, Öffnung
des Gehäuses 18 stetig abgeleitet. Durch Schließen des aus dem Gehäuse 18 führenden Auslasses
kann die Maschine zur satzweisen Behandlung verwendet werden, bei der das zerkleinerte
und behandelte Material nach Beendigung der Behandlung jedes Einsatzes aus dem Bodenauslaß 14
des Behälters abgezogen wird.
Das Gehäuse 16 (Fig. 1 und 2) hat einen. Anschluß
für eine Leitung 41, die als Einlaß rohr verwendet werden kann, um gewünschtenfalls andere
Sorten von gemischtem oder geschlämmtem oder in Suspension befindlichem Stoff oder Tonerde
oder andere Füllstoffe oder überhaupt beliebige andere Mischstoffe zuzuführen, die mit dem in dem
Behälter 10 befindlichen Material gemischt werden sollen. Das dem Gehäuse 16 über die Leitung 41
zugeführte Material strömt durch den engen Ringspalt zwischen dem Innenumfang des ortsfesten
Ringes 35 und der Umfangsfläche 29 der Läufernabe hindurch und wird zwischen den unteren
Stirnflächen der Lauferschaufein 31 und der kegel stumpfförmigen
Fläche des ortsfesten Ringes 35 aufgenommen. Auf diese Weise ist eine sehr wirkungsvolle
einwandfrei arbeitende und einfache Einrichtung geschaffen, die Mischstoffe dem in
dem Behälter 10 zu behandelnden Material zuführt.
In der erfindungsgemäßen Maschine erfolgt zuerst das Zerkleinern, indem das Material von den
schräg nach oben gerichteten, gabelähnlichen Läuferschaufeln 31 erfaßt wird. Dies gilt vor allem
für die größeren Stücke des Materials. Das Zerkleinern, insbesondere der kleineren Stücke, erfolgt
durch die kräftige Stoßberührung des Materials
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mit der gezahnten Außenfläche des kegelstumpfformigen,
ortsfesten Ringes 35. Die Unterseite der über die gezahnte Fläche und über den Umfang des
ortsfesten Ringes laufenden Schaufeln erzeugt ebenfalls eine Zerkleinerung. Schließlich wird gewünschtenfalls
eine Mahlwirkung dadurch erreicht, daß die seitlichen Fußflächen der. Schaufeln 31 und
die Mahlfläche des Ringes135 durch Verstellen des
Läufers mit Bezug auf den ortsfesten Ring zum Zusammenarbeiten gebracht werden.
Änderungen können in der Gestalt und der Schrägstellung der Mahlfläche des ortsfesten
Ringes sowie der Umfangszähne vorgenommen werden. Natürlich sind auch andere kleine Änderungen
im Aufbau der Maschine möglich, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.
Claims (5)
- . Patentansprüche:I. Vorrichtung zum Zerkleinern und Verfeinern von Papierstoff mit einem Behälter, einem in einer Wandöffnung des Behälters zentrisch angeordneten Nabenteil eines in axialer Richtung verstellbaren, mit Schaufeln versehenen Läufers sowie einem ortsfesten, an der Innenseite des Behälters befestigten Ring, der die Wandöffnung umgibt und mit einer sich nach dem Inneren des Behälters zu erweiternden, kegelstumpfförmigen Mahlfläche versehen ist, deren Spitze nach der Außenseite des Behälters gerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln (31) des Läufers (27) über die Umfangsfläche seines Nabenteils hinausragen und mit den überragenden! Teilen vor der außerhalb der Umfangsfläche des Nabenteils liegenden Mahlfläche des ortsfesten Ringes (35) liegen und daß die über die Umfangsfläche des Nabenteils hinausragenden Unterseiten (33) der Schaufeln (31) in einer Kegelstumpf fläche liegen, die entsprechend der mit ihr zusammenarbeitenden Mahlfläche des ortsfesten Ringes (35) geneigt ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ortsfeste Ring (35) mit Schneid- und Reißzähnen (36) versehen, ist, über welche die Schaufeln (31) des Läufers (27) hinweglaufen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gegen das Innere des Behälters (10) gerichtete Oberfläche des Nabenteils (27) eine kegelförmige Fläche ist, deren Spitze entgegengesetzt zur Spitze der kegelstumpfförmigen Mahlfläche des ortsfesten Ringes (35) liegt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Läuferschaufeln (31) in einem Winkel zum Radius des Läufers (27) angeordnet und in bezug auf die Drehrichtung des Läufers rückwärts geneigt sind und daß die von dem ortsfesten Ring (35) abgewendeten Oberkanten (32) der Schaufeln (31) in einer kegelstumpfförmigen Fläche liegen, die mit der kegelstumpfförmigen Oberfläche des Ringes (35) konzentrisch ist, jedoch einen größeren Kegelwinkel hat.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Läuferschaufel (31) im Querschnitt gabel- oder U-förmig ist und einen zum ortsfesten Ring (35) hin offenen Kanal (34) bildet.In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschriften Nr. 687 562, 677 787.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen '
Family
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