DEM0017004MA - - Google Patents

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DEM0017004MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. Januar 1953 Bekaimtgieimacht am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein wiegenloees Drehgestell für Schienenfahrzeuge. Es sind bereits derartige Drehgestelle bekannt, bei welchen d,er Drehgestellrahmen tief gelegt, der Drehzapfen, nur geführt und die Last über seitliche Pendel auf dien tiefliegenden Drehgestellrahmen übertragen wird. Dadurch soll eine freie Beweglichkeit in beliebiger Richtung ermöglicht werden, wobei der Ausschlag in der Querrichtung in der Drehzapfemiführung begrenzt wird.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines wiegenlosen Drehgestells für moderne Schienenfahrzeuge, das sich von den bekannten, Drehgestellen dieser Art dadurch vorteilhaft unterscheidet, daß sowohl die Führungskräfte der Radsätze auf den Drehgestellrahmen, als auch die von diesem auf den Wagenkasten über den Führungsdrehzapfen übertragenen Kräfte möglichst tief und möglichst in der gleichen Ebene übertragen werden. Erfindungsgemäß wird dies durch die nachstehend
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gekennzeichnete Kombination mehrerer für sich und teilweise auch in Unterkombination bekannter Merkmale erreicht, die in dieser Zusammenfassung bei wiegenlosen: Drehgestellen neu sind. Im einzelnen ist das. Drehgestell gekennzeichnet durch einen tiefliegenden Drehgestellrahmen, dessen Längsträger unterhalb der Achslager der Festradsätze glatt durchgeführt sind. Das Drehgelenk liegt in Höhe des tafelartigen Drehgestellrahmens, und
ίο überträgt hauptsächlich die Führungskräfte, während die Last vom Kasten durch gefederte Seitenstützen, auf den Drehgestellrahmen übertragen wird. Die Längs- und Querführung der Radsätze erfolgt durch an, der Unterseite der Achslager sitzende Tragblattfedern., die — von oben und von der Seite gesehen -^- im Bereich, der Längsträger des Drehgestellrahmens verlaufen.
Gegenüber den bekannten Drehgestellasnordnungen besitzt das Drehgestell nach der Erfindung den Vorteil, daß die für die Lagerung und Führung erforderlichen Konstruktionsteile bei gleichzeitiger Verminderung des Gewichtes auf das geringstmögliche Maß zurückgeführt werden und daß ferner infolge: der besonderen, im folgenden näher beschriebenen Ausbildung des Drehgelenks und der Kasten- und Drehgestellabstützung Schmierung und Verschleiß vermieden werden. Zugleich kann durch die übliche: Verwendung von schalldämpfenden Stoffen die Körperschallübertragung ver- mindert werden. Die niedrige Bauart gestattet die weitgehende Verwendung von Walz- oder Abkantprofilen, spart also teuere Brenn- und Schweißarbeit.
Außerdem kann in einfachster Weise die Übertragung der Führungskräfte zwischen Radsatz und Drehgestell sowie derjenigen zwischen Drehgestell und Wagenkasten in Horizontalebenen von nur geringem Abstand bewerkstelligt werden.
Ein Ausführungsbeispiel eines wiegenlosen Tiefrahmendrehgestells nach der Erfindung ist in der Zeichnung in rein schematischer Form dargestellt. . Abb. ι zeigt das Drehgestell im Aufriß, teilweise im Schnitt,
Abb. 2 im Grundriß,
Abb. 3 Lm Seitenriß, teilweise im Schnitt.
Der im Grundriß H-förmige Rahmen besteht aus den beispielsweise hutförmigen Längsträgern α und dem aufgelösten Querträger b. Der Wagenkasten stützt sich mit seinem Untergestell i auf axial federnde Stützpendel, deren obere und untere Wälz flächen bei einer gegebenen Höhenlage Ausschnitte einer Kugeloberfläche darstellen.
In der Mitte des Querträgers b ist beispielsweise das, wie bekannt, verschweiß lose Drehgelenk d mit dem metallischen Außenring ^1 unverschiebbar und unverdrehbar mit dem Querträger b verbunden1, ; während der Innenring d2 unverschiebbar und unverdrehbar den am Kastenunterteil i befestigten Zapfen j umschließt. Der gegebenenfalls durch Zwischenringe unterteilte Gummikörper d% ist zwischen die Ringe U1 und d2 einvulkanisiert und verformt sich, unter entsprechenden Rückstellkräften in vertikaler Richtung als Zusatzfeder, längs und quer infolge der Beschleunigungskräfte ' und konzentrisch beim Kurvenausschlag.
Die Radsatzführung erfolgt durch Blattfedern, e, deren längstes Blatt, wie bekannt, so angeordnet is,t, daß das eine Ende an einem Bolzen angelenkt ist, während das andere Ende längs versehieblich gelagert ist.
Die Blattfeder e ist unterhalb des Achslagers f angeordnet und überträgt; die senkrechte Belastung auf den Radsatz g, die Führungskräfte hingegen längs und quer über die Gelenke h auf die Längsträger a. Sie kann nach einem älteren Vorschlag (Patent 924 422) mittels geteilter Bolzen verschleiß frei und geräuschdämpfend unter Verwendung von Gummi gelagert sein. Fangbügel· k von1 hoher Sicherheit fangen bei Federbruch das Gewicht ab und übertragen es "auf die Achslager.
An sich würde in Quermitte links und rechts je ein Stützpendel genügen. Vorteilhaft werden aber mindestens je, zwei Stützpendel angeordnet, einerseits wegen der einfacheren Ausbildung der Pendelfeder selbst,1 andererseits damit die Einpunktbelastung der Kugeln nicht über das zulässige Maß gesteigert wird.
Schutz wird lediglich für die Gesamtkombination des nachstehenden Hauptanspruches begehrt, dessen' Einzelmerkmale in anderem Zusammenhange bereits bekannt waren, und auch für den Gegenstand der Unteransprüche nur im Zusammenhange mit den Merkmalen der übergeordneten Ansprüche.

Claims (4)

, PATENTANSPRÜCHE:
1. Wiegenloses Drehgestell für Schienenfahrzeuge, gekennzeichnet ausschließlich durch die Kombination folgender Merkmale:
a) Tiefliegender Drehgestellrahmen, (a, b), dessen Längsträger (a) unterhalb der Achslager (f) der Festradsätze (g) glatt durchgeführt sind;
b) in Drehgestell'rahmenhöhe liegendes Drehgelenk (d, dv d2, d3), das hauptsächlich die Führungskräfte überträgt, während die Last vom Kasten (i) durch gefederte Seitenstützen
(c) auf den Drehgestellrahmen übertragen wird;
c) Längs- und .Querführung der Radsätze (g) durch an der Unterseite der Achslager (f) sitzende· Tragblattfedern (e), die — von oben und von .der Seite gesehen — im Bereich der Längsträger (α) des Drehgestellrahmens verlaufen.
2. Wiegenloses Drehgestell nach. Anspruch, 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsträger (a) und der sie verbindende Querträger (b) in gleicher Höhe liegen.
3. Wiegenloses Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenstützen
(c) als axial gefederte Stützpendel mit balligen Wälzflächen ausgebildet sind, die bei einer bestimmten Belastung Teile der Oberfläche einer Kugel sind.
4. Wiegenloses Drehgestell nach den Ansprüchen, ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Längsträger (α) ein nach oben offenes
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Hutprofil hat, in dem die Tragblattfedern, (e) untergebracht sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 609 177, 705 934, 565167, 616002, 860730, 839810, 311 847, 837550, 801036;
- österreichische Patentschrift Nr. 112 670;
schweizerische Patentschriften Nr. 183 580, 10 217924;
britische Patentschriften Nr. 642843, 657316, 739;
französische Patentschrift Nr. 559 856; USA.-Patentsch.rift Nr. 2 137 543; 15
Zeitschrift »Glasers Annalen«, 1951, S. 161.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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