DEM0015232MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. August 1952 Bekanntgemacht am 26. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schnellaufzug, insbesondere Personenaufzug, für kleine
bis mittlere Antriebsleistung mit einem Antrieb für hohe und einem solchen für niedere Fahrkorbgesdiwindigkeit
(Feinstellgeschwindigkeit).
Die Erhöhung der Fährgeschwindigkeit von Aufzügen zwingt dazu, vor allem mit Rücksicht auf die
Wirkung der Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte auf die Fahrgäste, dem Geschwindigkeitsverlauf während der Anfahr- und der Bremsperiode
erhöhte Bedeutung beizumessen. Während man bei Lastenaufzügen und bei Personenaufzügen geringer
Geschwindigkeit sich mit zwei festen Geschwindigkeiten, der Normalgeschwindigkeit und der Einfahrgeschwindigkeit,
die z. B. durch einen polumschaltbaren Motor erzielt werden, begnügen
kann, wobei man den Verlauf der Anfahr- und der Bremsperiode einfach vom mehr oder weniger
günstigen Drehmomentverlauf des Antriebsmotors steuern läßt, ist man bei Personenaufzügen mit
hoher Fahrgeschwindigkeit gezwungen, Beschleunigung und Verzögerung nach einem vorgegebenen
Programm zu steuern.
Zu diesem Zweck wendet man allgemein die bekannte Leonardsteuerung in den verschiedensten
Spielarten an. Insbesondere ist man bestrebt, dem Anwachsen des Erregerfeldes des Leonardgenerators
den gewünschten günstigen zeitlichen Verlauf
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zu geben, ζ. B. dadurch., daß man dieses Erregerfeld
von einem besonderen Hilfsgenerator speist, dessen Erregung über einen kleinen, von einem
Schaltwerk gesteuerten Widerstandsanlasser nach Programm gesteuert wird, oder daß man die Erregung
des Generators direkt einem programmgesteuerten Stromrichter entnimmt oder aber, daß
man dem Leonardaufzugsmotor unter Weglassen des Leonardgenerators und seiner Hilfsmaischinen
ίο die gesteuerte Ankerspannung direkt von einem
gittergesteuerten Stromrichter zuführt, der für elektrische Bremsung eingerichtet sein muß. Der
hierfür erforderliche Aufwand an Maschinen und Apparaten ist verhältnismäßig groß und teuer und
ergibt einen ungünstigen Wirkungsgrad. Ferner müssen mit Rücksicht auf die ständige Betriebsbereitschaft die Umformersätze dauernd laufen und
bei Röhrengeräten und Stromrichteranlagen Röhren und Thyratrons dauernd geheizt weiden. Derartige
Einrichtungen sind daher nur bei größeren und ständig in Betrieb befindlichen Aufzugsanlagen
wirtschaftlich vertretbar und bedürfen einer ständigen sorgfältigen Überwachung. Bei kleineren und
mittleren Anlagen, welche im Aufzugsbau häufig zu finden sind, kommt man jedoch mit wesentlich
einfacheren Mitteln zum Ziel, wenn man von dem Gedanken ausgeht, daß praktisch nur zwei feste,
möglichst lastunabhängige Geschwindigkeiten benötigt werden, nämlich die normale Fahrgeschwindigkeit
und die Feinstellgeschwindigkeit, wobei der Übergang von einer Geschwindigkeit zur anderen
nach einem vorgegebenen Programm gesteuert werden muß. Die beiden festen Geschwindigkeiten
können in bekannter Weise von einem polumschaltbaren Drehstromsynchronmotor oder, da es sich
bei höheren Fahrkorbgeschwindigkeiten meistens um größere Geschwindigkeitsunterschiede im Ver-1
hältnis von etwa 1:10 handelt, von zwei getrennten Kurzsdhlußläuifermotoren mit verschiedenen Getriebeübersetzungen
und/oder Drehzahlen auf die Aufzugswinde oder ;;die Treibscheibe übertragen
werden, wobei nach der Erfindung steuerbare Antriebe vorgesehen sind, die mittels an sich bekannter
Magnetpulverkupplungen mit der Winde bzw. Treibscheibe kuppelbar sind und die Zu- und
Abnahme der von den Kupplungen übertragenen Drehmomente durch Beeinflussung des Erreger-.
Stromkreises der Kupplungen nach einem solchen zeitlichen Ablauf gesteuert wird, daß stoßartige
Beanspruchungen durch zu hohe Beschileunigungs- oder Verzögerungskräfte beim Anfahren und Anhalten des Fahrkorbes: vermieden werden. Da nicht
nur die Beschleunigung selbst, sondern vor allen Dingen die Beschleunigungsänderung vom Fahrgast
währgenommen wirdr ist es wichtig, die Anfahr- und die Bremskurve-so auszubilden, daß die unangenehme
Wirkung auf die Fahrgäste so weit wie möglich gemildert wird. Dieses Ziel läßt sich
■ bei entsprechender ,Steuerung der Erregung der Magnetverkupplungen erreichen.
Es wurde bereits: ,das Anwenden einer Magnetkupplung
bei einer Aufzugswinde mit Zweimotörenantrieb
vorgeschlagen. Dabei arbeitet der eine als Feingangmotor vorgesehene Motor des Antriebes
über eine Magnetkupplung. Die durch die Erfindung erzielte vorteilhafte Wirkung wird durch die
bekannte, eine andere Aufgabe lösende Einrichtung nicht erreicht, da Magnetkupplungen wohl steuerbar,
aber allein in einem Antriebssystem nicht regelbar sind. Das heißt, 'die Magnetkupplung kann
nicht auf ein gleidhbleibendes Drehmoment eingestellt oder auf diesem gehallten werden. Die als
Anlaßkupplungen für Schweranlauf in Niederspannungsnetzen üblichen Magnetpulverkupplungen,
die auch bei der erfindungsgemäßen Einrichtung angewendet werden, vermögen einen
Sanftlaufbetrieib zu vermitteln und genügen bei kleinen Geschwindigkeiten, wie sie auch ,bei dem
Aufzugsantrieb nach der Erfindung auftreten können. Stellen sich aber große Geschwindigkeiten
ein, dann sind die Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte sehr groß. Diese müssen dann
derart bemessen werden, daß innerhalb kurzer Zeit die volle Gesdhwindigkeit oder beim Bremsen die
Feinstellgeschwindigkeit erreicht wird, ohne daß sie vom Fahrgast als lästig empfunden wird. Zu
diesem Zweck muß die Drehmomentzu- oder -abnähme nach bestimmten zeitlichen Gesetzen verlaufen,
die nicht mit der natürlichen zeitlichen Charakteristik der Magnetpulverkupplungen übereinstimmen.
Die durch diese Betriebserfordernisse gegebene Aufgabenstellung liegt der Erfindung
zugrunde; ihre Lösung ist in der nachfolgenden Beschreibung dargestellt. Der in diesem Sinn
wirkende Antrieb für Aufzüge kann mit Wirbelstromkuppluingen
nicht erreicht werden, da diese gleichbleibende Drehmomente nicht zu übertragen vermögen, sondern in dieser Hinsicht von Last und
Drehzahl abhängig sind.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sdhematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine Draufsicht auf einen Aufzugsantrieb mit Magnetpulverkupplungen und
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine abgeänderte Ausführungsform.
In Fig. ι bedeutet 1 die Treibscheibe, 2 das
Getriebe, 3 eine Magnetpulverkupplung, welche gegebenenfalls gleidhzeitig als Bremstrommel für die
Backenbremse ausgebildet sein kann, 4 den Hauptantriebsmotor, 5 eine zweite Magnetpulverkupplung,
welche gleidhzeitig als Riemenscheibe ausgebildet ist, 6 einen Riemenantrieb und 7 den Feinsteuermo'tor.
Beim Anfahren wird Motor 4 etwa gleichzeitig mit der Magnetpulverkupplung 3 eingeschaltet.
Während der praktisch unbelastet anlaufende Motor sofort hochläuft, steigert sich die Erregung
der Magnetpulverkupplung entsprechend der Zeitkonstanten ihres Magnetfeldes allmählich bis zu
ihrem vollen Wert, so> daß ein stoßfreies Anfahren erfolgt. Durch zusätzliche Induktivitäten und
Widerstände im Erregerstromkreis der Kupplung lassen sidh der Erregerzeiten den jeweiligen Bedürfnissen
weitgehend anpassen. Gegebenenfalls ist es· auch möglich, den Erregerstrom durch geeignete
Schaltgeräte zeit- ■ oder wegabhängig zu steigern
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oder aber die Erregung mittels Soll- und Istwertvergleich
der Geschwindigkeit zu steuern, so daß eine möglichst lastunabhängige Anfahrkurve erreicht
wird. Da die Magnetpulverkupplung keinerlei Schlupf besitzt, so lange das durch die Erregung
eingestellte Drehmoment nicht überschritten wird — und dieses liegt im Beharrungszustand wesentlich
über dem Nenmmoment des Motors —, wird eine nahezu lastunabhängige Fahrgeschwindigkeit
ίο erreicht.
Beim Einfahren in die Haltestelle wird nun der Motor 4 abgeschaltet, wobei jedoch die Kupplung 3
weiterhin voll erregt bleibt. Gleichzeitig wird die Kupplung 5 erregt und der Motor 7 eingeschaltet,
wenn er nicht schon beim Anfahren mit eingeschaltet wurde und leer mitgelaufen ist. Der
Motor 7 bremst nun über die Kupplung 5 den Fahrkorb stoßfrei auf die Feinstellgeschwindigkeit ab.
Die Steuerung der Erregung der Kupplung 5 kann dalbei nach einer der beim Anfahren genannten
Methoden erfolgen. Naturgemäß ergeben sich, je nachdem der Fahrkorb mit oder ohne Last fährt,
verschieden lange Bremswege und demzufolge auch verschieden lange Einfahrwege, auf denen der
Fahrstuhl mit konstanter Einfahrgeschwindigkeit in die Haltestelle einfährt, sofern man die Einfahrt
in die Haltestelle, d. h. also die Erregung nicht der jeweiligen Belastung entsprechend steuert.
Eine abgeänderte Ausführungsform des Antriebes einer Aufzugswinde ist in Fig. 2 dargestellt. Hier
sitzen die beiden Motoren 4 und 7 (Feinstellmotor 7 ist in diesem Falle als Getriebemotor dargestellt)
zu beiden Seiten des Getriebekastens 2. Das hat den Vorteil, daß man den Motor 4 beim Einfahren in
die Haltestelle zunächst weiterlaufen lassen kann und nur die Erregung der Magnetpulverkupplung 3
wegnimmt bei gleichzeitiger Steigerung der Erregung der Kupplung 5. Dadurch wird der beim
Abschalten des Hauptmotors 4 durch plötzlichen Fortfall des Drehmoments verursachte und im
Fahrkorb spürbare Stoß vermieden. Außerdem ist es möglich, bei Aufzügen mit Sammelsteuerung in
den Haltestellen, die in der gleichen Fahrtrichtung angefahren und wieder verlassen werden, den
Hauptmotor durchlaufen zu lassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Schnellaufzug, Insbesondere Personenaufzug für kleine bis mittlere Antriebsleistung, mit einem Antrieb für hohe und einem solchen für. niedere Fahrkorbgeschwindigkeit (FeinBtellgeschwindigkeit), dadurch gekennzeichnet, daß diese Antriebe (4, 7) mittels an sich bekannter Magnetpulverkupplungen (3, 5) mit der Winde (i) bzw. Treibscheibe kuppelbar sind und die Zu- und Abnähme der von den Kupplungen übertragenen Drehmomente durch Beeinflussung der Erregung der Kupplungen nach einem solchen zeitlichen Ablauf gesteuert wird, daß stoßartige Beanspruchungen durch zu hohe Besdhleunigungs- oder Verzögerungskräfte beim Anfahren und Anhalten des Fahrkorbes vermieden werden.65 Angezogene Druckschriften:VDI-Zeitschrift, 1950, Heft 19, S. 496 und 497; VDI-Zeitschrift, 1952, Heft 11 und 12, S. 309;AEG-Mitteilungen, 1952, Heft 3 und 4, S. 104 bis 109.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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