DEM0000373MA - Verfahren und Meßeinrichtung zur Auswahl von vorzugsweise für zahnärztliche Zwecke geeigneten Metallen oder Metallegierungen - Google Patents
Verfahren und Meßeinrichtung zur Auswahl von vorzugsweise für zahnärztliche Zwecke geeigneten Metallen oder MetallegierungenInfo
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Description
Es ist bekannt, dass bei Verwendung verschiedener Metalle oder Metallegierungen als Material für Zahnersatz oder sonstige zahnärztliche Zwecke unter der Einwirkung des Speichels oder von Nahrungsmitteln oder deren Zersetzungsprodukten elektrolytische Ströme im Mund auftreten, die Speichelfluss erzeugen, Geschmacksempfindungen verändern und Zahnprothesen zerstören können. Trotz Verwendung von Werkstoffen, die ein möglichst geringes elektrolytisches Spannungsgefälle gegeneinander aufweisen, ist es nur schwer möglich, das Verhalten der Werkstoffe im Munde mit Sicherheit vorauszubestimmen.
Der Erfindung gemäss soll dies nun dadurch ermöglicht werden, dass die zwischen den zu verwendenden Metallen unter der Einwirkung von Körpersäften, insbesondere Speichel, Speisen usw. auftretende elektrische Spannung vor ihrer bestimmungsgemässen Verwendung gemessen wird, sodass die eine zu hohe Spannungsdifferenz aufweisenden Metalle ausgeschieden werden können. Zu diesem Zwecke können die Metalle zwecks Messung ihrer Spannungsdifferenz insbesondere gegenüber bereits vorhandenen metallischen Zahnfüllungen oder sonstigen Ersatzteilen, Prothesen usw. in die Mundhöhle eingebracht werden. Man kann aber auch die elektrolytischen Gefälle zwischen den zu verwendenden verschiedenen Metallen oder sonstigen leitfähigen Werkstoffen, wie z.B. Kohle, im Laboratorium in angesäuerten Lösungen vor Verwendung untersuchen.
Um eine möglichst einwandfreie Messung der häufig nur äusserst geringfügigen Spannungsdifferenzen zu ermöglichen, wird der weiteren Erfindung gemäss die Messeinrichtung mit materialgleichen Elektroden aus einem leicht sterilisierbaren nicht oxydierenden Werkstoff versehen, die leicht auswechselbar angeordnet und mit dem Messinstrument durch eine flexible Leitung verbunden sind. Damit die Messung in der Mundhöhle des Patienten unmittelbar und bequem vorgenommen werden kann, wird das Messinstrument mit Einrichtungen zum Aufstellen oder Aufhängen in der Lage, z.B. auch am Körper oder der Kleidung des Patienten selbst, versehen oder das Messinstrument mit einem Elektrodenhalter vereinigt. Die Messeinrichtung ist im übrigen aus hygienischen Gründen in einem leicht zu reinigenden, fugenarmen Gehäuse, zweckmässig aus weissem Presstoff, untergebracht.
In der Zeichnung ist die Ausbildung des Messinstrumentes und seine Anwendung beispielsweise dargestellt.
Das hochempfindliche elektrische Messinstrument 1 ist mit zwei an flexiblen Litzen 2 angeordneten Elektroden 3 versehen, mittels derer das elektrolytische Spannungsgefälle z.B. zwischen vorhandenen Prothesen 4 im Munde unter der Wirklichkeit entsprechenden Verhältnissen gemessen werden kann. Die Skala des Messinstrumentes ist neben der Teilung 5 in verschiedene Bereiche 6 unterteilt, die z.B. durch Aufdruck oder durch farbige Felder anzeigen, ob die auftretenden Spannungen normal, störend oder untragbar sind. Das Instrument ist ferner zweckmässig in einem glatten fugenlosen und leicht zu reinigenden Gehäuse 7 vorzugsweise aus weissem Presstoff untergebracht und mit Haltevorrichtungen 8 versehen, die es dem Benutzer gestatten, das Instrument in der jeweils benötigten Lage abzulesen.
Die Elektroden 3 sind leicht auswechselbar aus einem Werkstoff, z.B. Edelmetall, das nicht oxydiert und leicht
sterilisierbar ist, hergestellt. Beide Elektroden 3 sind aus dem genau gleichen Material hergestellt, damit dieselben unter sich kein Spannungsgefälle aufweisen.
Selbstverständlich kann das Messgerät ausser der geschilderten Anwendung für zahnärztliche Zwecke auch für andere Zwecke in der Heilkunde, wo Metalle oder Metallsalze mit biologischen Stoffen zusammenwirken, verwendet werden.
Die Zeichnung zeigt weiterhin beispielsweise die Möglichkeit der Kombination des Messinstrumentes mit einem der Elektrodenhalter. Das Messinstrument 1 bzw. Gehäuse 7 ist unmittelbar mit einem der Elektrodenhalter 3 vereinigt, sodass der Benutzer der Einrichtung, Zahnarzt usw., bei Einführung der Elektroden 3 in die Mundhöhle die Skalenteilung 5 zwangsläufig vor Augen hat und die Zeigerbewegung ununterbrochen ohne Kopfwendung beim Abtasten der Mundhöhle verfolgen kann.
Claims (8)
1.) Verfahren zur Auswahl von vorzugsweise für zahnärztliche Zwecke geeigneten Metallen oder Metallegierungen, die als Material für Zahnfüllungen, Zahnersatz oder dergleichen dienen sollen, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Metallen (4) unter der Einwirkung von Körpersäften, insbesondere Speichel, Speisen usw., auftretende elektrische Spannung vor ihrer bestimmungsgemässen Verwendung gemessen wird, sodass die eine zu hohe Spannungsdifferenz aufweisenden Metalle ausgeschieden werden können.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metall zum Zwecke der Messung ihrer Spannungsdifferenz insbesondere gegenüber bereits vorhandenen metallischen Zahnfüllungen oder sonstigen Zahnersatzteilen, Prothesen usw. in die Mundhöhle eingebracht werden.
3.) Messeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das eigentliche Messinstrument in einem leicht zu reinigenden fugenlosen bzw. fugenarmen Gehäuse (7) vorzugsweise aus weissem Presstoff eingeschlossen ist.
4.) Messeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Messinstrument mit Elektroden (3) aus einem leicht sterilisierbaren, nicht oxydierenden Material, insbesondere Edelmetall, ausgerüstet ist.
5.) Messeinrichtungen nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (3) mit dem Messinstrument durch flexible Leitungen (2) verbunden und auswechselbar angeordnet sind.
6.) Messeinrichtungen nach Anspruch 3 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Messinstrument bzw. sein Gehäuse (7) mit Einrichtungen zum Aufstellen, Festhalten oder Aufhängen in beliebiger Lage versehen ist.
7.) Messeinrichtung nach Anspruch 3 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Skala (5) derselben in mehrere vorzugsweise farbig markierte Bereiche (6) unterteilt ist.
8.) Messeinrichtung nach Anspruch 3, 4, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablese-Instrument mit einer der Elektroden (3) vereinigt bzw. im Halter einer der Elektroden untergebracht ist.
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