DEF0010981MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Januar 1953 Bekanntgemacht am 15. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine umlaufende Reitstockspitze, die in eine mit stets gleichem Druck
vorschiebbare Pinole einsetzbar ist und deren umlaufender Teil an seinem rückwärtigen Ende über
ein Längslager und eine Feder gegen die Pinole abgestützt und in einem Querlager geführt ist.
Es sind Reitstockspitzen bekannt, bei denen der nicht konstante Axialdruck von mehreren hintereinander
angeordneten normalen Druckkugellagern aufgenommen wird, wobei zwischen den einzelnen
Lagern sowie dem hintersten Lager und dem Gehäuse federnde Organe angeordnet sind. Bei anderen
bekannten Bauarten ist jedes einzelne der hintereinander eingebauten Lager für sich durch
federnde Organe am Gehäuse abgestützt. .
Es sind ferner timlaufende Reitstockspitzen bekannt,
die in eine mit stets gleichem Druck vorschiebbare Pinole einsetzbar sind, wobei der umlaufende
Teil der Spitze an seinem rückwärtigen Ende über ein Längslager und eine Feder gegen
die Pinole abgestützt und in einem Querlager geführt ist. Bei einer bekannten Ausführungsform
dieser Art sind zwei unmittelbar hintereinanderliegende Axiallager durch verhältnismäßig harte
Federringe einzeln abgestützt. Die Lastverteilung auf die beiden Lager ist von der Federkonstruktion
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und (It'ti Bauabinessungen abhängig. Der axial verschiebbare
Weg der Spitze ist hierbei nicht begrenzt. Ium: bestimmte Verteilung der Axialkräfte
auf die hintereinander angeordneten Lager ist bei dieser Anordnung nicht möglich.
(iegenstand der Erfindung ist demgegenüber eine umlaufende Keitstockspitze, die gleichfalls in eine
mil gleichbleibendem Druck vorschiebbare Pinole eingesetzt wird und in der oben angegebenen Weise
gegen letztere abgestützt und geführt ist, die sich aber von der bekannten .Ausführung dadurch unterscheidet,
dal.! der umlaufende Teil am Ende des Federhubes auf dem Innenring des als Schrägkugellager
ausgebildeten Querlagers in Längsrichtung aufliegt. Im Gegensatz zu der bekannten Reitstockspitzenlagenmg
ist also hierbei nur das Drucklager abgefedert, während das Schrägkugellager einen
festen Anschlag gegenüber der Pinole bildet. Dieses Schrägkugellager ist als Druck- und Axiallager
ausgebildet, so dal,! selbsttätig eine spielfreie Lagerung
in der Radialrichtung erzielt wird. Dank dieser Anordnung kann der bekannte, bei jedem
Spaiinvorgang gleich große Axial- oder Anpreßdruck· unter ISerücksichtigung ihrer Tragfähigkeit
auf die beiden Lager verteilt und eine vollständige Spielfreiheit des hinteren Schrägkugellagers ohne
Überlastung sichergestellt werden.
Zweckmäßig werden die Federorgane so bemessen, daß zu ihrer Deformation bis zum festen Anschlag
etwa die Hälfe des konstanten Gesamtaxialdruckcs
benötigt wird.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsfon
11 des Krlindungsgegenstandes.
In einer Bohrung 38 eines bruchstückweise dargestellten
Reitstockgehäuses 1 ist eine Pinole 2 axial verschiebbar angeordnet. Sie wird durch
nicht dargestellte mechanische, hydraulische oder elektrische Mittel bei jeder Spannoperation mit
einem einen bestimmten Mindestwert überschreiteiidcn
und stets gleichen Axialdruck gegen das zu spannende, nicht dargestellte Werkstück in
Richtung des Pfeiles vorgeschoben und durch nicht dargestellte Mittel mit diesem Druck gehalten. In
der Pinole 2 ist in Wälzlagern 5, 26, 27 ein Spitzenfutter 3 mit einer in ihrem vorderen linde eingesetzten,
auswechselbaren Reitstockspitze 4 gelagert. I )as vordere Ende des Spitzenfutters 3 ist
in einem Rollenlager 5 axial verschiebbar gelagert, dessen äußerer Laufring 29 in einer Bohrung 32 der
Pinole 2 sitzt und in axialer Richtung zwischen einem an einer Schulter 35 in der Pinole 2 abgestützen
Distan/.riiig 6 und einer Mutter/ mit dem Gewinde 36 eingespannt ist. Der innere Laufring
30 des Rollenlagers 5 sitzt auf einem Konus <S des Spitzenfutters 3. Die Mutter 9 mit dem Gewinde 33
und der Sicherungssehraube 11 sowie der Ring 10
dienen zum Aufziehen und Festhalten des inneren Latifriugcs 30 auf dem Konus S, und der Gewindering
12 mit dem Gewinde 34 und den umfänglichen, in der Figur nur angedeuteten Ouermiten 37 dient
zum Lospressen desselben.
An seinem rückwärtigen Ende ist das Spitzenfutter 3 in einem Axiallager 27 und in einem
Schrägkugellager 26 gelagert. Auf einem Bund 31 des Spitzenfutters 3 sitzt der eine Laufring 13 des
Druckkugellagers 27, das zufolge des radialen Spiels 15 in der Bohrung 24 der Pinole 2 beweglich
ist. Der zweite Laufring 14 dieses Kugellagers.
27 weist gegenüber der Bohrung 24 in der Pinole 2 und dem Bund 31 des Spitzenfutters 3 radiales
Spiel 16 bzw. 17 auf.
In der Pinole 2 sitzt an einer Schulter 39 der äußere Laufring 18 des Schrägkugellager 26,
dessen innerer Laufring 19 auf dem Zapfen 20 des Spitzenfutters 3. axial verschiebbar ist. Auf dem
Zapfen 20 sitzt ferner ein Distanzring 21. Eine Tellerfeder 22 liegt außen am äußeren Laufring
18 des Schrägkugellagers 26 und innen an einer zweiten Tellerfeder 23 an, die ihrerseits mit dem
äußeren Ende am Laufring 14 des Kugellagers 27 anliegt. Die beiden Tellerfedern 22 und 23 weisen
gegenüber der Bohrung 24 in der Pinole 2 und dem Distanzring 21 radiales Spiel 41 bzw. 40 auf.
Im zusammengebauten und ungespannten Zustand der Reitstockspitze gemäß Figur ist zwischen dem
an der Schulter 25 anliegenden Distanzring 21 und dem inneren Laufring 19 des Schrägkugellagers 26
ein vorausbestimmtes axiales Spiel 28 (beispielsweise 0,6 mm) vorhanden.
Die Wirkungsweise der dargestellten Lagerung einer Reitstockspitze ist die folgende: Tn der dargestellten
Stellung, el. h. wenn kein Werkstück eingespannt ist, pressen die beiden Tellerfedern 22, 23
bis zu deren vollständigen Entspannung das Spitzenfutter 3 nach links. Dabei entsteht zwischen dem
inneren Laufring 19 des Schrägkugellager 26 und dem Distanzring 21 ein vorausbestimmter Abstand
28.
Wird zum Spannen eines Werkstückes die Pinole im Reitstockgehäuse 1 mit einem einen bcstimmten
Mindestwert überschreitenden und bei jeder Spannoperation gleichbleibenden Axialdruck
durch nicht dargestellte Mittel in der Pfeilrichtung verschoben und in dieser vorgeschobenen Stellung
durch ebenfalls nicht dargestellte Mittel mit diesem Druck gehalten, so wird beim Auftreten des durch
das Einspannen des Werkstückes erzeugten Axialschubes die Reitstockspitze 4 mit dem Spitzenfutter
3 um das axiale Spiel 28 nach rechts gestoßen. Durch entsprechende Wahl des Axialspicls
28 und der Federkonstanten der Tellerfedern 22, 23 kann der größenmäßige Anteil des Axialschubes
nach Belieben auf die beiden Lager 26, 27 verteilt werden. Zweckmäßigerweise werden die Federorgane
so bemessen, daß die Kraft zur Deformation bis zur Auflage des festen Anschlages angenähert
die Hälfte des Anpreßdruckes der Pinole, beträgt. Durch das vordere Rollenlager 5 wird die auf die
Reitstockspitze 4 fallende Komponente der beim Arbeiten auftretenden Schnittkraft aufgenommen.
Da das hintere Schrägkugellager 26 ebenfalls einen Anteil der Radialkraft aufnimmt, so wird beim Bestimmen
der Federkonstanten und des Axialspiels 28 der Axialanteil dieses Schrägkugellager 26
etwas-kleiner als 500Zo bemessen, damit die beiden
Lager 26, 27 ungefähr mit der gleichen Belastung
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arbeiten und somit ungefähr die gleiche Lebensdauer aufweisen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Umlaufende Reitstockspitze, die in eine mit stets gleichem Druck vorschiebbare Pinole einsetzbar ist und deren umlaufender Teil an seinem rückwärtigen Ende über ein Längslager und eine Feder gegen die Pinole abgestützt und in einem Querlager geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Teil am Ende des Federhubes auf dem Innenring (19) des als Schrägkugellager ausgebildeten Querlagers in Längsrichtung aufliegt.
- 2. Reitstockspitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federorgane (22, 23) derart bemessen sind, daß zur Deformation derselben bis zum festen Anschlag (21) angenähert die Hälfte des konstanten Gesamtaxialdruckes benötigt wird.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 865 559, 838981; britische Patentschrift Nr. 451073.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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