DEF0008137MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Januar 1952 Bekanntgemacht am 6. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 12 g GRUPPE 1
INTERNAT. KLASSE B 01 j
F 8137 IVa/12g
sind als Erfinder genannt worden
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, zur kontinuierlichen Behandlung von Flüssigkeiten,
die gegebenenfalls Feststoffe enthalten können, mit Gasen, bei dem das Gas einem waagerecht angeordneiten
Flüssigkeitsstrom auf dessen, ganzer Länge von unten zugeführt und das Restgas an dem gleichen
Ende des Reaktionsbehälters abgeführt wird,
an dem ihm die zu behandelnde Flüssigkeit zufließt, und so im Gegenstrom zur Flüssigkeit geführt
wird.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht im wesentlichen aus einem langgestreckten,
etwa horizontal angeordneten rohrförmigen Behandlungsraum beliebigen, Querschnittes,
an dessen einem Ende eine Zuführungsvocrichtung und am entgegengesetzten Ende ein Ab- oder
Umlauf für. die Flüssigkeit vorgesehen ist, wobei die Flüssigkeit den Behandlungsraum nur zum Teil
erfüllt. In der Nähe des Bodens des Flüssigkeitsstromes sind Zuführungsvorrichtungen für das
Gas vorgesehen, und eine Gasabführungsvorrichtung an dem Ende des Behandlungsraumes, an dem
sich die ZuführungsvoTrichtung für die Flüssigkeit befindet. ·
Der Flüssigkeitsstrom hat etwa die Gestalt eines schmalen Bandes, die Fläche, über die der Flüssigkeitsstrom
sich hinwegbewegt, ist z. B. mit einer Reihe von. Düsen, versehen,, aus denen das Gas in
die Flüssigkeit gepreßt wird, und diese im wesentlichen quer zu deren Strömungsrichtung durchsetzt.
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Ebensogut kann man das Gas durch geeignete, in den. Flüssigkeitsstrom eingelegte Rohre: mit z. B.
nach unten weisenden Löchern zuführen. Durch die angegebene Gestalt des Flüssigkeitsstroms ist
die Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeitsteilcheni in den einzelnen Schichten im wesentlichen
gleich. Die Durchniischung. der Flüssigkeit durch die quer zur Strömungsrichtung durchtretenden
Gasblasen ist; zwar örtlich sehr kräftig, sie beschränkt sich aber jeweils auf enge Bezirke. Es
findet auch, nur im wesentlichen, eine Durchniischung solcher Flüssigkeitsanteile statt, die sich jeweils
■—■ mit: Rücksicht auf die gleiche Strömungsgeschwindigkeit
— im selbem Reaktionsstadium befinden. Es ist somit eine praktische, gleichmäßige
Umsetzung aller Flüssigkeitsamteile gewährleistet, zumal bestimmte' Verweilzeiten durch
,Einstellung der1 Menge ein- und auslaufender
Flüssigkeit sehr gut eingehalten werden, können.
Zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung bedient man sich eines im Verhältnis zur
Breite und, Höhe sehr langen:, geschlossenen Behälters, im übrigen beliebiger Form, an dessen
Boden Düsen, angebracht sind. Man läßt beispielsweise
die Flüssigkeit im Zickzz.dk durch einen
flachen Kasten mit bis zum Deckel reichenden Leitwänden strömen. Der Flüssigkeitsstand im
Kasten wird so' hoch gehalten, daß der letztere nur
teilweise gefüllt ist. Durch wenig oberhalb des.
Bodens angebrachte, mit Löchern versehene Rohre wird das Gas in die Flüssigkeit gepreßt, durch die
es in Blasen nach, oben steigt.
Die Löcher werden zweckmäßig so groß bemessen, daß ein den Druck der Flüssigkeitssäule
wesentlich überschreitender Gasdiruck erforderlich ist, um die notwendige Menge Gas in das.
Reaktionssystem einzuführen. Es wird so· erreicht, daß das Gas aus allen Düsen gleichmäßig herauspeiit,
da die durch verschiedene Höhe der über jeder Düse stehenden Flüssigkeitssäule bedingten Gegendruckunterschiede
gegenüber dem Absolutdruck des aus jeder Düse austretenden Gases dann nicht ins Gewicht: fallen. Die notwendige Druckdifferenz
kann, außer durch. Einpressen des Gases in die
Flüssigkeit auch dadurch hervorgerufen werden, daß der über der Flüssigkeit liegende Dlruck des
Gases durch Absaugen erniedrigt wird. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn das in die
Flüssigkeit eintretende Gas praktisch vollständig absorbiert wird und damit die zu befördernden
Abgasmengen gering bleiben.
Zur vollständigen Ausnutzung- des Gases führt man bei der beschriebenen; Vorrichtung das aus
der Flüssigkeit über die ganze Länge des Stromes austretende Restgas in entgegengesetzter Richtung
zur Flüssigkeitsströmung über die Flüssigkeitsoberfläche hinweg. Man versieht z.B..den Kasten:
mit einem einzigen ,Gasaustritt am Flüssigkeitseinlauf,
so· daß das Restgas denselben Weg wie die Flüssigkeit, nur in umgekehrter Richtung, nehmen
muß. Diese Maßnahme hat zur Folge, daß selbst bei nur einmaligem Durchsatz der Reaktionsteilnehmer
diese vollständig ausgenutzt werden, und zwar auch dann, wenn die Flüssigkeit einer langer
dauernden Behandlung mit dem. Gas unterzogen
werden muß.
Bei der Behandlung von Flüssigkeiten mit Gasen, die von der Flüssigkeit sehr rasch absorbiert
werden, oder in Fällen, in denen maximale Konzentration des Gases in der Flüssigkeit nicht
erwünscht ist, kann es sich unter Umständen empfehlen, zwecks guter örtlicher Durchmischung
der Flüssigkeit das. Reaktionsgas in einem gegenüber der Flüssigkeit inerten. Gas zu verdünnen.
Durch die kräftige Umwälzung der Flüssigkeit
durch das eingepreßte Gas und vor allem die lebhaft bewegte Oberfläche wird die Berührung auch
des Restgases mit der Flüssigkeit besonders innig, und man. erreicht eine praktisch vollständige Ausnutzung
der Reaktionsteilnehmer, «ο
Bei der Rückführung des Gases kann dieses noch eine Fraktionierwirkung ausüben. Ist z. B.
das Ausgangsmaterial flüchtiger als das End,-produkt,
so. wird aus dem am Ende der Rinne befindlichen Reaktionsprodukt vorzugsweise das etwa
unumgesetzte Ausgangsmaterial von. dem rückgeführten Gas mitgenommen und nach dem
Wiederauswaschen oder in der Gasphase umgesetzt. Die Führung des Gases im Gegenstrom
zur Flüssigkeit trägt in solchen Fällen demnach durch Fraktionierwirkung dazu bei, eine möglichst
weitgehende Umsetzung zu, erreichen.
Es ist ferner möglich, das flüssige Reaktionsgut auch nacheinander in demselben. Reaktionssintern
mit verschiedenen Gasen zu behandeln, indem man die ganze Länge der Gaseinleitungsrohre in mehrere
Abschnitte unterteilt und jeden Abschnitt mit einem anderen Gas beschickt. Der Reaktionsraum
kann, dann, in seinem: Gasteil in beliebiger Weise
durch von oben bis in die Flüssigkeit ragende, quer zum Flüssigkeitsstrom angeordnete Gassperren
unterteilt werden.
Man, kann aber auch zunächst in einem bestimmten Abschnitt ein Gas einleiten, dann zur
ungestörten Durchführung der Umsetzung die Flüssigkeit ohne Gaseinleiten in an, sich bekannter
Weise strömen lassen und schließlich, zur Weiterführung der Umsetzung erneut Gas einführen.
Durch eingebaute Kühl-odier Heizelemente, z. B.
in Form von im Flüssigkeitsstrom liegenden Rohrsystemen, kann, die Arbeitstemperatur leicht gesteuert
werden, da die innige Berührung der Flüssigkeit mit den wärmefübrenden Oberflächen und die
lebhafte Bewegung die Zu,- und Abfuhr von Wärme erleichtert.
Das Verfahren, kann ebensogut unter anderem als Atmosphärendruck ausgeführt werden.
Bei der Arbeitsweise nach der Erfindung kann gleichzeitig ein feinverteilter, fester Stoff anwesend
sein. Dieser kann entweder reagieren, oder bei der Reaktion entstehen oder auch inert sein.
Es hat sich gezeigt, daß auch in diesen Fällen während der Behandlung der feste Stoff durch die
Gas blasen so: ausgezeichnet in der Schwebe gehalten
wird, daß das Reaktionsgemisch als gleichsam homogene Flüssigkeit den Reaktionsraum
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durchläuft. Durch, die normalerweise eingebauten Kühl- oder Heizsystem« in. Form von Rohrbündeln
oder -schlangen wird dieser Vorgang infolge der Brechung und Zerteilung der Gasblasen
noch unterstützt.
DIa der feste Stoff im allgemeinen schwerer als die Flüssigkeit ist und bei der waagerechten Anordnung
des Flüssigkeitsstrotnes dementsprechend
an nicht von Gasblasen durchsetzten Stellen, d. h.
ίο in, größerer Entfernung vom Gaseinleitungsrohr,
besonders am Boden, der Zelte absitzen kann, bildet man den Boden, der Zelle zweckmäßigerweise so
aus, daß in Richtung auf die GaseinleitUings rohre zu ein, mehr oder weniger großes Gefälle vorhanden
ist. Der Feststoff gleitet dann, gemäß diesem Gefälle in die Nähe der Gaseinleitungsrohre
und: wird dann wieder durch das Gas emporgetragen. Bei besonders großem Unterschied der
spezifischen Geiwichte des Feststoffes und. der
Flüssigkeit oder bei grobem Korn des Feststoffes und demgemäß schnellem Absitzen desselben ist es
vorteilhaft, den, etwa sich, bildenden Bodensatz durch zweckmäßigerweise über eine kurze Strecke
hinr und hergehende Rührer oder Kratzer in Bewegung zu halten. Durch diese Maßnahme wird
, der Schlamm ebenfalls in die Nähe der Gaseinleitungsrohre,
gebracht. Das Fließen, des Feststoffschlammes
entlang dem Gefälle kann auch
z. B. dadurch gefördert werden, daß man. die ganze Zelle durch einen Vibrator dauernd, erschüttert.
Nach, dem Verfahren gemäß der Erfindung ist es möglich, Reaktionen von. Gasen, mit: Flüssigkeiten
unter verschiedensten Bedingungen, der Temperatur, Zeit: und Konzentration sehr genau, durchzuführen,.
Die zur Ausübung des Verfahrens benötigten. Aggregate sind, an der Leistung gemessen,
den. bisher gebrauchten, bezüglich Beschränkung auf kleinem Raum um ein Vielfaches
überlegen.
Um die Gasgeschwindigkeit zu verringern, und die Durchmisch.ung der Flüssigkeit weiter herabzusetzen,
kann, man. den Reaktionsraum durch mehrere: senkrecht angeordnete perforierte Trennwände
unterteilen, so* daß diese quer zur Flüssigkeitsströmung liegenden Wände die einzelnen
Reaktiomsstadien trennen, oder man füllt den Reaktionsraum mehr oder weniger regelmäßig mit
Füllkörpern,, z. B. Füllringen·, an. Weiterhin; kann man, die Gasabsorption beschleunigen bzw. das-Gas
energischer und, gleichmäßiger verteilen, ohne die Reaktionszonen, zu vermischen, wenn man in
der Flüssigkeit eine quer zu ihrer Strömungsrichtung
umlaufende Strömung erzeugt. Am eiiir faohsten kann man. dies durch einseitige An-Ordnung·
der Bohrungen in den Gaszuführungsrohren bewerkstelligen.
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung können Zeitreaktionen, von Minuten bis zu mehreren
Stunden zwischen, Flüssigkeiten und Gasen: einfach und mit einer sehr günstigen Raum-Zeit-Ausbeute
kontinuierlich durchgeführt werden.
Das Verfahren, nach der Erfindung ist von. mannigfacher An.wendungsmöglichkeit. Es eignet
sich z. B. zum Chlorieren von Flüssigkeiten, beispielsweise zur Herstellung von Chlorkalk aus
Kalkmilch und Chlor, odeir zur Behandlung von
Flüssigkeiten mit Kohlendio-xyd oder Halogenwasserstoff säuren, oder zur Einstellung einer bestimmten:
Wasserstoffionenkonzentration in einer Flüssigkeit durch Einleiten eines Lauge oder Säure
bindenden Gases oder Gasgemisches und weiterhin zur Gaswäsche.
Es ist zwar aus de-r britischen. Patentschrift 598 993 bekannt, eine im wesentlichem waagerecht
fließende Flüssigkeit, deren Weg durch Einbauten verlängert und die gegebenenfalls gekühlt oder erwärmt werden, kann, auf deren Weg mit einem Gas
oder mit mehreren Gasen zu behandeln, indem das Gas, durch eine poröse Platte der Flüssigkeit zugeführt
wird. Dabei wird jedoch das Restgas nicht insgesamt der Flüssigkeit bis zu. deren Einlaßsteife:
entgegengeführt, sondern durch mehrere über die Fließstrecke verteilte Öffnungen abgelassen.
Der demgegenüber durch das ernndungsgeimäße
Verfahren, erzielte Fortschritt ist in dem nachfolgenden
Beispiel 5 dargestellt.
Durch eine im Vergleich zur Höhe und Breite verhältnismäßig· lange geschlossene Zelle von 25 1
Flüssigkeitsinhalt läßt man 5 1 Glycerin, pro Stundte in, Form eines verhältnismäßig schmalen,
Bandes laufen. Auf dlem Boden der Zelle liegen über ihre ganze Länge mit vielen öffnungen versehene
Sprudeilrohre, durch, die Chlorwasserstoff in die Flüssigkeit austritt. Das Abgas wird im
Gegenstrom zurückgeführt. Die Reaktii ons temperatur wird bei 100 bis iio° gehalten; am Ende,
der Zelle läuft ein Gemisch folgender Zusammensetzung
ab: 4% Glycerin, 56% Glycerinmonochlorhydrin, 30% Diehlorhydrin und 10 "/»Wasser.
Durch die im Beispiel 1 beschriebene Zelle läßt
man stündlich 12 1 Acetaldehyd-Methylhalbacetal
laufen und chloriert auf der ganzen Länge bei + 20 bis + 300 bei vollständiger Sättigung mit Chlor.
Das Abgas wird im Gegenistrom zurückgeführt. Das Reaktionsgemisch trennt sich auf seinem
Wege durch die Zelle in zwei Phasen, die anschließend, geschieden werden. Die untere Schicht
besteht zu etwa 80 % au/s 1, 2-Dichloräthylmethylätheir,
wie sich durch fraktionierte Destillation ergibt,
Durch eine: eiserne Zelle der im Beispiel 1 beschriebenen
Art von 10 Γ Flüssigkeitsinhalt läßt man. 201 Benzol stündlich laufen. Es wird bei
etwa, 6o° mit 18 kg Chlor stündlich auf der ganzen Länge behandelt. Das Abgas wird, im Gegenstrom
zurückgeführt'. Am Ende der Zelle läuft ein Gemisch von, vorzugsweise .Monochlorbenzol mit o-
und p-Dichlorbenzol ab. Durch Erhöhung der Temperatur
und der Chlormenge kann das Verhältnis
zugunsten: der Dichlorbenzofe verschoben, werden.
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Durch eine Zelle von etwa 101 Flüssigkeitsinhalt (Länge des Reaktionsweges 3 m, Querschnitt
0,7 dm2) läßt man, stündlich eine; Suspensioin
von, 1,5 kg Aminoessigsäure in 4I absolutem
Äthanol laufen. Durch auf dem Boden liegende Rohre wirdi bei Siedehitze Chlorwasserstoff eingeleitet.
Das Abgas wird im Gegenstrom zurückgeführt. Die Säure löst sich auf ihrem Wege durch
das Reaktionsgefäß infolge. Veresterung auf. Aus der Zelle läuft eine alkoholische Lösung von
Glykokollesterchlorhydra* ab, aus der beim Abkühlen:
das feste Salz auskristalilisiert.
Als Teistreaktion für einen Vergleichsversuch
wurdie die mäßig schnell verlaufende Chlorierung einer Lösung von 10 Volumprozent Tetrahydronaphthalini
in, Tetrachlorkohlenstoff gewählt, wo-
'2o bei zur Demonstration, des Fortschrittes des erfindungsgemäßen
Verfahrenis. das Chlor mit der gleichen; Menge Luft zwecks, erschwerender Erhöhung
dies Inertgasanteiles verdünnt wurde. Als Reaktdonsvorrichtung diente ein waagerechtes
Glasrohr von 150 cm .Länge und; 8 cm Durchmesser,
durch das bei. einer etwa bis zur halben, Höhe reichenden, Füllung die Reaktionsflüssigkeit
strömte, und zwar, mit einer durchschnittlichen. Verweildauer von etwa 2V2 Stunden. In den
Flüssigkeitsstrom wurde das, Gemisch von. Chlor und Luft am Boden, über die ganze Länge hinweg
gleichzeitig eingeleitet, und: zwar in. der Menge, daß die, ablaufende Flüssigkeit bis zur praktisch
völligen, Sättigung, d.h. Ausreaktion, Chlor, aufgenommen
hatte.
Zum Zwecke des Vergleichs wurde nun einmal das· gesamte Abgas erfindungsgemäß an der Stelle
dies Flüssigkeitseintritts, zum anderen, einem be^
kannten, Verfahrens vorsehlag entsprechend, bei
einem Drittel und, zwei Dritteln der Länge des Flüssigkeitsstro-mes abgezogen, wobei die Abzugsleitung nach dem ersten Drittel dem Flüssigkeitsstrom
bis zum Anschlußstutzen der anderen Gasabzugsstelle gleichlaufend geführt und von hier
das Restgasgemisch, weitergeileitet wurde. Im zu^
letztgenannten, Falle wurden die Chlorgehalte des Abgases sowohl in. den beiden austretenden. Teilen
gesondert als auch in dem abströmenden Gemisch bestimmt; es ergaben, sich folgende Mittelwerte des
Chlorgehaltes im Abgas,:
Volumprozent
-i. Bei Abzug am Flüssigkeitseintritt . . 8,3
■ 2. Bei Abzug nach einem Drittel und
5S : zwei Dritteln, des Flüssigkeitsweges
a) nach einem Drittel gesondert bestimmt . 23,6
b) nach zwei Dritteln gesondert bestimmt
44,8
c) im Endgemisch . ..
38,5
Während also im Fall 1 83 % des eingeleiteten Chlors zur Chlorierung ausgenutzt wurden, waren.
es im Fall 2, c) nur 23 °/o, so> daß für die gleiche
Menge Cblorierungsprodukt das 3,6fachte an Gas
aufzuwenden war; das bedeutet, es waren für je
g in der Reaktion, gemutztes Chlor im Fall 1
g einzuleiten, wovon 20 g wieder abzogen, im Fall 2, c) aber waren 435 g einzuleiten, wovon
g, also lyvaaX soviel, wie im Fall i, ungenutzt
blieben.
Claims (6)
1. Verfahren, zur kontinuierlichen Behändlung
von. Flüssigkeiten, die gegebenenfalls Feststoffe enthalten, können, mit Gasen unter
GegeniS'tronifuhrung dier Restgase über die
Flüssigkeitsoberfläche, wobei die Flüssigkeit den Reaktionsbehälter in im wesentlichen
waagerechter Richtung durchfließt und das Gas dem Flüssigkeitsstrom auf dessen ganzer
Länge vom unten zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das. Restgas an dem gleichen
Ende des Reaktionsbehälters abgeführt wird,
. an, dem ihm die zu behandelnde Flüssigkeit . , zufließt.
2. .Verfahren, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,,
daß der Überdruck des Reaktionsgases an. den. Zuleitungen den Druck der über sämtlichen Gaseinleitungsstellen liegenden Flüssigkeitssäule
wesentlich übersteigt.
. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flüssigkeitsstrom abschnittsweise mit. verschiedenen Gasen behandelt
wird.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 bis 3 in, Gestalt
eines etwa, waagerecht angeordneten rohrförmigen Behandlungsraumes mit einer
Flüssig'keitszuführungsvorrichtung an, dem einen, einer Flüssigkeitsabführungsvorrichtung
. an dem anderen, Ende und in der Nähe
des Bodens angeordneten Gaszuführungsvorrichtungeni, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung zur Abführung des Gases an, dem. Ende des Behandlungsraumes angeordnet
ist, am dem sich die Zuführungsvorrichtung . für die Flüssigkeit befindet.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Reaktionisraum durch l
quer zur Flüssigkeitsströmung liegende per-
, forierte Trennwände mehrfach unterteilt oder mit. Füllkörpern ausgesetzt oder unregelmäßig
. angefüllt ist·. . ■
6., Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch
gekennzeichnet, daß durch einseitige Anordnung der Bohrungen in den Gaszuführungs-.
rohren die Reaktionsflüssigkeit in eine quer zur Strömungsrichtung verlaufende Turbulenz versetzt
ist.
In Betracht gezogeine Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 598993; französische Patentschriften Nr. 972 808,
486.
Family
ID=
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