DED0020518MA - - Google Patents

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DED0020518MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Mai 1Θ55 Bekaniitgemacht am 30. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind bereits die Vorteile bekannt, die die Anwendung des hochfrequenten elektromagnetischen Strahlungsfeldes zur Erwärmung von Holz beim Verleimen bietet. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die nach Art einer Presse aufgebaut ist und gestattet, Bauteile aus Holz, wie z. B. Rahmen, Gestellteile u. dgl., in rationeller Weise zu verleimen. Die Vorteile der Hochfrequenzerwärmung, die in dem geringen Energieaufwand und der ίο schonenden Behandlung des Materials bestehen, weil· die benötigte Wärme durch die dielektrischen Verluste im Innern des Holzes, insbesondere an den Verleimstellen, unmittelbar erzeugt wird und sehr genau dosiert werden kann, kommen bei ihr voll zur Geltung.
Die Verleimpresse nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Pressentisches eine Hochfrequenzstrahlergruppe angeordnet ist, deren Elemente von je einer Zentimeterwellenröhre gespeist werden, mit ihren Öffnungen nach oben gerichtet durch Durchbrüche im Pressentisch hindurchtreten, und den Leimdruck, der von einem in. einer Brücke über dem Pressentisch angeordneten Preßzylinder erzeugt wird, aufnehmen und auf das Pressenuntergestell übertragen. Diese Anordnung führt zu einer gedrungenen, material-
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sparenden Ausführung, da der Leimdruck lediglich von dem massiv ausgeführten Gestell und einer über den Tisch gespannten Brücke aufgenommen wird, so daß der Tisch selbst infolgedessen keine Kräfte aufzunehmen hat und nur dazu dient, Anschläge oder Aufnahmen für die zu verleimenden Teile zu tragen.
Gemäß weiterer Erfindung sind die einzelnen Strahlerelemente, die zweckmäßig aus einseitig
ίο offenen Hohlrohren bestehen, mit je einer Generatorröhre zu Baugruppen zusammengebaut, die unterhalb des Pressentisches im Untergestell auf Schienen verschiebbar gelagert sind. Die einzelnen Baugruppen sind zweckmäßig untereinander durch Lenker verbunden, so daß sie über einen im Untergestell gelagerten Spindeltrieb mit wenigen Handgriffen verstellt werden können.
In oder vor der Öffnung eines jeden Strahlerelementes sitzt eine keramische Druckplatte:, die den Druck der Leimstelle aufzunehmen und auf das Gehäuse des Strahlers zu übertragen hat, gleichzeitig aber auch zur elektrischen Anpassung des Strahlerhohlraumes an. die Leimstelle durch Wahl des Dielektrikums und ihrer Dicke verwendet wird, Da in einem Hohlrohrstrahler eine Vorzugsrichtung der elektrischen Feldstärke vorhanden ist, könnten sich je nach Faserrichtung des Holzes zur Richtung des Feldes ungleichmäßige Erwärmungen einstellen. Dem läßt sich in der Weise entgegenwirken, daß die Strahler derart ausgerichtet werden, daß die Richtung des erzeugten elektrischen Feldes einen, Winkel von vorzugsweise 45 ° zur Holzfaserrichtung bildet.
Die Zeichnung zeigt als Anwendungsbeispiel der Erfindung eine Schnellverleimpresse für das gleichzeitige Verleimen der vier Ecken eines Holzrahmens. In
Fig. ι ist die Presse in der Ansicht dargestellt, während
\o Fig. 2 ein Strahlerelement zeigt.
Der erforderliche Leimdruck wird durch einen zentral liegenden und doppelt wirkenden Preßluftzylinder ι erzeugt, der in einer über den Tisch gespannten Stahlrohrbrücke 10 sitzt, und über eine verstellbare Metallspinne 2 mit vier Druckzapfen 3 auf das Leimgut 4 an den vier Ecken übertragen. Das Gegenlager bildet jeweils ein Strahlergehäuse 5 mit keramischer Druckplatte. Jeder Hohlstrahler ist mit einer Magnetfeldröhre 11 und deren Dauermagnet: 12 auf einer Grundplatte 13 zusammengebaut. Diese Baueinheiten sind unterhalb des Pressentisches 7 im Tischgestell 8 auf gabelartigen Metallschienen 9 einzeln verschiebbar und untereinander über einen, Spindeltrieb 14 schwenkbar gelagert,, so daß sich mit wenigen einfachen Handgriffen jede beliebige Rahmengröße einstellen läßt. Die Preßdruckkräfte schließen sich vom. Preßzylinder über die Stahlrohrbrücke zum Untergestell und von. dort über die Strahlergehäuse, das Werkstück und die Metallspinne zurück zum Preßzylinder. Der Tisch selbst kann infolgedessen schwach gehalten sein, da er keinen Druck aufzunehmen hat, und ist mit großen Öffnungen für den Durchtritt der Strahler versehen.
Die elektrische Wirkung der Anordnung wird noch dadurch verbessert, daß die Druckzapfen 3 an der Metallspinne 2 Reflektorplatten tragen oder diese Zapfen als solche ausgebildet sind. Dünne Gummizwischenlagen geben den, vier Leimstellen einen gleichmäßigen Leimdruck. ' '
Eine Leimpresse, bei der jede Magnetfeldröhre ι kW Dauerstrich leistet, kann in etwa 30 Sekunden vier übereinander geschichtete Holzrahmen, also insgesamt 16 Leimstellen, verleimen. Zwei solche Pressen können mit einem gemeinsamen StromversoTgungsgerät im Wechselbetrieb automatisch betrieben werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ■ i. Vorrichtung nach Art einer Presse zum Verleimen von Holzteilen mittels dielektrischer Erwärmung, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Pressentisches (7) eine Hochfrequenzstrahlergruppe angeordnet ist, deren Elemente (S), von je einer Zentimeterwellenröhre (11), vorzugsweise einer Magnetfeldröhre, gespeist, mit ihren Öffnungen nach oben gerichtet durch Durchbrüche im Pressentisch (7) zur Aufnahme des Leimdruckes, der von einem in einer Brücke (10) über dem Pressentisch angeordneten Preßzylinder (1) erzeugt wird, und zu seiner Übertragung auf das Pressenuntergestell (8) hindurchtreten.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine verstellbare Metallspinne (2) mit Druckzapfen (3) zur Übertragung'des Druckes vom Preßzylinder (1) auf die Leimstellen des Werkstückes (4).
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Druckzapfen (3) Reflektorzapfen angeordnet oder die Zapfen selbst
    als solche ausgebildet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Strahlerelement (5) mit seiner Generatorröhre (11) zu einer Baugruppe zusammengebaut ist, die unterhalb des Pressentisches im Untergestell auf gabelartigen Metallschienen (9) verschiebbar gelagert ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in oder vor der Öffnung eines jeden Strahlerelementes eine keramische Druckplatte (6) sitzt, die den Druck der Leimstelle aufnimmt und durch Wahl ihres Dielektrikums und ihrer Dicke zur elektrischen Anpassung des Strahlerhohlraumes an die Leimstelle dient.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Strahler-· element so ausgerichtet ist, daß die Richtung des erzeugten elektrischen Feldes einen Winkel, vorzugsweise von 45°, zur Holzfaserrichtung bildet. · . ■ ■
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen

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