DEC0008586MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. Dezember 1953 Bekanntgemacbi am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bekanntlich kann die Ortung oder Feststellung von Hindernissen oder beweglichen Gegenständen mittels
Reflexion ultrakurzer elektromagnetischer Wellen mit Hilfe sogenannter Radarsysteme vor sich gehen, die
entweder der Frequenz nach oder der Amplitude nach (z. B. mit kurzen Impulsen) modulierte Signale verwenden.
Man weiß auch, daß die Reichweite der beiden Typen ungefähr gleich ist, wenn der Mittelwert
der aufgewandten Ultrahochfrequenzleistung derselbe ist.
Um eine große Reichweite zu erhalten, muß man Senderöhren vorsehen, die große mittlere Ultrahochfrequenzleistungen
abgeben können. Dies führt bei dem Impulsverfahren bekanntlich zu sehr hohen
Scheitelleistungen, beispielsweise von der Größen-Ordnung eines Megawatt und darüber, wenn die Betriebsfrequenz
von der Größenordnung von 3000 MHz. ist. Beim Aufbau und Betrieb der fraglichen Anordnung
ergeben sich aus dieser Erfordernis Schwierigkeiten, die einerseits mit den erheblichen Spannungen
zusammenhängen, die den Röhren zugeführt werden müssen, und andererseits von den hohen elektrischen
Feldern herrühren, die in den Übertragungseinrichtungen für die Ultrahochfrequenzenergie, wie Hohlleitern,
drehbaren Verbindungen usw., herrschen müssen. Aus diesen und aus anderen an sich bekannten Gründen
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bieten die mit Frequenzmodulation arbeitenden Verfahren bemerkenswerte Vorteile für die elektromagnetische
Ortung.
Bekanntlich bestehen diese Systeme im wesentlichen aus einem frequenzmodulierten Schwingungserzeuger,
der eine Sendeantenne speist, während die von der Empfangsantenne aufgenommene Welle des vom
Hindernis reflektierten Echos einer Mischstufe zugeführt wird, die andererseits die Freuqenz des Senders
ίο oder irgendeine andere von ihr abhängig zu machende
Frequenz erhält. Die sich ergebende Mischfrequenz wird nach Durchgang durch einen Verstärker und Begrenzer
gemessen, und ihr Wert dient als Maß -für die Entfernung des Hindernisses.
Die gewöhnlichen Radargeräte mit Frequenzmodulation verwenden für die Messung einen verhältnismäßig
geringen Frequenzhub, beispielsweise von der Größenordnung 1 bis 20 MHz, wenn sie auf einer
Trägerfrequenz von der Größenordnung 3000 MHz arbeiten. Daher können sie mit irgendeinem bekannten
Ultrahochfrequenz-Schwingungserzeuger betrieben werden, da diese Schwingungserzeuger in den Grenzen
des angegebenen schmalen Frequenzbandes immer eine genügend lineare Modulationskennlinie ohne
merkliche Leistungsänderung aufweisen. Dagegen haben sie den Nachteil,. gegen absichtliche Störungen
durch einen anderen Schwingungserzeuger empfindlich zu sein, der dasselbe schmale Frequenzband mit der
gleichen Leichtigkeit überdecken kann.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, sieht die Erfindung
ein elektromagnetisches Rückstrahlortungssystem mit Frequenzmodulation vor, bei dem in an
sich bekannter Weise die Trägerfrequenz gleichzeitig zwei Frequenzmodulationen mit stark verschiedenen
Frequenzänderungsgesetzen unterliegt und bei dem die eine Modulation, die zur Entfernungsmessung des
Gegenstandes von der Anlage dient, nach einem periodischen Gesetz vor sich geht, dessen Periode die gewünschte
maximale Reichweite der Anlage bestimmt.
Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß der Frequenzhub der zweiten Modulation, die zur Erschwerung
absichtlicher Störungen dient, viel größer als derjenige der ersten Modulation ist, derart, daß die
Trägerfrequenz sich in einem erheblich breiteren Frequenzband verschiebt, als es für die zur Entfernungsmessung
dienende Modulation verwendet wird. Ein Störsender,' der dieses breite Band überdecken
wollte, müßte selbst ein sehr breites Frequenzband mit erheblicher Leistung in dem ganzen Band aussenden,
so daß seine Leistung mindestens mehrere Male so groß sein müßte, als dies mit gleicher Störwirksamkeit
bei Schwingungserzeugern mit schmalem Frequenzband erforderlich ist.
Es sind schon Radaranlagen mit Frequenzmodu-·
lation bekannt, bei denen die Trägerfrequenz gleichzeitig zwei Frequenzmodulationen unterworfen wird,
deren Änderungsgesetze stark verschieden sind. Eine dieser Modulationen, die zur Entfernungsmessung
zwischen dem Gegenstand und dem Meßgerät dient, geht dabei nach einem periodischen Gesetz vor sich,
dessen Periodendauer die maximale gewünschte Reichweite der Anlage bestimmt. Bei diesen bekannten
Anlagen geht jedoch die zweite Modulation mit einer kleineren Periodendauer als diejenige der ersten Modulation und mit einem kleineren Frequenzhub vor
sich. Diese Hilfsmodulation dient bei dem bekannten Gerät zur genaueren Entfernungsbestimmung und
wird in ihrer Periodendauer auf die jeweils zu messende Laufzeit oder einen ganzzahligeri Bruchteil derselben
abgestimmt. Sie kann aber durch einen Sender, der das gleiche Verhältnismäßig schmale Frequenzband
überdeckt, sehr leicht gestört werden, da das Frequenzband nicht breiter als dasjenige eines gewöhnlichen
Radargerätes mit einer einzigen Frequenzmodulation ist.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Gesetz der zweiten Modulation ebenfalls periodisch,
und zwar mit einer Periodendauer, die diejenige der ersten Modulation wesentlich übersteigt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die zweite Modulationskurve irgendeinem unregelmäßigen,
vorzugsweise zufälligen Gesetz folgen.
Die Verwirklichung der Erfindung macht einen Schwingungserzeuger erforderlich, der ein sehr großes
Frequenzband ohne nennenswerte Leistungsänderung innerhalb desselben überdecken kann. Ein diesen
Erfordernissen entsprechender Schwingungserzeuger ist z. B. ein Rückwärtswellenoszillator mit Verzögerungsleitung
mit zwei gegeneinander entkoppelten Enden, die an ihrem von der Kathode entfernten Ende
eine Dämpfung besitzt und an ihrem der Kathode zugewandten Ende mit dem Ausgangskreis gekoppelt ist.
Dieser unter dem Warenzeichen Carcinotron bekannte Schwingungserzeuger (beschrieben in den Comptes
Rendus Hebdomadaires des Seances de l'Academie des Sciences, 1952, Bd. 235, S. 236 bis 238) arbeitet durch
Wechselwirkung zwischen dem Feld einer diese Leitung rückwärts durchlaufenden Welle und dem
sich parallel zur Leitung vorwärts fortpflanzenden Elektronenstrahl. .
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele an Hand
der Zeichnungen.
In Fig. ι ist ein solches Beispiel in schematischer
Form dargestellt. Ein Schwingungserzeuger der ererwähnet en Art besitzt eine Verzögerungsleitung 1,
einen Ultrahochfrequenzausgang 2, eine negativ vorgespannte Elektrode 3 und eine emittierende Kathode
5, die gemeinsam in einem Kolben 4 untergebracht sind. Die ganze Röhre kann in einem senkrecht
zur Zeichenebene gerichteten Magnetfeld untergebracht werden. Der Ausgang 2 speist eine Sendeantenne 6,
und zwar allenfalls über einen breitbandigen Leistungsverstärker, der gestrichelt bei 7 dargestellt ist, beispielsweise
einen Wanderfeldmagnetronverstärker. Andererseits speist der Ausgang 2 eine Mischstufe 8,
die außerdem das von der Empfangsantenne 9 aufgenommene Echosignal erhält. Die Ausgangsspannung
der Mischstufe durchläuft einen Verstärker und Amplitudenbegrenzer 10, und seine in 11 gemessene
Frequenz dient zur Bestimmung der Entfernung des Hindernisses.
Die zur Messung dienende Modulationsspannung wird dem Sender zwischen 3 und 5 von einem Generator
zugeführt, der beispielsweise lineare oder exponentielle Sägezahnspannungen abgibt. Er ist schema-
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tisch bei 12 dargestellt und liefert eine Spannung der
Größenordnung von 100 bis 500 Volt. Die langsame Modulationsspannung wird von einem Generator 13,
dessen Aufbau weiter unten beschrieben wird, zwischen den Punkten α und b erzeugt. Letztere sind mit der
Verzögerungsleitung 1 (über Masse und unter Umständen über eine Vorspannungsquelle 14) bzw. mit
der Kathode 5 verbunden. Die langsame Modulationsspannung kann von der Größenordnung 1000 bis
3000 Volt sein.
Die Modulationsschaltung der Fig. 1 ist nur ein Beispiel, und die Fig. 2 und 3 zeigen zwei mögliche
Abänderungen. In Fig. 2 sind die beiden Modulatoren 12 und 13 in Serie zwischen Masse und der Kathode 5
eingeschaltet, während die negative Vorspannung der Elektrode 3 durch eine Spannungsquelle 15 erzeugt
wird. In Fig. 3 sind die Modulatoren 12 und 13 in Serie zwischen Masse und der Elektrode 3 eingeschaltet,
während, die Vorspannung der letzteren gegenüber der
ao Kathode 5 durch den Spannungsabfall an einem Widerstand 16 erzeugt wird.
Die Vorteile der Anwendung der erwähnten Röhrenart auf das erfindungsgemäße frequenzmodulierte
Radarsystem zeigen sich, wenn man die bei einer bestimmten Röhre aufgenommenen Kennlinien betrachtet,
insbesondere die Wellenlänge λ in Abhängigkeit von der Spannung V (Fig. 4). Diese Kurve ist
zwischen 2800 und 5600 Volt im wesentlichen hyperbolisch, woraus folgt, daß die Frequenz-Spannurigs-Kennlinie
im wesentlichen die Form einer Geraden im ganzen elektrischen Durchstimmbereich hat, wie dies
beispielsweise mit der Kennlinie α der Fig. 6 gezeigt ist,
die ebenso wie Fig. 4 beobachtete Werte wiedergibt und für den Fall gilt, daß für jede Frequenz f gute
Anpassung zwischen dem Ausgang des Schwingungserzeugers und seiner Belastung vorhanden ist.
Damit verbunden findet man für die Ausgangsleistungsspannungs-Kennlinie
eine in Fig. 5 dargestellte Kurve, die nach einem steilen Anstieg in einem großen Bereich keinen nennenswerten Abfall der in
Watt angegebenen Leistungswerke zeigt. Dieser Bereich erstreckt sich für die betrachtete Röhre
zwischen 3200 und 5200 Volt.
Im Falle, daß es nicht möglich ist, eine genügende Anpassung im ganzen Frequenzbereich zu erzielen,
kann es vorkommen, daß die Frequenz-Spannungs-Kennlinie, anstatt gerade zu sein, mehr oder weniger
gewellt ist, wie die Kurve b der Fig. 6 zeigt. Diese Wellungen mit der Periode f rühren von der Wirkung
stehender Wellen längs der Verzögerungsleitung her, deren Phase sehr rasch mit der Frequenz schwankt.
In diesem Falle kann die Linearität durch Verwendung einer sehr kurzen Verzögerungsleitung verbessert
werden. Die Welligkeitsperiode p ist dann groß, und die Steilheitsschwankung der gewellten Kurve b ist
gering. Dies zeigt die Fig. 7. Ein anderes Mittel zur Linearisierung der Kennlinie besteht in der Ausrüstung
des Schwingungserzeugers mit einer etwa aus ineinandergreifenden Stegen aus etwas dämpf endem
Material bestehenden Verzögerungsleitung. Der Wirkungsgrad des Kreises wird dadurch herabgesetzt,
aber die Reflexionswirkungen, die die stehenden Wellen erzeugen, sind erheblich geringer. Schließlich
kann man die Kennlinie mit Hilfe einer äußeren Spaltung linearisieren, für die ein Beispiel in Fig. 8 dargestellt
ist. Diese Schaltung, die für den Fall entworfen ist, wo es erforderlich ist mit großem Frequenzhub zu
arbeiten, wo also der normale Diskriminator wegen : seiner begrenzten Bandbreite nicht verwendbar ist,
enthält eine Hilfsmischstufe 17, der in einem gegebenen Augenblick einerseits die vom Schwingungserzeuger 4
der Fig. ι gelieferte Frequenz fx zugeführt wird,
andererseits die Frequenz f 2, die vom selben Schwingungserzeuger
in einem vor der Aussendung der Frequenz f± liegenden Zeitpunkt geliefert wurde. Der
Zwischenraum zwischen diesen beiden Zeitpunkten entspricht der durch eine Verzögerungsleitung 18
bewirkten Verzögerung, und zwar ist die Verzögerungsleitung 18 zwischen dem Ausgang 2 des Schwingungserzeugers
und dem einen Eingang der Mischstufe 17 eingeschaltet. Wenn die Spannungs-Frequenz-Kennlinie
linear ist, ist die am Ausgang der Mischstufe 17 abgenommene Frequenzdifferenz ft bis f2 konstant,
und der die Kapazität 19 durchlaufende Strom ist ebenfalls konstant. Wenn1 eine Abweichung von der
Linearität auftritt, ändert sich die Differenz fl bis f2,
und der Strom durch die Kapazität 19 ändert sich proportional dazu. Dieser Strom kann zur Erzeugung
einer Gegenkopplung für die Spannungen der Modulatoren 12 und/oder 13 verwendet werden, wie das die
Figur andeutet, oder man kann sie auch zur Korrektion der Abtastung der nicht dargestellten Kathodenstrahlröhre
verwenden, die, wie üblich; als Anzeigegerät der Entfernungsmeßanlage dient.
Die Darstellung der Fig. 9 erklärt die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Anordnung. Es ist angenommen,
daß die Frequenz, deren Änderung durch die zur Entfernungsmessung dienende Modulation gesteuert
wird, in exponentieller Sägezahnform verläuft und daß die langsame Modulationsfrequenz in linearer
Sägezahnform verläuft. Bei, jedem exponentiellen Sägezahn stellt die ausgezogene Kurve die Frequenz f
des ausgesandten Signals als Funktion der Zeit t dar, und die gestrichelte Kurve entspricht der Frequenz
des von einem Hindernis reflektierten Signals. Die reflektierte und die ausgesandte Frequenz werden
überlagert und in einem Verstärker in Form einer Differenzfrequenz Fa verstärkt. Die Zeit tl ist ein Maß
für den Abstand zwischen Sender und Hindernis. Die
Wiederkehrperiode dieser Modulation ist T1 = ^-und
entspricht einer Frequenz fm von der Größenordnung
100 bis 1000 MHz. Die überlagerte langsame Modulation
andererseits geht mit einer Wiederkehrfrequenz f0 vor sich, die beispielsweise 5- bis 2omal
geringer als fm sein kann. Wenn die sich ergebende
Schwankung der zur Messung dienenden Modulationsfrequenz Δ F ist, wird die Schwankung der langsamen
Modulation umgekehrt sehr groß gegen Δ F sein/ beispielsweise von der Größenordnung 1000 MHz. ::;
Offenbar ist bei Anwesenheit eines Störers, der mit
einer Frequenz zwischen F0 und F0 + Δ F arbeitet, die
Anordnung nach Fig. 9 nur während der Zeit T1 störbar.
Die langsame Modulation kann man nach irgendeinem
Gesetz vor sich gehen lassen und beispielsweise
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einen solchen Kode vorsehen, daß der Störer, die zur
Zeit ^1 + -j— ausgesandte Frequenz nicht kennt, wenn
er die zur Zeit I1 ausgesandte Frequenz festgestellt hat.
Fig. io zeigt beispielsweise eine besondere Form der
langsamen Modulation, die hier in Stufen vor sich geht. In diesem Fall· ist es nur möglich, das ernndungsgemäße
Radargerät zu stören, wenn das ganze Frequenzband, in dem der Schwingungserzeuger arbeitet, überdeckt
wird. Dies erfordert, wie erwähnt, einen Störsender, der selbst einen sehr -großen Frequenzbereich
überdeckt, aber außerdem in diesem ganzen Bereich eine erhebliche Leistung aussendet, die mehrere
Größenordnungen höher sein muß als in der gestörten Anlage.
Fig. 11 zeigt ein Schaltbeispiel für den Modulator 13
der Fig. 1 zur Lieferung einer Spannung der in Fig. 10
dargestellten Art. Eine mit einem Widerstand 21 belastete Mehrgitterröhre 20 liefert einen Strom, der
konstant bleibt, solange ihre Schirmgitterspannung konstant bleibt. In diesem Fall liefert sie zwischen den
Klemmen α und b (die denjenigen der Fig. 1 bis 3 entsprechen)
eine konstante Ausgangsspannung. Im Schirmgitterkreis sind über einen rotierenden Umschalter
22 Widerstände oder Kombinationen von Widerständen -R1 bis R8 eingeschaltet. Je nach der
Augenblicksstellung des Umschalters ist ein Widerstand von verschiedenem Wert in den Schirmgitterkreis
der Röhre 20 eingeschaltet; und daher ändert sich die Ausgangsspannung in Stufen, deren Amplituden
von den Werten der untereinander auswechselbaren Widerstände R1 bis Rs abhängen, d. h., man kann die
Stufen gemäß einem vereinbarten Kode verändern. Der mechanische Umschalter kann auch durch ein
entsprechendes elektronisches System ersetzt werden.
Um die Anordnung noch mehr gegen die Gefahr
einer aktiven Störung zu schützen, kann man derart vorgehen, daß die langsame Frequenzschwankung der
Fig. 10 keine Stufen mit periodischer Wiederkehr aufweist, sondern daß die Amplituden von einem rein
statistischen Gesetz abhängen. Fig. 12 zeigt eine Abänderung des Modulators der Fig. 11, die dieser Art
der zufälligen Verteilung angepaßt ist. Ein Geigerzählrohr 23 lädt während einer im allgemeinen gegen
die Dauer der Stufe kleinen Zeitspanne eine Kapazität
24 auf, deren Spannung der Anzahl der Teilchen, die das Zählrohr durchquert haben, proportional ist.
Diese Aufladezeit wird durch einen Elektronenschalter 25 festgelegt, der in Reihe mit dem'Zählrohr 23 und
der Kapazität 24 geschaltet ist und von einer periodischen Spannungsquelle 27 so gesteuert wird, daß die
:■ ■ Aufladezeit einen kurzen Zeitraum zu Anfang jeder
Stufe einnimmt. So ist während der ganzen Dauer der Stufe nach.der Ladeperiode die Verbindung zwischen
dem Zählrohr und der Kapazität 24 unterbrochen, und die Spannung an den Klemmen dieser Kapazität wird
an das Steuergitter der Röhre 20 angelegt, die ebenso wie in Fig. 11 arbeitet und an den Klemmen α und b
eine Spannung liefert, deren Amplitude von der Gitterspannung abhängt und die deshalb während der Dauer
der Stufe konstant bleibt, jedoch von der zufälligen Anzahl der Entladungen des Geigerzählers während
der Ladezeit der Kapazität 24 abhängt.
Parallel zur Kapazität 24 ist ein weiterer Elektronenschalter 26 geschaltet, der von einer periodisch wirksamen
Spannungsquelle 28 derart gesteuert wird, daß er während einer kurzen Zeitspanne unmittelbar vor
dem Ende jeder Stufe geschlossen ist. Die Kapazität 24 entlädt sich dann über 26 und ist zu Beginn der folgenden
Stufe bereit, eine neue Ladung durch Verbindung mit dem Zählrohr 23 aufzunehmen.
Um die mit der Erfindung erreichbaren Möglichkeiten und Fortschritte abzuschätzen, sei angeführt,
daß bei einer praktischen Ausführung mit einer der obenerwähnten Röhren bei einer Trägerfrequenz von
MHz ein Durchstimmbereich von 1000 MHz mit einer bis auf 3 db konstanten Leistung überdeckt
wurde, wobei diese Dauerstrichleistung von der Größenordnung 1 kW war und der Gesamtwirkungsgrad
ungefähr 50% betrug.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Beispiele beschränkt. Beispielsweise kann die Empfangsmischstufe,
anstatt vom Sendeoszillator gespeist zu werden, auch von einem eigenen Schwingungserzeuger
bedient werden, der dieselbe Bauart wie der Sendeoszillator hat und auch dieselbe Frequenz-Spannungs-Kennlinie
aufweist, aber bei einer Frequenz arbeitet, die einen gewissen Unterschied zu der im selben Zeitpunkt
vom Sendeoszillator ausgesandten Frequenz besitzt, wobei der Unterschied zwischen diesen beiden
Frequenzen im ganzen verwendeten Frequenzband konstant bleibt.
Claims (11)
1. Radaranlage mit Frequenzmodulation, bei der die Trägerfrequenz gleichzeitig zwei Frequenzmodulationen
mit stark abweichenden Frequenzänderungsgesetzen unterliegt und bei der die. eine
Modulation, die zur Entfernungsmessung eines Gegenstandes vom Sender dient, nach einem periodischen
Gesetz vor sich geht, dessen Periodendauer die gewünschte maximale Reichweite der
Anlage bestimmt, dadurch gekennzeichnet, daß der Frequenzhub der zweiten Modulation, die zur
Erschwerung absichtlicher Störungen dient, viel größer als derjenige der ersten Modulation ist,
derart, daß die Trägerfrequenz sich in einem erheblich breiteren Frequenzband verschiebt, als
es für die zur Entfernungsmessung dienende Modulation verwendet wird. ,110
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Modulation ebenfalls periodisch verläuft und ihre Periode erheblich
. langer als diejenige ist, welche die maximale Reichweite
der Radaranlage bestimmt. . .
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch '
gekennzeichnet, daß als in der Frequenz zu modulierender Schwingungserzeuger eine an sich bekannte
Wanderfeldröhre mit einer Verzögerungsleitung dient, deren zwei Enden entkoppelt sind
und deren Verzögerungsleitung am Ende der Bahn des sich parallel zu dieser Leitung ausbreitenden
Elektronenstrahles mit einer Dämpfung versehen und an der dem Beginn der Bahn des Elektronenstrahls
benachbarten Seite mit dem Äusgangskreis gekoppelt ist.
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4. Anordnung nach Anspruch 2, auch in Verbindung mit Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurve der zweiten Modulation unregelmäßigen Verlauf hat.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulationskurve sich aus einer
Folge von Stufen zusammensetzt.
6. Anordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie Mittel zur Hervorrufung
der Unregelmäßigkeit der Modulationskurve durch zufällige Einflüsse enthält.
7. Anordnung nach Anspruch 3, auch in Verbindung mit einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Frequenzmodulation des
Schwingungserzeugers durch Überlagerung einer veränderlichen Spannung über die zwischen den
Elektroden der Röhre angelegte Potentialdifferenz bewirkt wird.
8. Anordnung nach Anspruch 7, gekennzeichnet ao durch Mittel zur Linearisierung der Frequenz-Spannungs-Kennlinie
des Schwingungserzeugers.
9. Anordnung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine auf die Modulatoren wirkende Gegenkopplung,
die von etwaigen Linearitätsabweichungen der am Ausgang des Schwingungserzeugers
auftretenden Spannung abhängt.
10. Anordnung nach Anspruch 5, auch in Verbindung mit einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der, Erzeuger der zweiten Modulation von einer Röhre gebildet wird, deren
Ausgangsspannung unter der Wirkung von in einen Gitterkreis über einen mechanischen oder
elektronischen Umschalter eingefügten Widerständen stufenweise veränderlich ist.
11. Anordnung nach Anspruch 6, auch in Verbindung
mit einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß. der Erzeuger der zweiten
Modulation von einer Röhre gebildet wird, deren Ausgangsspannung durch einen Geigerzähler gesteuert
wird, dessen Entladungen von einer zufälligen Strahlung ausgelöst werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 886 318;
britische Patentschrift Nr. 680 548.
Deutsche Patentschrift Nr. 886 318;
britische Patentschrift Nr. 680 548.
Hierzu 2 Blaitt Zeichnungfein
© 609 659/337 10. '56
Family
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