DEC0008318MA - - Google Patents
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- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
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Description
Tag der Anmeldung: 17. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 5. Januar 1956
Die Erfindung bezweckt die Konstruktion eines brechenden Prismas für Ultrakurzwellen.
. Es sind bereits Ablenkprismen aus sogenannten künstlichen dielektrischen Medien bekannt, die aus mehreren parallelen Metallplatten bestehen. Diese Platten stehen im wesentlichen parallel zur Fortpflanzungsrichtung der abzulenkenden Wellen, die also von der Kante auf die Platten auftreffen. Die Zwischenräume zwischen aufeinanderfolgenden Platten verhalten sich wie Hohlleiter, deren Grenzfrequenz und Phasenverschiebung von ihren Abmessungen, insbesondere ihrer Längenausdehnung, abhängt. Um eine brechende Wirkung zu erzielen, müssen die einzelnen Platten deshalb zunehmende Längen aufweisen, die in gesetzmäßiger Beziehung zur Wellenlänge stehen.
. Es sind bereits Ablenkprismen aus sogenannten künstlichen dielektrischen Medien bekannt, die aus mehreren parallelen Metallplatten bestehen. Diese Platten stehen im wesentlichen parallel zur Fortpflanzungsrichtung der abzulenkenden Wellen, die also von der Kante auf die Platten auftreffen. Die Zwischenräume zwischen aufeinanderfolgenden Platten verhalten sich wie Hohlleiter, deren Grenzfrequenz und Phasenverschiebung von ihren Abmessungen, insbesondere ihrer Längenausdehnung, abhängt. Um eine brechende Wirkung zu erzielen, müssen die einzelnen Platten deshalb zunehmende Längen aufweisen, die in gesetzmäßiger Beziehung zur Wellenlänge stehen.
Das erfindungsgemäße Prisma besteht demgegenüber aus einer Anzahl von senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung
der einfallenden Wellen hintereinander angeordneten Metallplatten, deren Abstände in derselben
Größenordnung wie die verwendete Wellenlänge liegen und deren Dicke sehr klein gegen die
Wellenlänge ist, während ihre Länge und Breite erheblich größer als die Wellenlänge ist, wobei die
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C 8318 VIII a/21a*
Platten mit Löchern versehen sind, deren Abmessungen und Anordnung so gewählt sind, daß unter Berücksichtigung
der Beugungserscheinungen die gewünschte Ablenkung der Wellenfronten eintritt.
Länge und Breite der Platten sind beliebig, solange
'·'■ sie nur die Wellenlänge deutlich, übertreffen. Insbesondere
können sämtliche Platten dieselben Abmessungen aufweisen.
Die Löcher haben vorzugsweise Kreisform, die für
ίο die mechanische Ausführung, die Berechnung und
Einstellung vorzuziehen ist.
Gemäß einer Ausführungsform ist das Prisma aus einer Anzahl von praktisch parallelen Platten aufgebaut.
Diese Platten sind von auf parallelen Linien angeordneten Löchern dprchbrochen, wobei die Löcher
auf jeder dieser Linien einander gleich sind und die
Durchmesser dieser Löcher auf jeder Platte stetig von einem größten Durchmesser auf einer ersten äußersten
Linie zu einem kleinsten Durchmesser auf einer letzten
Linie abnehmen. .. ...
Die Platten sind so angeordnet, daß die Richtung der Abnahme (bzw. Zunahme) der Durchmesser der
erwähnten Löcher bei der Mehrzahl der Platten dieselbe ist.
Die erfindungsgemäße Ablenkvorrichtung kann beispielsweise zusammen mit einem Richtstrahler in
einer Ultrakurzwellenantenne oder einem Radargerät Verwendung finden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung an Hand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiele. Hierin zeigt
Fig. ι schematisch in schaubildlicher Darstellung
ein Prisma gemäß der Erfindung,
Fig. 2 die Projektion des Prismas aus Fig. 1 auf die zO«-Ebene und
Fig. 3 die Projektion einer anderen Plattenanordnung des Prismas aus Fig. 1 auf die zOx-Ehene.
Das Prisma gemäß; der Erfindung beruht auf der
Erscheinung der Beugung elektromagnetischer Wellen.
40! Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, besteht das Prisma
aus mehreren Metallplatten, die hintereinander in der 02-Richtung angeordnet sind. Auf der Platte P1 sind
die Linien xji-x[ ■ ..· #»-#» und yx~y[ . ■ ■ yn-y'n gezeichnet,
die ein Karomuster bilden, dessen Seite C1-C2
erheblich größer als die Wellenlänge λ der abzulenkenden Wellen ist. Diese Platte P1 ist mit runden
Löchern versehen, deren Mittelpunkte auf den Schnittpunkten der Linien des erwähnten Karomusters liegen.
Die Löcher mit Mittelpunkten auf den Linien yx-yi
... yn-y'n haben gleiche Durchmesser, während diejenigen
mit Mittelpunkten auf den Linien X\-x[ ...xn-x'n Durchmesser haben, die stetig von links
nach rechts abnehmen. Die Löcher mit Mittelpunkt . auf der Linie yx-y'x haben den größten Durchmesser,
der jedoch kleiner als λ ist. Die anderen Platten P2
und P3 sind ebenso ausgeführt wie die Platte P1.
Wenn eine elektromagnetische Welle, die sich in
der' Oz-Richtung ausbreitet, die Vorderseite der
Platte P1 erreicht, treten Beugungserscheinungen auf.
Die. elektromagnetische Energie durchdringt die Löcher der Platte P1, und hinter ihr bildet sich eine
neue Wellenfläche. Die Löcher erteilen dem gebeuten Teil der Wellenfläche eine Phasenvoreilung,: die bei ■
den Löchern sehr großen Durchmessers Null ist und bei den Löchern mit unendlich kleinem Durchmesser
— beträgt. Unter diesen ,Umständen ist eine einfallende
ebene Wellenfläche S1 (Fig. 2) nach Durchgang durch die Platte P1 in' eine praktisch ebene
Wellenfläche S2 üb ergegangen,, die um einen Winkel Θ
gegen die Wellenfläche S1 geneigt ist. -Dies ist einer
Änderung der Ausbreitungsrichtung gleichwertig, die jetzt Oz' wird, d. h., man beobachtet eine Ablenkung
der Welle, die der mit einem brechenden Prisma in der klassischen Optik erreichten entspricht. Die Welle
durchläuft ebenso die anderen Platten, die ebenfalls die erwähnte Welle ablenken. Im Endergebnis erhält
man eine erhebliche Gesamtablenkung, die eine Resultierende der aufeinanderfolgenden Ablenkungen
an den verschiedenen Platten darstellt.
Der Brechungswinkel sowie der Reflexionskoeffizient einer Platte hängen ab von den Durchmessern der
Löcher, von der Wellenlänge π, von der Anzahl der Löcher und ihrer Verteilung auf der Platte. .
Die Herrichtung einer Platte für ihren Verwendungszweck wird man durch Rechnung und Versuche derart
vornehmen, daß eine Welle, die als Trägerfrequenz dienen soll und deren Wellenlänge η ist, mit einem
Minimum an Verzerrung der Wellenfläche um einen maximalen Winkel Θ abgelenkt wird. Man wird diese
Herrichtung so durchführen, daß die Platte einen Durchlaßkoeffizienten hat, der möglichst nahe an
ι herankommt. Die Herabsetzung der Reflexionen wird begünstigt durch Verwendung mehrerer Platten,
deren gegenseitige Stellung in geringem Maße verstellt werden kann, um die Anordnung »anzupassen«.
Ein solches Prisma kann natürlich eine beliebige Anzahl von Platten umfassen, beispielsweise fünf,
sechs oder sieben.
Die quadratische Form der Platten (Fig. 1) ist nicht unbedingt notwendig. Die Platten können auch
rund oder rechteckig sein, aber die Verteilung der ,Löcher muß der bei Fig. 1 beschriebenen entsprechen,
und die kleinste Abmessung der Platte muß groß gegen λ sein. In der Praxis wird eine quadratische
Platte beispielsweise eine Seitenlänge oberhalb 10 λ
aufweisen.
Die Löcher können auch oval oder quadratisch sein. Jedoch ist die runde Form am vorteilhaftesten sowohl
in bezug auf die mechanische Ausführung als auch in bezug auf die Arbeitsweise.
Will man eine sehr breite Wellenfläche ablenken, so kann man Platten verwenden, bei denen die auf
den Linien xrx[ .. .xn-x'n gelegenen Löcher in mehreren
Serien nebeneinander angeordnet sind. , Jede dieser Serien besteht aus Löchern von abnehmendem Durchmesser
(Fig. 1). Die Löcherserien sind so verteilt, daß dem kleinsten Loch einer Serie das größte Loch der
folgenden Serie nachfolgt. Man erzielt so ein Stufenprisma.
Anstatt die Platten P1, P2 und P3 einander parallel
anzuordnen (Fig. 1 und'2), kann man sie derart gegeneinander
neigen (Fig. 3), daß jede Platte stets von vorn durch eine Welle getroffen wird, welche die
Platte P1 von vorn getroffen hat.
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Claims (5)
- Natürlich kann man veränderliche Abstände zwischen den Platten in (Χτ-Richtung oder die Verwendung verschiedener zusam.mengebauter Prismen oder auch die Verwendung verschiedener Platten in Oz-Richtung vorsehen. Schließlich kann man ebenso durch Verwendung von Öffnungen, deren Durchmesser in Oy-Richtung variieren, eine gemischte Anordnung erhalten (Linsenprisma), die in der horizontalen Ebene ablenkt und in der vertikalen Ebene fokussiert.ίο Der Brechungswinkel eines solchen Prismas ändert sich mit der Neigung des Prismas gegenüber der Ausbreitungsrichtung der Welle. Dies kommt von der Änderung der scheinbaren Durchmesser der Löcher in den Platten gegenüber der einfallenden Welle in Abhängigkeit von der erwähnten Neigung. Ferner ändert sich der Brechungswinkel eines gegebenen Prismas mit der Frequenz (und darum mit λ) der einfallenden Welle, denn die Änderung der Phasenverschiebung in Abhängigkeit von der Frequenz ist für die kleinen Löcher größer als für die größeren Löcher. Darum tastet bei Verwendung einer Welle mit veränderlicher Frequenz das durchgelassene Wellenbündel den Raum jenseits des Prismas in einem gewissen Winkelbereich ab, während das einfallende Wellenbündel vollkommen fest bleibt.Diese Eigenschaft eines solchenPrismas kann für die elektromagnetische Ortung von Hindernissen mit frequenzmodulierten Wellen ausgenutzt werden.go Patentansprüche:i. Ablenkvorrichtung für Ultrakurzwellen, gekennzeichnet durch eine Anzahl von senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung der einfallenden Wellen hintereinander . angeordneten Metallplatten, deren Abstände in derselben Größenordnung wie die verwendete Wellenlänge liegen und deren Dicke sehr klein gegen die Wellenlänge ist, während ihre Länge und Breite erheblich größer als die Wellenlänge ist, wobei die Platten mit Löchern versehen sind, deren Abmessungen und Anordnung so gewählt sind, daß unter Berücksichtigung der Beugungserscheinungen die gewünschte Ablenkung der Wellenfronten eintritt.
- 2. Ablenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher kreisrund sind und ihr Durchmesser kleiner als die Wellenlänge ist.
- 3. Ablenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallplatten parallel sind, die Löcher alle dieselbe Form haben und längs paralleler Linien angeordnet sind, wobei die Löcher längs jeder Linie dieselben Abmessungen haben und die Abmessungen der Löcher von den größten Abmessungen auf der ersten Linie jeder Platte bis zu den kleinsten Abmessungen auf der letzten Linie derselben Platte stetig abnehmen, und die Platten so angeordnet sind, daß der Richtungssinn der Abnahme (oder Zunahme) der Abmessungen der Löcher bei wenigstens zwei Platten derselben ist.
- 4. Ablenkvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallplatten gleich große Quadrate darstellen, deren Seite erheblich größer als die Wellenlänge ist.
- 5. Ablenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten gegeneinander geneigt sind. .Angezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 666 455.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 627/81 12.55
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