DEB0031978MA - - Google Patents

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DEB0031978MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. April 1952 Bekanntgemacht am 17. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft die Umrandung von:Tischplatten od. dgl. mittels einer Metalleiste, die für derartige Tischumrandungen, besonders geeignet ist, ferner die Befestigung solcher Metalleisten am Rand der Tischplatten.
Die kleinen Tischchen, die sich z. B. vielfach an den Fensterplätzen von Fahrzeugen, wie insbesondere Eisenbahnwaggons, befinden und die häufig als Klapptische ausgebildet sind, werden mit Rücksicht: auf die bei engem Raum in schnell bewegten Fahrzeugen auftretenden Beanspruchungen üblicherweise mit metallischen Umrandungen, eingefaßt. Diese Umrandungen ragen häufig über die Tischebene um einige Millimeter herüber (Wulstrandj), damit die auf dem Tischchen, liegenden, Gegeostände auch bei den im bewegten Fahrzeug auftretendien Kräften (Erschütterungen, Fliehkräften in Kurven u. dgl.) am Herunterfallen möglichst gehindert werden. Solche Metallutnrandungen werden meist an der Kante des Tisches mit Hilfe von Schrauben festgeschraubt, die durch die Metalleiste hindurchgehen,, derart, daß sich Schraubenköpfe an der Außenkante der Metallumrandung befinden.
Diese Art d.er Befestigung solcher Metallumraindungen bietet Nachteile verschiedener Art.
Die Unebenheiten solcher Schraubenköpfe sind nicht nur unschön, sondern führen auch leicht zu Beschädigungen bei Berührungen, insbesondere da infolge der Bewegung des Fahrzeuges und der Enge des Raumes die Fahrgäste sich nicht immer genügend vorsehen können, zumal im Laufe langjähriger Benutzung — insbesondere bei Schienen-
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fahrzeugen und bei sonstigen starken Erschütterungen ausgesetzten Fahrzeugen — eine allmähliche Lockerung der Schrauben erfolgt und da-
'. durch der erwähnte Nachteil, die Gefährdung der Fahrgäste und ihrer Bekleidung, auftritt. Durch die Schraub- oder Nagellöcher kann ferner Flüssigkeit hindurchdringen, z. B. Reinigungswasser, und zum Rosten oder sonstiger Korrosion Anlaß geben. Infolge der Bewegung derartiger
ίο Fahrzeuge ist ein Überfließen von Flüssigkeiten, insbesondere von Getränken, auf die Flächen derartiger Tischchen kaum zu vermeiden. Dabei stört es, wenn diese Flüssigkeit zwischen der Metallumrandung und dem Holz des Tischchenrandes
,15 hindurchfließen kann. Außerdem fault das Holz bei andauernder Feuchtigkeit leicht.
Durch den Gegenstand der Erfindung werden diese genannten Nachteile vermieden.
Erfindungsgemäß erfolgt die Umrandung nichtmetallischer Tischplatten od. dgl. mit einer metallischen Leiste, die mit einem umbiegbaren Flansch, einem Faltflansch, versehen ist. Auf diese Weise kann unter anderem erreicht werden, daß die Befestigungsmittel auf der Außenseite der Leiste nicht in Erscheinung treten. Man erhält eine
ι ■.-.-. sogenannte unsichtbare Anbringung der Befestigungsmittel, die mit der Außenfläche der Leiste nicht in Verbindung stehen.
Für ganz andere Anwendungszwecke sind bereits eine Reihe von Vorschlägen gemacht worden, um Leisten. mittels unsichtbar angebrachter Befestigungsmittel zu halten. Dies gilt insbesondere von Leisten, die an der Außenwand von Kraftfahrzeugkarosserien Verwendung finden,
z. B. Regenleisten, und bei denen durch die unsichtbare Anbringung der Befestigungsmittel ein Einrosten der sonst allen Witterungseinflüssen ausgesetzten Schraubenköpfe vermieden wird. Die dort gegebenen Möglichkeiten der Befestigung,
z. B. daß Schrauben durch die Leistenunterlage hindurchgesteckt und auf der Rückseite befestigt werden können, liegen bei Tischumrandungen nicht ohne weiteres vor. Die erfindungsgemäße, von außen sichtbare Anbringung dler Befestigungsmittel bei Tischkantenumrandungen bedarf daher besonderer technischer Wege, zumal wenn man auch die vorstehend; bereits genannten weiteren, Aufgaben mitberücksichtigen will. '
Man keimt, ebenfalls für diese völlig anderen Anwendungszwecke, auch sogenannte Faltleisten, ., d. h. Leisten: mit einem umbiegbaren Flansch, z. B. aus Aluminium, der zur Verdeckung dler Befestigungsmittel dienen kann. . .. ,' , .
Es hat sich erwiesen, daß Leisten mit1 umbiegbarem Flansch sehr vorteilhaft für .die Zwecke der
,. Erfindung, nämlich als Tischuinrandungen,. zu dienen, verwendbar sind; denn nachdem die Befestigungsmittel, Schrauben, Nägel u. dgl., im dein, Tisch hereingetrieben oder -geschraubt sind, kann nachträglieh dieser Flansch, darübergebogen werden,
, . so.,daß eine glatte. Außenfläche .der Leiste entsteht und die-Tischkante, keine Gefahr für eine Beschädigung durch Schraubenköpfe od. dgl. bietet. Die Befestigungsmittel befinden sich hierbei also in ; dem Grundteil der Leiste, während der darübergebogene Faltflansch die Außenfläche (oder einen Teil davon.) bildet.
Bei der erfindungsgemäßen Tischumrandungsleiste mit Faltflalnsch kann dieser Faltflansch auch anderen Zwecken dienen, außer der Verdeckuhg der Befestigungsmittel, z. B. indem man bei der Umbiegung des Flansches irgendeinen anderen Teil, eine Auflage od. dgl., festklemmt. Die Ausführung der _ Tischumrandungsleiste kann insbesondere in der Weise erfolgen, daß der Faltflansch an den Grundteil der Leiste oder an die Tischplattenfläche herangebogen werden kanin.
In der Zeichnung sind diese beiden Möglichkeiten in je einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen Umrandungen von, Tischkanten, die durch. Faltleisten, gebildet sind. In Fig. 1 ist ι der Grundteil der Leiste, der mit einer Bohrung 2 versehen ist zur Aufnahme der Befestigungsmittel (Schraube 3 in Fig. 1). An der oberen Kante des Grundteiles 1 schließt sich dler Faltflansch 4 ahi, der die Schraube vollkommen verdeckt, wenn er nach außen bis an, den Grundteil 1 herangebogen ist, und dabei eine glatte Außenfläche der Metallumrandung bewirkt, die ihrerseits mit go den Schrauben, 3 oder sonstigen Befestigungsmitteln nicht in Verbindung steht. Die einzufassende nichtmetallische Tischplatte kann, beispielsweise aus Holz gefertigt sein, wie in Fig. 1 schematisch dargestellt. Dort ist nur der Randteil 5 der Tischplatte gezeichnet. Die obere Biegungskante 6 der Biegestelle 8 des Fakflalnisches ragt über die Ebene 7 der Tischplatte herüber, so daß auf diese Weise zugleich eine Art Wulstrand durch die Tischumrandungsleiste entsteht, der z. B. bei Verwendung solcher Tische in Fahrzeugen vorteilhaft ist. An der Umbiegesteita 8 für den Flansch ist die Leiste in verminderter Materialstärke ausgeführt, um die Umbiegung zu erleichtern.
Fig. 2 zeigt eine Leiste, bestehend aus einem Grundteil 1 und eimern Steg 9, der in den Rand der Tischkante 5 eingelassen werden kann in, eine hierfür vorgesehene Nut 10. Diese Leiste ist an der Oberkante gleichfalls mit einem Faltflansch 4' versehen. Zur Befestigung der Leiste wird zunächst der Drahtstift 3 bei noch nicht . abgebogenem Flansch 4' von oben eingeschlagen und! dabei der Steg19 befestigt, was in, manchen Fällen Vorteile bietet. Danach wird: seine Eintrittsstelle bzw. sein Nagelkopf 3e. u. dgl. mit dem Faltflansch 4' überdeckt. Faltflansch 4'. legt sich dabei an die Tischoberfläche 7 bzw. eine dort angebrachte Auflage an. 8' stellt eine Faltrinne dar, eine schmalere Stelle, an der · die. Umbördelung . ohne Schwierigkeiten erfolgen kann. .Äußerlich unterscheidet sich eine derartige.Leiste nicht oder kaum von einer der. metallischen Tischumrandungsleisten, die. mit einem gerundeten. Wulst über die Tischebene hinwegragen, außer daß. der'Faltflansch 4' im allgemeinen eine größere Breite haben wird als der übliche Wulstrand/ Der beispielsweise senkrecht
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an der Grundleiste ι angesetzte Steg 9 dient gleichzeitig zur Abdichtung, so daß die Flüssigkeit nicht zwischen Tischplatte und Einfassungsleiste hindurchlaufen kanni. Durch festes Andrücken des Faltnansches 4' an die Tischplattenofoerfläche 7 (oder das sonstige dort vorhandene Material) kann man aber erreichen, daß solche Flüssigkeit auch nicht oder nicht nennenswert in den Raum zwischen Tischplatte und Leiste hineinsickern kann, so daß eine noch bessere Sicherheit gegen Hindurchtreten von Flüssigkeit erzielt wird:. Für die Haltbarkeit der Leiste und dies Holzes oder sonstigem Materials der Tischplatte: ist es aber besser, wenn durch einen solchen: Faltflaiisch der Eintritt der Flüssigkeit: in den Zwischenraum überhaupt weitgehend vermieden wird und ein derartiger Steg höchstens noch einen etwaigen geringen durchgefilterten Rest aufzuhalten braucht.
Die Verwendung von Schrauben an Stelle von Nägeln oder Stiften, kann den, Vorteil haben, daß eine nachträgliche Entfernung derEinfassungsleiste sich ohne Schwierigkeiten und, vor allem ohne Beschädigung der Tischkanitle durchführen läßt. Dies ist z. B. von besonderem Interesse, um eine Tischauflage, z. B. eine von der Tischkantenleiste gleichzeitig festgehaltene Linoleumauflage, später auswechseln zu können.
Die metallischen Umrandungen der Tischplatten od. dgl., können vorteilhaft aus Aluminium oder dessen Legierungen ohne Schwierigkeiten im Strangpreß verfahren hergestellt werden.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Umrandung nichtmetallischer Tischplatten od.' dgl. mittels einer Metalleiste, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalleiste mit einem Faltflansch versehen ist.
2. Umrandung nichtmetallischer1 Tischplatten od. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Faltflansch an den, Grundteil. der Leiste heranbiegbar ist.
3. Umrandung nichtmetallischer Tischplatten od. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Faltflansch an, die Tischplattenflächei heranbiegbar ist.
4. Umrandung nichtmetallischer Tischplatten od. dgl nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (Schrauben, Nägel, Stifte od. dgl.) zur Verbindung der metallischen Leiste mit der nichtmetallischen Tischplatte so angeordnet sind, daß ihre Köpfe durch den Faltflansch nach dessen Umbiegung verdeckt werden.
5. Umrandung nichtmetallischer Tischplatten od. dgl. nach Anspruch. 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundteil der Leiste mit einem Steg versehen ist zur Halterung der Leiste an dem, Tischplattienrand od. dgl.
6. Umrandung nach den Ansprüchen. 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg zur ' Halterung der Leiste mittels besonderer Befestigungsmittel (wie Nägel, Stifte, Schrauben) befestigt wird und, daß die Köpfe der Befestigungsmittel durch den Faltflansch, nachdem dieser umgebogen ist, verdeckt: werden.
7. Umrandung nichtmetallischer Tischplatten od. dgl. nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an d!er Ansatzstelle des Faltflansches an den Grundkörper die Leiste mit einer Rinne (Faltrinne) oder sonstigen Quer-Schnittsverringerung versehen ist zur Herstellung einer definierten Umbiegestelle des Flansches.
8. Umrandung nichtmetallischer Tischplatten ■ nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Faltflansch zerstörungsfrei rückbiegbar und die Metalleiste, erneut verwendbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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