DE9877C - Kontrol- und Wiedergewinnungsapparat für in Zuckerfabriken verloren gehende Zuckersäfte - Google Patents

Kontrol- und Wiedergewinnungsapparat für in Zuckerfabriken verloren gehende Zuckersäfte

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DE9877C
DE9877C DENDAT9877D DE9877DA DE9877C DE 9877 C DE9877 C DE 9877C DE NDAT9877 D DENDAT9877 D DE NDAT9877D DE 9877D A DE9877D A DE 9877DA DE 9877 C DE9877 C DE 9877C
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O. NOTHDURFT in Atzendorf bei Förderstedt
Publication of DE9877C publication Critical patent/DE9877C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Table Equipment (AREA)

Description

1879.
O. NOTHDURFT in ATZENDORF bei FÖRDERSTEDT. Control- und Wiedergewinnungs-Apparat für in Zuckerfabriken verloren gehende Zuckersäfte.
...:.■- PatentirtMm Deutschen Reiche vom 7. November 1879 ab. '
Die in den meisten Zuckerfabriken vorhandenen Diffusionsbätterien sind so eingerichtet, dafs jedesmal vor dem Entleeren eines Diffusionscylinders dessen an tiefster Stelle des. Uebersteigrohrs angebrachtes Ablafsventil geöffnet
■werden mufs, um Luft oder Wasser, die sich je nach der Art des Abdrückens in dem Gylinder. befinden, entweichen zu lassen.
Durch die Unaufmerksamkeit des Bätterieführers kommt es daher auch vor, dafs das Ablafsventil, wenn der entleerte Diffusionscylinder mit frischen Schnitzeln gefüllt wird, und das Einmaischen mit Saft aus dem vorhergehenden Diffusionscylinder vor sich geht, noch nicht geschlossen ist, und dafs infolge dessen eine grofse Menge Saft von einem mittleren specifischen Gewicht von 1,040 in den Ablafskanal läuft. Der in einem solchen Falle eintretende Schaden wird dadurch noch vergröfsert, . dafs der untere Theil der Diffusionsbätterien in den meisten Fällen sehr dunkel ist, und dafs man. infolge dessen gewöhnlich erst nach längerer Zeit auf den vorliegenden Mifsstand aufmerksam
Um den in dieser Weise. entstehenden Verlusten, die übrigens in, ähnlicher Weise auch an anderen Stellen in Zuckerfabriken vorkommen können., vorzubeugen, hat der Erfinder " den' nachstehend ■ beschriebenen Apparat construirt, welcher .
1. sofort selbsttätig anzeigt, wenn Zuckersäfte irrthümlich in einen Ablafskanal gelangt ■ sind, und welcher
2. auch die Wiedergewinnung der verloren gegangenen Säfte ermöglicht. /
. Die gewöhnlich in dem Fufsböden der Fabrik versenkte, rechteckige Abflufsrinne Ä für das Abflufswasser erweitert sich an einer passenden Stelle zu einer gröfseren Versenkung B, die, vom Boden der Rinne, ab gerechnet, etwa 1 m tief, 75 cm lang und breit ist. Diese Versenkung ist durch einzelne, nebeneinander : gelegte Holzbohlen C abgedeckt. , An. der mittelsten dieser .Holzbohlen ist der Apparat befestigt und kann mit dieser, in einfacher Weise aus dem Versenk herausgeholt werden. • Ein gegen die Unterfläche der Bohle C geschraubter schmiedeiserner Rahmen bildet mit seinen beiden, zwischen, den Hängeschienen a a genieteten Schienen b b' eine sichere Führung für einen hohlen Schwimmer d. Ein auf die obere ' Horizontalschiene aufgenietetes Rohr c ragt durch die Bohle C einige Millimeter hindurch und bietet hier dem Schwimmer in seiner tiefsten Stellung einen sicheren Ruhesitz.
Der Schwimmer besteht aus einem kupfernen Hohlgefäfs d mit in diesem als Schwimmerstange eingenieteten Messingrohr e. Letzteres trägt an seinem Kopfe einen kleinen eingeschraubten Messingknopf/, dessen Spitze mit einem Platinplättchen garnirt ist. Auf den oberen Theil des Messingrohres e ist ferner eine runde Messingscheibe g aufgelöthet oder, aufgeschraubt, mit welcher sich der Schwimmer in seiner tiefsten Stellung auf das obere Ende des das Rohr e einhüllenden Führungsrohres c aufsetzt.
Deraus der'Bohle Chervorragende Schwimmerkopf wird durch ein auf der Bohle zweckentsprechend befestigtes, quadratisches Holzkästchen i bedeckt,, welches links und rechts die beiden Polschrauben / und /. trägt. Diese sind durch entsprechende Drahtleitungen mit einer galvanischen Batterie und mit einem in den elektrischen Stromkreis eingeschalteten Alarmapparat verbunden. Die Polschraube p ist durch einen biegsamen Draht q mit der Messingscheibe g des Schwimmers, die Polschraube / durch in dem Holzkasteri i angebrachte Messingschienen mit der Platinspitze ö verbunden, welche sich, im tiefsten Stande des Schwimmers in. einiger Entfernung über der Platinspitze / befindet. ■ .
Das Schwimmergefäfs d ist durch Schrotkörner, derartig belastet, dafs sich der Schwimmer bei normalem Wasserstande xy des Versenkes B und bei Abflufswasser von normalem specifischen Gewicht gerade eben mit seiner Messingscheibe g auf das Ende des Führungsrohres c aufsetzt.
Ereignet es sich nun, dafs durch die Unaufmerksamkeit des Bätterieführers oder aus irgend einer anderen Ursache Zuckersaft, der specifisch schwerer als das gewöhnliche Abflufswasser ist, in den Ablafskanal A gelangt, so wird die schwerere Zuckerlösung in dem Versenk B zu Boden sinken, den Schwimmer anheben, die beiden Platinspitzen/"und 0'zur Berührung ,und dadurch den elektrischen Alarmapparat in Thätigkeit bringen.
.. Da sich . aber' der, ,verloren gegangene Zuckerft i ij jii Fll i d Vk B
ggg
saft in einernj s.gjcneiii Falle in dem Versenk B ansammelt,. so 'ist.auch die Möglichkeit gegeben, ihn aus' 'diesem! wieder zu gewinnen.

Claims (1)

  1. .,.Patent-Ansprüche:
    Ί) t>ie Anbringung eines in der Abflufsleitung der DifFusionsbatterien, der Filter oder an ähnlichen Stellen von Zuckerfabriken eingeschalteten gröfseren versenkten Bassins, behufs Ansammlung der irrthümlich in die Abflufsleitungen gelangenden Zuckersäfte.
    Die Anwendung eines Schwimmers in der Abflufsleitung der Diffusionsbatterien, der Filter oder an ähnlichen Stellen von Zucker-. fabriken, welcher Schwimmer durch Schliefsen einer galvanischen Batterie auf das Vorhandensein von Zuckersäften in den Abflufsleitungen selbstthätig aufmerksam macht.
    Die Verbindung eines Bassins unter i. mit einem Schwimmer, unter 2. zum Anzeigen und zum gleichzeitigen Wiedergewinn der irrthumlich in die Abflufsleitungen von Zuckerfabriken gelangten Zuckersäfte.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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