DE974629C - Vorrichtung zum Erhitzen thermoplastischer Massen bis auf Spritztemperatur - Google Patents

Vorrichtung zum Erhitzen thermoplastischer Massen bis auf Spritztemperatur

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DE974629C
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W Dipl-Ing Kopperschmidt
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05BSPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
    • B05B9/00Spraying apparatus for discharge of liquids or other fluent material, without essentially mixing with gas or vapour
    • B05B9/002Spraying apparatus for discharge of liquids or other fluent material, without essentially mixing with gas or vapour incorporating means for heating or cooling, e.g. the material to be sprayed

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Description

Bei Vorrichtungen zum Erhitzen thermoplastischer Massen, Lacke oder anderer zu erwärmender, bei normaler Temperatur fester oder pastenförmiger Massen bis auf Spritztemperatur ist es bekannt, die nicht verspritzte Masse von der Spritzdüse in das Heizgefäß zurückzuführen. Solche Vorrichtungen bestehen aus einem Gefäß zum Aufheizen des Spritzgutes, einer heizbaren Rohrschlange, einer Umwälzpumpe und aus einer Rückleitung zum Zurückführen der nicht verspritzten Masse zum Heizgefäß.
Um die bei normaler Temperatur feste oder pastenförmige Spritzmasse zum Schmelzen zu bringen und damit spritzfähig zu gestalten, sieht die Erfindung vor, daß unten im Heizgefäß eine die Spritzmasse abstützende Heizspirale in Form eines heizbaren Rostes vorgesehen ist, unter dem sich ein nach dem Kesselinneren hin gewölbtes Sieb befindet, unter dem wiederum ein Sammelbehälter für die abgeschmolzene Spritzmasse mit einem Feinfilter angeordnet ist, und oben an der Innenwandung des Heizgefäßes Sprülidüsen angebracht sind,
die sowohl an eine das Gefäß umgebende, an den Sammelbehälter anschließbare Rohrschlange als auch an eine die nicht verspritzte Masse (z. B. in einem den Spritzschlauch umgebenden Schlauch) von der Spritzdüse zurückführende Leitung anschließbar sind.
Dadurch wird ermöglicht, daß die Düsen beim Einfahren der Vorrichtung bis zur Erreichung der erforderlichen Spritztemperatur aus der Zuflußleitung zur Spritzdüse und danach aus der Rücklaufleitung gespeist werden können. Dabei wird die im Heizgefäß befindliche Spritzmasse ständig übersprüht, bis sie die erforderliche Konsistenz hat und sich in genügender Menge unter dem Siebboden ansammeln kann, von wo sie zur Spritze und/oder in die das Heizgefäß umgebende Rohrschlange gepumpt wird.
Die A-'orrichtung wird im einzelnen an Hand der Zeichnung beschrieben, die schematisch ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung im Querschnitt veranschaulicht.
Der Heizbehälter ist mit 1 bezeichnet. Er ist oben mit einem abnehmbaren Deckel 2 verschlossen und weist unten einen nach seinem Inneren hin gewölbten Siebboden 3 auf, unter welchem ein Sammelbehälter 4 mit einem Filter 5 für die durch Erhitzung flüssig gemachte oder erwärmte Spritzbzw. Verarbeitungsmasse angeordnet und über eine Rohrleitung 6 mit einer Umlaufpumpe in Verbindung gebracht ist, die wiederum über eine Rohrleitung 8 an eine um den Vorwärmbehälter 1 herumgelegte beheizte Rohrschlange 9 angeschlossen ist. Von dem anderen Ende der Rohrschlange 9 führt eine Leitung 10 mit Absperrorgan 11 nach dem Anschlußstück für den Materialzuführungsschlauch nach der Spritze.
Innerhalb des Heizkessels 1 sind au dessen oberem Rand eine oder mehrere Sprühdüsen 13 angeordnet, welche die innerhalb des Vorratsbehälters 1 befindliche, noch feste oder pastenförmige Spritzmasse überspülen und über die Leitung 14 mit Absperrorgan 15 an die Zuflußleitung 10 zur Spritze oder über die Rohrleitung 16 mit Absperrorgan 17 an die von der Spritze kommende Rücklauf leitung 18 angeschlossen werden können, um wahlweise aus der Zuflußleitung 10 oder aus der Rücklaufleitung 18 gespeist zu werden. Die Leitung 10 der Rohrschlange 9 kann über eine Leitung 19 mit Absperrorgan 20 mit der vom Sammelbehälter 4 bzw. vom Filter 5 kommenden Leitung 6 in Verbindung gebracht und die Verbindungsleitung 19 kann wieder über eine Leitung 21 mit Absperrorgan 22 an die von der Spritze kommende Rücklauf leitung 18 angeschlossen werden. In geringem Abstand über dem Siebboden 3 ist eine Heizrohrspirale 23 in Form eines heizbaren Rostes angeordnet, der mit einer Heizmasse, wie z. B. erhitztem öl aus einem Erhitzer 30, einem abgezweigten verarbeitungsheißen. Spritzmassestrom oder Dampf, gespeist oder elektrisch beheizt wird und auf welchem das Gut lagert. Das abgeschmolzene Gut tropft auf den Siebboden 3, der dadurch gegen Verstopfung geschützt ist.
Im Inneren des Heizgefäßes 1 sind an den Seitenwänden, über seinen Umfang verteilt, ein oder mehrere korbartige Siebe oder Gitter 25 angeordnet, die bis auf den Siebboden 3 bzw. bis zu dem Sammelbehälter 4 herunterragen und das Ablaufen der von den festen bzw. teigigen Spritzmassen durch Erhitzen abgeschmolzenen flüssigen Spritzmasse sowie den Umlauf der mittels der Umlaufpumpe 7 aus den Sprühdüsen 13 auf die zu schmelzende Spritzmasse 24 ausströmende Masse sicherstellen.
Das Heizgefäß 1 ist von einem gut wärmeleitenden Mantel 26 aus Graphit, Leichtmetallgrieß, Asbestmasse, einer Mischung daraus bzw. einem anderen gut wärmeleitenden und wärmeverteilenden Material, z. B. Leichtmetallguß od. dgl., umgeben, in den elektrische Heizelemente 2"] bzw. Heizdampf- oder Heizölleitungen eingebettet sind, deren Heizwirkung durch entsprechende Schalt- bzw. Regelgeräte eingestellt bzw. geregelt werden kann. Die Behälter 1, 4, 5, die Umlaufpumpe 7 und die Ver- !Ξα bindungsleitungen mit den Absperr- und Regelorganen sind in einem Behälter 28 mit wärmeisoliereudem Mantel untergebracht, der auch eine bzw. mehrere Heizkammern 29 mit elektrischen Heizelementen 30 bzw. Heizdampfleitungen oder Leitungen für erhitzte Druckgase bzw. Heizflüssigkeiten, wie z. B. Glyzerin, Öl usw., aufnimmt, welche über eine Rohrleitung 31 mit Meß- und Regelorganen 32, 33 an eine Druckgas- bzw. Heizmassequelle oder an eine Umlauffördereinrichtung 79 und über Rohrleitungen 34 mit Absperrorganen 35 an eine nach der Spritzvorrichtung führende Schlauch- bzw. Rohrleitung und an die Heizrohrspirale bzw. Heizrost 23 angeschlossen sein können.
Bei dem Ausführungsbeispiel ist eine Heizkammer 29 für die Beheizung der mittels einer Umlaufpumpe 79 in Umlauf befindlichen Heizflüssigkeit zum einen für die Heizspirale 23 über dem Siebboden 3 und zum anderen für einen nicht dargestellten, den Schlauch zur Spritzdüse umgebenden Schlauch vorgesehen. Eine zweite Heizkammer 29 dient für das Erhitzen eines Druckgases zur Zerstäubung der Spritzmasse beim Austritt aus der Spritzdüse.
Die Absperr- und Regelorgane sowie die Umlaufpumpe 7 sind, mit Mitteln zu ihrer Warmhaltung bzw. Anheizung bei Inbetriebsetzung der Anlage ausgerüstet, damit die durch Erhitzen flüssig gemachte Spritzmasse in diesen Organen keine unerwünschte Abkühlung erfahren und durch Erhärten Verstopfungen verursachen kann. Unter Umständen kann die ganze Kammer des Behälters 28, in welcher diese Organe angeordnet sind, zeitweise ganz oder teilweise beheizt werden, wobei dann die Antriebsmotoren für die Umlaufpumpen 7, 79 wärmeisoliert bzw. außerhalb des Behälters 28 unterzubringen sind. Die Temperaturregelung erfolgt zweckmäßigerweise vollautomatisch auf bestimmte Temperaturen.
In unmittelbarer Nähe der beschriebenen Heißspritzvorrichtung können ein oder mehrere geschlossene Reinigungsmittelbehälter 36 und 37 mit
einem geschlossenen Druckbehälter 38 angeordnet sein. Der Druckbehälter 38 steht über Leitungen 39, 40 mit Absperrorganen 41, 42 mit den beiden Spülmittelbehältern 36, 37 und über eine Rohrleitung 43 mit Rückschlagventil 44 mit der Zuflußleitung 6 nach der Umlaufpumpe 7 in Verbindung. Das Rückschlagventil 44 gestattet nur das Einströmen des Reinigungsmittels in die Leitung 6 unter Druck, aber nicht dessen Rückströmung. Der Spülmittelbehälter 36 ist über eine Rohrleitung 45 mit Absperrorgan 46 und der Spülmittelbehälter 37 über eine Rohrleitung 47 mit Absperrorgan 48 mit der Zuflußleitung 6 nach der Umlaufpumpe 7 in Verbindung gebracht. Der Druckbehälter 38 kann über eine Rohrleitung 49 mit Absperrorgan 50 an eine Druckluftquelle angeschlossen werden. Ebenso kann das Heizgefäß 1 am oberen Ende über eine Rohrleitung 51 mit Absperrorgan in Form eines Mehrwegehahnes 52 sowie mit Regel- und Meßgerät 53, 54 an eine Druckluft- bzw. Druckgasqucllc angeschlossen werden.
Der Deckel 2 des Heizgefäßes 1 ist druckfest verschließbar. Die Verschlußeinrichtung 55 für den Deckel 2 kann mit dem Mehrwegehahn 52 so verbunden werden, daß der Deckelverschluß erst gelöst werden kann, nachdem die Druckluft- bzw. Druckgaszufuhr nach dem Behälter 1 unterbrochen und dieser durch den Mehrwegehahn 52 über ein Rückschlagventil 56 an die freie Luft bzw. an einen Druckausgleichbehälter angeschlossen ist. Das im Behälter 1 angeordnete Rückschlagventil 56 verhindert das Eindringen der heißen Masse oder aufschäumenden Teile derselben bei zu plötzlichem öffnen des Mehrwegehahnes 52 in die Leitung 51. Ein weiteres Überdruckventil 82 in Deckel 2 verhindert die Bildung eines zu hohen Druckes im Gefäß i. Die Verschlußvorrichtung 55 kann als Brechsicherung ausgebildet werden, um bei Verpuffungen gefährliche Überdrücke zu verhindern. In die Zuflußleitung 10 von der Rohrschlange 9 nach der Spritzdüse ist ein Meßgerät 81 zum Messen des Spritzdruckes beim Verlassen der Vorrichtung angeschaltet. Die Saug- und Druckseite der Umlaufpumpe 7 sind durch eine Rohrleitung 57 mit Überdruckventil 58 miteinander verbunden, so daß beim Überschreiten des Spritzdruckes das Überdruckventil 58 sich öffnet und die übrigen Leitungen entlastet.
Unter thermoplastischen Massen im Sinne der Erfindung sind alle Materialien zu verstehen, welche durch Erhöhung der Temperatur entweder ihre Viskosität verändern oder aus einem vorwiegend festen Zustand in einen mehr oder weniger flüssigen Zustand übergeleitet werden können. Bei Behandlung und Verarbeitung solcher Massen als Spritzmasse für Schutzmittel gegen Angriffe chemischer Materialien oder als Isoliermittel od. dgl., zum Beispiel Bitumen, Kunstharze;, Kunststoffe usw., werden die vorwiegend festen Massestücke 24 in das Heizgefäß 1 eingebracht und auf der Heizspirale 23 über dem Siebboden 3 gelagert. Nach Schließung des Deckels 2 und Einschaltung der elektrischen bzw. einer Dampf- oder Flüssigkeitsbeheizung 21] wird die Masse im Heizgefäß 1 zum Niederschmelzen gebracht. Dabei sichern die sieb- oder gitterartigen Körbe 25 am Umfang des Behälters ι den Abfluß der durch Erhitzung in fließfähigen Zustand übergeführten Masse durch den Siebboden 3 in den darunter befindlichen Sammelbehälter 4, der ebenfalls elektrisch oder durch Dampf bzw. Flüssigkeit beheizt wird und in welchem die Spritzmasse eine weitere Temperatursteigerung erfährt. Die durch das Filtersieb 5 gehende Masse gelangt nach unten und strömt durch die Leitung 6 der Umlaufpumpe 7 zu. Steigt die durch Erhitzung flüssig gemachte Masse bis über den Siebboden 3 an, so beschleunigt sie zusammen mit der Heizmittelspirale 23 von unten her durch Berührung mit der noch ungeschmolzenen Masse deren Niederschmelzung und Abfluß nach unten. Die Umlaufpumpe 7 preßt die zufließende flüssige Spritzmasse durch die Leitung 8 in die Rohrschlange 9, wo sie durch die Heizung 27 eine weitere Temperatursteigerung auf die eigentliche Spritztemperatur bis beispielsweise 5000 C erfahren kann.
Wenn der Sammelraum 4 mit geschmolzener Masse gefüllt ist, kann mittels der Umlaufpumpe 7 der Niederschmelzvorgang der auf der Heizspirale 23 befindlichen festen Masse dadurch wesentlich beschleunigt werden, daß die im Sammelbehälter 4 befindliche bereits geschmolzene Masse in der Rohrschlange 9 auf Spritztemperatur gebracht und aus den Sprühdüsen 13 allseitig intensiv über die noch festen Materialien gespült wird. Von dieser in Umlauf befindlichen spritzheißen Masse kann auch nach Betätigung des Absperrventils 11 die zu verspritzende Massemenge abgenommen und der Spritzdüse zugeführt werden, die nach Betätigung des Absperrventils 17 an die Rückfluß leitung 18 angeschlossen wird.
Für den Dauerspritzbetrieb der Vorrichtung erfolgt das pausenlose Niederschmelzen der im Gefäß ι auf der Heizspirale 25 befindlichen ungeschmolzenen Masse durch das Überspülen mit der bereits spritzheißen umlaufenden Masse. Hierdurch ist es möglich, daß mit verhältnismäßig kurzen Anlaufzeiten das Gerät arbeitsklar ist und daß praktisch annähernd nur die Massemengen niedergeschmolzen zu werden brauchen, welche zum Spritzen benötigt werden. Infolgedessen kann die Vorrichtung auch bei größten Durchsatzmengen verhältnismäßig klein und leicht gebaut werden, · weil das Niederschmelzen von der Menge und Temperatur der aus den Sprühdüsen 13 auf die kalten, ungeschmolzenen Materialien gespülten erhitzten Massemengen abhängig ist.
Zu Beginn des Spritzens wird das Abschlußventil 11 geöffnet und mittels des Regelventils 15 der Druck der erhitzten Spritzmasse derart geregelt, daß durch das Absperrventil 11 nur die von der Spritze benötigte Materialmenge geht, während die Hauptmenge der von der Pumpe 7 in Umlauf gesetzten Spritzmasse über die Leitung 14 den Sprühdüsen 13 zugeleitet wird.
Nach öffnung eines Regelventils 80 kann die Umlaufpumpe 7 ausgeschaltet und die im Heiz-
gefäß i vorgewärmte Masse unmittelbar unter dem Druck eines gespannten Gases in die Rohrschlange 9 zur weiteren Erhöhung der Temperatur auf die Verarbeitungstemperatur gedruckt werden, von wo sie nach Öffnung des Absperrventils 11 unmittelbar in den Materialzuführungsschlauch zur Spritze zum Verspritzen gelangt. Soll die Zerstäubung einer bei normaler Temperatur nicht festen Spritzmasse nur durch höheren Druck erfolgen, so bleibt das Regelventil 80 geschlossen, und die Umlaufpumpe 7 drückt die aus dem Sammelbehälter 4 über die Rohrleitung 6 zufließende vorgewärmte Spritzmasse unter starker Druckerhöhung in die Rohrschlange 9, von wo sie über das Regelventil 11 zur Spritze gedrückt wird und über die Leitung 18 nach Öffnen des Regelventils 22 zur Eingangsseite der Umlaufpumpe 7 zurückfließt und erneut nach Temperierung in der Rohrschlange 9 in Umlauf gebracht wird. Der nicht zur Ausspritzung kommende Teil der Spritzmasse wird durch die Rücklaufleitung nach der Heizvorrichtung zurück und nach Öffnung des Absperrorgans 17 durch die Leitung 14 nach den Einspritzdüsen 13 geleitet, wobei deren Zufluß aus der Leitung 10 dann durch Schließung des Absperrorgans 15 abgestellt wird. Die Spritzmasse kann auch nach Öffnung des Absperrorgans 22 in die Leitungen 21, 19 und 6 nach der Saugseite der Umlaufförder- und Druckerhöhungspumpe 7 geleitet werden.
Um der erhitzten Spritzmasse bestimmte Gase zwecks Absorbierung unter Druck zuleiten zu können, kann das Heizgefäß 1 über die Leitung 51 und den Mehrwegehahn 52 und ein Rückschlagventil 56 an eine mittels Regel- und Meßorgan 54 und 55 einstellbare Druckluft- oder Druckquelle angeschlossen werden. Je nach dem verwendeten Druck, der herrschenden Temperatur und der chemischen Eigenschaften des Gases sowie der Spritzmasse nimmt die aus den Sprühdüsen 13 in feinverteilter Form ausspritzende heiße Spritzmasse leicht eine bestimmte Menge des Gases auf. Diese innige Mischung mit dem Gas kann für bestimmte chemische Umwandlungsvorgänge der Spritzmasse benutzt werden. Weiterhin kann die absorbierte Gasmenge, welche bei Austritt der Spritzmasse an der Sprühdüse bei normalem Luftdruck wieder aus der Spritzmasse bläschenartig freigegeben wird, dazu benutzt werden, entweder . den Massestrahl von innen heraus aufzulockern oder beispielsweise einen schaumartigeu Aufspritzzustand für Isolierzwecke od. dgl. zu erzielen. Wird dagegen eine möglichst dichte, feste und glatte Spritzmassefläche auf dem zu bespritzenden Gegenstand gewünscht, so wird im Gefäß 1 zweckmäßigerweise ohne besonderen Luftdruck gearbeitet, um die Bläschenbildung zu verhindern.
Das beschriebene Aufheizen der Masse nach der Erfindung ergibt den Vorteil, daß mit geringen Temperaturunterschieden zwischen zu erhitzender Masse und den Wärmeaustauschflächen gearbeitet werden kann, so daß Überhitzungserscheinungen, wie z. B. Verkokungen, Gelatinierungserscheinungen, Verstopfungen, Zersetzungen od. dgl., nicht auftreten und selbst sehr empfindliche Spritzmassen wärmetechnisch äußerst schonend behandelt werden. 6g Durch die Anordnung der Heizrohrschlange 23 in Verbindung mit der Umlaufpumpe 7, der Rohrschlange 9 und den Sprühdüsen 13 ist es möglich, die Heizvorrichtung sowohl bei Arbeitsbeginn als auch bei Nachfüllungen schnellstens betriebsbereit zu machen bzw. ohne Unterbrechung in Betrieb zu halten.
Mit den beschriebenen Mitteln kann die Anlage verhältnismäßig klein und leicht gestaltet werden, so daß sie ohne große Schwierigkeiten nach jeder Stelle transportiert werden kann. Die Art der Erhitzung der Masse und die Möglichkeit ihrer Warmhaltung in beliebig langen Verbindungsleitungen zwischen Heizvorrichtung und Spritzen gestattet beliebig lange Arbeitsunterbrechungen und die Erreichung auch schwer zugänglicher Arbeitsstellen in engen Räumen, Behältern, Stahlkonstruktionen od. dgl. Die Kammer für die Rohrleitungen, Absperrorgane, Umlaufförder- und Druckerhöhungsmittel im Behälter 28 kann durch Ausfüllen mit einem wärmeleitenden Stoff, wie Graphit od. dgl., und Anbringung von Heizelementen bzw. Heizrohrschlangen in der Füllmasse in der Nähe der einzelnen Organe warm gehalten und bei Inbetriebnahme der Vorrichtung kurzfristig auf Verarbeitungstemperatur gebracht werden, so daß die eintretende Spritzmasse aus der Zuführungsleitung 6 keine Abkühlung erfahren und dadurch Verstopfungen verursachen kann. Durch Anbringung von Meßgeräten verschiedener Art in Verbindung mit der Austrittsleitung 10 für die Spritzmasse kann deren Druck und Temperatur beim Verlassen der Heizvorrichtung jederzeit kontrolliert und danach Druck und Temperatur bzw. die Heizung für die Spritzmasse in der Heizvorrichtung geregelt werden. Diese Regelung kann selbsttätig oder von Hand erfolgen. Nach längerer Benutzung der Vorrichtung oder bei Übergang auf andere Spritzmassen muß diese zwecks ihrer Reinigung durchspült werden können. Hierbei wird nach Ausspritzung der noch in den Leitungen befindlichen erhitzten Spritzmasse oder durch Ablassen der Hauptmenge nach Öffnung des Ablaßventils 83 aus den mit Reinigungsmitteln gefüllten Spülmittelbehältern 36 oder 37 durch Öffnung eines der Absperrorgane 41, 42 dieses in den Druckbehälter 38 geleitet. Nach Schließung des Zuflußventils 41 oder 42 wird durch die Zuleitung über das Absperrorgan 50 Druckgas in den Druckbehälter 38 geleitet, wodurch das flüssige Spülmittel über die Leitung 43 und das Rückschlagventil 44 in die Rohrleitung 6 gepreßt und von hier aus in alle Behälter, Rohrleitungen, Fördermittel, Regelorgane, Schlauchleitungen usw. gedrückt und durch entsprechendes Öffnen und Schließen in Umlauf gebracht wird. iao
Das Heizgefäß 1 ist in entsprechender Stellung des Mehrwegehahnes 52 druckentlastet. Die umlaufende Pumpe 7 unterstützt bzw. verstärkt den Spülmittelumlauf und drückt das Spülmittel durch alle Leitungen und Regelorgane in der Heizvorrichtung sowie durch die Schlauchleitungen und
die Spritzpistole. Die rückwärts von unten über das Filtersieb S und den Siebboden 3 in das Gefäß 1 unter Druck eintretende Reinigungsflüssigkeit löst hierbei die Ablagerungen und lockert bzw. entfernt die in den Sieben festsitzenden festen Verunreinigungen und Ablagerungen.
Nach Leerung des Druckbehälters 38 von der Reinigungsflüssigkeit dringt das Druckgas über die Verbindungsleitung 43 und das Rückschlagventil 44 in die Leitung 6 und von hier rückwärts in das Gefäß ι und bringt die in diesem angesammelte und verunreinigte Reinigungsflüssigkeit in heftige Wallungen, wodurch eine intensive Reinigung des Filtersiebes 5, des Sammelbehälters 4, des Siebbodens 3, der Heizschlange 23 und des Vorwärmbehälters ι erfolgt. Nach Schließung des Ventils 50, Umstellung des Mehrwegehahnes 52 und Öffnung eines der Rückleitungsventile 46 oder 48 wird die verschmutzte Reinigungsflüssigkeit durch die über die Rohrleitung 51 in das Gefäß 1 eintretenden gespannten Gase wieder rückwärts in die Reinigungsbehälter 36 oder 37 gedrückt. Der größere Teil des in den Leitungen, Schläuchen u. dgl. befindlichen Reinigungsmittels wird ebenfalls mit zurückgedrückt. Der Rest kann an anderen Stellen abgelassen werden. Der gleiche Reinigungsvorgang kann noch einmal mit sauberem Reinigungsmittel aus dem anderen Reinigungsmittelbehälter durchgeführt werden. Jede Spülmittelfüllung kann für mehrere Spülungen und je nach dem Grad ihrer Verschmutzung für Vorspülungen und Nachspülung benutzt werden. Alle diese Spülvorgänge erfolgen bei geschlossenem Behälter und geschlossener Anlage, so daß keinerlei schädliche Gase oder irgendwelche Dünste aus der geschlossenen Anlage entweichen, welche Personen gefährden oder Feuergefahr durch die gewöhnlich explosionsgefährlichen Spülmittel oder deren Dämpfe hervorrufen könnten. Da die Verdampfung der Reinigungsmittel bereits bei verhältnismäßig kleinen Temperaturen eingeleitet wird, obwohl ihre Siedepunkte wesentlich höher liegen, werden hierbei auch Reinigungsmittelverluste durch Ausströmen der Dämpfe an die freie Luft verhindert. Wenn die Spülmittel so stark mit Spritzmasseresten bzw. Ablagerungen angereichert sind, daß ihre weitere Verwendung für Durchspülungen nicht angebracht erscheint, werden sie aus den Behältern 36, 37 abgelassen und die Behälter mit frischen Spülmitteln gefüllt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Vorrichtung zumErhitzen thermoplastischer Massen oder anderer zu erwärmender, bei normaler Temperatur fester oder pastenförmiger Massen bis auf Spritztemperatur, bestehend aus einem Heizgefäß, einer heizbaren Rohrschlange, einer Umwälzpumpe für die Masse und einer Rückleitung zum Zuführen der nicht verspritzten Masse von der Spritze zum Heizgefäß, dadurch gekennzeichnet, daß im Heizgefäß (1) eine die Spritzmasse abstützende Heizspirale (23) in Form eines heizbaren Rostes vorgesehen ist, unter dem sich ein nach dem Kesselinneren hin gewölbtes Sieb (3) befindet, unter dem wiederum ein Sammelbehälter (4) für die abgeschmolzene Spritzmasse mit einem Feinfilter (5) angeordnet ist, und oben an der Innenwandung des Heizgefäßes (1) Sprühdüsen (13) angebracht sind, die sowohl an eine das Gefäß (1) umgebende, an den Sammelbehälter (4) anschließbare Rohrschlange (9) als auch an eine die nicht verspritzte Masse (z. B. in einem den Spritzschlauch umgebenden Schlauch) von der Spritzdüse zurückführende Leitung (18) anschließbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Rohrschlange (9) mit dem Sammelbehälter (4) verbindende Leitung (19) an die von der Spritze kommende Rücklauf leitung (18) anschließbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Sprühdüsen (13) eine in das Heizgefäß (1) einmündende Druckgasleitung (51) vorgesehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Heizgefäß (1) ein oder mehrere frei stehende oder über seinen Umfang verteilte, bis auf seinen Boden ragende korbartige Siebe oder Gitter (25) zum Abfließen der schmelzenden Spritzmasse angeordnet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 109 525/18 3.61
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