DE972796C - Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus ªÏ-Halogencarbonsaeurenitrilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus ªÏ-Halogencarbonsaeurenitrilen

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DE972796C
DE972796C DED14729A DED0014729A DE972796C DE 972796 C DE972796 C DE 972796C DE D14729 A DED14729 A DE D14729A DE D0014729 A DED0014729 A DE D0014729A DE 972796 C DE972796 C DE 972796C
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ethylene
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Hermann Dr Schulz
Hans Dr Huemer
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Evonik Operations GmbH
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 24. SEPTEMBER 1959
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVr. 972 796 KLASSE 12 ο GRUPPE 11 INTERNAT. KLASSE C 07c
D 14729 IVb112
Dr. Hermann Schulz, Frankfurt/M., und Dr. Hans Huemer, Frankfurt/M.
sind als Erfinder genannt worden
Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt vormals Roessler,
Frankfurt/M.
Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus (W-Halogencarbonsäurenitrilen
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 3. April 1953 an
Patentanmeldung bekanntgemacht am 22. November 1956
Patenterteilung bekanntgemacht am 10. September 1959
Zur Herstellung von ω-Halogencarbonsaurenitrilen verwendete man bisher als Ausgangsmaterial bifunktionelle Alkanderivate, deren beide funktioneile Gruppen sich an den Enden der Kette befinden. Diese Verbindungen entsprechen der allgemeinen Formel
x—(CEy„-z,
in der X und ZCl, Br, OH, CH2 = CH-, COOH, CN bedeuten können. Man bedient sich beispielsweise des 1, 4-Dichlorbutans, des 1, 6-Hexandiols, der i, ii-Undecylensäure, des Acrylnitrils u. a. In allen Fällen sind die erforderlichen Rohstoffe recht kostspielig und die zu den gewünschten ω-Halogencarbonsäurenitrilen führenden Umsetzungsprozesse fast immer mit mehreren Arbeitsstufen und unbefriedigenden Ausbeuten verbunden.
Es wurde nun gefunden, daß man Gemische aus ß)-Halogencarbonsäurenitrilen aus den in größten Mengen zur Verfügung stehenden billigen Olefinen, insbesondere Äthylen, und dem ebenfalls technisch ao leicht zugänglichen Halogencyan in einer einzigen Arbeitsstufe mit guten Ausbeuten herstellen kann.
Es ist bekannt, daß gewisse Verbindungen Additionsreaktionen mit aus Olefinen entstehenden Radi-
909 604/11
kalen eingehen. Diese eigenartige Additionsreaktion verläuft derart, daß Spaltstücke des Addenden als Endgruppen vom Olefin oder Olefmpolymeren aufgenommen werden, z. B.
X-Z +
— CH9-C-
J η
In der Literatur hat sich für derartige Umsetzungen der Ausdruck Telomerisation eingeführt. Die angelsächsische Literatur zumal beschreibt die Reaktion von polymerisierenden Olefinen mit Halogen-Methan-Verbindungen, Halogen-Phosphor-Verbindungen, Halogen-Silicium-Verbindungen, Acetaldehyd, Malonsäureabkömmlingen, Mercaptanen (vgl. auch »Brennstoff-Chemie«, Bd. 30, S. 181 [1949], und »Angewandte Chemie«, Bd. 62, S. 332 [1950]). Es
ao ist ferner bekannt, durch Umsetzung von Olefinen mit Halogenalkannitrilen Anlagerungsprodukte zu erhalten (USA.-Patentschrift 2 615 915). Die Addition wird durch einen Reaktionskettenmechanismus ausgelöst, der auf der primären Bildung von Radikalen beruht, welche bei der Polymerisation von Olefinen mit Hilfe bekannter Katalysatoren entstehen.
Die Reaktionsfreudigkeit der bisher angeführten Verbindungen, die als Addenden fungieren, ist sehr voneinander verschieden und läßt keine Regel für die Addition bestimmter Gruppen an die Enden einer in Polymerisation befindlichen Kette ableiten. Man kann z. B. nicht voraussehen, daß sich ein halogenierter Methanabkömmling, wie der Tetrachlorkohlenstoff, mit den Spaltstücken Cl— und —CCl3 an den Enden der polymerisierenden Kette mit Leichtigkeit anlagert, während ein anderes Chlormethanderivat, das Phosgen, überhaupt keine Neigung besitzt, mit den Bruchstücken Cl.— und — C O Cl analog zu reagieren. Man erhält im letzteren Fall nur polymeres Olefin.
Obwohl das Phosgen, welches als Chlorid der Chlorameisensäure aufzufassen ist, die Telomerisationsreaktion nicht eingeht, wurde nun überraschenderweise gefunden, daß die Nitrile der Halogenameisensäure, d. h. Chlorcyan und Bromcyan, mit bestem Erfolg an Olefine addierbar sind. Dieser Effekt war auch deshalb nicht zu erwarten, weil die Tendenz von Chlorcyan zur Ausbildung des Chlor- und Dicyanmoleküls nach Aufspaltung in die Radikale so groß ist bzw. mit so großer Geschwindigkeit vor sich geht, daß mit einem Abfangen dieser beiden Radikale durch Olefin oder Olefinpolymeres nicht gerechnet werden konnte. Läßt man z. B. Chlorcyan bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von Katalysatoren, die die Halogen-Kohlenstoff-Bindung auflockern, auf Äthylen einwirken, so findet keine Addition nach dem Schema
ClCN+ CH2 = CH2 ->- ClCH2-CH2CN
statt, sondern die fast quantitative Bildung von Äthylenchlorid und Dicyan
X —
-CH2-C-
— Ζ
2C1CN+CH2 =
ClCH2-CH2C1+NC—CN.
Läßt man dagegen Halogencyan auf Äthylen unter Verwendung von radikalbildenden Polymerisationskatalysatoren einwirken, so erhält man in guter Ausbeute Gemische aus ω-Halogencarbonsäurenitrilen der allgemeinen Zusammensetzung
Halogen — (CH2 — CHa)n — CN.
Die Länge der paraffinischen Kette ist von der Menge des angewandten Katalysators, von der Temperatur und dem Mengenverhältnis von Chlorcyan zu Äthylen abhängig und in weiten Grenzen variierbar. Es entstehen polymer-homologe Gemische, die durch Destillation leicht voneinander zu trennen sind, da die Differenz in den Siedepunkten der aufeinanderfolgenden Chlornitrile etwa 20 bis 300 beträgt.
Als Katalysatoren werden erfindungsgemäß Redoxsysteme oder aliphatische Azoverbindungen verwendet. Als Redoxsysteme erwiesen sich z. B. Kombinationen dieser Peroxyde mit Aminen, vorzugsweise tertiären Aminen, als sehr geeignet. Die katalytisch^ Wirksamkeit kann gesteigert werden, wenn man neben den Aminen auch noch Verbindungen des vierwertigen Schwefels, z. B. Sulfinsäuren, sulfinsaure Salze oder Sulfinsäurederivate, verwendet. Hierbei kann die Menge des Peröxyds erheblich gesenkt werden. Als Salze von Sulfinsäuren können z. B. solche mit sekundären und tertiären Aminen zur katalytischen Beschleunigung verwendet werden. Als Sulfinsäurederivate eignen sich solche, die Aminogruppen enthalten, z. B. Sulfincarbinolamine, wie p-Toluolsulfincarbinoldimethylamin. Gegebenenfalls kann sich die Anwesenheit sehr geringer Mengen von Schwermetallen oder deren Verbindungen, wie Kupfer, Mangan, Kobalt, Blei, günstig auswirken. Als Beispiele für geeignete aliphatische Azoverbindungen seien Azoisobuttersäurenitril, Azoisobuttersäuredimethylester, Azodiäthylessigsäuredinitril und Azocyclohexancarbonsäurenitril genannt.
Das Verfahren kann absatzweise oder kontinuierlich in An- oder Abwesenheit von Lösungsmitteln be-, trieben werden. Bei der absatzweisen Arbeitsweise legt man beispielsweise eine Lösung von Chlorcyan in Toluol unter Zugabe von 1 bis 5°/0 Benzoylperoxyd in einem Autoklav vor, preßt 80 bis 100 at Äthylen auf und erwärmt allmählich auf 90 bis 100°. Die Reaktion ist nach 1 bis 2 Stunden, vom Beginn des Anheizens an gerechnet, praktisch beendet. Der bei der Höchsttemperatur sich einstellende Maximaldruck beträgt 300 bis 500 at. Nach Druckentlastung, Abdestillieren von nicht in Reaktion getretenem Chlorcyan und Toluol hinterbleibt eine leicht bewegliehe Flüssigkeit, die aus einem Gemisch von ω-Chlor-
carbonsäurenitrilen besteht, welches im wesentlichen die Verbindungen Cl-(C2H^)n-CN (» = ι bis 6) enthält. Das nicht in Reaktion getretene Chlorcyan wird unverändert wiedergewonnen und kann für einen folgenden Ansatz verwendet werden.
Für den technischen Betrieb ist es vorteilhaft, kontinuierlich zu arbeiten und die Reaktionsteilnehmer ohne Verwendung eines Lösungsmittels durch ein auf etwa 150 bis 180° geheiztes druckfestes Rohr zu leiten. Zweckmäßigerweise verwendet man ein Rohr aus Edelstahl oder Stahl mit Silberauskleidung, das mit Füllkörpern aus Edelstahl, Silber, Glas, keramischem Material beschickt ist. Man hält das Rohr unter einem Äthylendruck von etwa 100 bis 150 at und pumpt das Chlorcyan, das 0,3 bis 3% Azoisobuttersäurenitril in gelöster Form enthält, über die Füllkörper. Unter diesen Bedingungen wird eine Menge an Umsetzungsprodukt von etwa 10% des eingesetzten Chlorcyangewichtes erhalten. Bei einem Durchsatz von etwa 2 kg Chlorcyan je Liter Reaktionsraum und Stunde werden 150 bis 200 g Chlorcarbonsäurenitrilgemisch je Stunde gewonnen. Zur Vereinfachung der Aufarbeitung kann die Konzentration des Reaktionsproduktes durch ein Kreislaufverfahren vergrößert werden. Das den Reaktionsraum verlassende Kondensat wird mit Hilfe einer Kreislaufpumpe auf den Kopf des Systems zurückgegeben und hier mit frisch zugeführtem katalysatorhaltigem Chlorcyan gemischt. Der Druck im Reaktionsraum wird nach Maßgabe des Verbrauchs durch Nachpumpen von Äthylen konstant gehalten. Aus dem Kreislaufsystem wird so viel Reaktionsprodukt kontinuierlich abgenommen, daß die Konzentration an Chlornitrilgemisch im Reaktionsprodukt 30 bis 50% beträgt. Das abgenommene Reaktionsprodukt läßt sich durch einfache bekannte Maßnahmen in Chlorcyan und Chlornitrilgemisch trennen; das unveränderte Chlorcyan geht in den Prozeß zurück.
Den erhaltenen w-Chlorcarbonsäurenitrilgemischen kommt als Rohstoff für die Verwertung in der Kunststoff- bzw. Kunstfaserindustrie erhebliche Bedeutung zu. Sie können z. B. nach Trennung in ihre Einzelbestandteile in ω-Aminocarbonsäuren, in co-Dicarbonsäuren, in ω-Dinitrile oder co-Diamine übergeführt werden.
Beispiel 1
In einem i-1-Autoklav aus V2A-Stahl wurden 250 ecm flüssiges Chlorcyan, 200 ecm Toluol und 10,5 g Azoisobuttersäurenitril vorgelegt, nach Abkühlen auf etwa —15 bis — 20° die Luft durch dreimaliges Aufpressen von jeweils etwa 4 at Stickstoff verdrängt, bei Zimmertemperatur dann 90 at Äthylen aufgepreßt, innerhalb 1 Stunde auf etwa 100 bis 110° aufgeheizt und noch 1 Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Der aufgetretene Maximaldruck betrug 500 at, die Äthylenaufnahme 32 at.
Nach Abkühlen wurde der Autoklav geöffnet; er enthielt eine dünnflüssige Lösung. Bei Atmosphärendruck wurde das nicht umgesetzte Chlorcyan abdestilliert und anschließend im Vakuum weiterdestilliert, wobei außer Toluol folgende Fraktionen erhalten wurden:
32.6 g, Kp.3 61 bis 77°, farbloses Öl,
56.7 g, Kp.g 77 bis 1580, schwachgelbliches öl,
8.7 g, Kp.g 158 bis 2070, gelbes Öl,
3.8 g, Rückstand.
Die Destillate bestehen aus einem Gemisch homologer ω-Chlorcarbonsäurenitrile der allgemeinen Zusammensetzung C1(CH2CH2)„CN (n = vorwiegend ι bis 5).
Beispiel 2
In einem 400-ccm-Autoklav aus SM-Stahl wurden 90 ecm flüssiges Chlorcyan und 3,8 g Azoisobuttersäurenitril vorgelegt, nach Abkühlen auf etwa —15 bis — 20° die Luft durch dreimaliges Aufpressen von jeweils etwa 4 at Stickstoff entfernt, bei Zimmertemperatur dann 100 at Äthylen aufgepreßt, innerhalb ι Stunde auf etwa 120° aufgeheizt und 1 Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Der aufgetretene Maximaldruck betrug 470 at, die Äthylenaufnahme 60 at. Aus dem Reaktionsgemisch wurde bei Atmosphärendruck das nicht umgesetzte Chlorcyan abdestilliert und dann im Vakuum weiterdestilliert, wobei folgende Fraktionen erhalten wurden:
17,1 g, Kp.2 55 bis 102°, farbloses öl,
12,7 g, Kp.2 102 bis 150°, fast farbloses öl,
9,8 g, Kp.2 150 bis 2310, gelbes öl,
4,0 g, Rückstand.
Die Destillate bestehen aus einem Gemisch homologer cu-Chlorcarbonsäurenitrile der allgemeinen Formel Cl (C H2C H2) n C N (n = vorwiegend 1 bis 7).
Beispiel 3
In ein elektrisch beheizbares Reaktionsrohr aus V2A-Stahl mit etwa 400 ecm Inhalt, das mit Füllkörperringen aus V2A-Maschendraht gefüllt war, wurden nach Entfernung der Luft unter Aufrechterhaltung einer Innentemperatur von 160 bis 1700 je Stunde 678 g flüssiges Chlorcyan, das 1,25% Azoisobuttersäurenitril gelöst enthielt, unter gleichzeitigem Aufpressen von so viel Äthylen, daß der Druck etwa 130 at betrug, oben eingepumpt. Das Reaktionsprodukt wurde in einem darunter befindliehen Abscheider gesammelt.
Aus 588 g Chlorcyan wurden nach Abdestillieren des nicht umgesetzten Chlorcyans folgende Fraktionen durch Vakuumdestillation ohne Kolonne erhalten:
37,5 g, Kp.u 58 bis 115°, fast farbloses öl,
8,3 g, Kp111 115 bis 1320, schwachgelbes Öl,
8,3 g, Kp.u 132 bis 161°, schwachgelbes Öl
4,1 g, Kp.u 161 bis 1790, schwachgelbes Öl,
19,4 g, Rückstand.
Die Destillate aus mehreren Versuchen wurden vereinigt und einer fraktionierten Vakuumdestillation über eine i-m-Füllkörperkolonne unterworfen. Aus 433 g eingesetzten Destillaten (Kp.u 58 bis Kp.3 150) wurden folgende Fraktionen erhalten:
Fraktion. g % Siedepunkt Aussehen Zusammensetzung
■I 5O.7 «.7 Kp.2 4i bis 780 farbloses Öl ClCH2 CH2 CN + C1(CH2CH2)2CN
2 105,6 24.4 Kp.2 78 bis 8o° farbloses Öl Cl(CH2CHa)2CN
3 38.5 8,9 Kp.2 80 bis iio° farbloses Öl Cl(CH2 CH2)2 CN + C1(CH2CH2)3CN
4 96,0 22,2 Kp.2 92 bis 960 farbloses Öl Cl(CH2CH2J3CN
5 12,6 2.9 Kpa;6 96 bis 1130 farbloses Öl Cl(CH2 CH2)3 CN + C1(CH2CH2)4CN
6 79.5 18,4 Kp.1,5 ii3° farbloses Öl Cl(CH2 CH2J4CN
7 31.5 7,3 Kp.1B 113 bis 142° farbloses Öl Cl(CH2 CH2)4 + C1(CH2CH2)5CN
+ Nebenprodukt
6,0 i,4 Rückstand dünnflüssiges Öl
3.2 °,7 Rückstand fest, verharzt
9.4 2,1 Destillations-
verluste ·
433.0 100,0
Die Zusammensetzung der Fraktionen wurde durch ao Elementaranalyse und durch Herstellung von Derivaten, -wie co-Chlorcarbonsäuren, eu-Chlorcarbonsäureäthylestern, ω-Chlorcarbonsäurechloriden, ω-Chlorcarbonsäureaniliden, bestätigt. Das Nebenprodukt aus der siebenten Fraktion stammt aus dem Katalysator; sehr geringe Mengen dieses Nebenproduktes sind auch in einigen vorhergehenden Fraktionen enthalten.
Beispiel 4
In einem 400-ccm-Autoklav aus SM-Stahl wurden bei —700 25 ecm flüssiges Chlorcyan und 4,2 g Azoisobuttersäurenitril vorgelegt, die Luft durch dreimaliges Aufpressen von jeweils etwa 4 at Stickstoff verdrängt und bei tiefer Temperatur 268 ecm flüssiges Isobutylen eingefüllt. Dann wurde der Autoklav auf Raumtemperatur erwärmt, in 2 Stunden auf ioo° aufgeheizt und 4 Stunden auf dieser Temperatur gehalten. Der aufgetretene Maximaldruck betrug 25 at. Nach Abkühlen wurde der Autoklav geöffnet. Er enthielt eine dünnflüssige Lösung. Nach Abdunsten des Isobutylens bei Raumtemperatur und anschließendem Abdestillieren des Chlorcyans. zuletzt im Vakuum der Wasserstrahlpumpe im siedenden Wasserbad, blieben 7 g öliges Reaktionsprodukt zurück mit einem Gehalt von 12% Stickstoff und 4,9% Chlor. Dieses Reaktionsprodukt bestand zur Hälfte aus Chlorcarbonsäurenitrilen der durchschnittlichen Zusammensetzung Cl (C4 H8) 5 B C N, zur anderen Hälfte aus Tetramethylbernsteinsäuredinitril, das sich aus dem Katalysator gebildet hatte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus ω-Halogencarbonsäurenitrilen durch Umsetzung von Olefinen mit Halogencyan in flüssiger Phase bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator Redoxsysteme, z. B. Kombinationen aus Peroxyden mit tertiären Aminen, sulfinsäuren Salzen von Aminen oder Sulfinsäurederivaten, die zweckmäßig Aminogruppen enthalten, oder eine aliphatische Azoverbindung, z. B. Azoisobuttersäurenitril, verwendet.
    S 609 708/357 11.56
    (909· 604/11 9'. 59)
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