DE97273C - - Google Patents

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DE97273C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/02Use of electric or magnetic effects

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 31: Giesserei.
Bisher wurden Prefsformen oder Stempel zum Pressen von nachgeahmten Holzschnitzereien in Gufsstahl, schmiedbarem Gufs oder Gufseisen, und zwar durch Graviren, also mit sehr grofsen Kosten, hergestellt.
Zweck vorliegender Erfindung ist die Herstellung sehr billiger Prefsstempel und gleichzeitig die billige Anfertigung von Prefsstempeln zur Herstellung hoher Reliefs.
Fig. ι zeigt einen Grundrifs, Fig. 2 einen Schnitt durch einen gufseisernen Kasten, der einen Theil des Stempels bildet,
Fig. 3 einen Schnitt durch einen offenen Kasten mit einem Deckel, der einen Theil des Stempels bildet, und
Fig. 4 einen Grundrifs.
Fig. 5 zeigt denselben Kasten ohne Deckel in Anwendung zur Herstellung eines elektrolytischen Bades in Verbindung mit der Form.
Fig. 6 zeigt zwei Stempel, den Vollstempel A " und den Hohlstempel A'. Der Vollstempel, dessen Pressung in der Regel nicht sichtbar ist, wenn die Verzierung in dem hölzernen Gegenstande befestigt wird, kann in ro.hem Eisengufs hergestellt werden, oder es kann gegossenes Typenmetall, in Gufseisen eingebettet, hierzu verwendet werden.
Der gufseiserne Kasten A (Fig. 1 und 2) erhält zweckmäfsig eine-Wandstärke von etwa 37 mm und ist mit einem Eingufsloch B versehen, in welches ein hoher Eingufstrichter C pafst. Zwei kleine Luftlöcher D von etwa 5 mm Durchmesser dienen zur Entlüftung der Giefsform.
Bei der Anordnung nach Fig. 3 und 4 bildet eine besondere Platte E den Deckel oder Boden des Kastens, der durch das abzugiefsende Modell jP aus Holz oder Gyps, mit oder ohne elektrolytischen Ueberzug, abgeschlossen wird. In Fig. 5 sind mit dem mit Graphit und Wachs überzogenen oder einem anderen die Elektricität leitenden Ueberzuge versehenen Modell F Kathodendrähte H einer elektrischen Stromquelle verbunden. Zwischen den Kasten und das Modell wird eine dünne Schicht von wasserdichtem Cement oder Wachs, Vaseline oder dergl. gebracht, um einen, dichten Abschlufs für den Elektrolyten herzustellen. Die Anodendrähte / sind mit der weiter unten beschriebenen Anode J verbunden. Der Kasten ist innen mit Paraffin, Wachs oder dergl. überzogen, mit Ausnahme des unteren Theiles von ungefähr 13 mm Höhe vom Boden, wo ein elektrolytischer Niederschlag hergestellt werden soll. . " '
In Fig. 6 und 7 sind zwei zusammengehörige Prefsstempel, der Vollstempel A" und der Hohlstempel A', dargestellt, so wie sie zum Pressen von Holzverzierungen verwendet werden. Ein Anschlag K, der zweckmäfsig an dem unteren Prefsstempel befestigt wird, dient zur genauen gegenseitigen Einstellung der beiden Stempel. An Stelle der Anschlagplatte K können auch zwei zu beiden Seiten des unteren Stempels angeordnete, nach aufwärts vorragende und in zwei entsprechende Löcher des oberen Stempels passende kräftige Bolzen verwendet werden.
Der Kasten A und der Deckel E, wenn ein solcher vorhanden ist, bestehen aus zähem Gufseisen oder einem anderen zähen und harten Metall. Die Innenwandungen des Kastens können etwas aufgerauht sein, um dem Typen-
metall Gelegenheit zum festen Anhaften zu geben. Zu diesem Zwecke kann der Kasten auch innen verzinnt werden, indessen haftet das Typenmetall auch ohne eine besondere Behandlung der Oberflächen meist fest genug an denselben. Wenn der zu giefsende Stempel nur zur Herstellung einer geringen Anzahl von Abdrücken dienen und dann nicht mehr gebraucht werden soll, sondern zerschlagen werden kann, so wird zweckmäfsig die abzugiefsende Modellplatte mit dem herzustellenden Muster in Holz, Gyps und dergl. sorgfältig ausgetrocknet auf die offene Seite des Kastens gebracht und mit Schraubzwingen festgeklammert. Sodann wird die fertige Giefsfonn auf hohe Kante gestellt und zweckmäfsig bis hoch über den Siedepunkt des Wassers erhitzt. Darauf wird das Typenmetall mit Hülfe des hohen Eingufstrichters schnell eingegossen, bis die Form voll ist. Hierbei fliefst das Typenmetall manchmal durch die Luftlöcher aus, aber meist erstarrt es sofort in denselben. Wenn der Trichter bis zum oberen Rand voll ist (und auch schon während des Eingiefsens), thut man gut, mit einem Hammer sanft gegen die Rückseite des Modelles zu klopfen. Sodann wird der Trichter entfernt und das Loch oder die Löcher mit Typenmetall ausgefüllt.
Soll dagegen eine grofse Anzahl von Abdrücken hergestellt werden, so ist es zweckmäfsig, zunächst das abzugiefsende Modell auf elektrolytischem Wege mit einem dünnen Ueberzug von Kupfer zu versehen. Auf diese dünne Kupferschicht wird dann ein anderes Metall, beispielsweise Eisen, elektrolytisch niedergeschlagen. Hierzu wird eine eiserne Anode und ein Elektrolyt verwendet, der aus einer gesättigten Lösung vom Protosulphat des Eisens und Ammoniumchlorid in gleichen Mengen mit einem Zusatz von der doppelten Gewichtsmenge von Wasser besteht, wozu pro Liter Wasser etwa io g Borsäure zugesetzt werden. Man kann hierbei, wie in Fig. 5 dargestellt, den Kasten selbst für .das elektrolytische Bad benutzen. Das Modell wird sorgfältig mit Graphit und OeI oder Bienenwachs überzogen.
Zuerst wird in den Kasten eine Kupfersulphatlösung und eine Kupferanode gebracht, beide Elektroden mit den Stromleitungen verbunden, und eine dünne Schicht von Kupfer niedergeschlagen. Darauf wird die Kupferlösung abgezogen, die Eisenlösung eingegossen, die Eisenanode eingesetzt und ein Eisenniederschlag von etwas weniger als 1 mm Dicke hergestellt. Darauf wird der Elektrolyt, die Anode und die Drähte entfernt, der Deckel auf den Kasten aufgebracht und festgeschraubt, worauf der Kasten mit Typenmetall oder Stereotypmetall oder einem anderen geeigneten Füllmittel ausgegossen wird, bis der Kasten vollkommen voll ist, wie oben beschrieben.
Die beiden Seiten des Kastens müssen natürlich ganz eben sein, und wenn ein Deckel angewendet wird, so mufs sowohl dessen Flansch auf der Innenseite als auch die Aufsenfläche des Deckels eben sein. Man kann auch an Stelle des Deckels eine einfache Eisenplatte vorübergehend oder dauernd als Rückenplatte des Stempels verwenden und die ganze Form mit Metall ausgiefsen. Dies ist zwar billiger, als wenn man eine abgehobelte Rückenplatte anwendet, bietet aber nicht die gleiche Sicherheit, da bei einer gröfseren Dicke der Typenmetallschicht eine gröfsere Gelegenheit zur Blasenbildung vorhanden ist, als wenn nur eine dünne Schicht eingegossen wird.
Zweckmäfsig wird . für die Stempel das allerhärteste Typenmetall verwendet. Als eine besonders geeignete Legirung hat sich eine Mischung von 70 pCt. Blei, 24 pCt. Antimon, 2 pCt. Zinn, ι pCt. Arsen und 2 pCt. Wismuth erwiesen. Es ist zweckmäfsig, hierzu noch einen kleinen Zusatz von Nickel und Kupfer zu machen, doch mufs hierzu das Nickel und Kupfer zuerst geschmolzen und dann das Zinn zugesetzt werden, worauf das Gemisch in das flüssige Typenmetall eingegossen werden kann, welcher Mischung zuletzt noch das Arsen zugesetzt wird. In einigen Fällen kann man auch den Stempel in gewöhnlichem Typenmetall giefsen und seine Oberfläche auf elektrolytischem Wege mit einem sehr dünnen Ueberzug von Eisen oder anderem harten Metall versehen, wie dies bei Kupfergravüren gewöhnlich geschieht. Hierdurch wird der Stempel wesentlich haltbarer; auch wird das gelegentlich vorkommende Schwärzen gewisser Theile des Holzes beim Pressen vermieden.
Stellt man dagegen Stempel aus < reinem Typenmetall her, so ist es zweckmäfsig, scharf vorspringende Ecken oder Kanten zu vermeiden. Sind solche Ecken und Kanten bei dem Modell vorhanden, so ist es stets besser, das letztere vor dem Gufs elektrolytisch zu plattiren. An Stelle von Kupfer und Eisen können auch Nickel und andere Metalle angewendet werden. ·
Zur Herstellung von Thürfüllungen, von welchen beide Seiten sichtbar bleiben, werden zweckmäfsig zwei Prefsstempel verwendet, und es ist nicht unbedingt nöthig, dafs in diesem Fall auf beiden Seiten dasselbe Muster aufgeprefst wird. Nur mufs vermieden werden, dafs einem hohen Vorsprung auf der einen Seite ein hohes Relief auf der anderen Seite der Holzplatte gegenübersteht. In vielen Fällen ist es jedoch sehr vortheilhaft, zwei Prefsstempel (einen Hohlstempel und einen als Gegenstempel dienenden Vollstempel) anzuwenden, da in diesem Falle die grofse Neigung der geprefsten Platte, sich zu verziehen, wirksam vermieden wird.

Claims (2)

  1. Es sind allerdings früher schon elektro-Iytische Abformungen von Holzschnitten, deren Rückseite mit Stereotypmetall ausgegossen war, als Druckstöcke in grofsem Umfang benutzt worden, solche Druckstöcke sind indessen für die aufserordentlich viel gröfsere Anstrengung beim Pressen von Holz ganz unbrauchbar, da hierbei viele Tausend Kilogramm Druck auf den Quadratcentimeter erforderlich sind. Schon aus diesem Grunde ist die Anwendung derartiger Stempel zum Pressen von Holz unmöglich, da das Typenmetall bei dem hohen Druck seitwärts ausspringt und ausweicht. Ist dagegen das Typenmetall von einem festen eisernen Gehäuse (oder Rahmen) umschlossen, so verhindern, wenn der Stempel in das Holz geprefst wird, das Holz und das feste Gehäuse die Ausdehnung des Typenmetalles nach aufsen, und das Typenmetall widersteht erfahrungsgemäfs dann einem sehr hohen Druck.
    Das Wesen vorliegender Erfindung besteht also darin, dafs das weiche und plastische Metall in ein nicht nachgiebiges Gehäuse eingeschlossen wird, ausgenommen an der Seite, an welcher es mit der weicheren Holzsubstanz in Berührung kommt.
    An Stelle des Typenmetalles kann sogar ein geeigneter Cement zu Herstellung der Prägefläche verwendet werden, derselbe mufs nur genügend dicht sein und darf beim Erhärten nicht merklich schwinden.
    Patenτ-Ansρrüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung von Prefsstempeln, dadurch gekennzeichnet, dafs der Stempel aus leicht flüssigem, plastischem Material (leicht schmelzbarem Metall oder dergl.) in einem stärken Kasten oder Rahmen aus sehr widerstandsfähigem Material durch Gufs hergestellt wird, wobei das nachzubildende Modell unmittelbar als Giefsform dient, indem es auf der offenen Seite des hohlen Kastens befestigt wird, zum Zwecke, dem aus an sich wenig widerstandsfähigem Material bestehenden Prefsstempel durch den denselben umschliefsenden und mit ihm in fester Verbindung bleibenden starken Umschlufskasten eine grofse Widerstandsfähigkeit zu ertheilen.
  2. 2. Bei dem zu !.bezeichneten Verfahren die Verwendung des Umschlufskastens als elektrolytisches Bad, dessen Boden aus der dicht aufgeschraubten Modellplatte besteht, zur Herstellung eines elektrolytischen Abzuges, der mit, den Umschlufskasten vollständig ausfüllendem, leicht schmelzbarem Metall hintergossen, die Druckfläche des Prefsstempels bildet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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