DE970314C - Hochspannungsfreiluftisolator mit erhoehter UEberschlagsicherheit bei Nebel und Verschmutzung und Schutzraeumen unter den Schirmen, bei dem die Aussenoberflaeche der Schirme als Kriechstrecke hoeherer Leitfaehigkeit ausgebildet ist - Google Patents

Hochspannungsfreiluftisolator mit erhoehter UEberschlagsicherheit bei Nebel und Verschmutzung und Schutzraeumen unter den Schirmen, bei dem die Aussenoberflaeche der Schirme als Kriechstrecke hoeherer Leitfaehigkeit ausgebildet ist

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DE970314C
DE970314C DES4096D DES0004096D DE970314C DE 970314 C DE970314 C DE 970314C DE S4096 D DES4096 D DE S4096D DE S0004096 D DES0004096 D DE S0004096D DE 970314 C DE970314 C DE 970314C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B17/00Insulators or insulating bodies characterised by their form
    • H01B17/42Means for obtaining improved distribution of voltage; Protection against arc discharges

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Insulators (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 4. SEPTEMBER 1958
S 4OpOFIIId/2i c
Für die Überschlagspannung1 von Hochspannungsfreiluftisolatoren bei Regen und Nebel bzw. bei Tau ist zunächst die Oberflächengestaltung des Isolators maßgebend. Für Regen genügt es, zur Erzielung der gewünschten Überschlagspannung Schirme anzuordnen, durch die Teile der Isolatoroberfläche unter 45° abgeschattet werden, so daß ein Trockenüberschlagweg genügender Länge gewährleistet ist. Nebel und Tau bilden dagegen im allgemeinen einen zusammenhängenden Flüssigkeitsbelag auf der Isolatoroberfläche. Man hat daher zur Erzielung einer genügend großen Überschlagspannung den Kriechweg so lang bemessen,, daß die aus dem ohmschen Spannungsabfall längs der benetzten Fläche berechnete Feldstärke an keiner Stelle der Oberfläche einen gewissen zulässigen Wert überschreiten konnte. Man, hat zu diesem Zweck (vorzugsweise an der Unterseite der Schirme) Rippen, Wülste u. dgl. vorgesehen, die Anzahl der Schirme erhöht und für die Formgebung die Regel aufgestellt, daß der vom jeweiligen Ohmwert des Flüssigkeitsbelages abhängige Spannungsabfall über den gesamten Oberflächenkriechweg möglichst gleichmäßig verteilt sein soll,
&09 605/53
um eine möglichst hohe Überschlagspannung zu erzielen.
Diese Regel setzt eine-an allen Stellen gleichmäßige Beschaffenheit des-Schmutzbelages voraus und ist daher für die Gestaltung von Isolatoren, die starker Verschmutzung durch Staub, Flugasche, .. Salzniederschläge u. dgl. ausgesetzt sind, nicht ausreichend, Durch die Erfindung sollen derartige Verhältnisse berücksichtigt werden,. ίο Es ist unter den genannten Betriebsbedingungen, besonders schwierig, die erforderliche Überschlagsicherheit des Isolators zu erzielen.
Da man den Schmutzbelag als Ursache für die starke Herabsetzung der Übarschlagspannung ansah, wurde vorgeschlagen, die Isolatoroberfläche so· zu gestalten, daß belagf reie_ Kriechstrecken entstehen. Abb. ι gibt für eine solche Ausbildung ein. Beispiel. Die Rippe R an- der Unterseite des Schirmes 51 reicht so weit nach unten, daß deir größte Teil der innen liegenden Kriechstrecke belagfrei bleibt. Diese Maßnahme reicht jedoch in der Regel nicht aus, vielmehr haben derartige Isolatoren; eine verhältnismäßig niedrige Überschlagspannung, wie weiter unten noch näher ausgeführt wird.
Die Erfindung beruht auf folgendem Gedankengang:
Einerseits ist der Schmutzbelag an sich nicht leitend, sondern ein, guter Isolator. Man kann daher isolierende Trockenüberschlagstreeken. bereits dadurch erzielen, daß man das Ansetzen eines Flüssigkeitsbelages an gewissen Stellen des Obernächenkriechweges verhindert.
Andererseits, entsteht der Flüssigkeitsbelag aus dem in der Luft enthaltenen Wasserdampf sowohl hinsichtlich der Dicke der kondensierenden Flüssigkeitshaut wie auch hinsichtlich ihrer Ausbreitung über die Oberfläche allmählich auf dem unter Spannung befindlichen Isolator. Infolgedessen kommen die Energieverluste nicht plötzlich zustande, sondern sie wachsen mit der fortschreitenden Entwicklung des Flüssigkeitsbelages von Null nach und nach an.
Da jedoch die den Verlusten entsprechende Wärme das Entstehen des Belages zu verhindern sucht, so kann sich ein Flüssigkeitsbelag nur so weit ansetzen, als dies nicht durch den entstehenden Umsatz elektrischer Energie in Wärme verhindert wird.
Luftstrecken zwischen den Rändern zweier Flüssigkeitshäute können erfahrungsgemäß etwa Isis zu 3,9 kV/cm tragen, ohne überlastet zu werden, d. h. ohne daß ein Umschlagen der stromschwachen Entladung in einen Lichtbogen eintritt. Eine Gefährdung des Betriel>es ist mit der Ausbildung . stramschwacher Teilentladungen nicht verbunden, sondern diese Gefährdung kann, erst durch das Umschlagen der Entladungen in Stromstärke Lichtbogenentladungen entstehen.
Zum Überschlagen des trockenen Isolators gehören höhere Spannungen als zum Überschlagen des nassen. Daher bedeutet eine dem Spannungsanstieg (an der Entladung) voreilende Abtrocknung eine Verbesserung des Isolationszustandes und eine Erhöhung der Überschlagspannung.
Das Selbstlöschen'der stromschwachen Teilentladungen, tritt dadurch ein, daß die Überschlagspannung der Trockenstrecke infolge fortschreitender Austrocknung des Flüssigkeitsbelages durch die Teilentladungen rascher wächst, als die a,uf die Trockenstrecke entfallende Spannungsbeanspruchung infolge Leitfähigkeitszunahme der vorgeschalteten. Flüssigkeitskriechstrecke zunehmen kann. Man kann, daher durch die folgenden beiden Maßnahmen für das Erlöschen, der Teilentladungen günstige Verhältnisse schaffen:
a) Vorgeschaltete Flüssigkeitskriechstrecken, deren Leitfähigkeitszunahme infolge allmählich fortschreitender Ausbildung des Flüssigkeitsbelages nur relativ langsam vor sich geht oder bei gewisser Stärke der Verluste überhaupt zum Stillstand kommt;
b) möglichst schnelle Verlängerung der Trockenstrecke durch Anordnung sich voneinander entfernender Kriechstrecken und durch Steigerung der Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Austrocknung.
Für beide Maßnahmen ist eine von vornherein flüssigkeitsarme Kriechstrecke günstig, denn ein schwacher Flüssigkeitsbelag drosselt einerseits die Speisung der Vorentladung stark und verdampft andererseits infolge hoher Stromdichte schnell. Unter der Annahme gleichbleibender Stromspeisung der Entladung durch den. Flüssigkeitsbelag wird, daher bei abnehmender Beilagstärke die • Stromdichte im Belag Und damit die Austrocknungsgeschwindigkeit wachsen. Andererseits wird unter der Annahme gleichbleibender Stromdichte bei abnehmender Belagstärke die Stromspeisung der Entladung bei gleicher Verdampfung abnehmen.
Ausgehend von diesen Überlegungen besteht bei einem Hochspannungsfreiluftisolator mit erhöhter Überschlagsicherheit bei Nebel und Verschmutzung und Schutzräumen unter den Schirmen,, bei denen die äußeren Oberflächen der Schirme als Kriechfläche höherer Leitfähigkeit ausgebildet ist, die Erfindung darin, daß die Fußflächen d.er Teilentladungsstrecken geringer Leitfähigkeit in den Schutzräumen. nicht unimittelbar in die Kriechstrecken höherer Leitfähigkeit auf der äußeren Oberfläche der Schirme übergehen, sondern daß zwischen den Fußflächen und. den äußeren Oberflächen der Schirme Kriechstrecken! verhältnismäßig ■ geringer, jedoch größerer Leitfähigkeit als dieser Kriechstrecken in den Schutzräumen zwischengeschaltet sind, welche ein Wandern eventueller Entladungen aus den Schutzräumen heraus an die Ränder der Schirme verhindern.
Es ist für den Erfindungszweck besonders förderlich, daß die über die Luftabstände entstehenden) Vorentladungen von, den, inneren Winkeln des Oberflächenkriechweges her beginnend nach außen zu -bei fortwährender Verlängerung fortschreiten, denn gerade so können die belagarmen Kriechstrecken völlig ausgenutzt werden.
Durch die Erfindung ist erreicht, daß die stromschwachen Teilentladungen innerhalb von Schutzräumen bleiben, die durch die Kriechstrecken, welche eine verhältnismäßig geringe Leitfähigkeit besitzen, begrenzt sind; diese Entladungen, können von, den inneren. Winkeln der »Schutzräume« aus nicht weiter vor wachsen, als dies die nach außen, hin zunehmenden Luftstrecken erlauben. Demzufolge kann niemals ein Umschlagen der Teilentladungen in einen Stromstärken Lichtbogen,-überschlag erfolgen. Vielmehr entsteht nur eine Folge von, immer wieder erlöschenden, an, sich geringfügigen Teilentladungen, die infolge ihrer austrocknenden Wirkung als Mittel dazu, herangezogen werden können, um den Isolator bei Verschmutzung und Nebel genügend überschlagsicher zu erhalten.
Diese zulässigen, stromschwachen Vorentladungen sind Gasentladungen mit flüssigen Elektroden (Ionenleitern). Sie sind ihrer Natur nach. Entladungen mit ansteigender S tr om spannung scharakteristik und erfordern eine ihrer Länge etwa proportionale Brennspannung.
Es läßt sich leicht berechnen, welche Luftabstände man, innerhalb der durch belagarme Kriechstrecken, ausgezeichneten »Schutzräume« vorsehen muß, damit diese Luftstrecken allein — also unter der Annahme, daß die vorgeschalteten Flüssigkeitskriechstrecken gar keine Spannung aufnehmen — die gewünschte Überschlagspannung des Isolators tragen können. Man braucht nur die Grenzfeldstärke, bei der die zwischen den Flüssigkeitshäuteti stattfindenden stromschwachen Entladungen in eine Stromstärke Entladung umzuschlagen pflegen,, durch Versuche für die jeweiligen Bedingungen, zu ermitteln, was ohne Schwierigkeiten ausführbar ist. Da für das Umschlagen der Entladung die Ladung maßgebend ist, die durch den Flüssigkeitsbelag der Gasentladung in, der Zeit eimer Halbwolle des Wechselstromes zufließen kann, kann auch die Ionenleitfähigkeit des Flüssigkeitsbelages eine gewisse Rolle spielen (was bei der nachstehenden Rechnung vernachlässigt ist).
Wenn die Grenzfeldstärke s kV/cm beträgt und die gewünschte Überschlagspannung des Isolators bei Nebel U kV ist, so ist bei η Teilen.tlad.ungsstrecken die Grenzlänge / der einzelnem Teilentladungsstrecke
7
Man, wird eine entsprechend, größere Länge vorsehen, um die nötige Sicherheit zu erzielen.
Beispielsweise ist in Abb. 2 ein Isolator mit drei Schutzräumen A, B und, C dargestellt, bei dem schon die im Inneren der Schutzräume liegenden Strecken α, b und c je die oben angegebene Grenzlänge / haben sollen. Die Länge L am Rand der Schirme ist aus Sicherheitsgründen größer. -Ist z. B. die Betriebsspannung des Isolators 30 kV, die gewünschte Überschlagspannung bei Nebel 25% größer, das ist 37,5 kV und j = 3 kV/cm, so errechnet sich / zu
37.5
3-3
■■ 4,2 cm.
Bei Nebel werden sich bei einem solchen nach der Erfindung entworfenen Isolator, dessen Oberfläche mit einem. Schmutz- oder Salzbelag bedeckt ist, folgende Vorgänge abspielen:
Der Wasserdampf der Luft kondensiert zuerst an den äußeren kalten, Oberflächenteilen und bildet so eine von den äußeren Teilen in das Innere der Schutzräume allmählich vorwachsende, zunächst hauchdünne Flüssigkeitshaut. In, den innersten Winkeln W der Schutzräume liegen aus diesem Grunde und weil dort, der Schmutzbelag und die Kriechwegbreite am geringsten sind, von vornherein die Stellen größten Widerstandes, welche die größte Feldstärke aufweisen. Die Vorentladun,-gen, die sich infolgedessen in diesen innersten Winkelnder Schutzräume zuerst ausbilden (Abb.2) erwärmen die Luft im Schutzraum und erzeugen auch von, innen heraus gerichtete Luftströmungen, welche das Eindringen von mit Wasserdampf gesättigter Luft von außen verhindern. Da die Flüssigkeitshaut im Entstehen nur hauchdünn ist, so1 sind die Vorentladungen, die sich in den trocken bleibenden Winkeln ausbilden, zunächst über entladungsfreie Flüssigkeiitskriechstreckeni F von sehr hohem Widerstand gespeist, auf welche der größte Teil der aufgedrückten Spannung entfällt, während die Trockenstrecke T noch sehr kurz und die an ihr liegende Spannung klein ist. Der Widerstand dieser Vorschaltstreckeni F ist innerhalb der Schutzräume besonders groß, weil sie darin infolge der ungünstigen Verhältnisse (schwächerer Schmutzbelag, von innen nach, außen gerichtete Luftströmung und höhere Temperatur) belegärmeir bleiben, als außen. Daher hat die Vorentladung die Neigung, diese Strecken hohen. Widerstands durch Vorwandern zu überbrücken. Dieses Vorwandern wird sich vorzugsweise schon zu Beginn des Ent-Stehens der Flüssigkeitshaut abspielen, wenn diese noch sehr dünn und wenig leitfähig ist, also in einer sehr kurzen Zeit. Je mehr nun die Vorentladung vorrückt, desto mehr konzentriert sich auf sie die Spannung, während die übrigbleibenden vorgeschalteten Kriechstrecken, infolge ihrer zunehmenden Leitfähigkeit immer weniger Spannung auf sich nehmen. Der Überschlag ist verhindert, wenn, a) die Entladung stromschwach bleibt, je nach Umständen) unter 50 bis 150 mA. b) in der vordersten Stellung, in welche die Entladung voraussichtlich gelangen kann, noch so große entladungsfreie Restkriechstrecken zwischen benachbarten Teilentladungen vorhanden sind, daß die auf diese Restkriechstrecken entfallende Spannung diese nicht überschlagen kann.
Noch bevor die vorgeschaltete Kriechwegstrecke eine nennenswert höhere Leitfähigkeit annehmen kann, erreicht die Vorentladung die oben angegebene Länge I. Nun ist natürlich ein Umschlagen der Entladung ausgeschlossen, da der Spannungs-
verbrauch der Entladung selbst schon zu groß ist, als daß ein Lichtbogen, gebildet werfen könnte.
Bei dem Vo>rwandern der Entladung spielt die Geschwindigkeit der von den Entladungsfußpunkten nach außen fortschreitenden Austrocknung (Verdampfung) der Flüssigkeitskriechstrecken F in ihrem Verhältnis zu dem Anwachsen der Belagstärke dieses vorgeschalteten Flüssigkeitsbelages eine gewisse Rolle. Die auf die Gasentladungsstrecke entfallende Spannung würde nämlich -— bei gleichbleibender Länge der Entladung ■—· eine Anstiegsgeschwindigkeit haben, die von der Leitfähigkeitszunahme des vorgeschalteten Flüssigkeitsbelages in der Zeiteinheit abhängt, während andererseits die von der Gasentladungsstrecke ohne Überlastung, d. h. ohne Umschlagen der Entladung tragbare Spannung mit der Längenzunahme der Entladungsstrecke, also mit der Austrocknungsgeschwindigkeit, steigt. Um die Entladung möglichst stromschwach zu halten und schließlich ganz zum Erlöschen zu bringen, wird man die sekundliche Steigerung der Überschlagspannung durch fortschreitende Austrocknung größer machen als die sekundlich© Steigerung der Spannung an der Entladungsstrecke infolge der wachsenden Stärke — und damit Leitfähigkeit —■ des Flüssigkeitsbelages. Dies ist dadurch erreicht, daß man die Entladung gleich zu Beginn der Kondensation auf den belagarmen Kriechstrecken rasch, fortschreiten läßt.
Bei der bekannten Form nach Fig. 1 ist im Gegensatz hierzu die innere, von der Rippe R geschützte Kriechstrecke/ völlig unwirksam. Die Entladung wird sich hier garnicht erst am Grund G des durch die Rippe geschützten Raumes bilden, sondern an dem verhältnismäßig engen, Spalt D, wobei die belagfreien Strecken / durch die Entladung übersprungen werden, Die an der Stellei) brennende Entladung wird über die äußeren, gut leitenden Kriechstrecken E mit einer großen Stromstärke gespeist. Auch bei einer Vergrößerung des Spalts D dadurch, daß man die Schirme weiter auseinander rückt (in der Figur gestrichelt eingetragen), ist / wirkungslos, da die Entladung ohne Verlängerung in die Stellung H übergeht.
Es ist ersichtlich, daß bei zu kleiner Schirmneigung die Schutzwirkung des Schirmes, bei zu großer dagegen die Länge »α« zu gering würde. Beides würde zu einer unzweckmäßigen Isolator-So form führen.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsmöglichkeit der Erfindung besteht darin, daß die Ränder benachbarter Schirme so weit nach oben gebogen, sind, daß die Summe der Luftabstände vom Rand des Schirmes bis zur benachbarten Isoilatoroberfläche unter Berücksichtigung der leitenden Fremdschichten auf den äußeren Oberfiächenteilen die betriebsmäßige Spannungsbeanspruchung des Isolators tragen, können.
Die Wirkung dieser Maßnahme wird am besten an Hand der Fig. 3 deutlich, welche zwei verschieden wirkende Verlängerungen der Kriechstrecke außerhalb des Bereiches / darstellt. Der schraffiert dargestellte Teil des Isolators ist schon so· entworfen, daß der zwischen den sich entfernenden, Kriechstrecken entstehende Luftabstand allein die Überschlagspannung des Isolators ohne Überlastung zu tragen vermag. Eine nicht im Sinne der Erfindung wirkende Verlängerung ist gestrichelt, die im Sinne der weiteren Erfindung wirkende dagegen in vollen Linien dargestellt. Bei der gestrichelt dargestellten Verlängerung ist die Luftstrecke am Außenrand des verlängerten Schirmes ebenso lang wie weiter innen, nämlich I, und die Innenseite der Verlängerung bietet für das Ansetzen des Belages verhältnismäßig ungünstige Verhältnisse, weshalb die Verlängerungsstrecken ziemlich hohen Widerstand haben. Infolgedessen wird, die Entladung in ihrer inneren Stellung nur in einem labilen Gleichgewicht sein und leicht in Richtung des Pfeiles an den vorderen Belagrand überspringen. Bei der voll ausgezogenen Verlängerung V dagegen ist die Luftstrecke L0 am vorderen Schirmrand beträchtlich länger als /, und außerdem sind auf der nach außen gebogenen Verlangerungsstrecke die Verhältnisse für das Ansetzen des Belages günstiger, weshalb1 die verlängerten Kriechstrecken eine zunehmende Leitfähigkeit haben. Hier würde also die Entladung bei einem Vorwandern einen Spannungsmehrverbrauch infolge ihrer Verlängerung haben, der nicht durch den Spannungsminderverbrauch der überbrückten Kriechstrecken aufgehoben würde. Infolgedessen wird sich die Entladung in der rückwärtigen Stellung, wo eine erhöhte Überschlagsicherheit des Isolators besteht, in einem stabilen Zustand befinden; auch kann sie durch Wind od. dgl. nicht zum Überspingen, auf den äußeren Umfang der Isolatorobörfläche gebracht werden. Außerdem muß die Entladung absterben, weil die durch die Stromwärme weiter abtrocknenden Strecken, gemäß Fig. 4, wie durch die Strichstärke angedeutet, nach außen zunehmende Leitfähigkeit haben, so daß der infolge der Abtrocknung vorwandernden Entladung keine nennenswert größere Spannung mehr zur Verfügung steht. Es ist u' = u + Λ«^«· Da aber ihr Widerstand infolge zunehmender Länge der Entladungsstrecke anwächst, erlischt sie wegen ungenügender Stromspeisung.
Bei Isolatoren mit vielen Schirmen, kommt es darauf an, den auf jeden Schirm entfallenden Teil der Kriechstrecke voll wirksam zu machen. Es ist daher vorteilhaft, dafür zu sorgen, daß sich die Gesamtspannung auf die einzelnen Teile der Kriechstrecke proportional zu deren Spannungstragfähigkeit — bei gleicher Ausbildung der Schirme also· gleichmäßig — verteilt. Hierdurch kann erreicht werden, daß alle Teilentladungen annähernd gleichmäßig einsetzen. Die Spannungsverteilung nach dem Erlöschen der Teilentladungen wird außerdem durch die gegenseitige Kapazität der einzelnen auf den Schirmen sitzenden Wasserhäute gesteuert. Die kapazitive Spannungssteuerung ist bei verschmutzten Isolatoren infolge der hohen Leitfähigkeit des äußeren Belags besonders ausgeprägt. Um ein Wiederzünden der ein-
zelnen Teilstrecken nach dem Erlöschen, der Teilentladungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, für eine zweckentsprechende, gegebenenfalls gleichmäßige Verteilung dieser Kapazitäten zu sorgen. Bei Stützisolatoren soll der Schaft, möglichst zylindrisch sein, um zu vermeiden, daß auf die obersten Schirme ein viel größerer Spannungsanteil entfällt als auf die unteren. Ist jedoch eine konische Ausbildung unvermeidlich,, dann soll
ίο diesem Umstand durch entsprechend reichlichere Bemessung der oberen Kriechstrecken Rechnung getragen, werden, da sonst leicht der Gesamtüberschlag immer durch Teilüberschlag der oberen Isolatorhälfte herbeigeführt wird.
Die Fig. 5 zeigt, wie man, dem nach der Erfindung entworfenen Isolator auch eine erhöhte Regenüberschlagspanniung geben kann. Die schrägen Schirme Ή schaffen nur den bei Nebel und Verschmutzung erforderlichen Mindestabstand /, während, bei Ragen die waagerechten Schirme N vergrößerte Luftstrecken K schaffen,, die infolge ihrer Länge trotz des von den Schirmen herabfließenden Regenwassers die erforderliche Regenüberschlagspannung gewährleisten. Die waagerechten Schirme verhindern auch nach dem gleichen Prinzip wie die Ausbildung nach Fig. 3 das Überspringen der sich, bei Nebel ausbildenden Teilentladung an, den, äußersten Rand.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i." Hochspannungsfreiluftisolator mit erhöhter Überschlagsicherheit bei Nebel und Verschmutzung und Schutzräumen unter den Schirmen,, bei dem die Außenoberfläche der Schirme als Kriechstrecke höherer Leitfähigkeit ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußflächen (F') der Teilentladungs·- strecken geringer Leitfähigkeit in den, Schutzräumen (A, B, C) nicht unmittelbar in die Kriechstrecken höherer Leitfähigkeit (Sr, Kr) auf der äußeren Oberfläche der Schirme übergehen, sondern daß zwischen den Fußflächen (F') und den äußeren Oberflächen der Schirme (Sr, Kr) Kriechstrecken (Kv) verhältnismäßig geringer, jedoch größerer Leitfähigkeit als die der Kriechstrecken in den Schutzräumen, zwischengeschaltet sind, welche ein Wandern eventueller Entladungen aus den, Schutzräumen (A, B, C) heraus an, die Ränder (Sr) der Schirme (S) verhindern (Fig. 4).
  2. 2. Hochspannungsfreiluftisolator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder (Sr) benachbarter Schirme so weit nach oben gebogen sind, daß die Summe der Luftabstände vom Rand des Schirmes bis zur be,-nachbarten Isolatoroberfläche unter Berücksichtigung der leitenden Fremdschichten auf den äußeren Oberflächenteilen die betriebsmäßige Spannungsbeanspruchung des Isolators tragen, können (Fig. 3, 4).
  3. 3. Isolator nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß den; inneren, Teilen der geschützten Strecken, an denen, die stromschwachen Teilentladungen einsetzen, Kriechstrecken, in solcher Anordnung vorgeschaltet sind, daß sich vom Einsetzen der Vorentladungen an kein Wasser mehr an. ihnen niederschlagen kann, und somit ihr Leitvermögen über einen geringen Wert, den es beim Entstehen, der Vorentladungen hat, nicht wesentlich ansteigen kann.
  4. 4. Isolator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftströmung, die von den stromschwachen Teilentladungen, ausgeht, an dien Kriechstrecken entlangstreicht.
  5. 5. Isolator1 nach den Ansprüchen 1 und, 2 mit vielen gleich ausgebildeten Schirmen, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberflächenwiderstand und die gegenseitige Kapazität ungefähr gleichmäßig auf die einzelnen Schirme verteilt sind.
  6. 6. Isolator nach den Ansprüchen, 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß außer Schirmen (M) gegen, Nebel und Verschmutzung noch zusätzlich Schirme (N) gegen Regen vorgesehen sind (Fig. 5).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    309 605/53 8.5&
DES4096D 1937-09-18 1937-09-18 Hochspannungsfreiluftisolator mit erhoehter UEberschlagsicherheit bei Nebel und Verschmutzung und Schutzraeumen unter den Schirmen, bei dem die Aussenoberflaeche der Schirme als Kriechstrecke hoeherer Leitfaehigkeit ausgebildet ist Expired DE970314C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0257725A3 (en) * 1986-08-29 1989-06-07 Ngk Insulators, Ltd. Ceramic insulator

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0257725A3 (en) * 1986-08-29 1989-06-07 Ngk Insulators, Ltd. Ceramic insulator

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