DE968702C - Labyrinthdichtung fuer Turbomaschinen - Google Patents
Labyrinthdichtung fuer TurbomaschinenInfo
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- DE968702C DE968702C DEG12164A DEG0012164A DE968702C DE 968702 C DE968702 C DE 968702C DE G12164 A DEG12164 A DE G12164A DE G0012164 A DEG0012164 A DE G0012164A DE 968702 C DE968702 C DE 968702C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/44—Free-space packings
- F16J15/447—Labyrinth packings
- F16J15/4472—Labyrinth packings with axial path
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D11/00—Preventing or minimising internal leakage of working-fluid, e.g. between stages
- F01D11/02—Preventing or minimising internal leakage of working-fluid, e.g. between stages by non-contact sealings, e.g. of labyrinth type
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Sealing Using Fluids, Sealing Without Contact, And Removal Of Oil (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 20. MÄRZ 1958
G 12164 XII147 f
An Labyrinthdichtungen bei Turbomaschinen werden bekanntlich zwei Hauptforderungen gestellt,
die sich gewissermaßen widersprechen; einerseits sind mit Rücksicht auf eine gute Abdichtung
möglichst kleine Spaltbreiten und damit -querschnitte erwünscht, andererseits soll aus Gründen
der Betriebssicherheit eine gegenseitige Berührung von feststehenden und umlaufenden Bauteilen möglichst
vermieden werden. Letzteres gilt vor allem bezüglich dem einerseits von der Welle begrenzten
Dichtungsspalt und ist um so wichtiger, je höher die Umfangsgeschwindigkeit der Welle ist, da ein
Streifen derselben an den in das Gehäuse eingesetzten Dichtungselementen erfahrungsgemäß
recht schnell zu einer so starken Erwärmung und dadurch verursachten Krümmung der Welle führt,
daß daraus schwerwiegende Maschinenschäden entstehen können.
Die Erfindung geht von der für Labyrinthdichtungen an sich bekannten Bauart mit ab- ao
wechselnd in das Gehäuse und in die Welle eingesetzten Dichtungselementen aus, wobei die
zugehörigen Dichtungsspalte entsprechend abwechselnd auf verschiedenen Durchmessern liegen.
Eine solche Anordnung ist wegen der durch das fortgesetzte Umlenken des zurückzuhaltenden
Strömungsmittels erreichtenDrosselwirkung grundsätzlich zweckmäßig; sie erfordert aber mindestens
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für die feststehenden Elemente, wenn diese gegen die Welle selbst abdichten, so breite Spalte, daß
die Gefahr des Anstreifens vermieden wird. Dadurch wird die Labyrinthwirkung wieder be-5.
einträchtigt, weil die abgedämmte Druckhöhe sich im umgekehrten Verhältnis zum Quadrat der
Spaltfläche ändert.
Bei der Herstellung der Dichtungsspitzen aus dünnen Blechen od. dgl. aus weichem Material, die
ίο beim Anstreifen sofort abgeschliffen oder verbogen werden, lassen sich die Spaltbreiten zwar verringern.
Damit wird aber kein dauernder Erfolg erreicht. Dagegen kann man die insoweit bestehenden
Schwierigkeiten in der Weise beseitigen, daß die in das Gehäuse eingesetzten Dichtungselemente
nicht bis an die Welle selbst, sondern bis an einen mit dieser möglichst wärmedämmend verbundenen
Zwischenkörper auf Spaltabstand heranreichen. Dabei muß allerdings beachtet werden, daß nicht
die. Dichtungsdurchmesser zu sehr vergrößert werden oder andere Nachteile sich ergeben.
In diesem Zusammenhang ist eine Anordnung wechselseitig in das feststehende Gehäuse und in
die umlaufende Welle eingestemmter dünner Blechstreifen
zu erwähnen, die labyrinthartig Dichtungsspalte auf abwechselnd verschiedenen Durchmessern
bilden, wobei die näher an der Welle liegenden Spalte beiderseits durch die betreffenden
Blechstreifen begrenzt werden, so daß also ein etwaiges Anstreifen keine Gefahr für die Welle mit
sich bringt. Aber auch eine solche Dichtung entspricht noch nicht allen betriebsmäßigen Anforderungen;
die letztgenannten Dichtungsspalte sind dort nämlich nur bei einer ganz bestimmten gegenseitigen
Lage des Gehäuses und der Welle vorhanden, während es erwünscht ist, daß alle Dichtungsspalte
auch bei durch Wärmedehnungen od. dgl. möglichen axialen Relativbewegungen zwischen den
beiderseitigen Bauteilen aufrechterhalten bleiben. Man hat schließlich schon eine Labyrinthdichtung
mit ausschließlich umlaufenden, einem feststehenden Bauteil gegenüberliegenden Dichtungsspitzen
vorgesehen. Werden solche Dichtungsspitzen mit gleichen Durchmessern aus der Welle
herausgearbeitet, so fehlt es, abgesehen von der vergleichsweise umständlichen Herstellung, an der
erwünschten Aüswechselbarkeit der Dichtungselemente und der Umlenkung des Strömungsmittels.
Werden sie in Form verschieden breiter Blechstreifen in je eine Wellennut eingestemmt, so muß
die Innenseite des Gehäuses sehr genau für die abwechselnd größeren und kleineren Dichtungsdurchmesser bearbeitet werden; auch kann die Zahl
der Dichtungselemente auf einer bestimmten axialen Länge nur so groß sein wie die Zahl der Wellennuten,
für welche ein bestimmter Mindestabstand notwendig ist.
Die Erfindung besteht in neuartiger und vorteilhafter Vereinigung mehrerer in anderem Zusammenhang
teilweise schon bekannter Einzelmerkmale darin, daß jede der feststehenden Dichtungsspitzen
bis auf einen kleinen Spaltabstand an den freien, in axialer Richtung verlaufenden Schenkel eines
mit der Welle auswechselbar verbundenen und dieselbe ihrerseits in an sich bekannter Weise mit
einem gewissen Abstand umgebenden Winkelringes heranreicht, wobei der andere Schenkel jedes
Winkelringes der Welle zugekehrt ist und in .an sich bekannter Weise zusammen mit einer benachbarten,
bis auf einen vorzugsweise gleich kleinen Spaltabstand an das Gehäuse oder einen anderen
feststehenden Bauteil heranreichenden umlaufenden Dichtungsspitze in einer gemeinsamen Wellennut
befestigt ist.
Zur Sicherung gegen die im Betrieb auftretenden Zentrifugalkräfte können die in der Welle befestigten
Schenkel der Winkelringe einen keil- oder L-förmigen Querschnitt haben und die Wellennuten
zur Aufnahme derselben entsprechend unterschnitten sein. Außerdem können die Winkelringe einen
der Welle abgekehrten Ansatz haben, der an Stelle der von den Winkelringen getrennten umlaufenden
Dichtungsspitzen mit seinem gegebenenfalls zugeschärften freien Ende bis auf Spaltabstand an
das Gehäuse oder einen sonstigen feststehenden Bauteil heranreicht.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsformen beispielsweise
dargestellt.
Abb. ι zeigt eine Labyrinthdichtung, bei der einerseits unmittelbar in das Gehäuse 1 oder einen
mit demselben in Verbindung stehenden Bauteil un"d andererseits in die Welle 2 einer Turbomaschine
(Dampf- oder Gasturbine, Verdichter, Pumpe) aus dünnem Blech bestehende und als ,geschlitzte oder
halbierte Ringe ausgebildete Dichtungsspitzen 3 bzw. 4 eingesetzt und mittels nicht in den Raum
zwischen Gehäuse und Welle hineinragender Stemmringe 5 bzw. 6 befestigt sind. In die gleichen
Wellennuten wie die Teile 4 und 6 sind ferner Winkelringe 7 mit ihrem einen Schenkel eingesetzt,
während ihr anderer Schenkel die Welle in einem gewissen radialen Abstand χ umgibt und sich axial
bis etwa zur Befestigungsnut der nächstfolgenden umlaufenden Dichtungsspitze 4 erstreckt. Der
Außenseite dieses Schenkels liegen die feststehenden Dichtungsspitzen 3 im Spaltabstand S1 gegenüber,
der etwa ebenso klein ist wie der auf einem etwas größeren Durchmesser liegende Spaltabstand
S2 zwischen dem Gehäuse 1 und den umlaufenden
Dichtungsspitzen 4.
Abb. 2 und 3 veranschaulichen Ausführungen, die sich nur durch etwas andere Formen der in die
Welle 2 eingesetzten und zur Bildung der Labyrinthspalte S1 gegenüber den feststehenden Dichtungselementen
3 dienenden Winkelringe 8 bzw. 9 von der ersten Ausführung unterscheiden. Nach Abb. 2 ist der in die Welle eingreifende Schenkel
der Winkelringe 8 keilförmig ausgebildet, während nach Abb. 3 die besondere Sicherung der Winkelringe
9 gegen die beim Umlauf der Welle 2 auftretenden Zentrifugalkräfte durch an sich ebenfalls
bekannte, z. B. bei den Füßen von Turbinenschaufeln übliche, rechtwinklige Ansätze erfolgt,
die in entsprechende Unterschneidungen der Wellennuten hineinragen.
Abb. 4 gibt schließlich eine Ausführung wieder, bei der die in die Welle 2 eingesetzten und zur
Bildung der Labyrinthspalte S1 gegenüber den feststehenden
Dichtungsspitzen 3 dienenden Winkelringe 10 an Stelle der bei den anderen Ausführungen
neben ihnen in die Welle eingesetzten Dichtungsspitzen selbst einen radial zur Welle
verlaufenden und am freien Ende zugeschärften Ansatz haben, der bis auf den Labyrinthspaltabstand
J2 an das Gehäuse 1 heranreicht.
Die praktische Bedeutung der neuartigen Labyrinthdichtung liegt in der gleichzeitigen Berücksichtigung
mehrerer eingangs erwähnter, bisher aber nur teilweise erfüllter Forderungen. Durch
die zwischengeschalteten Winkelringe wird ein unmittelbares Anstreifen der feststehenden Dichtungsspitzen
an der Welle unmöglich gemacht. Es können deshalb alle Labyrinthspalte S1, J2 gleich
breit und so klein bemessen werden, wie es für eine gute Dichtungswirkung erforderlich ist. Auch
erreicht man eine vergleichsweise große Zahl wirksamer, auswechselbarer Dichtungsspitzen jeLängeneinheit,
weil innerhalb des herstellungsmäßig möglichen Mindestabstandes von benachbarten Be-
»5 festigungsnuten in der Welle bzw. im Gehäuse je
zwei Dichtungsspitzen vorhanden sind. Dazu kommt weiterhin, daß -durch die verhältnismäßig geringe
Stärke der Winkelringe die Dichtungsdurchmesser nur unwesentlich vergrößert werden und damit
ein vergleichsweise geringer Axialschub auf die Welle verursacht wird. Schließlich findet durch
das zwangläufige Umlenken der Leckströmung nach jedem Labyrinthspalt eine an sich bekannte Wirbelbildung
und damit eine zusätzliche Drosselung des zurückhaltenden Dampfes od. dgl. statt.
Außer den betriebsmäßig vorteilhaften Eigenschaften trägt eine gemäß der Erfindung ausgeführte
Labyrinthdichtung, für welche die vorstehend erläuterten und in der Zeichnung dargestellten Beispiele
nur einige der bestehenden Möglichkeiten sind, auch der Forderung nach einer einfachen
Herstellung und leichten Auswechselbarkeit aller zugehörigen Teile Rechnung.
Die Winkelringe 7, 8, 9, 10 werden vorzugsweise
zweiteilig hergestellt und beim Einbau zu geschlossenen Ringkörpern zusammengesetzt.
Claims (3)
- Patentansprüche:I. Labyrinthdichtung für Turbomaschinen mit abwechselnd feststehenden und umlaufenden Dichtungsspitzen, wobei die zugehörigen Dichtungsspalte entsprechend abwechselnd auf verschiedenen Durchmessern liegen und auch bei durch Wärmedehnungen od. dgl. möglichen axialen Relativbewegungen zwischen den bei; derseitigen Bauteilen sämtlich aufrechterhalten bleiben, dadurch gekennzeichnet, daß jede der feststehenden Dichtungsspitzen (3) bis auf einen kleinen Spaltabstand (J1) an den freien, in axialer Richtung verlaufenden Schenkel eines mit der Welle (2) auswechselbar verbundenen und dieselbe ihrerseits in an sich bekannter Weise mit einem gewissen Abstand (x) umgebenden Winkelringes (7 bis 10) heranreicht, wobei der andere Schenkel jedes Winkelringes der Welle zugekehrt ist und in an sich bekannter Weise zusammen mit einer benachbarten, bis auf einen vorzugsweise gleich kleinen Spaltabstand (s2) an das Gehäuse (1) oder einen anderen feststehenden Bauteil heranreichenden umlaufenden Dichtungsspitze (4) in einer gemeinsamen Wellennut befestigt ist.
- 2. Labyrinthdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Welle (2) befestigte Schenkel der Winkelringe (8, 9) zur Sicherung gegen die im Betrieb auftretenden Zentrifugalkräfte so ausgebildet ist, z. B. mit einem keil- oder L-förmigen Querschnitt, daß er aus der entsprechend unterschnittenen Wellennut nur durch eine zusätzliche Axialbewegung entfernt werden kann.
- 3. Labyrinthdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelringe (10) einen der Welle (2) abgekehrten Ansatz haben, der an Stelle der von den Winkelringen getrennten umlaufenden Dichtungsspitzen (2) mit seinem gegebenenfalls zugeschärften freien Ende bis auf Spaltabstand (^2) an einen feststehenden Bauteil (1) heranreicht.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschrift Nr. 528824;französische Patentschrift Nr. 365 995;F. Dietzel, »Dampfturbinen«, 1950, S. 211, Bild 211, 2;Stodola, »Dampf- und Gasturbinen«, 1924, S. 425, Abb. 450 e;Loschge-Schnakig: »Konstruktionen aus dem Dampfturbinenbau«, 1938, S. 7 und 12,
Abb. 46c, 67 und 71.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 656/263 1.56 (709 904/7 S. 58)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG12164A DE968702C (de) | 1953-07-09 | 1953-07-09 | Labyrinthdichtung fuer Turbomaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG12164A DE968702C (de) | 1953-07-09 | 1953-07-09 | Labyrinthdichtung fuer Turbomaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE968702C true DE968702C (de) | 1958-03-20 |
Family
ID=7119753
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG12164A Expired DE968702C (de) | 1953-07-09 | 1953-07-09 | Labyrinthdichtung fuer Turbomaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE968702C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1207740B (de) * | 1963-09-14 | 1965-12-23 | Siemens Ag | Labyrinthstopfbuechse, insbesondere fuer schnellaufende Maschinen |
| DE4304805A1 (de) * | 1993-02-17 | 1994-08-18 | Abb Patent Gmbh | Vorrichtung zum berührungslosen Abdichten zwischen Räumen unterschiedlichen Druckes |
| WO1997009549A1 (en) * | 1995-09-06 | 1997-03-13 | Innovative Technology, L.L.C. | Turbine seal |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR365995A (fr) * | 1905-07-08 | 1906-09-24 | Charles Algernon Parsons | Genre de garniture à chicanage pour turbines |
| DE528824C (de) * | 1928-07-14 | 1931-07-24 | Erste Bruenner Maschinen Fab | Labyrinthdichtung fuer sich drehende Wellen |
-
1953
- 1953-07-09 DE DEG12164A patent/DE968702C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
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| FR365995A (fr) * | 1905-07-08 | 1906-09-24 | Charles Algernon Parsons | Genre de garniture à chicanage pour turbines |
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| WO1997009549A1 (en) * | 1995-09-06 | 1997-03-13 | Innovative Technology, L.L.C. | Turbine seal |
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