DE963045C - Verfahren zur Herstellung von elektrischen Zuenderkoepfen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von elektrischen ZuenderkoepfenInfo
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Description
AUSGEGEBEN. AM 2. MAI 1957
A 23498 IVa j 78 e
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
elektrischer Zünddrähte, vorzugsweise für Zünder von Munition, die aus zwei elektrischen
Leitern -bestehen, deren eines Ende in einen Körper aus isolierendem Material eingegossen, ist, und wobei
die Enden miteinander durch eine Schicht von elektrisch leitendem Material, das auf den Körper
aufgebracht ist, elektrisch verbunden sind.
Es ist bisher bekannt, elektrische Zünder herzustellen, bei denen die Endteile von zwei elektrischen.
Leitern in einen Körper, vorzugsweise in Form einer Glasperle, eingegossen sind. Die Leiter
werden dann derart eingegossen/ daß die beiden Enden an der äußeren Oberfläche der angegossenen
Glasperle blankgelegt sind. Die beidfen Leiter sind an der Kugel in elektrischer Hinsicht miteinander
durch einen Überzug eines elektrisch leitenden Materials auf der Glasperle verbunden. Dieser Überzug
kann beispielsweise durch Plattierung erreicht werden. Für Zünder der vorliegenden Art ist es erwünscht,
daß die genannten Teile der Leiter, die freigelegt sind, sich in. einem bestimmten Abstand
voneinander befinden. Dies wird dadurch bewirkt, daß man den Abstand zwischen den Leitern vor
dem Eingießen festlegt, was ein verhältnismäßig schwieriges Verfahren erfordert. Es ist ebenfalls
erwünscht, die Leiterteile so dicht wie möglich nebeneinander zu legen. Jedoch hat es sich bisher
als sehr schwierig erwiesen, diesen Wunsch zu erfüllen, da die Teile der Leiter beim Eingießen in
die Glasperle direkt miteinander in Kontakt kommen können. Eine solche direkte Verbindung kann
ebenfalls entstehen, wenn die eingegossenen Leiterteile mit einem isolierendem Überzug versehen sind.
Der Grund dafür ist, daß die Temperatur, die beim Eingießen auftritt, so hoch ist, daß der isolierende
Überzug des Leiters zerstört wird, so daß dann der ίο direkte Kontakt entsteht. Um den direkten Kontakt
unter Berücksichtigung dieser Verhältnisse zu vermeiden, darf der Abstand zwischen den Leiterteilen
in der Glasperle nicht unter einem vorausbestimmten Wert liegen. Diese Begrenzung des
Abstandes zwischen den Leiterenden ist ein offenbarer Nachteil mit Rücksicht auf die Anforderungen
an die Zünder der vorliegenden Art.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Zünao
ders zu schaffen, bei dem zum mindesten einer der Leiter mit einer isolierenden Schicht versehen ist,
wobei die Leiter in dem isolierenden Körper in einem wesentlich geringeren Abstand voneinander
angebracht werden können, als man ihn bisher erreichen konnte. Dabei ist der minimale Abstand
durch die isolierende Schicht oder die Schichten gegeben, mit der der oder die entsprechenden.Leiter
überzogen sind.
Die vorliegende Erfindung bietet den Vorteil, daß der geringste Abstand zwischen den Enden der
Leiter nicht festgelegt zu sein braucht, da die Leiter direkt gegeneinander gelegt werden, können.,
ohne daß zwischen ihnen elektrischer Kontakt entsteht.
Ein Verfahren zur Herstellung elektrischer Zünder aus zwei elektrischen Leitern, bei dem der
eine Endteil eines der Leiter mit einem Endteil des anderen Leiters in einen Körper aus elektrisch
isolierendem Material in solcher Weise eingegossen wird, daß die genannten Endteile in einem Abstand
voneinander liegen, vfobei die Enden selbst an der äußeren Oberfläche des Körpers ohne oder
mit Bearbeitung desselben freigelegt sind und wobei eine elektrisch leitende Schicht, die die äußere
Oberfläche des genannten Körpers bedeckt, die beiden Enden des Leiters, die blank nebeneinandergelegt
sind, elektrisch miteinander verbindet, ist nach der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß zum mindesten einer der genannten Endteile mit einem in elektrischer Beziehung
isolierenden Überzug versehen ist, wobei der andere Endteil dicht neben den genannten Endteil
gelegt ist in einem der Dicke des Überzuges entsprechenden oder nahezu entsprechenden Abstand
des genannten einen Endteiles oder in einem der gesamten. Dicke der Überzüge beider Enden
entsprechenden. Abstand und dadurch, daß die ge^ nannten Endteile danach in den genannten isolierenden
Körper eingegossen werden, wobei dann solches Material gewählt wird, daß das Eingießen
unter solchen Temperaturbedingungen stattfinden kann, daß der genannte isolierende Überzug oder
die Überzüge unversehrt bleiben.
Die Erfindung wird im einzelnen in Verbindung mit den vier Zeichnungen beschrieben., von denen
Fig. ι ein Beispiel von zwei Ausführungen elektrischer Zünder zeigt, die entsprechend dem
Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellt sind, und wobei die
Fig. 2 bis 7 verschiedene Arbeitsstufen und Geräte zur Herstellung der elektrischen Zünder
nach der vorliegenden Erfindung wiedergeben.
Im linken Teil der Fig. 1 werden zwei elektrische Leiter 1 und 2 gezeigt, von denen der
Leiter mit dem Bezugszeichen 2 nicht isoliert ist und der mit 1 bezeichnete Leiter mit einem isolierenden
Überzug versehen ist. Die genannten Leiter sind teilweise durch Verdrillen miteinander verbunden.
Die Teile der Leiter 1 und 2 mit der einheitlichen Bezeichnung 4 und 5 oberhalb des genannten
verdrillten Teiles mit-dem Bezugszeichen 3 liegen so dicht wie möglich nebeneinander, d. h.,
der Abstand zwischen den Leiterteilen 4 und 5 geht nicht über die Dicke des isolierenden Überzuges
des Leiters 1 hinaus. Die genannten zwei Leiterenden 4 und S sind in einen Körper 6 in
Halbkugelform eingegossen, der aus Material mit isolierenden Eigenschaften besteht. Das Material
des genannten. Körpers hat einen solchen Typ, daß das Gießen nicht eine derart hohe Temperatur erfordert,
daß der Überzug des Leiters 1 beschädigt wird. Als ein Beispiel für ein geeignetes Material
wird ein gehärteter, synthetischer Kunststoff vom Äthoxylintyp genannt. Die Oberflächen der Enden
der Leiter 1 und 2 sind an der ebenen Oberfläche des Körpers 6 freigelegt. Es dürfte offensichtlich
sein, daß der Abstand zwischen den Leiterenden 4 und 5 über den, der Dicke des Überzuges des
Leiters 1 entsprechenden Abstand hinausgehen kann, jedoch noch geringer sein kann als der Abstand,
den man früher erreichen konnte, wenn der aus isolierendem Material hergestellte Körper z. B.
aus Glas bestand.
Es ist nicht erforderlich, daß der aus isolierendem Material hergestellte Körper Halbkugelform
besitzt. Er kann jede beliebige Form haben unter der Bedingung, daß die Leiterenden 4 und 5 an der
äußeren Oberfläche des Körpers freigelegt sind.
Der Zünder nach dem rechten, Teil der Fig. 1 unterscheidet sich von dem nach dem linken Teil nur
im Hinblick darauf, daß die beiden Leiter 1' und 2' beide mit einer isolierenden Schicht überzogen
sind. Das gleiche gilt dann für die Leiterteile 4' und 5'. Im übrigen sind diese Zünder mit dem vorangegangenen
Zünder identisch, und eine weitere Beschreibung ist daher nicht erforderlich.
Im folgenden wird beschrieben, wie der letztenannte Zünder hergestellt wird.
In Fig. 2 sind zwei rechteckige Platten 7 und 8 dargestellt, von denen die Platte 7 entlang eines
Randes mit einer Anzahl von Eindrehungen ya und
die Platte 8 ebenso entlang eines Randes mit einer Anzahl von Eindrehungen 8a versehen ist. Die
Platte 7 besitzt weiterhin zwei Vertiefungen 9 und 10, die transversal verlaufen. Zwei Schraubenverbindungenn
und 12 an der Platte 8 wirken mit
diesen Vertiefungen, zusammen. Durch die genannte Eindrehung und die genannte Schraubenverbindung
kann die Breite der aus den Platteni 7 und 8 gebildeten rechtwinkligen Einheit eingestellt
werden. Wenn die genannte Einheit durch die Löcher 9 und 10 und die Schraubenverbindungen
11 und 12 eingestellt ist, so daß die Platte 8 zum
Teil hinter der Platte 7 herausragt, wie in. der vorliegenden Figur veranschaulicht, wird ein elekirischer
Leiter 15, der mit einem isolierenden Überzug versehen ist, in einem Loch 13 in der
Platte 7 befestigt, das durch die Platte 8 hindurchgehen
kann. Dieser Leiter wird danach um die aus den Platten 7 und 8 gebildete rechtwinklige Einheit
spiralig aufgewickelt, derart, daß der Leiter durch die Eindrehungen Ja und 8Ö geht. Wenn die genannte
rechtwinklige Einheit vollständig umwickelt ist, wird der Leiter in einem Loch 14 in der Platte 7
befestigt, das ebenfalls durch die Platte 8 hindurchgehen
kann. Danach werden, die Schraubenverbindungen gelöst und die Platte 7 relativ zu der
Platte 8 abwärts bewegt, so daß die unteren Ränder der -beiden Platten nebeneinanderliegen.
Der Leiter, der auf der rechtwinkligen. Einheit aufgewickelt war, bildet dann, wie in Fig. 3 gezeigt,
eine Anzahl von Drahtschleifen i6, die außerhalb
der beiden, Platten. 7 und 8 liegen und deren Anzahl der Zahl der Leiterwindungen auf den Platten
entspricht. Jede der genannten Schleifen wird mit einem Haken 17 in einer Drahtwickelapparatur
versehen, wie in Fig. 4 dargestellt. In der genannten Apparatur sind die Haken 17 in. einer oder
der anderen, Weise drehbar in einer Platte 18 gelagert. Alle Haken sind nacheinander in einer
Reihe angeordnet, und jeder von ihnen ist mit einem Zahnrad 19 versehen. Jedes Zahnrad ist mit
dem Rad eines benachbarten Hakens mit Hilfe eines zwischenliegenden. Zahnrades 20 verbunden.
Das Zahnrad 19 ist weiterhin mit einem der äußeren Haken 17 und mit einem Zahnrad 21 und einer
Kurbelwelle 22 verbunden.
Bei rotierender Bewegung der genannten Kurbel welle22 werden die Drahtschleifen 16 aufgewickelt,
wie in Fig. 4 eindeutig dargestellt. Wenn man eine genügende Anzahl von verdrillten Windungen erhalten
hat, werden die zurückbleibenden Schlaufenteile an der Verdrillung oder ein Teil der Verdrillung
abgeschnitten. Die verdrillten LeiteTteile werden, wenn der Leiter 15 sich noch an den
Platten 7 und 8 befindet, in ein Gefäß 23 eingetaucht, das eine Flüssigkeit 24, vorzugsweise
einen geschmolzenen Kunststoff, enthält, wie in Fig. 5 dargestellt. Das Eintauchen wird dabei derart
durchgeführt, daß kugelförmige Tropfen 25 erhalten werden. Wenn der Tauchvorgang abgeschlossen
ist, wird jede Leiterwindung des Leiters 15 an dem unteren Rand der Platten 7
und 8, beispielsweise mit einem Messer 26, wie in Fig. 6 gezeigt, abgeschnitten, wobei man eine Anzahl
von Zündern entsprechend der Anzahl von Leiterwindungen erhält. Diese Zünder bestehen
aus einem isolierenden Körper 25 und zwei Leiterenden i5a und i56.
Die, wie oben beschrieben, erhaltenen Zünder werden jeder für sich in einer Vertiefung in der
Platte 27 aus isolierendem Material angebracht (s. Fig. 7). Die genannten Vertiefungen haben
Halbkugelform und besitzen ein Volumen etwa entsprechend der Hälfte, des Volumens des isolierenden
Körpers 25. Am unteren Teil einer jeden Vertiefung ist ein durchgehendes Loch angebracht,
so daß die Leiterenden I5a und 15^ an einem
Zünder durch es hindurchgezogen werden können. Wenn ein elektrischer Zünder in einer solchen
Vertiefung angebracht ist,- ragt nur ein halbkugelförmiger Teil des Zünders, über die obere Oberfläche
der Platte· 27 hinaus. Die am unteren Ende der Platte 27 hinausragenden Leiterenden werden
gebogen und herausgezogen, so daß sie, wie in der vorliegenden Figur gezeigt, ausgerichtet sind. Die
herausragenden Kugeloberflächen werden abgeschliffen, so daß die Zünder ebene Oberflächen·
erhalten, die mit der oberen Oberfläche def Platte 27 zusammenfallen. Die isolierenden Körper haben
jetzt ein Aussehen entsprechend dem isolierenden Körper 6 in Fig. 1. Die Platte 27*-mit ihren elektrischen
Zündern wird auf ein Joch 28 eines Elektromagneten gebracht und auf diesem mit
Metallplatten 29 und 30 festgehalten, die auf die leitenden Enden der elektrischen Zünder gelegt
werden. Der Elektromagnet ist mit einer Drahtwindung 31 zur Verbindung mit einer elektrischen
Kraftquelle versehen.. Auf der Platte 27 werden die elektrisch isolierenden Körper mit einer haftenden
Flüssigkeit überzogen, die ein Pulver oder Späne 32 enthält, die elektrisch leitend und ferromagnetisch sind. Wenn der Strom durch die Windungen.
31 fließt, wird in dem isolierenden Körper 25 ein magnetisches Feld erzeugt, so daß das
Pulver entsprechend den bekannten magnetischen Gesetzen entlang den Kraftlinien von einem Leiter
I5o zu dem anderen Leiter is6 bei jedem elektrischen
Zünder ausgerichtet wird, wie im oberen Teil der Fig. 7 gezeigt, wo die Isolierung der
Drähte ise und I56 die Bezugszeicheti 33 und 34
haben. Durch die Ausrichtung des Pulvers in der genannten Weise wird der große Vorteil ausgenutzt,
daß es möglich ist, ein Minimum von elektrisch leitendem Material zwischen den Leitern
I5a und i56 zu benutzen.. Dies hat wiederum zur
Folge, daß, wenn der Strom hindurchgeleitet wird, ein Minimum an Energie erforderlich ist, um den
durch das Pulver gebildeten Überzug zu erhitzen.
Jeder elektrische Zünder der obengenannten Art wird schließlich mit einem geeigneten Initialsprengstoff
auf der ebenen Oberfläche versehen. Als Beispiel eines solchen Sprengstoffes kann
Silberazetylid genannt werden.
Massenweise nach der Erfindung hergestellte Zünder weisen untereinander so geringe Verschiedenheiten
auf, daß sie vernachlässigt werden können.
Claims (3)
- P A TE N T A N S P R C CII ΕΙ . Verfahren zur Herstellung von elektrischen Zünderköpfen, bei denen zwei elektrische Leiterin. einen. Isolierkörper, dessen Oberfläche ganz oder teilweise elektrisch leitend gemacht ist, eingeschmolzen sind, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend vorgeformte Drähte, von denen, einer oder beide isoliert sind, an. ihrem einen Ende in einem Abstand, der der Stärke der Drahtisolierung(en) entspricht oder nahezu entspricht, von einem Isolierkörper schmelzflüssig umhüllt werden, wobei eine solche Isoliermasse verwendet wird, deren Schmelzfluß die Drahtisolierung nicht beschädigt oder zerstört.
- 2. Verfahren zur Herstellung von elektrischen Zünderköpfen nach Anspruch i, dadurch-gekennzeichnet, daß die Drahtenden vor der schmelzflüssigen Umhüllung ganz oder teilweise verdrillt werden.
- 3. Verfahren zur Herstellung von elektrischen Zünderköpfen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformung der Drähte in der Weise geschieht, daß ein isolierter Draht auf einer Platte spiralig aufgewickelt wird, daß durch Verkleinerung der Plattenbreite U-förmige Drahtschlaufen gebildet werden, daß diese Schlaufen mittels drehend angreifender Werkzeuge verdrillt werden, daß die über der Verdrillung verbleibenden Schlaufen abgetrennt werden und daß schließlich die einzelnen Spiralwindungen an dem der Verdrillung gegenüberliegenden Ende aufgeschnitten werden.·Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 609 659/111 10.56 (609 873 4.57)
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