DE956530C - Einrichtung zum Erzeugen einer hinsichtlich der Spannungshoehe temperaturunabhaengigen Wechselspannung - Google Patents
Einrichtung zum Erzeugen einer hinsichtlich der Spannungshoehe temperaturunabhaengigen WechselspannungInfo
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Description
Die Erfindung besteht in einer Einrichtung zum Erzeugen einer hinsichtlich der Spannungshöhe
temperaturunabhängigen Wechselspannung und ist gekennzeichnet durch einen Kondensator von derartiger
temperaturabhängiger Kapazität, vorzugsweise von derart temperaturabhängigem Dielektrikum,
daß der Temperaturgang der die Wechselspannung liefernden Quelle ausgeglichen wird.
Kondensatoren als Wechselstromwiderstände eignen sich in erster Linie zum Ausgleich des
Temperaturspannungsganges "von Wechselspannungsquellen. Es ist jedoch auch möglich, mit einer
Einrichtung nach der Erfindung temperaturunabhängige Gleichspannungen zu erzeugen, indem bei
einer über eine Ventilanordnung aus einer Wechsel-Spannungsquelle entnommenen Spannung der
Temperaturwiderstandsgang der Ventilanordnung in den Ausgleich miteinbezogen wird. Dies kann
durch eine entsprechende, zugleich den Temperaturwiderstandsgang berücksichtigende Bemessung des
spannungsabhängigen Kondensators erreicht werden. Als temperaturabhängige Kondensatoren sind
insbesondere keramische Kondensatoren mit einem Dielektrikum aus Bariumtitanat, Strontium ti tanat
oder anderen Titanaten sowie vor allem aus Mischungen dieser Stoffe geeignet.
" Derartige Kondensatoren nebst ihrer Temperaturabhängigkeit sind an sich bekannt. Es ist des
" Derartige Kondensatoren nebst ihrer Temperaturabhängigkeit sind an sich bekannt. Es ist des
weiteren an sich bekannt, einen Eisenwasserstoffwiderstand in Reihe mit einem temperaturunabhängigen
Widerstand an eine Stromquelle anzuschließen, um dadurch den Strom durch den temperaturunabhängigen Widerstand konstantzuhalten.
Eine derartige Schaltung könnte an sich auch zur Erzielung einer konstanten Spannung
benutzt werden, wenn nämlich der Spannungsabfall an dem temperaturunabhängigen Widerstand ausgenutzt
wird. Eine solche Schaltung würde jedoch nicht in der Lage sein, die Temperaturabhängigkeit
einer Spannungsquelle auszugleichen, da Spannungsquellen im allgemeinen durch einen hohen
Inne-nwiderstand gekennzeichnet sind und Eisenwasserstoffwiderstände
zur Konstanthaltung geringer Ströme nicht geeignet sind. Zur Konstanthaltung verhältnismäßig hoher Spannungen, z. B.
Schirmgitterspannungen von Pentoden, sind daher Eisenwasserstoffwiderstände nicht geeignet. Diese
verlangen vielmehr einen verhältnismäßig großen Betriebsstrom, den hochohmige Spannungsquellen
nicht liefern können. Außerdem besteht vor allem in der Regeltechnik die Forderung, daß bestimmte
Spannungsgeber, z. B. Tachometerdynamo, nicht belastet werden dürfen, weil anderenfalls beträchtliche
Regelfehler entstehen können. Für schnelle Regelungen ist der Eisenwasserstoffwiderstand
außerdem wegen seiner Wärmeträgheit nachteilig; ein spannungsabhängiger Kondensator arbeitet dagegen
trägheitslos. Diese und weitere Nachteile der Eisenwasserstoffwiderstände, wie beispielsweise
hohe Betriebstemperatur, großer Raumbedarf und die Gefahr des Durchbrennens werden durch die
erfindungsgemäß verwendeten spannungsabhängigen Kondensatoren vermieden.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung sind in der Zeichnung einige Schaltungsbeispiele dargestellt.
In Fig. ι liegt an den Klemmen ι und 2 eine Wechselspannung, die von einer nicht mitdargestellten
Wechselspannungsquelle an sich beliebiger Art stammt. Die Spannungsquelle habe
einen bestimmten Temperaturspannungsgang. Es ist gleichgültig, ob sich die Spannung der Wechselspannungsquelle
linear oder anders als linear mit der Temperatur ändert. Zum Ausgleich der Abhängigkeit
ist ein temperaturabhängiger Kondensator 3 in Reihe mit einem anderen, nicht temperaturabhängigen
Widerstand 4, z. B. einem ohmschen Widerstand oder einem Kondensator, parallel zu der nicht mitdargestellten Spannungsquelle,
also an die Klemmen 1 und 2, gelegt. Der Strom durch den Parallelkreis bleibt während einer
Temperaturänderung konstant. Dies kann durch eine sich nach den vorliegenden Gegebenheiten und
Erfordernissen richtende Auswahl und Mischung der für das Dielektrikum des Kondensators 3 verwendeten
Stoffe erreicht werden. Die konstantgehaltene Spannung ist an dem nicht temperaturabhängigen
Widerstand 4 abgenommen und dem Verbraucher 5 zugeführt.
Oft wird gefordert, daß eine erzeugte konstante Spannung in Phase mit der Spannung ist, aus der
sie gebildet wurde, und daß eine Frequenzunabhängigkeit vorliegt. In solchen Fällen wird man
an Stelle des temperaturunabhängigen Wider-Standes 4 einen normalen, d. h. nicht temperaturabhängigen
Kondensator, vorsehen. Die gestellten Forderungen lassen sich dann erfüllen, sofern die
Impedanz der beiden Kondensatoren klein gegen die des angeschalteten Verbrauchers ist, mit
anderen Worten, sofern keine oder nur eine vernachlässigbare geringe Belastung durch einen
Außenwiderstand 5 vorliegt.
Bei der Schaltung nach Fig. 1 ist die Ausgangsspannung
U2 stets kleiner als die Eingangsspannung CZ1. Mit der Schaltung nach Fig. 2, die
mit ihren Einzelheiten und Bezugszeichen der nach Fig. ι bis auf den vorgeschalteten induktiven
Spannungsteiler 6 (Spartransformator) gleicht, kann durch passende Einstellung des Abgriffs 7
dagegen erreicht werden, daß die Ausgangsspannung U2 stets gleich dem Wert der Spannung
CZ1 ist, den diese bei einer Bezugstemperatur T0 aufweist.
Fig. 3 stellt eine besonders vorteilhafte Schaltung nach der Erfindung dar, bei der ebenfalls
erreicht werden kann, daß CZ2 stets die Größe von CZ1 bei der Bezugstemperatur T0 hat. Die zur
Kompensation verwendete Reihenschaltung aus Kondensator 3 und Widerstand 4 ist im Gegensatz
zur Schaltung nach Fig. 1 nur einem ,Teil des Spannungsteilers 6 parallel geschaltet. Mit dieser
Schaltung kann eine mit der Temperatur fallende oder steigende Spannung einer Wechselspannungsquelle
ausgeglichen werden, je nach der Lage, die der spannungsabhängige Kondensator 3 und der
nichtspannungsabhängige Widerstand 4, der hier beispielsweise ebenfalls ein Kondensator sein kann,
einnehmen. Bei unendlichem oder sehr großem Außenwiderstand 5 arbeitet diese Schaltung, wenn
für den Widerstand 4 ein Kondensator verwendet wird, ebenfalls unabhängig in bezug auf Frequenz
und Phasenlage der Eingangsspannung CZ1.
Die Fig. 4 und S zeigen zwei Schaltungen nach der Erfindung, mit denen es möglich ist, eine
konstante Gleichspannung CZ2 aus einer Wechselspannung CZ1 zu erzeugen, die von einem in bezug
auf die Spannung temperaturabhängigen Generator G, eines Mittelfrequenztachometerdynamos
mit permanenten Feldmagneten, geliefert wird.
In Fig. 4 wird die Wechselspannung CZ1 einem
induktiven Spannungsteiler 6 zugeführt, zu dessen rechtem Teil ein ausgleichender spannungsabhängiger
Kondensator 3 in Reihenschaltung mit einem nicht spannungabhängigen Kondensator 4 parallel
liegt. An den mit der Klemme 1 verbundenen Anschluß des Spannungsteilers 6 einerseits und an
den Verbindungspunkt 8 der Kondensatoren 3 und 4 andererseits ist eine Ventilanordnung 9 angeschlossen,
die beispielsweise mit vier Ventilen iao in Einphasenbrückenschaltung ausgeführt ist. Der
spannungsabhängige Kondensator 3 ist so dimensioniert, daß er den Temperaturwiderstandsgang
der Ventilanordnung 9 mitausgleicht.
Fig. 5 zeigt eine ähnliche Schaltung wie Fig. 2. las
An Stelle eines galvanischen Anschlusses der
Kondensatoren 3 und 4 ist hier ein transformatorischer Anschluß an die Spannung U1 des Wechselstromgenerators
vorgesehen. Die konstantzuhaltende Spannung U1 ist einer Gleichrichteranordnung
9 zugeführt, deren Gleichstromanschlüsse mit denen einer Hilfsventilanordnung 9'
in Reihe geschaltet sind. Der Wechselstromeingang der Hilfsventilanordnung 9' wird von einer an dem
spannungsabhängigen Kondensator 3 abgegriffenen . Wechselspannung gespeist.
Die Einrichtung nach der Erfindung ist vor allem geeignet für Regeleinrichtungen hoher
Genauigkeit, zum Temperaturausgleich von Meß-, Vergleichs- oder Steuerspannungen in Regelverstärkern,
ferner zur Konstanthaltung von Gitterspannungen und Anodenspannungen bei Röhren in
komplizierten elektrischen Meßgeräten. Darüber hinaus ist die Einrichtung nach der Erfindung von
besonderer Bedeutung, wenn es sich darum handelt,
so mit Hilfe eines Wechselstromtachometerdynamos — insbesondere wenn diese mit permanenten Feldmagneten
ausgerüstet ist — eine drehzahl-. verhältige, temperaturunabhängige Gleichspannung
zu erzeugen. Die Einrichtung nach der Erfindung ist nicht auf die dargestellten Schaltungsbeispiele
beschränkt, beispielsweise nicht auf die einphasige Ausführung, sondern kann auch zum Ausgleich
des Temperaturspannungsganges mehrphasiger Stromquellen mit den gleichen Vorteilen verwendet
werden.
Claims (9)
1. Einrichtung zum Erzeugen einer hinsichtlieh
der Spannungshöhe temperaturuna.bb.angigen
Wechselspannung, insbesondere für Steuer- und Regeleinrichtungen, gekennzeichnet
durch einen an sich bekannten tempera.turabhängigen Kondensator von derartiger temperaturabhängiger
Kapazität, vorzugsweise von derart temperaturabhängigem Dielektrikum, daß der Temperaturgang der die Wechselspannung
liefernden Quelle ausgeglichen wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines an sich
bekannten Kondensators mit einem keramischen Dielektrikum, insbesondere aus Barium- oder
Strontiumtitanat, vorzugsweise aus einem Gemisch von beiden.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der temperaturabhängige
Kondensator in Reihe mit einem nicht temperaturabhängigen Widerstand, vorzugsweise
einem nicht temperaturabhängigen Kondensator, parallel zu der Spannungsquelle geschaltet ist und daß die temperaturunabhängige
Spannung entweder an dem Kondensator oder an dem Widerstand abgegriffen wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihenschaltung aus
Kondensator und Widerstand, vorzugsweise aus Kondensator und Kondensator, über einen
induktiven Spannungsteiler (Spartransformator) an die Wechselspannungsquelle angeschaltet
ist.
5. Einrichtung nach Anspr ch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reihenschaltung nur zu einem Teil des Spannungsteilers parallel geschaltet
ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, insbesondere für Wechselspannungen veränderlicher
Frequenz, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht temperaturabhängige Widerstand ebenfalls ein Kondensator ist und daß die Impedanz
beider klein ist gegen die des Verbrauchers.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselspannungsquelle
ein Wechsel- oder Drehstromtachometerdynamo ist, insbesondere mit Dauermagneten zur Felderzeugung.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Wechselspannungsquelle auf
eine Ventilanordnung arbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß zugleich der Temperaturwiderstandsgang
der Ventilanordnung in den Ausgleich einbezogen ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gleichstromseitig in
Reihe geschaltete Ventilbrückenanordnungen vorgesehen sind, von denen die eine wechselstromseitig
an die konstant zu haltende Spannungsquelle und die andere wechselstromseitig an eine von dieser abhängigen, jedoch, galvanisch
getrennten Spannung angeschlossen ist, daß die Mittel zum Temperaturausgleich in den
Wechselstromkreis dieser Spannung eingeschaltet sind und daß zugleich der Temperaturwiderstandsgang
beider Ventilanordnungen in den Ausgleich einbezogen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 284 596;
ATM, Folge I 062-21.
Schweizerische Patentschrift Nr. 284 596;
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609550/334 7.56 (609756 1.57)
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES31618A DE956530C (de) | 1952-12-24 | 1952-12-24 | Einrichtung zum Erzeugen einer hinsichtlich der Spannungshoehe temperaturunabhaengigen Wechselspannung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES31618A DE956530C (de) | 1952-12-24 | 1952-12-24 | Einrichtung zum Erzeugen einer hinsichtlich der Spannungshoehe temperaturunabhaengigen Wechselspannung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE956530C true DE956530C (de) | 1957-01-17 |
Family
ID=7480585
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES31618A Expired DE956530C (de) | 1952-12-24 | 1952-12-24 | Einrichtung zum Erzeugen einer hinsichtlich der Spannungshoehe temperaturunabhaengigen Wechselspannung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE956530C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH284596A (de) * | 1948-11-10 | 1952-07-31 | Philips Nv | Kondensator. |
-
1952
- 1952-12-24 DE DES31618A patent/DE956530C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH284596A (de) * | 1948-11-10 | 1952-07-31 | Philips Nv | Kondensator. |
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