DE947925C - Schalldichtung von Tuer- oder Fensterspalten - Google Patents

Schalldichtung von Tuer- oder Fensterspalten

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DE947925C
DE947925C DER14415A DER0014415A DE947925C DE 947925 C DE947925 C DE 947925C DE R14415 A DER14415 A DE R14415A DE R0014415 A DER0014415 A DE R0014415A DE 947925 C DE947925 C DE 947925C
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porous
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soundproofing
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DER14415A
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Inventor
Dr Walter Kuhl
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B5/00Doors, windows, or like closures for special purposes; Border constructions therefor
    • E06B5/20Doors, windows, or like closures for special purposes; Border constructions therefor for insulation against noise
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/74Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls
    • E04B1/82Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls specifically with respect to sound only

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Specific Sealing Or Ventilating Devices For Doors And Windows (AREA)

Description

  • Schalldichtung von Tür- oder Fensterspalten Die Schalldämmung von' Türen und Fenstern ist bekanntlich nur so gut, wie die Dichtung ihrer Fugen (Ritzen, Spalte). Die Dichtung schalldichter Türen kann aus einem oder mehreren umlaufenden Dichtungsstreifen aus Filz oder besser Zellgummi oder Gummischlauch bestehen, die aber zu einet ausreichenden Dichtung auf dem ganzen Umfang angepreßt werden, müssen. Wegen der großen dazu erforderlichen Kraft muß das Türblatt verwindungssteif sein, oder die Vorrichtung zur Verriegelung muß an mehreren .Punkten des Umlfangs angreifen. In jedem Fall ist eine mechanisch sehr aufwendige und kräftige Ausführung erforderlich. Abgesehen von der aufzuwendenden Kraft ist eine solche Verriegelung schalldichter Türen .bei. jedem Schließen sehr umständlich. Vor etlichen Jahren wurde deshalb schon eine Anordnung zur Dichtung von Tür- und Fensterspalten ohne jede Anpressung vorgeschlagen, die darin besteht, daß eine oder beide Begrenzungsflächen der Fugen mit porösem Schluckstoff in mehr oder weniger großer Dicke belegt sind.
  • Die Schallschluckung in einem Spalt von 5 mm Breite, der auf einer Seite mit Schluckstoff ausgekleidet ist, beträgt aber bei einer Dicke des Schluckstoffs von io cm bei geringem Strömungswiderstand und einer Frequenz von, ioo Hz nicht i bis a db/cm, wie maximal bei hohen Frequenzen, sondern nur etwa o, i db/cm, auch @dann,1 wenn der Schluckstoff in bekannter Weise senkrecht zur @Schallawsbreitungsrichtung durch feste Wände unterteilt (kassettiert) ist. Durch Erhöhen des Strömungswiderstandes läßt sich ,der Wert auf etwa o,i5: db/cm steigern. Wenn die Dämpfung im Spalt bei Türen mit hoher Schalldämmung bei dieser Frequenz beispielsweise 15 db betragen muß, wäre. eine Spältlänge von ioo cm erforderlich. Diese Dichtung wäre also unmöglich. Die Erhöhung der Dämpfung durch Vergrößern der Schichtdicke des Schluckstoffs ist nicht proportional der Schichtdicke,sondern nimmt weniger stark zu. Einer Verbesserung auf diesem Wege sind demnach ziemlich enge Grenzen gesetzt. Der Nachteil der bisher bekannten Anordnungen ist also der, daß man sehr große Schichtdicken und große Spalthiefen benötigt und auch dann bei tiefen Frequenzen nicht die für Türen mit einer mittleren Dämmung von z. B. 5o db erforderliche Dämpfung im Spalt erreicht.
  • Das Optimum der Schalldämpfung in Spalten bei günstigster Bemessung des Schluckstoffs liegt um mehr als zwei Zehnerpotenzen über den angegebenen Werten, ist allerdings nur für einen sehr schmalen Frequenzbereich zu verwirklichen.
  • Gegenstandder Erfindung ist nun eine verbesserte Anordnung zur Schalldämpfung in Spalten von (Flügel-, Schiebe- und Fall-) Türen, Fenstern u. dgl., die die Nachteile der bisherigen Anordnungen vermeidet. Erfindungsgemäß wird vor dein porösen Schluckstoff eine'nichtporöse, biegeweiche Schicht angeordnet, deren Dicke, spezifisches Gewicht und Biegesteifigkeit so gewählt sind, daß die Frequenz der tiefsten Biegeeigenschwingung möglichst tief liegt. Der akustische Eingangswiderstand dieser Schicht .mit Schluckstoff dahinter ist so schon bei tiefen Frequenzen in erwünschter Weise gering und hat einen positiven Phasenwinkel (Massenkomponente). Eingehende Untersuchungen haben gezeigt, daß man so diie Dämpfung im Spalt .bei tiefen Frequenzen wesentlich erhöhen und damit die erforderliche Länge des dämpfenden Spaltes herabsetze4 kann. Vor der unporösen Schicht muß zur Schluckung bei hohen Frequenzen noch eine dünne Schicht aus porösem Schluckstoff mit vorzugsweise großer mechanischer Festigkeit, z. B. aus Filz oder Schaumgummi, bzw. Schaumkunststoff, angebracht werden, die bei einseitiger A.üakleidung des Spaltes auch auf der anderen, sonst harten Spaltbegrenzungsfläche angebracht werden kann. Die biegeweiche unporöse Schicht kann z. B. aus einer sehr dicken Gummi- oder Kunststoff-Folie oder unparös gemachtem Stoff bestehen, deren Flächengewicht und Breite geeignet gewählt sind. Indem streifenweise oder kreuzweise Teile mit geringer Biegesteifigkeit mit solchen mit großem Flächengewicht und großer Biegesteifigkeit abwechseln, wird eine . geringe Biegesteifigkeit der gesamten Schicht trotz hohem Flächengewicht erzielt. Die ganze unporöse Schicht oder einzelne Teile können auch aus mehreren Schichten des gleichen oder verschiedenen Materials bestehen, die in irgendeiner Weise fest miteinander verbunden sind. Aus konstruktiven Gründen kann-es erwünscht sein, den Spalt nicht in.ganzer Länge geradezumachen, sondern einmal oder mehrmals um go° zu knicken. Außerdem kann man zum mechanischen Schutz die schluckende Anordnung mit einer -schalldurchlässigen, festen Abdeckung (z. B. Lochblech oder Drahtgewebe) bedecken. _ Die erforderliche Spalttiefe ist auch nach der erfindungsgemäßen Erhöhung der Dämpfung bei tiefen Frequenzen noch einigermaßen groß. Sie kann durch Anordnen eines unporösen, weichen Streifens aus beliebigem Material mit geeignetem Flächengewicht vor einem oder vor beiden Enden des Spaltes wesentlich herabgesetzt werden. Wenn die Tür oder das Fenster bis zum Anschlag geschlossen isst, sollen der oder die Streifen lose gerade so vor den Spaltenden liegen, daß diese ganz oder fast ganz verdeckt sind, ohne daß.dabei irgendwelcher Anpreßdruck erforderlich ist. Untersuchungen haben ergeben, daß die Dämmung eines Spalts z. B. durch einen Gummistreifen von 2 mm Dicke vor einem Spaltende ziemlich frequenzunabhängig um etwa 8 db erhöht wird. Bei einer angenommenen Dämpfung im Spalt bei z. B,. iooHz von 0,5 db/cm bedeutet dies eine weitere Verkürzung der notwendigen Spaltlänge um 16 cm, wenn diese, wie meist, durch die Dämpfung hei tiefen Frequenzen bestimmt wird. Wenn sich vor dem anderen Spaltende auch ein Streifen befindet, Ist die Verkürzung noch größer.
  • Im folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand von schematischen Zeichnungen näher beschrieben.
  • In Fig. i bilden ein Türblatt oder ein Fenster beliebiger Konstruktion i und eine Wand 2 einen Spalt 3. Der Spalt ist auf der linken Seite begrenzt durch die unporöse, biegeweiche Schicht q. vor -dem porösen Schluckstoff 5, auf der rechten Seite durch eine dünne Schicht 6 aus porösem Material z. B. aus Filz.
  • In Fig. 2 ist der Spalt auf beiden Seiten gleich ausgekleidet. Die poröse .Schicht 6 befindet sich lose oder fest verbunden vor der umporösen Schicht und dem porösen Schluckstoff 5. Die Schicht q. hat hier Verdickungen 7 zur Erhöhung dies. Flächengewichtes ohne starke Erhöhung der Biegesteifigkeit.
  • Fig. g zeigt wieder eine Anordnung wie in Fig. i, nur ist hier der poröse Schluckstoff durch eine oder mehrere dichte Trennwände 8 zur Erhöhung der Dämpfung im Spalt unterteilt.
  • Fig. q. zeigt die gleiche Unterteilung bei. beiderseitiger Auskleidung mit der schallschluckenden Anordnung. Außerdem sind vor beiden Spaltenden lose anliegende Gummistreifen g bzw. io zur Erhöhung der Dämmung- angebracht. Der untere Streifen g ist an dem Türblatt i.befestigt, der obere Streifen io an der Zarge m.
  • In Fig. 5 ist -die sinngemäße Ausführung für die Dichtung des Türspalts am Boden skizziert. Türblatt i und Fußboden i2 sind mit der schluckenden Anordnung versehen. Der Dichtungsatreifen g ist hier wegen des Fehlens einer Türschwelle auf beiden Seiten des Türblattes i angebracht, und zwar so, daß er den Boden 12 gerade eben berührt, ohne durch Reibung das Öffnen und Schließen der _Türe zu hindern.
  • Die Figuren sollen nur Ausführungsbeispiele angeben. Es sind beliebige Kombinationen mit homo gener und beschwerter Schicht q., mit ein- oder zweiseitiger Auskleidung des Spaltes, -mit ein- oder zweiseitiger Anbringung der porösen Schicht 6, mit und ohne-Unterteilung 8 sowie mit und ohne Streifen 9 bzw. io möglich.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schalldichtung von Tür- oder Fensterspalten, bei der die Spalten ein- oder beidseitig mit porösem oder porösem kassettiertem Schallschluckstoff verkleidet sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine uriporöse, biegeweiche Schicht mit tiefer Biegeeigenschwingung auf dem porösen Schallschluckstoff angeordnet ist.
  2. 2. Schalldichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die biegeweiche uriporöse Schicht homogen aus einem Material mit sehr geringem Elastizitätsmodul ist oder mit streifenweise bzw. kreuzweise verlaufenden Verdickungen aus gleichem oder anderem, vorzugsweise schwerem Material versehen ist.
  3. 3. Schalldichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor :der unporösen Schicht bei zweiseitiger Auskleidung des Spaltes oder bei einseitiger Auskleidung entweder vor der unporösen Schicht oder auf der anderen Seite eine dünne Schicht aus porösem Schluckstoff angebracht ist, die lose vor .der unporösen Schicht bzw. der Zarge liegen kann oder -mit ihnen, z. B. durch Kleben, fest verbunden ist.
  4. 4.. Schalldichtung nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schall-,schluckende Schicht oder Teile von ihr eine feste, schalldurchlässige Abdeckung, z. B. aus Lochblech oder Drahtgeflecht, aufweist.
  5. 5. Schalldichtung nach einem der Ansprüche i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß vor einem oder vor beiden Enden des Spaltes ein weicher uriporöser Streifen angebracht ist, der lose, also ohne Anpreßdruck, anliegt.
  6. 6. Schalldichtung nach einem -der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der weiche uriporöse Streifen beim Fehlen einer Türschwelle unten auf beiden Seiten des Türblattes angebracht ist.
DER14415A 1954-06-13 1954-06-13 Schalldichtung von Tuer- oder Fensterspalten Expired DE947925C (de)

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