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Bildröhrenhalterung für Fernsehempfänger Die Erfindung betrifft eine
Bildröhrenhalterung für Fernsehempfänger, bei der ein die Bildröhre in der Nähe
des Schirms umfassendes Spannband und das Fokussier- und/oder Ablenkspulensyste@m
auf einer gemeinsamen in das Empfängergehäuse e-inschiebbaren Tragkonstruktion befestigt
sind. Mit dem Größerwerden der für Fernsehempfänger verwendeten Bildröhran (Bildröhrendiagonale
.43 cm und größer) gewinnt das Problem der leicht auswechselbaren und, doch sicheren
und gegenüber dein Abdenksystem und Fokussiersystem einerseits und dem Bildrahmen
des Empfängergehäuses andererseits leicht justierbaren Halterung der Bildröhre im
Empfängergehäuse wachsend an Bedeutung. Es sind verschiedene Arten. von Halterungen
bekanntgeworden, die jedoch meist zu sehr schweren und unhandlichen Konstruktionen
geführt haben,. Einesolche bekannte Bildröhrenhalte@rung besteht beispielsweise
aus zwei an ihren Rändern mittels zweier paralleler Schienen verbundenen Metallplatten,
von denen, die vordere zur Aufnahme der Bildschirmkanten gepolstert und mit einem.
Ausschnitt für den Bildschirm versehen ist. Die rückwärtige Metallplatte ist bei
dieser Halterung mit einer Bohrung versehen., durch die der Hals der Bildröhre geführt
ist. Beide Metallplatten sind noch durch zwei weitere Spannbänder miteinander verbunden.
Wegen des Abstandes der Strahlachse der Bildröhre von der durch die genannten Schienen
gebildeten Grundfläche der Halterung ist jeder Ausbau der Bildröhre mit größter
Vorsicht durchzuführen. Auch sind die einzelnen Bauteile der Halterung sehr stabil
auszuführen, da sonst jedes Verkanten eine Beschädigung der Bildröhre
hervorrufen
würde. Aus diesem Grunde erfordert diese bekannte B.ildröhrenhalterung einen großen
Materialaufwand sowie größere Vorsicht bei jedem Ausbau. Insbesondere solche Konstruktionen,
bei denen die mit einem Spannband in der Nähe des Bildschirmes eingespannte rechteckige
Bildröhre mit dem Fokussier- und/oder Ablenkspulensystem auf einer gemeinsamen Tragkonstruktion
befestigt sind, die vom Empfängerchassis leicht lösbar oder, mit diesem überhaupt
nicht verbunden, gesondert in das Empfängergehäuse eingeschoben und darin befestigt
wird, haben bisher noch keine billige und trotzdem sichere und bequem zu handhabende
Lösung gefunden. Hier wird durch die Erfindung Abhilfe geschaffen.
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Gemäß der Erfindung besteht die Tragkonstruktion aus einem U-förmigen
vorn offenen Rahmen., auf dessen mittlerem Teil das Fokussier- und/oder Ablenkspulensystem
unmittelbar befestigt ist und dessen seitliche, parallel zur Röhrenachse verlaufende
Schenkel an ihren Enden das den Röhrenkolben allseitig umfassende Spannband derart
tragen, da.ß die Rahmenebenes in der Nähe, insbesondere kurz unterhalb, der Röhrenachse
liegt. Dabei sind vorzugsweise die beiden parallel zur Röhrenachse verlaufenden
Schenkel als Winkeleisen ausgebildet, die auf Schienen laufen, welche im Innern
des Empfängergehäuses an den beiden Seitenwänden in entsprechender Höhe angebracht
sind. Der mittlere Rahmenteil, der die beiden rückwärtigen Enden der seitlichen
Schenkel miteinander verbindet, kann durch eine einfache Holzleiste gebildet werden,
auf welcher das Fokussier- und:/ oder Ablenkspulensystem z. B. mit einem Spannband
befestigt ist. Die Röhrenachse verläuft dann parallel zur Rahmenebene, und zwar
etwas oberhalb oder unterhalb derselben, je nachdem ob das Fökussiersystem oberhalb
oder unterhalb auf der Holzleiste mittels des Spannbandes befestigt ist.
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Die Erfindung eignet sich besonders für Fernsehempfängergehäuse, deren
Breite nicht wesentlich größer sein soll als die Breite der Bildröhre selbst. In
solchen Fällen ist es wegen. der Enge des Raumes zwischen dem Röhrenkolben und der
Gehäusewandung nach Einschieben des Tragrahmens finit eingespannter Röhre schwierig,
eine sichere Befestigung der Rahmenschenkel auf den Laufschienen in des- Nähe der
Gehäusevorderwand durchzuführen, ohne die Bildröhren durch die Befestigungswerkzeuge
(Schraubenschlüssel od'. dgl.) zu gefährden.
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Durch eine `weiter unten an Hand des Ausführungsbeispiels beschriebene
Konstruktion kann auch diese Schwierigkeit in einfacher Weise überwunden -%verden.
An Hand der Abbildungen soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert
werden.
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Abb. i zeigt die Tragkonstruktion gemäß der Erfindung in Seitenansicht,
Abb. 2 in einer Ansicht von oben.
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Der vorn offene Rahmen wird durch die beiden Schenkel i und 2 aus
Winkeleisen gebildet, die durch eine Holzlatte 3 an ihren hinteren Enden miteinander
verbunden sind. Die vorderen Enden der Schenkel i und 2 tragen Knotenstücke 8 bzw.
9 zur seitlichen Abstützung des Röhrenkolbens. Die Bildröhre 6, die in den Zeichnungen
strichpunktiert angedeutet ist, wird von hinten her -in den Rahmen eingeschoben
und mit dem die Röhre in der Nähe des Bildschirms umfassenden Spannband? festgeklemmt,
das an den Knotenstücken 8 und 9 befestigt ist. Das Festklemmen geschieht in an
sich bekannter Weise durch eine Spannschraube io. Gegebenenfalls können auch zwei
Spannschrauben für den oberen und den. unteren Teil des Spannbandes gesondert vorgesehen
sein. Das Fokussier-und/oder Ablenkspulensystem q. wird dann von hinten, her über
den Röhrenhals geschoben und kommt in seiner richtigen Lage zur Röhre gerade auf
die Holzlatte 3 zu liegen, an. welcher es durch ein Spannband 5 befestigt wird.
Für Röhren mit elektroistatischer #Fokussi.erung ist an der Stelle der Anordnung
q. nur das Ablenkspulensystem erforderlich. Auf die vorstehend beschriebene Weise
ist eine sehr sichere und dabei denkbar einfache. und wenig kostspielige Halterung
der Röhre gewährleistet. Die Toleranzen des Röhrenkolbens an der Stelle, wo das
Spannband die Röhre umschließt, werden durch eine geringe Beweglichkeit dein Winkeleisenschenkel
i und 2 gegenüber der Holzlatte 3 aufgenommen. Die ganze Anordnung wird von hinten
oder zusammen mit der Bildmaske und der Schutzscheibe, von, vorn in das Empfängergehäuse
eingeschoben.. Dabei laufen die Winkeleisen i und 2 auf Holzschienen, die an; den
seitlichen Gehäusewänden befestigt sind und die in Abb, 2 durch i i und 12 -angedeutet
sind. Die übrigen Teile des Gehäuses sind der Übersichtlichkeit halber in der Zeichnung
fortgelassen worden.
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Wenn die Röhre auf die beschriebene Weise in das Gehäuse z. B. von
hinten nach vorn hineingeschoben ist, muß der Tragrahmen, bestehend aus den Schenkeln
i und 2 und der Querlatte 3 mittels Schrauben an den Holzschienen i i und 12 festgeklemmt
werden. Um dies auch an der Vorderseite, wo nur wenig Platz zwischen der Gehäuseseitenwand
und dem Röhrenkolben ist, leicht bewerkstelligen zu können, ist gemäß weiterer Erfindung
eine besondere Vorrichtung vorgesehen, die an Band der Abb. 3 und q: näher erläutert
werden. soll. In Abb. 3 ist nur der vordere Teil des Rahmenschenkels 2 und ein entsprechender
Teil der Laufschiene 12 dargestellt. Der Schenkel 2 ist mit einem Schlitz zur Aufnahme
der Befestigungsschraube 13 versehen, der in seinem rückwärtigen. Teil 1q: parallel
zur Gehäusewand, in seinem vorderen Teil 15 schräg nach innen verläuft. Vor dem
Einschieben wird die bereits mit einer Gegenmutter versehene-Schraube 13 in das
vorderste Ende des Schlitzteils 15 eingesetzt, so daß sie an der Schieine vorbeilaufen
kann. Am vorderen, Ende ist die Schiene 1Z mit einem Anschlag 16 und einem auf die
Gehäusen wand zu gerichteten Schlitz 17 zur Aufnahme der Schraube 13 versehen. Beim
Einschieben, der Tragkonstruktion in das Gehäuse gelangt die Schraube 13 an den
Anschlag 16 und .rutscht nun beim
Weiterschieben der Tragkonstruktion
in den Teil 15 des Schlitzes und gleichzeitig in dem Schlitz 17 der Schiene nach
außen, so daß sie schließlich eine Endstellung erreicht, wie sie in Abb. 4 dargestellt
ist. Auf die gleiche Weise bewegt sich symmetrisch dazu die Befestigungsschraube
zum Festklemmen des Schenkels i an der Schiene I I. In der in Abb.4 dargestellten
Endstellung kann die Schraube fest angezogen werden,. Als Gegenmutter 18 verwendet
man vorteilhaft eine mit kleinen Nasen versehene Mutter, die sich. im Holz der Schiene
12 selbsttätig gegen Verdrehung sichert, wie dies in Abb, 5 im Detail dargestellt
ist.