DE936751C - Gastrennanlage - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gastrenn anlage mit einer Gastrennsäule, der mittels einer
Kaltgaskältemaschine Wärme entzogen wird. Die bisher bekannten Gastrennanlagen, bei denen der
Säule nicht mittels einer Kaltgaskältemaschine Wärme entnommen wird, sind im allgemeinen mit
einem verhältnismäßig verwickelten Mechanismus versehen, der es ermöglicht, z. B. mittels Hähnen
od. dgl. die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches und/oder die Abfuhr von mindestens einer der in
der Gastrennanlage gewonnenen Fraktionen zu ändern. Diese bekannten Anlagen erfordern deshalb
laufend Überwachungspersonal, um nötigenfalls einzugreifen und einen oder mehrere Hähne
zu verstellen. Eine vollständig selbsttätige Anpassung der Zu- und/oder Abfuhr unter geänderten
Umständen ist bei diesen Anlagen verhältnismäßig schwierig.
Es wurde bereits bei einer Gastrennanlage mit einer Gastrennsäule vorgeschlagen, dieser Säule
mittels einer Kaltgaskältemaschine Wärme zu entziehen. Hierdurch ist es möglich, die Anlage mit
einer verhältnismäßig einfach ausgebildeten Säule zu versehen und trotzdem Erzeugnisse von einer
Reinheit zu erhalten, die der mit den bisher üblichen Anlagen mit verwickeiteren Säulen erzielten
entspricht.
Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß es in diesem Falle außerdem in einfacher Weise möglich
ist, bei dieser Anläge die Zu- und Abfuhr selbsttätig einander anzupassen.
Gemäß der Erfindung wird mindestens eines der der Anlage zuzuführenden und/oder von ihr ab
ίο zuführenden Mittel entsprechend der Kälteleistung der Maschine zugeführt bzw. abgeführt. Diese Abhängigkeit
wird derart gewählt, daß der Säule stets eine Menge Mittel zugeführt oder von ihr abgeführt
wird, die die Anlage zu verarbeiten vermag. Die Abhängigkeit ist von dem sich dem
Mittel entgegensetzenden Widerstand und von den Isolationsverlusten der Anlage abhängig. Unter
Kälteleistung ist hierbei die Kälteerzeugung je Zeiteinheit zu verstehen.
Es gibt an verschiedenen Punkten der Anlage eine verschiedene Größe der Abhängigkeit von der
Kälteleistung der Kaltgaskältemaschine.
Gemäß einer Ausbildung der Erfindung wird die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches und/oder
die Abfuhr von wenigstens einer der Fraktionen entsprechend dem Druckunterschied gewählt, der
sich infolge des Strömungswiderstandes über mindestens einen Teil der Leitung für den Dampf
zwischen der Säule und der Kältemaschine ergibt. Dieses Verfahren kann namentlich dann Anwendung
finden, wenn in der Gastrennsäule selbst ein Druck. herrscht, der den atmosphärischen Druck
übersteigt. Herrscht an der Säule, wo das zu trennende Gasgemisch zugeführt wird, ein Druck,
der den atmosphärischen unterschreitet, so ist nach einer Ausbildung der Erfindung auch eine andere
Bauart verwendbar, bei der die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches und/oder die Abfuhr von
wenigstens einer der Fraktionen entsprechend dem Unterschied eines in der Gastrennanlage auftretenden
Druckes und des atmosphärischen Druckes geregelt werden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches
und/oder die Abfuhr -von wenigstens einer der Fraktionen mittels eines Flüssigkeitsmessers--gemessen,
der in einer Leitung untergebracht ist, die von einer Menge Kondensat durchflossen wirdl die
dem je Zeiteinheit von der Kaltgaskältemaschine erzeugten Kondensat entspricht. Dieser Flüssigkeitsmesser
vermag z. B. eine Menge, ein Gewicht, eine Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit
oder einen Flüssigkeitspegel zu messen.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches
und/oder die Abfuhr von wenigstens einer der Fraktionen entsprechend der Temperatur des
Kopfes der Kaltgaskältemaschine geregelt. Diese Temperatur kann z. B. an der Begrenzungswand
des Gefrierraumes oder an den Rippen des Gefrierers gemessen werden.
Bei Anlagen, bei denen wenigstens eine der
Fraktionen in flüssiger Form abgeführt wird, ist eine sehr einfache Ausführung dadurch ermöglicht,
daß in der Abfuhrleitung für diese Fraktion ein Flüssigkeitsschloß .angeordnet ist. In diesem Fall· sind
für die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches zur Säule keine weiteren Mittel erforderlich.
Wird die Fraktion mit dem niedrigsten Siedepunkt dampfförmig aus der Säule abgeführt, so ist
es nach einer Weiterbildung der Erfindung möglich, die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches
und/oder die Abfuhr der Fraktion mit dem niedrigsten Siedepunkt derart zu regeln,' daß bei
einer Änderung der Kälteleistung immer die riehtige Menge dieser Fraktion abgeführt wird.
Die Erfindung wird an Hand einiger Ausfüh1 rungsbeispiele erläutert.
Fig. ι zeigt eine Gastrennanlage, bei der das zu
trennende Gasgemisch entsprechend dem Druckunterschied in der Leitung für den Dampf zwischen
der Kaltgaskältemaschine und der Säule zugeführt wird; in
Fig. 2 herrscht an der Säule, wo ihr das zu trennende Gasgemisch zugeführt wird, ein den
atmosphärischen Druck unterschreitender Druck; dieses Gasgemisch wird entsprechend dem Druckunterschied
zwischen einem Punkt der Anlage und der Atmosphäre zugeführt;
Fig. 3 zeigt einen Teil einer Anlage, bei der die Temperatur des Kopfes der Kaltgaskältemaschine
für die Menge des zugeführten zu trennenden Gasgemisches maßgebend ist;
Fig. 4 zeigt einen Flüssigkeitsmesser, der bei der Anlage zur Verwendung kommen kann;
Fig. 5 stellt eine Gastrennanlage dar, bei der das zu trennende Gasgemisch der Säule mittels eines
Flüssigkeitschlosses zugeführt wird; in
Fig. 6 ist eine Gastrennanlage abgebildet, bei der die Fraktion mit dem höchsten Siedepunkt in
Dampf form gewonnen wird;
Fig. 7 zeigt eine Kaltgaskältemaschine, die bei den geschilderten Anlagen verwendbar ist.
Die Gastrennanlage nach Fig. 1 besitzt eine Gastrennsäule
ι mit einem Kocher 2. Dieser Kocher enthält einen Wärmeaustauscher 3 mit einer Zuleitung
4, in der ein Wärmeaustauscher 5 untergebracht ist und die an einen Kompressor 6 anschließt.
Dieser Kompressor, der auf der Welle einer Kaltgaskältemaschine 7 läuft und zugleich
mit dieser Kältemaschine von einem Elektromotor 8 angetrieben wird, besitzt eine Saugleitung
9. In dieser Saugleitung 9 befinden sich ein Hahn 10 und Gefäße n und 12, in denen das vom
Kompressor 6 angesaugte Gasgemisch, z. B. Luft, gereinigt wird. Der Wärmeaustauscher 3 steht
durch eine Leitung 13 mit der Säule in Verbindung. Am oberen Ende weist die Säule eine
Leitung 14 auf, durch die der sich dort befindende Dampf der Kaltgaskältemaschine 7 zugeführt wird.
In dieser Kaltgaskältemaschine verflüssigt sich der Dampf; ein Teil des Kondensats wird der Säule
durch eine Leitung 15 als Rückfluß zugeführt, während ein anderer Teil durch die Leitung 16 aus der
Anlage abgeführt wird. Aus dem Kocher wird die Fraktion mit dem höchsten Siedepunkt durch die
Leitung 17 und den Wärmeaustauscher 5 abgeführt. Die Leitung 14 für den Dampf ist mit
zwei Meßpunkten 18 und 19 versehen, an denen der Druckunterschied über diese Leitung gemessen
wird. Der Druckunterschied wird Servomechanismen 20 und 21 übertragen, durch welche der Hahn
10 verstellbar ist. Die Säule ist mit einer Drucksicherheitsvorrichtung
22 ausgestattet.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist
ίο folgende: Das zu trennende Gasgemisch, z. B. Luft,'
wird mittels des Kompressors 6 den Wärmeaustauschern 5 und 3 zugeführt. Die angesaugte Luft
ist in den Gefäßen 11 und 12 von Wasserdampf und Kohlensäure gereinigt worden.
Im Wärmeaustauscher 5 wird die Luft durch den aus dem Kocher entweichenden Sauerstoff gekühlt;
eine weitere Kühlung erfolgt im Wärmeaustauscher 3, wo der Flüssigkeit im Kocher Wärme
abgetreten wird; diese Flüssigkeit verdampft infolgedessen. Die gekühlte Luft wird anschließend
der Säule durch die Leitung 13 zugeführt. In der Säule wird die Luft in Fraktionen getrennt. Am
oberen Ende strömt der dort befindliche Dampf, das heißt Stickstoff, durch die Leitung 14 zur
Kühlmaschine, während ein Teil des von der Kühlmaschine gebildeten Kondensats durch eine Leitung
15 zur Säule zurückfließt.
Wenn die Kälteleistung der Kühlmaschine zunimmt, wird der Druck in dem Raum der Kaltgaskältemaschine,
in dem sich der Dampf verflüssigt, abnehmen, wodurch die Leitung 14 von einer
größeren Dampfmenge durchflossen und derDruckunterschied zwischen den Punkten 18 und 19 zunehmen
wird. Mittels der Servomechanismen 20 und 21 wird infolgedessen der Hahn 10 so verstellt,
daß der Säule eine größere Menge an Gasgemisch zugeführt wird. Ist hingegen die wirksame
Kälteleistung der Kaltgaskältemaschine gleich Null, so wird der Kältemaschine kein
Dampf zufließen, so daß es keinen Druckunterschied zwischen den Punkten 18 und 19 gibt und
der Hahn 10 die Leitung 9 abschließt, so daß der Säule kein Gasgemisch zugeführt wird. Die geschilderte
Regelung erfüllt ihre Aufgabe unabhängig von der Tatsache, ob in der Säule ein Überdruck, ein atmosphärischer Druck oder ein
Unterdruck herrscht.
Fig. 2 zeigt eine Anlage, die im wesentlichen der nach Fig. 1 entspricht; entsprechende Teile sind
mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Bei dieser Anlage wird die Fraktion mit dem höchsten Siedepunkt in flüssiger Form durch eine
mit einem Hahn versehene Leitung 23 abgeführt. In der Leitung 14 ist ein Druckmeßgerät 24 angeordnet;
der Unterschied dieses Druckes und des mittels der Leitung 25 gemessenen atmosphärischen
Druckes bedingt unter Zuhilfenahme der Servomechanismen 20 und 21 die Stellung des Hahnes 10.
Der Kompressor 6 führt das zu trennende Gasgemisch unter einem so geringen Überdruck zu,
daß am Punkte der Säule, wo der Säule das Gasgemisch
zugeführt wird, ein den atmosphärischen Druck unterschreitender Druck herrscht.
Nimmt bei dieser Ausbildung die Kälteleistung zu, so wird mehr Dampf verflüssigt, wodurch der
Druck am Meßpunkt 24 abnimmt. Infolgedessen wird über die Servomechanismen 20 und 21 der
Hahn 10 verstellt, so daß der Säule eine größere Menge Gasgemisch zugeführt wird.
Sinkt aber die Kälteleistung, so wird der Druck in der Leitung 24 anwachsen, wodurch der Hahn
10 geschlossen wird. Bei dieser Ausbildung kann außer in der Leitung 14, entsprechend der Figur,
auch an anderen Punkten, z. B. in der Säule oder im Raum, wo sich der Dampf verflüssigt, der
Druck gemessen werden.
Fig. 3 zeigt eine Kaltgaskältemaschine, die bei den oben geschilderten Anlagen verwendbar ist.
Die Kaltgaskältemaschine 7 und der Kompressor 6 werden auch hier vom Elektromotor 8 angetrieben.
Die Saugleitung 9 des Kompressors enthält einen Hahn 10. Mittels eines Temperaturmeßgerätes 26
wird die Temperatur des Kopfes der Kaltgaskältemaschine gemessen. Diese gemessene Temperatur
bedingt mittels eines Servomechanismus 27 die Stellung des Hahnes 10. Nimmt die Kälteleistung
zu, so wird der Hahn 10 geöffnet; sinkt hingegen die Kälteleistung, so wird der Hahn geschlossen.
Das Temperaturmeßgerät kann z. B. ein Dampfdruckthermostat oder ein Widerstand mit
negativem Temperaturkoeffizienten sein.
In Fig. 4 ist ein Flüssigkeitsmesser dargestellt, der in einer Abflußleitung untergebracht werden
kann, durch welche das mit der Kaltgaskältemaschine gewonnene Kondensat oder ein proportionaler
Teil desselben abgeführt wird. Das Flüssigkeitsmeßgerät schließt in diesem Fall an
eine Zuleitung 28 für das Kondensat an. Das Kondensat wird in einem Behälter 29 mit Öffnungen 30
aufgefangen, durch welche das Kondensat abfließt. Im Behälter befindet sich ein Schwimmer 31 mit
einem Arm 32. Eine Verstellung dieses Armes kann über einen nicht dargestellten Servomechanismus
eine Änderung der Hahnstellung in der Zu- oder Abflußleitung bewirken. Wächst die Kälteleistung
der Kältemaschine, so wird mehr Kondensat gebildet, wodurch der Schwimmer steigt
und eine größere Menge Gasgemisch zugeführt oder eine größere Menge Produkt abgeführt
werden kann. Nimmt hingegen die Leistung ab, so wird der Schwimmer sinken und der Hahn 10 wird
geschlossen.
Die Gastrennanlage nach Fig. 5 entspricht im wesentlichen den oben geschilderten Anlagen; entsprechende
Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die Kaltgaskältemaschine 7 ist
mit einer sich senkrecht erstreckenden Abflußleitung 33 mit einem Flüssigkeitsschloß 34 ausgestattet.
In der Abflußleitung 33 befindet sich infolge des Unterdruckes im Raum der Kaltgaskältemaschine,
in dem sich der aus der Säule abgeführte Dampf verflüssigt, eine Flüssigkeitssäule, die bei
hinreichender Länge des Rohres ausreicht, um der Säule das zu trennende Gasgemisch zuzuführen.
Das Gasgemisch durchfließt zunächst die Gefäße 11 und 12, in denen es gereinigt wird, dann den
Wärmeaustauscher 3 und strömt dann durch die Leitung 13 zur Säule, in der es in Fraktionen getrennt
wird.
Nimmt bei dieser Anlage die Kälteleistung zu, so wird der Unterdruck im Raum, in dem der
Dampf verflüssigt wird, auch zunehmen, wodurch eine höhere Flüssigkeitssäule in der Leitung 33
entsteht und der Säule eine größere Gasmenge zugeführt wird.
Nimmt die Kälteleistung ab und sinkt diese bis auf Null, so wird auch die Flüssigkeitssäule in der
Leitung 33 sowie der Pegelunterschied in bezug auf die obere Krümmung 35 des Schlosses gegen
Null heranrücken, so daß der Säule kein. Gasgemisch zugeführt wird.
Bei der Anlage nach Fig. 6 sind wieder entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen. Bei dieser Anlage besitzt die Leitung 14 eine sich an den Wärmeaustauscher 5 anschließende
Abflußleitung 36, durch welche ein Teil der in der Säule gebildeten dampfförmigen Fraktion mit dem
niedrigsten Siedepunkt abgeführt werden kann. Die Säule besitzt am oberen Ende zwei Meßpunkte
18 und 19, um den Druckunterschied in dieser Leitung
zu messen; eine Änderung dieses Druckunterschiedes führt durch die Servomechanistnen 20
und 21 und den Hahn 10 eine Änderung der dem Kompressor 6 zugeführten Gasmenge herbei. Bei
dieser Ausbildung ist die Abhängigkeit von der der Säule zugeführten Gasmenge und der Kälteleistung
derart, daß bei einer Änderung der Kälteleistung die richtige Menge dieser Fraktion abgeführt
wird. Dies kann durch Verstellung des Hahn 37 in der Abflußleitung 36 des Stickstoffes
erfolgen, welcher Hahn ebenfalls mittels der Servomechanismen 20 und 21 verstellbar ist (nicht in
der Zeichnung dargestellt). Die oben geschilderte Abhängigkeit ist durch den Widerstand der Leitung
36 mit dem Wärmeaustauscher 5 und durch die Isolationsverluste der Anlage bedingt.
Fig. 7 zeigt eine Kaltgaskältemaschine in größerem Maßstabe. Diese Kaltgaskältemaschine
hat einen Zylinder 40, in dem ein Verdränger 41 und ein Kolben 42 spielen. Zu diesem Zweck ist
der Verdränger 41 mittels eines Triebstangensystems 43 mit einer Kurbel 44 einer Kurbelwelle
45 gekuppelt; der Kolben 42 ist durch Triebstarigensysteme
46 mit Kurbeln 47 gekuppelt. Die Kurbeln 44 und 47 schließen miteinander einen · Winkel ein, wodurch sich der Kolben und der Verdränger
mit einem konstanten Phasenunterschied auf- und abbewegen. Oberhalb des Verdrängers befindet
sich ein hierdurch beeinflußter Raum 48, der sogenannte Gefrierraum, der durch einen Gefrierer
49, einen Regenerator 50 und einen Kühler 51 mit
einem Raum 52 zwischen Verdränger und Kolben in Verbindung steht. An der oberen Seite der Kältemaschine
. befindet sich eine wärmeisolierende Wand S3, so daß ein Raum 54 gebildet wird, in
dem ein Mittel verflüssigt werden kann. Dieser Raum hat eine Zufuhröffnung 55 und einen Ringkanal
56 für das Kondensat; dieserRingkanial ist mit
einer Abflußöffnung57 für das Kondensat versehen.
Die dargestellte Kaltgaskältemaschine ist als eine Verdrängermaschine ausgebildet. Es ist aber
auch möglich, die Kaltgaskältemaschine als eine doppeltwirkende Maschine oder als eine Maschine
auszubilden, deren Arbeitsraum mit dem eines Heißgasmotors kombiniert ist. Mit Kaltgaskältemaschinen
lassen sich in einem Schritt sehr niedrige Temperaturen, z. B. von —2000 C, erreichen,
so daß diese Maschinen zum Verflüssigen vom Dämpfen mit einem niedrigen Siedepunkt verwendbar
sind, z. B. zum Verflüssigen von Stickstoff unter atmosphärischem Druck.
Bei den vorerwähnten Ausführungsbeispielen wird die Menge des zugeführten oder abgeführten
Gases durch Verstellung eines Hahnes geändert. Es kann diese Menge aber auch durch andere
Mittel geändert werden, wie z. B. durch eine Änderung der Kompressordrehzahl oder durch Änderung
der Hubzahl einer Kolbenpumpe.
Claims (7)
1. Gastrennanlage mit einer Gastrennsäule. der mittels einer Kaltgaskältemaschine Wärme
entzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der d'er Anlage zuzuführenden
und/oder von ihr abzuführenden Mittel entsprechend der Kälteleistung der Kältemaschine
zugeführt bzw. abgeführt wird.
2. Gastrennanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr des zu trennenden
Gasgemisches und/oder die Abfuhr von mindestens einer der Fraktionen entsprechend
dem Druckunterschied infolge des Strömungswiderstandes über mindestens einen Teil der
Leitung für den Dampf zwischen der Säule und der Kältemaschine geregelt wird.
3. Gastrennanlage nach Anspruch 1 oder 2, bei der dort, wo der Säule das zu trenende Gasgemisch
zugeführt wird, ein Druck herrscht, der niedriger als der atmosphärische ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr des zu
trennenden Gasgemisches und/oder die Abfuhr von wenigstens einer der Fraktionen entsprechend
dem Unterschied eines in der Gastrennanlage auftretenden Druckes und des atmosphärischen Druckes geregelt wird.
4. Gastrennanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches und/oder die Abfuhr von wenigstens einer der
Fraktionen mittels eines Flüssigkeitsmessers geregelt wird, der in einer Leitung untergebracht
ist, die von einer Menge Kondensat durchflossen wird, die der Menge an von der
Kaltgaskältemaschine je Zeiteinheit erzeugtem Kondensat entspricht.
5. Gastrennanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, daduch gekennzeichnet,
daß die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches und/oder die Abfuhr von mindestens einer der
Fraktionen entsprechend der Temperatur des Kopfes der Kaltgaskältemaschine geregelt
wird.
6. Gastrennanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der wenigstens eine
der Fraktionen in flüssiger Form gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abfuhrleitung
für diese Fraktion ein Flüssigkeitsschloß untergebracht ist.
7. Gastrennanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der die Fraktion mit
dem niedrigsten Siedepunkt dampfförmig aus der Säule abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zufuhr des zu trennenden Gasgemisches und die Abfuhr der Fraktion mit dem niedrigsten Siedepunkt derart geregelt
wird, daß bei einer Änderung der Kälteleistung immer die richtige Menge dieser Fraktion abgeführt
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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- 1954-07-09 GB GB20175/54A patent/GB759315A/en not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1171449B (de) * | 1960-10-26 | 1964-06-04 | Philips Nv | Verfahren und Vorrichtung zur Zerlegung von Luft in fluessigen Sauerstoff und fluessigen Stickstoff |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH328570A (de) | 1958-03-15 |
| FR1143603A (fr) | 1957-10-03 |
| US2875587A (en) | 1959-03-03 |
| NL97504C (de) | |
| GB759315A (en) | 1956-10-17 |
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