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Einrichtung zum Stapeln von Kartontafeln und ähnlichen Materialien
Die
Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen, die zur automatischen Stapelung von Hartpapier,
Karton, Papierstoft u. dgl. Materialien in Bogen. fiorm dienen, wobei dieselben
gewöhnlich mittels einer Fördereinrichtung von einem normalerweise mit umlaufenden
Messern ausgeführten Querschneider her zugeführt werden, welcher die Bogen von einer
fortlaufenden Bahn in Querrichtung abtrennt. Diese automatischen Stapeleinrichtungen,
die am treffendsten mit der Bezeichnung Stapler belegt werden, enthalten Zuführungsrollen,
-riemen oder ähnliche Einnchtungen, mit deren Hilfe die Bogen von der genannten
Fördereinrichtung abgenommen und sodann in Stapelform abgelegt werden, wobei diese
Zuliefereinrichtung und der dazugehörige Teil der Fördereinrichtung gleichzeitig
fortschreitend angehoben werden bzw. die Stapelunterlage fortschreitend in dem Maße
gesenkt wird, in welchem die Ilöhe des Bogenstapels zunimmt, so daß jeder Bogen
von oben auf den Stapel aufgelegt wird; ferner sind entsprechende Führungen vorgesehen,
mit deren Hilfe die einwandfreie Bildung des Stapels in senkrechter Richtung erreicht
wird. Um das Wegnehmen von Bogenstapeln ohne Unterbrechung des Stapelvorganges zu
ermöglichen, wurden früher Zwischenunterlagen verwendet, die während des Auflegens
der Bogen auf den Stapel zwischen dieselben eingeschoben werden, so daß es möglich
ist, die unterhalb der Zwischenunterlage liegenden Bogen herauszunehmen, wonach
die Zwischenunterlage gesenkt und herausgezogen wird. Solche Zwischenunterlagen
bestanden aus einer Reihe horizontal in Richtung der Bogenbewegung liegender Stäbe,
die so angebracht waren, daß sie in horizontaler Richtung in den Stapelraum eingeführt
bzw. aus demselben herausgezogen werden
konnten, oder sie bestanden
aus einem Querprofil, an welchem teleskop artig einziehbare Stäbe angebracht sind,
die sich in der gleichen Weise bewegen; eine solche Zwischenunterlage ist in der
Regel so angebracht, daß sie zusammen mit den die Zulieferung der Bogen zum Stapel
ausführenden Einrichtungen in senkrechter Richtung verschiebbar ist.
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Weiterhin sind Stapelapparate für Bogen bekannt, blei weichen eine
zeitweilige Auflage für die gestapelten Bogen in Form biegsamer Elemente vorgesehen
ist, die auf eine Windeeinrichtung aufgespult werden können, um zu ermöglichen,
daß die bereits gestapelten Bogen entfernt werden können.
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Bei einer bekannten Stapelvorrichtung dieser Art bestehen die biegsamen
Elemente in vor- und zurüdkziehbaren Bändern, Tüchern üd. dgl., die um eine am Stapler
drehbar befestigte Spule gewunden sind, und die in Richtung des Bogenauswurfes mit
höherer Geschwindigkeit so abgewickelt werden, daß ihre abgewinkelten Trümmer eine
Zwischenauflage für die ausgeworfenen Bogen bilden. Diese Art des Ausfahrens hat
jedoch den Nachteil, daß beim Absetzen des sioh auf der Zwischen auflage bildenden
Stapels auf einen daruntergeschobenen Wagen die infolge des Stapelgewichts wesenthche
Reibung zwischen der zeitweiligen Auflage und der Unterseite des untersten Bogens
des Stapels beim Zurückziehen, d. h. Wiederaufspulen der die Zwisehenauflage bildenden
Bänder zu einer Beschädigung des untersten Stapelbogens führt.
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Dieser Nachteil wird durch die Erfindung vermieden, indem die drehbare
Aufwindevorrichtung nicht fest am Maschinenrahmen angeordnet ist, sondern so angebracht
ist, daß sie in horizontaler Richtung unter die zwecks Aufstapelung zugeführten
Bogen ausgefahren werden kann, so daß die auf diese Weise gebildete Zwischenlage
in bezug auf die daraufliegenden Bogen feststehend ist, während die biegsamen Auflegemittel
(zumeist Bänder, Seile, Drahtseile od. dgl.) von der Aufwindevorrichtung während
der Verschiebung der letzteren in oder aus der die Unterlage bietenden Lage ab-
bzw. aufgespult werden.
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Nach seinem der weiteren Erfindungsmerkmale sind in einem gewissen
Abstand zueinander liegende Bauelemente zur Zwischenabstützung des biegsamen Elementes
zwischen seinem Festpunkt und der Aufwindevorrichtung angebracht, wobei diese Zwischenabstützelemente
unterhalb des biegsamen Elements und quer zu diesem liegen und horizontal in der
Richtung der Verlängerung des gestreckten biegsamen Elementes in bestimmten Abständen
zueinander verschoben werden können.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die biegsamen,
als Zwischenunterlage für die Bogen dienenden Elemente mit ihren inneren Enden an
einem vertikal verschiebbaren Rahmen befestigt, auf welchen die die Bogenzufuhr
zum Stapel ausführende Vorrichtung angebracht ist; die Bogen werden dabei von einem
gleichfalls verschiebbaren bzw. sich in verschiedene Neigungen einstellenden Förderer
abgenommen: Die biegsamen Elemente werden bei dieser bevorzugten Ausführung auf
einer umlaufenden Spindel, Trommel oder anderen Winde einrichtung aufgespult, die
innerhallb von Führungen, die von dem vertikal verschiebbaren Rahmen gehalten werden,
horizontal beweglich ist; ferner ist eine Einrichtung vorgesehen, mit deren Hilfe
die Aufwindevorrichtung entlang ihren Führungen bewegt wird und gleichzeitig die
biegsamen Elemente auf- bzw. abgewickelt werden, wodurch die letzteren gespannt
gehalten werden und unter bzw. zwischen die zur Aufstapelung zugelieferten Bogen
eingeführt bzw. unter denselben herausgezogen werden können. Die Führungen, in welchen
die bewegliche Aufwindevorrichtung läuft, können außerdem als Gleitbahn für quer
liegende Bauelemente ausgebildet sein, beispiels weise für Stäbe, die so angeordnet
sind, daß sie, wenn die biegsamen Elemente, Dlrahtseile odrdgl. ausgestreckt und
gespannt sind, als ZwischenabSstützun,gen für diese dienen. Bei der vorgenannten
bevorzugten Ausführung sind Querleisten so angeordnet, daß sie in Längsrichtung
in bestimmten Abständen vonernander so unter den abgerollten und gespannten Drahtseilen
od. dgl. zu liegen kommen, daß sie dieselben abstützen und daß sie, wenn die Aufwindevorrichtung
zurückbewegt wird, hinter dieselbe zurückgeschoben werden. Zur Einstellung der Abstände
der genannten Leisten im ausgefahrenen Zustand können entsprechende Zw ischenglieder
vorgesehen sein, während die Verschiebung der Aufwindevorrichtung in bekannter Weise
mit Hilfe eines Zahnstangentriebes erfolgen kann. Die Verschiebung und gleichzeitige
Drehung der Aufwindevorrichtung kann in irgendeiner geeigneten Weise entweder von
Hand oder mechanisch erfolgen. So kann die Aufwindevorrichtung beispielsweise ein
von einer in dasselbe eingreifenden endlosen Gallschen Kette angetriebenes Kettenrad
enthalten, welches seinerseits mit dem vorgenannten Zahnstangentrieb zusammenwirkt,
so daß durch Bewegung der Kette die Aufwindevorrichtung gleichzeitig gedreht und
verfahren wird. Die Aufwind -vorrichtung kann in einer Spindiel oder Trommel bestehen,
auf deren Oberfläche eine Vielzahl von in bestimmten Abständen zueinander liegenden
schraubenförmigen Nuten angebracht sind, wobei jeder Nutensatz so beschaffen ist,
daß derselbe eines der biegsamen Drahtseile tod. dgl. beim Auf- bzw.
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Abwickeln desselben aufnimmt, so daß der seitliche Abstand derselben
voneinander stets gleichgehalten wird. In Abänderung dessen können zur Aufrechterhaltung
der geforderten Abstände natü rlich auch andere Einrichtungen, wie z. B. Führungsflansche,
vorgesehen sein.
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Die Erfindung wird am besten durch die Be trachtung des folgenden,
in den Zeichnungen dargestellten Beispiels verständlich, in welchem Fig. I einen
Seitenriß einer ,erfindungsgembißen Stapeleinrichtung, Fig. 2 eine Dlraufsicht auf
die Einrichtung und Fig. 3 einen Teilaufrill eines Teiles der Einriclltung im Schnitt,
in größerem Maßstab als die beiden vorhergehenden Figuren, zeigt.
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Die Erfindung wird nun beispielsweise in ihrer Anwendung auf eine
automatische Stapeleinrich tung bzw. einen Stapler bekannter Bauart beschrieben,
der Führungen enthält, in welchen lein Rahmen vertikal verschiebbar ist, der seinerseits
an einer Seite des Endes eines sich in verschiedene Neigungen einstellenden, die
Bogen zuführenden Förderers trägt bzw. mit einem solchen zusammen gebaut ist und
der außerdem eine Einrichtung enthält, mit deren Hilfe die Zufuhr der Bogen auf
den Stapel erfolgt. Solche Zuführvorrichtungen können umlaufende Rollen oder endlose
Förderbänder, vorzugsweise aus nachgiebigem Material, enthalten, zwischen welche
die Bogen eingeschoben werden, bzw. sie können aus umlaufenden Rollen in Verbindung
mit endlosen Bändern bestehen, wobei die Anordnung jeweils so ist, daß die von dem
Förderer angelieferten Bogen zwischen den Zuführungsvorrichtungen eingeklemmt und
sodann auf den Stapel niedergelegt werden. Dler vorgenannte Rahmen trägt außerdem
eine Querplatte oder ein Querbrett in geeignetem Abstand von der Bogenzuführungseinrichtung,
die dazu dient, die Vorwärtsbewegttng der Bogen abzustoppen und die einwandfreie
Bildung des Stapels in vertikaler Richtung zu gewährleisten.
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Außerdem sind seitliche Führungsplatten für die seitliche Führung
bei dier Stapelbildung vorgesehen; darüber hinaus kann eine Anzahl solcher Platten
in bestimmten Abständen innerhalb der Bahnbreite der Einrichtung für den Fall vorgesehen
sein, daß eine Mehrzahl oder Reihe von Bogen nebieneinander angeliefert wird. Außerdem
können Vorrichtungen vorgesehen sein, mit deren Hilfe die Führungsplatten in Vibration
versetzt bzw. gerüttelt werden, um ein sauberes Aufstapeln zu gewährleisten. Die
vorgenannte Rahmenkonstruktion wird mit Hilfe von hydraulischen oder anderen Einrichtungen
mit fortschreitender Stapelung fortlaufend angehoben, so daß die Bogen nacheinander
auf dem Stapel abgelegt werden.
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Bei einer Anwendungsmöglichkeit der Erfindung, welche dieselbe beispielsweise
in Anwendung auf ein Stapelgerät herkömmlicher Bauart, wie ein solches bereits oben
beschrieben wurde, erläutert, ist eine lotrechte hohle Säulenkonstruktion I mit
Seitrenteilien 2 und einem Oberteil 3 vorgesehen, die mit vier lotrechten Führungsschienen
4 ausgerüstet ist, auf welchen an einem vertikal beweglichen Rahmen 6 angnkrachte
Laufrollen 5 laufen. Eine Seite der genannten Rahmenkonstruktion hält ein Ende eines
kippbaren, die Bogen anliefernden Förderers, dessen Hauptrahmenteile 7 mit der genannten
Rahmenkonstruktion 6 unter Zwischenschaltung eines Gelenkhebelpaares 8 verbunden
sind. Der Förderer ist mit Förderbändern 9 üblicher Ausführung und oberen Zuführungsbändern
10 zur Zulieferung der Bogen versehen, die zwischen den beiden Bandsätzen antransportiert
werden. Die Förderbänder 9 laufen um eine Rolle I I, die drehbar an dem Rahmen 6
angebracht ist. Die Zuführungsbänder Io laufen um eine Rolle 12, die von Lagerböcken
13 an den Förderbandrahmenteilen 7 gehalten wird.
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Die Bogen, welche von den Bändern g ausgeworfen werden, laufen über
einen feststehenden Tisch 14; ihre Anlieferung wird mittels eines endlosen Bandes
15 vorgenommen, welches von Rollen I6 und I7 gehalten wird, deren letzter eine Leitrolle
ist, die von einem Querglied 18 auf dem Rahmen 6 gehalten wird. Dlas endlose Band
15 wirkt mit der Förderbandrolle II und einer unteren Zuführungsrolle 19 zusammen.
Die Anordnung wirkt so, daß die von dem Förderer zugeführten Bogen zwischen die
endlosen Bänder 15 und die Rollen 11 und 19 eingeklemmt und sodann auf den Stapel
abgelegt werden.
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Der Antrieb dieser Rollen erfolgt über eine endlose Gallsche Kette
20, die um mit den Rollen 11, 16 und 19 verbundene Kettenräder gelegt ist und die
mittels eines geeigneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Antriebsmotors angetrieben
wird. Der Rahmen 6 hält außerdem eine Querplatte bzw. ein Querbrett 21 in einem
entsprechenden Abstand von der die Zuführung der Papierbogen bewirkenden Einrichtung,
welches dazu dient, die Verwärtsbewegung der Bogen abzustoppen und die Bildung des
Stapels in senkrechter Richtung sicherzustellen.
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Die Platte 21 liegt zwischen Köpfen 22, denen jeder von oberen und
unteren, am Rahmen 6 befestigten horizontalen Stangen 23, 24 gehalten wird. Die
Innenkante des Bogenstapels wird mittels einer Querplatte 25 ausgerichtet, die eine
Rüttel- bzw.
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S'ohwingbewegung ausführen kann, um ein sauberes Aufstapleln zu gewährleisten.
Dieser Vorgang wird dadurch erzielt, daß die Platte 25 auf einem horiaontal verschiebbaren
Querprofil 26 gehalten wird, an welchem eine Schubstange 27 (oder ein Paar solcher
Stangen) befestigt ist, die in einem Fiihrungshals 28 gleitet und in Längsrichtung
mittels eines Exzenters 29 auf der Welle 30, die in irgendeiner geeigneten Weise
angetrieben werden kann, hin und her bewegt werden kann. Seitliche Führungsplatten
können ebenfalls vorgesehen sein, mit deren Hilfe der Stapel seitlich geführt wird;
außierdem können innerhalb der vollen Bahnbreite der Einrichtung mehrere solcher
Führungsplatten vorgesehen sein, mit deren Hilfe eine Mehrzahl von Bogen bzw. Bogenreihen,
die nebeneinander zugeführt werden, während des Stapelns in ihren jeweiligen Lagen
gehalten werden. Eine solche Zwischenplatte ist bei 31 gezeigt; dieselbe wird von
einer Stütze 32 gehalten, die an einem Querglied 33 des Rahmens 6 aufgehängt ist.
Ferner können Vorrichtungen vorgesehen sein, mit denen Hilfe diese Führungsplatten
ebenfalls in eine Vibrationsbewegung bzw. Rüttelbewegung versetzt werden, wodurch
ein sauberes Aufstapeln gewährleistet wird, jedoch sind diese Einrichtungen nicht
dargestellt, da dieselben allgemein bekannt sind. Dse Rahmenkonstruktion 6 ist so
ausgebildet, daß dieselbe mit Hilfe von hydraulischen oder anderen Einrichtungen
mit fortschreitendem Aufstapeln fortlaufend angehoben wird, so daß die Bogen hintereinander
auf den Stapel abgelegt werden. Zu diesem Zweck ist eine Welle 34 drehbar in dem
Säulenoberteil 3 angebracht, die an jeder Seite je ein Kettenrad 35 hält. Ketten
36, die an einem Ende an Auslegern 37 des Rahmenteiles 6 befestigt sind, laufen
über die
Kettenräder 35 und stehen mit denselben im Eingriff, während
die Ketten an der anderen Seite unter vertikal beweglichen Kettenrädern38 durchlaufen
und am Säulenoberteil bei 39 eingehängt sind. Dias vertikal bewegliche Kettenrad
38 einer Seite ist mit einher Kolbenstange 40 eines festen hydraulischen Zylinders
41 verbunden. Die Anordnung ist so, daß die Flüssigkeit zu der jeweils wirksamen
Seite des hydraulischen Kolbens Zutritt hat und gleichzeitig an der anderen Seite
entleert wird, wodurch die Rahmenkonstruktion 6 nach Wunsch innerhalb der Säule
I angehoben bzw. besenkt werden kann.
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Erfindungsgemäß ruht eine umlaufende Aufspultrommel bzw. Winde 42
in Lagern 43, die von Köpfen 44 gehalten werden, die ihrerseits verschiebbar längs
der vorerwähnten, mit dem vertikal verschiebbaren Rahmenteil 6 verbundenen Führungsstangen
23, 24 angeordnet sind. Diie Aufspultrommel 42 liegt in verhältnismäßig geringem
Abstand unterhalb der Ebene, in welcher die Bogen zur Stapelung eingeliefert werden,
wobei die Trommelachse rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der ankommenden Bogen
liegt. Die Oberfläche der Trommel 42 ist mit einer Mehrzahl von schraubenförmigen
Nuten versehen; eine Anzahl von Drahtseilen oder anderen biegsamen Elementen 45
ist mit ihren Enden in entsprechenden Abständen über die Länge der Tromm'el verteilt
und an derselben entsprechend befestigt, so daß sie durch die Drehung der Trommel
aufgespult werden. Dlie anderen Enden der Drahtseile sind bei 46 an einem Querprofil
47 des Rahmenteiles 6 befestigt, wobei die Drahtseile so liegen, daß sie von der
Oberkante der Trommel ablaufen.
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Die Führungsstangen 23, 24 und die Gleitköpfe 44 liegen so, daß die
letzteren durch Aufwinden der Dirahtseile auf die Trommel in die Konstruktion 6
hinein- und unter den aufgestapelten Bogen herausgezogen werden; diese Trommelstellung
ist in Fig. 3 dargestellt. Zur Verschiebung der Trommel längs ihrer Führungen und
zur gleichzeitigen Drehung derselben, so daß die Drahtseile während des Aufspulens
bzw. Abspulens gespannt gehalten werden, ist ein besonderer Antrieb vorgesehen.
Die für diesen Zweck vorgeschene Einrichtung besteht aus einem Kettenrad 48 auf
der Trommelwelle, welches im Eingriff mit einer endlosen Kette 49 steht, die um
ein Kettenrad 50 im Kopf 22 und um Kettenräder 51, 52, 53 auf der vertikal beweglichen
Rahmenkonstruktion 6 gelegt ist, so daß die Kette immer im Eingriff mit dem Trommelkettenrad
steht.
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Die Trommeiwelle trägt außerdem Zahnräder, die mit Zahastangen 54
zusammenarbeiten, die sich auf der Unterseite der unteren Führungsstangen 24 befinden.
Die Kette wird von einem geeigneten Motor angetrieben, der an der vertikal beweglichen
Konstruktnon 6 angebracht ist und der eines der vorgenannten Kettenräder antreibt.
In Fig. 2 ist zu diesem Zweck ein bei 55 angegebener Motor vorgesehen. Die Anordnung
ist so, daß durch Drehung eines der festen Kettenräder die Trommel durch den Eingriff
ihres Zahnrades in die Zahnstange 54 verschoben und gleichzeitig in der entsprechenden
Dlrehrichtung gedreht wird. Die unteren FüJhrungsstangen 24 stellen außerdem eine
Gleitbahn für eine Anzahl von Gleitschuhen bzw. Auslegern 56 dar, die durch L-förmige
Querprofile 57 miteinander verbunden sind, deren Oberkanten die Unterseiten der
Drahtseile 45 so berühren, daß sie dieselben unmittelbar unterstützen. Dliese Stäbe
sind so angebracht, daß sie, wenn d;ie Aufspultrommel in den vertikal beweglichen
Rahmen 6 hineingezogen wird, wie in Fig. 3 dargestellt, alle zusammen hinter die
Au£spultrommel zurückgleiten. Ferner ist eine Einrichtung vorgesehen, die durch
Zwischenglieder 58 gebildet wird, die durch Öffnungen in den Querprofilen 57 hindurchragen
und Köpfe 59 haben; sie dient zum lierausziehen der Profile, wenn die Trommel entlang
ihren Führungen nach außen bewegt wird, so daß die Profile unter den ausgefahrenen
Drahtseilen in gewissen Abständen bestimmte Lagen zueinander einnehmen, um denselben
unmittelbar als Auflage zu dienen, wobei die Stäbe im rechten Winkel zu den Drahtseilen
verlaufen; diese Anordnung ist in Fig. 1 und 2 dargestellt.
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Die Anordnung wirkt so, daß während des Stapelvorganges die Windetrommel
mit den darauf aufgewundenen Dirahtseilen und den Zwischenunterstützungsstäben in
zurückgezogener Lage auf dem vertikal beweglichen Rahmenteil 6 verbleibt, wie dies
in Fig. 3 dargestellt ist. Wenn der Stapel eine solche Höhe annimmt, daß die Entfernung
eines Teiles d'er aufgestapelten Bogen notwendig wird, wird die Windetrommel, wie
beschrieben, durch Betätigung der endlosen Kette 49 nach außen bewegt.
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Die Trommel und die hinter derselben sich ausspannenden Drahtseile
nehmen die Bogen während der Zulieferung auf und bilden so eine Zwischenunterlage,
auf welcher die Bogen nunmehr aufgestapelt werden. D'ie Trommel ist in Fig. I und
2 in einer Zwischenlage dargestellt. Die Profile 57 werden ebenfalls, wie vorher
beschrieben, mittels der Zwischenglieder 58 zurückgezogen und bilden so eine Zwischenauflage
fur die Dlrahtseile. Der unter der Zwischenunterlage befindliche Bogenstapel wird
sodann weggienommen, wonach der vertikal verschiebbare Rahmen 6 auf Fußbodenebene
bzw. auf die Höhe der Plattform oder des Gestells herabgelassen wird, auf welchem
der neue Stapel aufgeschichtet werden soll. Die Zwischenunterlage wird sodann durch
Auf rinden der Kabel nach innen zurückgezogen, so daß die in der Zwischenzeit auf
derselben aufgestapelten Bogen nunmehr auf den Fußboden bzw. die betreffende Plattform
zu liegen kommen und das normale Aufstapeln fortgesetzt werden kann; dieser Vorgang
kann beliebig oft wiederholt werden. Es wird darauf hingewiesen, daß sowohl während
des Ausfahrens als auch während des Zurückziehens der Zwischenunterlage die von
den Drahtseilen od. dgl. gebildete Auflagefläche derselben stets in bezug auf die
daraufliegenden Bogen feststeht und infolgedessen kein Verziehen derselben möglich
bzw. keine Tendenz zur Verschiebung der aufgestapelten Bogen vorhanden ist.
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Die Erfindung stellt also eine verbesserte Zwischenunterlage für
automatische Bogenstapeleinrich-
tungen dar, die in Verbindung mit
irgendeiner herkömmlichen Bauart von Förder- und Schneidleinrichtungen arbeiten.
Die Erfindung wirkt sich besonder vorteilhaft aus, wenn sie in Verbindung mit einer
kontinuierlich arbeitenden Pappe- bzw. Kartonmaschine arbeitet, da es unter solchen
Betriebsbedingungen nicht nötig ist, den Arbeitsgang der Kartenmaschine zu unterbrechen.
Die Erfindung kann beim Aufstapeln von Pappebogen jeder Art, beispielsweise Karton-
oder Papierstoffplatten, aber auch anderen Materialien mit gleichen Eigenschaften,
einschließlich Papier u. dgl., Anwendung finden, vorausgesetzt, daß dieselben die
erforderliche Steifheit besitzen. Während die Erfindung in Verbindung mit Stapieleinriohtungen
einer Bauart besohrieben wurde, bei welcher die die Bogen zuliefernden Einriohtungen
mit zunehmender Stapelhöhe fortschreitend angehoben werden, kann dieselbe auch in
anderen Ausführungsarten solcher Einrichtungen Anwendung finden, bei welchen die
Ebene der Bogenzulleferung stationär ist und die Stützfläche bzw. der Tisch, auf
welchem die Bogen aufgestapelt werden, fortlaufend gesenkt wird. Bei einer solchen
Anordnung würden die Bogenzwischenunterlegen an dem festen Rahmen angesetzt, der
die die Bogen zuliefernden Einrichtungen enthält.
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PATENTANspsocHE: 1. Einrichtung zum Stapeln von Kartontafeln und
ähnlichen Materialien, in weicher die Bogen zeitweise tragende Unterlagen vorgesehen
sind, die von einer drehbaren Aufwindevorrichtung gebildet werden, auf welcher langgestreckte
biegsame Auflagemittel, wie Bänder, Drahtseile ed. dgl., die an einiem Ende liest
eingehängt sind, aufgewunden werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare
Aufwindevorrichtung (42) in horizontaler Richtung unter die zwedkLs Aufstapelung
zugeführten Bogen ausgefahren werden kann, so daß die auf diese Weise dageibotene
Unterlage in bezug auf die daraufliegenden Bogen feststehend ist, während die biegsamen
Auflagemittel (45) von der Aufwindevorrichtung (42) während der Verschiebung der
letzteren in oder aus der die Unterlage bietenden Lage ab- bzw. aufgespult werden.