DE910757C - Verfahren zum Laden von Bohrloechern - Google Patents

Verfahren zum Laden von Bohrloechern

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DE910757C
DE910757C DES23809D DES0023809D DE910757C DE 910757 C DE910757 C DE 910757C DE S23809 D DES23809 D DE S23809D DE S0023809 D DES0023809 D DE S0023809D DE 910757 C DE910757 C DE 910757C
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DE
Germany
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explosives
boreholes
loading
compressed air
holes
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Expired
Application number
DES23809D
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English (en)
Inventor
Karl Sudhoff
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FRIEDEL ZIMPELMANN GEB SUDHOFF
WALTHER SUDHOFF
Original Assignee
FRIEDEL ZIMPELMANN GEB SUDHOFF
WALTHER SUDHOFF
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D1/00Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/08Tamping methods; Methods for loading boreholes with explosives; Apparatus therefor
    • F42D1/10Feeding explosives in granular or slurry form; Feeding explosives by pneumatic or hydraulic pressure

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Laden von Bohrlöchern Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Laden von Bohrlöchern mit Sprengstoff für Gesteinssprengungen u. dgl. und besteht darin, daß das Laden und Verdichten des Sprengstoffes in den in an sich bekannter `''eise eingelegten und vorgekesselten Bohrlöchern mittels Preßluft erfolgt. Vorzugsweise soll Preßluft von etwa 6 bis 8 at Verwendung finden, die durch ein Gas-oder Aluminiumrohr von z. B. 1,27 cm Durchmesser in die Bohrlöcher eingeführt wird.
  • Insbesondere soll das neue Verfahren für Großsprengungen mittels Serienbohrlöcher Verwendung finden. Die Erfindung soll im folgenden in ihrer vorzugsweisen Verwendung für Großsprengungen mittels Serienbohrlöcher erläutert werden.
  • In der Steinindustrie werden statt der allgemein üblichen Einzelsprengungen in letzter Zeit mehr und mehr Großsprengungen durchgeführt, da diese wesentlich wirtschaftlicher sind. Bei solchen Großsprengungen, bei denen Wände von beträchtlicher Ausdehnung und Stärke umgelegt werden, geht man auf verschiedene Weise vor.
  • Beim Verfahren der Serienbohrlöcher werden in gewissen Abständen bis zu io m Tiefe Bohrlöcher von 5o mm Durchmesser in die Wand getrieben. Durch niederholte Vorsprengungen wird dann am Ende des Bohrloches ein Kessel gebildet, der dann mit dem Sprengstoff für die Hauptsprengung gefüllt wird. Das Füllen und Verdichten des Sprengstoffes erfolgte bisher mit einem Ladestock. Bei diesem Verfahren bestand aber bisher der große Mangel, daß es nicht möglich war, den Kessel vollständig und dicht mit Sprengstoff zu füllen. Besonders der über der Höhe des Bohrloches liegende Teil enthält bei Verwendung des Ladestockes nur ungenügende Mengen Sprengstoff. Infolge der zu geringen und tittgleichmäßigen Verdichtung des Sprengstoffes war der Erfolg des Verfahrens der Serienbohrlöcher bisher sehr oft in Frage gestellt.
  • Aus diesem Grunde ist man zur Zeit fast durchweg zu dem Kammerminenverfahren übergegangen. Bei diesem werden Stollen von i X I, 15 m Querschnitt in die Wand getrieben, die dann mit Sprengstoff gefüllt und verdämmt werden. Der Erfolg ist bei dieser Methode meistens gut. Der große Mangel dieses Verfahrens, auch gegenüber dem Verfahren der Serienbohrlöcher, besteht darin, daß die Herstellung der Stollen sehr langwierig und teuer ist. Es werden für eine Zweikammermine mit 38 m Stollenbau Il/2 bis 2 Monate bei zwei Schichten und sechs Bergleuten benötigt. Ferner werden zum Laden der Minen und zum Besetzen der Stollen mit Abraum 4. bis 6 Tage und sechs bis acht Mann gebraucht.
  • In dieser Beziehung ist das Verfahren der Serienbohrlöcher wesentlich günstiger, da die Bohrlöcher für eine gleich große Sprengung von zwei Mann in 5 Tagen hergestellt und von vier Mann in 2 bis 4. Tagen gekesselt und geladen werden können.
  • Durch die Erfindung wird nun dieses in seinem Erfolg bisher unbefriedigende und unzuverlässige Verfahren in ein absolut zuverlässiges und sehr erfolgreiches Verfahren verwandelt, da durch die Ladung und Verdichtung des Sprengstoffes mittels Preßluft eine vollständige Füllung der Kessel der Bohrungen gewährleistet wird.
  • Die Preßluft von vorzugsweise 6 bis 8 at wird beispielsweise durch ein Rohr von 1,21 ein Durchmesser in die Bohrlöcher eingeführt. Es konnte auf diese Weise Bohrlöchern, die mit etwa 5o kg Sprengstoff gefüllt waren und die bei Verwendung des Ladestockes keine weiteren Mengen mehr aufnehmen konnten, noch zusätzlich 3o bis 55 kg Sprengstoff zugeführt werden. Gleichzeitig wird durch die Preßluft der verstäubte Sprengstoff in die feinsten Ritzen und Fugen des Kessels eingeblasen, wodurch eine vollständige Verdämmung erzielt wird. Die Sprengwirkung eines Bohrloches wird dadurch um ein Vielfaches erhöht, und die Sprengung ergibt ein vollkommen zuverlässiges Ergebnis. Es ist dadurch möglich, mit Serienbohrlöchern den gleichen Erfolg zu erzielen wie mit dem wesentlich teureren und vor allem zeitraubenden Kammerminenverfahren.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Laden von Bohrlöchern, insbesondere Serienbohrlöchern, für Gesteinssprengungen u. dgl. mit Sprengstoff, dadurch gekennzeichnet, daß das Laden und Verdichten des Sprengstoffes in den in an sich bekannter Weise angelegten und vorgekesselten Bohrlöchern mittels Preßluft erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Preßluft von etwa 7 bis 8 at verwendet wird, die durch ein Rohr von z. B. 1,27 cm Durchmesser in die Bohrlöcher eingeführt wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift NTr. 7:24420.
DES23809D 1942-10-23 1942-10-23 Verfahren zum Laden von Bohrloechern Expired DE910757C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE724420C (de) * 1939-06-01 1942-08-26 Kurt Prill Vorrichtung zum Besetzen von Sprengbohrloechern

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE724420C (de) * 1939-06-01 1942-08-26 Kurt Prill Vorrichtung zum Besetzen von Sprengbohrloechern

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