DE910694C - Verfarhen zur Herstellung von Kohlekollektoren - Google Patents
Verfarhen zur Herstellung von KohlekollektorenInfo
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- DE910694C DE910694C DES16448D DES0016448D DE910694C DE 910694 C DE910694 C DE 910694C DE S16448 D DES16448 D DE S16448D DE S0016448 D DES0016448 D DE S0016448D DE 910694 C DE910694 C DE 910694C
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01R39/02—Details for dynamo electric machines
- H01R39/04—Commutators
- H01R39/045—Commutators the commutators being made of carbon
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- Ceramic Products (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Kohlekollektoren Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Kohlekollektoren. Die bisherigen Kohlekollektoren werden in der Weise hergestellt, daß einzelne Kohlelamellen angefertigt werden, die nach Bearbeitung unter Zwischenlage von Isolierschichten in der gleichen Weise wie Metallkollektoren zusammengebaut werden. Diese Bauweise erfordert eine genaue Bearbeitung der einzelnen Lamellen und Isolierzwischenlagen, da Abweichungen von den vorgesehenen Abmessungen dieser Bauteile den ordnungsgemäßen Zusammenbau des Kollektors durch Summierung der Fehler sehr erschweren können.
- Durch die Erfindung soll die Herstellung von Kohlekollektoren vereinfacht und verbilligt werden. Erreicht wird dies nach der Erfindung dadurch, daß nicht einzelne Kohlelamellen angefertigt werden, sondern auf der Strangpresse ein rohrförmiger Kohlekörper mit radial verlaufenden, die Lamellen bildenden Rippen hergestellt wird, der nach dem Glühprozeß oder bei Anwendung kunstharzgebundener Kohle nach dem Erhärten mit Isolierstoff. so umgepreßt wird, daß die Zwischenräume zwischen den Lamellen mit Isolierstoff ausgefüllt und die freien Rippenenden in einem zusammenhängenden, die Kollektorbuchse bildenden Isolierstoffkörper eingebettet sind, so daß nach Entfernen des die Rippen verbindenden Kohlemantels der fertige Kollektor gebildet ist. Auf diese Weise entfallen die Einzelbearbeitung der Kohlelamellen und das Zusammenfügen der Lamellen zum fertigen Kollektorkörper. Geringe Unterschiede in der Dicke der Lamellen und der Stärke der Isolierschicht können sich nicht nachteilig auswirken, da durch die Herstellungsweise des Kollektors die gleichmäßige Verteilung der einzelnen Lamellen von vornherein gewährleistet ist.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. i zeigt einen Schnitt durch den Kollektor in einer Zwischenstufe des Herstellungsverfahrens. Fig. a zeigt einen Schnitt durch einen Teil des fertigen Kollektors senkrecht zur Kollektorachse. Auf der Strangpresse wird zunächst unter Verwendung eines entsprechend geformten Mundstückes und Dornes der rohrförmige Kohlekörper i hergestellt, dessen radial nach innen verlaufende Rippen 2 die Lamellen des Kollektors bilden sollen. Die Seitenflanken dieser Rippen werden beim Pressen gezahnt, damit bei der später erfolgenden Umpressung der Rippen 2 mit einem Isolierstoffkörper 3 die Lamellen?- in dem Isolierstoffkörper 3 gut verankert sind. Der aus der Strangpressekommende rohrförmige Köhlekörper i wird auf geeignete Längen abgeschnitten und dann in üblicher Weise einer Glühbehandlung unterworfen. Nach dem Brennen des Kohlekörpers werden die freien Enden der Rippen 2 bzw. Lamellen mit einem Metallbelag a versehen, beispielsweise galvanisch aufgetragen oder durch Umgießen mit Metall erzeugt. Durch diesen Metallbelag .I soll eine gleichmäßige Stromverteilung über die Kohlelamelle bewirkt und eine Anschlußmöglichkeit für die Wicklung geschaffen werden. In den Boden der nutartigen Zwischenräume zwischen den Lamellen werden Hilfskörper 5 aus gebrannter Kohle eingelegt, die nach Entfernen den notwendigen Luftzwischenraum zwischen den einzelnen Lamellen an der Kollektoroberfläche schaffen. Nach dieser Vorbereitung wird der rohrförmige Kohlekörper i mit Isolierstoff so umpreßt, daß der Isolierstoffkörper 3 entsteht, der die einzelnen Lamellen zusammenhält und gleichzeitig die Isolierung des Kollektors gegenüber der Welle bewirkt. Nach der Isolierstoffumpressung wird der äußere Kohlemantel 6 des rohrförmigen Kohlekörpers i durch Abschleifen entfernt, so daß die einzelnen Lamellen, die jetzt durch den Isolierstoffkörper 3 gehalten sind, freigelegt werden. Nach Entfernen der Hilfskörper 5 wird der Kollektor in die Maschine eingebaut, und die Wicklungsenden werden an die Lamellen 2 angeschlossen. Die Bildung des Luftzwischenraumes zwischen zwei Lamellen durch Einlage des Hilfskörpers ist nicht erforderlich, wenn eine Isolierstoffzwischenlage zur Artwendung gelangt, die sich in gleichem Maße wie die Kohlelarfiellen abnutzt und ihre isolierenden Eigenschaften durch die Einwirkung von eventuell auftretendem Bürstenfeuer nicht verliert.
- Erwähnt sei, daß der Wicklungsanschluß nicht notwendigerweise über den in der Zeichnung dargestellten :Metallkörper :q. erfolgen muß. Es ist detrkbar, die Kohlelamellen beim Pressen des rohrförmigen Kohlekörpers mit einer in Längsrichtung verlaufenden Nut oder Bohrung zu versehen, in die der Anschlußdraht der Wicklung eingelegt werden kann. Für die Befestigung des Anschlußdrahtes in dieser Bohrung oder Nut kann der Anschlußdraht durch eingestampftes Metallpulver in gutleitende Verbindung mit der Kohlelamelle gebracht werden.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kohlekollektoren, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Strangpresse ein rohrförmiger Kohlekörper (i) mit radial verlaufenden, die Lamellen (2) bildenden Rippen hergestellt wird, der nach dem Glühprozeß oder bei Anwendung von kunstharzgebundener Kohle nach denn Erhärten mit Isolierstoff (3) so umpreßt wird, daß die Zwischenräume zwischen den Lamellen mit Isolierstoff ausgefüllt und die freien Rippenenden in dem zusammenhängenden Isolierstoffkörper (3) eingebettet sind, so daß nach Entfernen des die Rippen verbindenden Kohlemantels (6) der fertige Kollektor gebildet ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Isolierstoffumpressung zur Bildung eines Luftzwischenraumes zwischen den Lamellen in den Boden der nutartigen Hohlräume zwischen den Lamellen Hilfskörper (5) eingelegt werden, die nach der Isolierstoffumpressung und nach dem Abschleifen des Kohlemantels (6) entfernt werden.
- 3: Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Isolierstoffumpressung des rohrförmigen Kohlekörpers (i) zur Verbesserung der Stromzuführung und -verteilung die freien Enden der Kohlerippen mit einem Metallbelag versehen werden.
- 4.. Verfahren nach Anspruch i, -dadurch gekennzeichnet, daß beim Pressen des rohrförmigen Kohlekörpers in die- als Lamellen dienenden Rippen sich in Achsrichtung des Kollektors erstreckende Nuten zur Aufnahme des Anschlußdrahtes für die Wicklung eingepreßt werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Pressen des Kohlekörpers die Seitenflanken der Kohlelamellen zur Verankerung des Isolierstoff körpers gezahnt werden.
- 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die einzelnen Lamellen nach Entfernung des Kohlemantels (6) zusammenhaltende Isolierstoffkörper (3) so ausgebildet wird, daß er gleichzeitig als Führungsbuchse des Kollektors auf der Welle dient und den Kollektor gegen die Welle isoliert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES16448D DE910694C (de) | 1942-08-04 | 1942-08-04 | Verfarhen zur Herstellung von Kohlekollektoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES16448D DE910694C (de) | 1942-08-04 | 1942-08-04 | Verfarhen zur Herstellung von Kohlekollektoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE910694C true DE910694C (de) | 1954-05-06 |
Family
ID=7475220
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES16448D Expired DE910694C (de) | 1942-08-04 | 1942-08-04 | Verfarhen zur Herstellung von Kohlekollektoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE910694C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1101602B (de) * | 1956-03-29 | 1961-03-09 | Siemens Ag | Umlaufender ringfoermiger Kontaktkoerper aus Kohle, insbesondere Stromabnehmer fuer elektrische Maschinen |
-
1942
- 1942-08-04 DE DES16448D patent/DE910694C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1101602B (de) * | 1956-03-29 | 1961-03-09 | Siemens Ag | Umlaufender ringfoermiger Kontaktkoerper aus Kohle, insbesondere Stromabnehmer fuer elektrische Maschinen |
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