DE910403C - Vorrichtung zum Auspressen von Straengen aus Aluminiumlegierungen - Google Patents

Vorrichtung zum Auspressen von Straengen aus Aluminiumlegierungen

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DE910403C
DE910403C DEV928D DEV0000928D DE910403C DE 910403 C DE910403 C DE 910403C DE V928 D DEV928 D DE V928D DE V0000928 D DEV0000928 D DE V0000928D DE 910403 C DE910403 C DE 910403C
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DE
Germany
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pressing
die
aluminum alloys
press
ring
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Expired
Application number
DEV928D
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English (en)
Inventor
Hugo Rentrop
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Ver Deutsche Metallwerke AG
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Ver Deutsche Metallwerke AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C25/00Profiling tools for metal extruding
    • B21C25/02Dies

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Extrusion Of Metal (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Auspressen von Strängen aus Aluminiumlegierungen Das allgemein übliche. Verfahren des Pressens von Metallsträngen läßt sich kurz so beschreiben, daß der metallische Gußbolzen von zylindrischer Gestalt im hohlzylindrischen Aufnehmer durch eine unter dem Druck der Presse vorangetriebene plane Scheibe gegen die feststehende plane, die Austrittsöffnung enthaltende Matrizenscheibe gepreßt und so zum Ausfließen durch dieselbe gezwungen wird. Es ist das sogenannte direkte Preßverfahren.
  • Im Anfang des Preßvorganges fließen bevorzugt die der Matrizenöffnung gegenüberliegenden Teile aus dem Kern des Gußbolzens aus, während dessen Umfang infolge der Reibung an der Wand des Aufnehmers und an der Stirnfläche der Matrize zurückgehalten wird. So findet sich im Anfang des Preßstranges vornehmlich Metall aus dem Kern des Gußblockes und im Preßende aus dem Umfang. Daraus ergeben sich Unterschiede sowohl in der chemischen Zusammensetzung als auch in der Gefügeausbildung zwischen Preßanfang und Ende.
  • Da die Aluminiumlegierungen zur umgekehrten Blockseigerung neigen, werden sich am Preßende diejenigen Legierungsbestandteile angereichert finden, die im Blockumfang des Gußbolzens angereichert waren. Besonders deutlich tritt der stärkere Kupfergehalt der Durlegierungen am Strangende in Erscheinung.
  • Die Neigung zur umgekehrten Blockseigerung läßt sich durch Ausbildung geeigneter Gießverfahren weitgehend oder ganz vermeiden. Dagegen ist ein wirklich befriedigendes Mittel zur Verhinderung unterschiedlicher Gefügeausbildung noch nicht bekannt. Zu Anfang der Pressung weist das austretende Kernmetall, weil es nur verhältnismäßig wenig verknetet ist, die Gußstruktur noch ziemlich unverändert auf. Im Laufe des weiteren Preßvorganges wird auch das im Umfang des Gußbolzens befindliche Metall zum Mitfließen in Richtung auf die Matrizenöffnung gezwungen, nachdem es vorher durch das Stauchen des Blockes schon verformt war. Durch die weitaus stärkere Verknetung werden die Bestandteile des Gußblockumfanges stark zerrieben und verlieren das charakteristische Gußgefüge um so mehr, je weiter sich die Pressung ihrem Ende nähert.
  • Es tritt auf diese Weise im Verlauf der Pressung und über die Länge des Preßstranges eine charakteristische Erscheinung auf, die sich von der Oberfläche des Stranganfanges gegen Ende der Pressung mehr und mehr auf den Querschnitt des gepreßten Stranges ausbreitet. Nach der Rekristallisationsglühung zeigt sich im Ätzbild ein ausgeprägtes, mehr oder weniger grobes Randkorn, das mit der gelängten Gußfaser im vorderen Teil und im Kern des letzten Teils des Preßstranges nichts mehr gemein hat. Es hat geringere Längsfestigkeit und neigt bei schwacher Verformung und insbesondere bei höherer Temperatur zur Bildung von Riesenkorn, das aus Festigkeitsgründen nicht zulässig ist. Der Verband zwischen dem Kernrand und dem Kern wird, wenn der Rand sich scharf absetzt, nach praktischen Erfahrungen auch nicht als so zuverlässig fest angesehen wie zwischen den Teilen gleichartiger Gefügeausbildung.
  • Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, die Ausbildung dieses störenden Randgefüges zu verhindern. Die gestellte Aufgabe kommt im wesentlichen darauf hinaus, den Abbau des Gußbolzens im Verlauf des Preßvorganges gleichmäßig zu gestalten, so daß das Metall schichtenweise vom Umfang bis in den Kern abgetragen wird und die der Stirnfläche des Bolzens parallelen Schichten möglichst gleichzeitig in Fluß auf die Matrizenöffnung geraten. Das umgekehrte oder indirekte Preßverfahren, bei welchem die Matrize beweglich ist und gegen den Preßbolzen gedrückt wird, ergibt diese Folge ohne weiteres. Jedoch hat sich das indirekte Preßverfahren wegen schwerwiegender Nachteile nicht durchsetzen können.
  • Es führt zu gleichem Erfolg, wenn man die Matrizenscheibe nicht plan ausbildet, sondern zu einem Trichter gestaltet, an dessen engstem Teil die Austrittsöffnung liegt. Je schlanker dieser Trichter ausgebildet ist, um so mehr wird verhindert, daß Teile aus dem Umfang des Preßbolzens zurückbleiben.
  • Die Anwendung derartiger =Matrizen bedeutet einen erheblichen Verbrauch an hochwertigem Matrizenstahl; die Matrizen werden außerdem ungefüge und lassen sich vor allem nur sehr schlecht von dem Preßrest trennen, so daß betriebliche Verzögerungen und Leistungshemmnisse entstehen. Man hat daher in der Industrie von dem Gebrauch solcher Matrizen Abstand genommen.
  • Um das Metall des Bolzenumfanges beim Strangpressen zur sofortigen Teilnahme an der Strangbildung ohne Ausbildung einer Verformungszone zu zwingen, wird erfindungsgemäß ein trichterförmiger Ring, der auf seinen Innenflächen konvex gestaltet ist, in den Aufnehmer oder Mundringhalter eingesetzt, so daß er entweder direkt hinter die Matrize zu liegen kommt oder zwischen der letzteren und dem trichterförmigen Ring zusätzlich noch Scheiben vorhanden sind.
  • Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, zusammengesetzte Matrizen, die aus einzelnen Einsätzen bestehen, in Verbindung mit einem Ring, dessen Querschnitt ein rechtwinkliges, ungleichschenkliges Dreieck ist, zu verwenden. Hierdurch sollte aber nicht der eingangs geschilderte Mangel behoben, sondern nur dem erhöhten Verschleiß entgegengetreten werden, um die Lebensdauer der Matrizen zu erhöhen und außerdem eine leichte Auswechselbarkeit der der Abnutzung in sehr verschiedenem Maße unterworfenen Teile zu ermöglichen. Der dem Block zugekehrte Einsatzring mit dreieckigem Querschnitt ist weiterhin aber auch nicht geeignet, beim Verpressen von Aluminiumlegierungen zu ververhindern, daß ein für die Weiterverarbeitung des Preßblockes ungünstiges Randkorn entsteht. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß der Ring eine ganz bestimmte Neigung, nämlich mehr als 27°, gegenüber dem senkrechten Abschluß des Aufnehmers aufweisen muß und außerdem eine konvexe Ausbildung erforderlich ist, wenn die Grobkornzone nicht entstehen soll.
  • Die Abbildung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel.
  • In den Rezipienten a einer Strangpresse ist ein Ring b eingesetzt, der trichterförmige Gestalt aufweist und dessen innere Flächen konvex ausgebildet sind. Dieser Ring liegt vor der Matrize c, die in bestimmter Weise gehalten wird. Sie sitzt im Kopf d eines Mundringeinsatzes e, der von dem Mundringhalter f umfaßt ist. Der Preßstrang ist mit g bezeichnet. Der Gußblock ist nicht besonders dargestellt. Er wird mittels einer Preßscheibe h durch den Ring b sowie die Matrize und deren Halteteile in der Pfeilrichtung bewegt.
  • Indem die Erfindung das Auftreten einer Grobkornzone verhindert, gelingt es, die Abfallmenge zu verringern, weil der Preßstrang bis zu seinem letzten Ende voll brauchbar ist, während bei den bekannten Verfahren der grobkörnige Teil des Stranges weitgehend abgetrennt werden mußte.
  • Auch läßt sich bei der Anwendung der Erfindung die Preßleistung um etwa 1o bis 40°l0 steigern, weil die Austrittsgeschwindigkeit des Preßstranges erhöht werden kann. Zwar steigt bei der Erhöhung der Preßgeschwindigkeit die Preßtemperatur infolge adiabatischer Aufheizung des Preßbolzens durch Reibungsenergie. Die Folge erhöhter Preßtemperatur wäre bei Nichtbenutzung des erfindungsgemäßen trichterförmigen Ringes bestimmter Konizität und konvexer Ausbildung eine stärkere Vergröberung des Randkornes, weil sich im kritischen Bereich jede Temperaturerhöhung wie eine Verminderung der Verformung auswirkt. Gerade aber durch die Anwendung der Erfindung wird die Verformung auch der äußeren Zone des Preßbolzens nunmehr aber in den unterkritischen Bereich verlegt. Eine Temperaturerhöhung wirkt sich in diesem Fall günstig aus, und die Bildung der Verformungszone wird noch stärker zurückgedrängt.
  • Besonders vorteilhaft ist die Erfindung dann, wenn der zu pressende Strang verhältnismäßig große Abmessungen aufweist und die Gefahr der Grobkornbildung groß ist.
  • Wesentlich für die Erfindung ist ferner auch die Zweiteilung von Matrize und trichterförmigem Ring. Würden beide Teile aus einem Stück bestehen, so wäre es sehr umständlich, den Preßrückstand aus diesem Werkzeug zu entfernen. Die gepreßte Stange wird bekanntlich nach vorn aus der Matrize herausgezogen. Ist jedoch das Preßwerkzeug einteilig, so hindert der Rückstand im Einsatzring diese betriebliche Notwendigkeit. Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung ist dagegen nur nötig, den Strang in an sich bekannter Weise hinter der Matrize abzutrennen und ihn nach vorn herauszuziehen, während der Einsatzring ohne weiteres vom Preßrest abgenommen werden kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Auspressen von Strängen aus Aluminiumlegierungen unter Verwendung einer von einem Einsatzring getrennten mehrteiligen Matrize, dadurch gekennzeichnet, daß der vor der Matrize liegende Einsatzring trichterförmig ausgebildet ist und seine inneren Flächen dabei konvex gestaltet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzring gegenüber dem planen Abschluß des Aufnehmers einen Winkel von mehr als 2T° aufweist.
DEV928D 1944-03-02 1944-03-02 Vorrichtung zum Auspressen von Straengen aus Aluminiumlegierungen Expired DE910403C (de)

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DE910403C true DE910403C (de) 1954-05-03

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