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Höchstspannungs-Schaltgerät Die Erfindung betrifft -einen Drehtrennumschalter
für Hochspannungsschaltanlagen, der sich von bekannten Trennumschaltern dadurch
unterscheidet, daß sich damit Schaltanlagen mit gegenüber bekannten Anordnungen
geringerem Platzbedarf errichten lassen. Im wesentlichen bezieht sich die Erfindung
auf Drehtrennumschalter, bei welchen ein Schaltarm auf einem um seine Längsachse
drehbaren Stützisolator befestigt ist und durch Drehung dieses Stützers wahlweise
eine Schaltverbindung vom Drehstützer zu dem einen oder zu dem anderen der beiden
feststehenden, die Gegenkontakte tragenden Stützer hergestellt werden kann. Die
Erfindung besteht darin, daß sich die Bewegung des Schaltarmes, dessen Drehpunkt
sich auf der Mittelsenkrechten der Verbindungslinie der beiden feststehenden Stützer
befindet, nicht innerhalb des kleineren, weniger als 18o° betragenden Schaltwinkels,
sondern innerhalb des größeren, mehr als 18o° betragenden Schaltwinkels abspielt
und daß bei mehrpoliger, mit einem gemeinsamen Antrieb versehener Ausführung die
einzelnen Pole so dicht zusammengesetzt werden, daß sich zwischen den Kreisbogenbahnen
der Schaltarmenden kein der Betriebsspannung entsprechender Sicherheitsabstand befindet.
Ein weiterer Erfindungsgedanke besteht darin., daß die feststehenden Stützisolatoren
gleichzeitig als Träger der Gegenkon takte eines weiteren Trennumschalters dienen.
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An Hand der Zeichnung wird die Erfindung in Gegenüberstellung mit
bekannten, ähnlichen Einrichtungen erläutert.
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Fig. i und z zeigen einen zweipoligen Trennumschalter in Aufriß und
Grundriß. Der Schalter
besteht aus den drehbaren Stützisolatoren
i; i' und den feststehenden Stützisolatoren 2, 2' sowie 3, 3'. Auf je einem Drehstutzer
i, i' sind ein Anschluß 4, 4' und ein Schaltarm (Kontaktmesser) 5, 5' befestigt.
Die feststehenden Stutzer 2, 2' und 3, 3' tragen die Gegenkontakte und Anschlüsse
6, 6' und 7, 7'. Die Drehstutzer und damit die Schaltarme werden über die Hebel
8, 8' und die Schaltstangen 9, g durch den Antrieb iö so gedreht, daß sich das Schaltarmende
entlang des Kreisbogens h bewegt und drei bestimmte Schaltzustände erreicht werden.
In Fig. i und 2 ist die Schaltstellung gezeichnet, die den Anschluß q. mit dem Anschluß
6 verbindet. Die andere Einschaltstellung stellt die Verbindung q. mit 7 her (strichpunktiert
gezeichnet). Dazwischen befindet sich die Ausschaltstellung c, ebenfalls strichpunktiert
gezeichnet. Anschlüß 6 führt zum einen, Anschluß 6' zum anderen Pol des Sammelschienensystems
I, Anschiuß 7 zum einen und Anschluß 7' zum anderen- Pol des Sammelschienensystems
II. Die Anschlüsse 4. und _' sind mit je einem Leistungschalterpol des Sammelschienenabzweiges
verbunden. Da der Schaltarm in seiner Ausschaltstellung c geerdet sein kann, muß
die Entfernung a je nach er Größe der Betriebsspannung einen bestimmten vorgeschriebenen
Mindestwert besitzen, der auch für die Entfernung zwischen den Stutzern 2 und 3
einzuhalten ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, beträgt somit die Baulänge des zweipoligen
Trennumschalters etwa 5 a.
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Die Bauart nach Fig. i und 2 kann ohne wesentliche Vergrößerung der
Baulänge in eine andere Bauart dadurch umgewandelt werden, daß der Drehstutzer i
(i') an den Schnittpunkt der Linie c mit der Verbindungslinie d der feststehenden
Stutzer a und 3 (2 und 3') verlegt wird, so daß alle sechs Stutzer in einer Reihe
stehen. Der Schaltwinkel e würde dann i8o° betragen.
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Erfindungsgemäß wird in Fig. 3 im Aufriß und in Fig. 4. im Grundriß
eine zweipolige Trennumschalterbauart mit wesentlich geringerer Baulänge gezeigt.
Läßt man die Bewegung des Schaltarmendes 5 von Stutzer 2 zu Stutzer 3 auf dem strichpunktiert
gezeichneten Kreisbogen f mit dem Schaltwinkel g erfolgen, so kann der nach Fig.
i und 2 etwa 2 a betragende Abstand der Stutzer 2 und 3 etwa ,auf die Hälfte verringert
werden. Sorgt man weiter durch geeigneten gemeinsamen Antrieb io der Drehstutzer
i und i' dafür, daß sich die Schaltarme 5 und 5' nur synchron bewegen können, so
braucht der Abstand h zwischen den Kreisbogenbahnen f, f' der Schaltarmenden
nicht dem der Betriebsspannung entsprechendenMindestabstand, a zu entsprechen, so
daß der Abstand zwischen den Stützen 2' und 3 mit i r, beibehalten werden kann.
Die Ausschaltstellung c ist gegenüber einer Trennschalterbauart nach Fig. i und
2 um i8o° versetzt. Die Baulänge beträgt nur etwa 3 cc: Da durch vorgesehene Verriegelungen
der Trennumschalter nur bei ausgeschaltetem zugehörigem Leistungsschalter betätigt
werden kann, kann der Schaltarm 5 in Zwischenstellungen keine Spannung führen, so
daß die Entfernung der Stutzer 2 und 3' als Baulänge betrachtet werden darf.
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Ein Schalterantrieb, wde in Fig. i und 2 gezeigt, ist hier nicht anwendbar;
da der Schaltwinkel g mehr als i8o° beträgt. Bei der als Beispiel in Fig. 3 gezeichneten
Antriebsart werden die Drehstutzer i bzw. i' über Kegelräder ii, ii' und Wellen
12, 12' mit dem Antrieb io verbunden. Einige weitere Möglichkeiten sind Zahnradübersetzungen
in Verbindung mit Hebeln und Schaltstangen, Zahnräder in Verbindung mit Zahnstangen,
Kettenräder mit Ketten usw.
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Fig.5 zeigt eine Vereinigung von zwei zweipoligen Trennumschialtern
nach Fig. 3,und 4., wobei erfindungsgemäß die feststehenden Stütz@er 2, 3 bzw. 2',
3' des einen Umschalters i, i' zugleich die Gegenkontakte des anderen Umschalters
i", i"' tragen. Es ist .dadurch möglich, auf einfachste Weise bei sehr geringem
Platzbedarf zwei gegenüberliegende Sarnmelschienenabzweige anzuordnen.
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Die Vorteile des Trennumschalters nach der Erfindung sind aus der
Zeichnung ohne weiteres ersichtlich.