DE901439C - Integrierendes Drehspulinstrument, insbesondere fuer magnetische Messungen - Google Patents

Integrierendes Drehspulinstrument, insbesondere fuer magnetische Messungen

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DE901439C
DE901439C DEN1840A DEN0001840A DE901439C DE 901439 C DE901439 C DE 901439C DE N1840 A DEN1840 A DE N1840A DE N0001840 A DEN0001840 A DE N0001840A DE 901439 C DE901439 C DE 901439C
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DEN1840A
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Dr-Ing Erich Steingroever
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Description

  • Integrierendes Drehspulinstrument, insbesondere für magnetische Messungen Die Erfindung betrifft integrierende Drehspulinstrumente, die unter dem Namen Fluxtneter oder Kriechgalvan,ometer für magnetische Messungen bekannt sind.
  • Solche Instrumente besitzen einehohe Empfindlichkeit. und Dämpfung. Verbindet man sie mit einer Prüfspule, die sich in einem magnetischen Feld befindet und in der jede Änderung des magnetischen Flusses eine Spannung induziert, so erfolgt ein Ausschlag des Zeigers entsprechend dem Zeitintegral der Spannung, der nach der Fltißän#d#erung proportional ist. Um den Maximalaus,schlag gut, ablesen zu können, werden die Dämpfung des Meßwerkes, möglichst groß und die Richtkraft möglichst klein bemessen, so d-aß der Aumchlag sprunghiaift mit der Flußänderung, der Zeigerrücklauf jedoch sehr langsam erfolgt und die Spannungsintegrale angenähert integriert werden. Die geringe Richtkraft wird- durch Wahl sehr dünner Dreh#spulstromzuf ührungen au-s einem geeigneten Werkstoff, z. B. weichem Goldbanid, ermöglicht; doch bleibet immer eine wenn auch kleine Richtkraft bestehen, so daß die bekannten Instrumente allle bei länger dauernden, Meseungen wegen des störendien Zeigerrücklaufes nur begrenzt verwendungsfähig sind.
  • Es ist bekannt, die RichtIkraft von Drehspulinstrumenten dadürch zu vetkleiinern, daß auf die Drehspule ein Stübchen aus einem para- oder dia-Magnetischen Stoff derart, befestigt ist-, daß es im Feld des Dauerinagneten oder #in einem Hilfsfeld ein geeignetes der Richtkraft entgegenwirkendes Drehmoment erzeugt. Bei den geringen hier in Frage kommenden Kräften ist jedoch eine vollständige Kompensation, wie sie die Durchführung von länger dauernden Meßreihen mit einem integriereniden Drehspulinstrument, z. B. bei der Aufnahme von Entmaginetisierungskurven von Dauer-Magneten, erfordert, nur sehr schwierig, zu erreichen.
  • Die- Erfindung erlaubt, es, die unvermeidliche Richtkraft der Stromzuführungen durch ein zusätzliches, &in Aussehlag annähernd proportionales Drehmoment angenähert vollständig zu kompensieren, so daß der Zeiger auf jedem Punkt der Skala stehenbleibt, solange keine Fliußänd#erung in der angeschlossenen Meß-spule auftritt. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß der RichtIkraft ein Kippmoment des Dreh-systems bei einer von der Senkrechten abweichenden Gebrauchsluge der Systemaclhs,-. entgegenwirkt.
  • Eine zweckmäßige Ausführung der Erfindung ist in Abb. a und; 2 dargestellt, Abb. i zeigt ein Drehspulmüßwerk mit hoher Dämpfunig inAufsdcht. Der Nullpunkt der Skala ist mit o bezeichnet und liegt 30' voll[ linken Skalenende bei 1/3 der gesamten Skakn,läng ge; ;der Zeiger ist mit i bezeichnet, das Magnet,systein Mit 2 und die DrehnsPule mit 3. Die beiden degengewichte zum Ausgleichen des Zeigergewichtes sind auf den beiden mit 4 und 5 be- zeichneten Gewindea#rnien aufgeschraubt, die einen Winkel von 3o' bilden unid. symmetrisch zum Zeiger angeordnet sind.
  • Wenn der Zeiger infolge der Richtkraft der hier nicht eingezeichneten, Stromzuführungen im stromlosen Zustand auf o steht, werden zunächst die beiden, Gegengewichte so eingestellt, daß das Drehsystem vollständig ausgewogen ist; in, der Ab- bildung seien dies die gezeicIlmete Stellung auf Arm 5 und die gestrichelt dargestellte Stellung auf dem Arm 4. Nun wird in, Durchführung des Erfindungsgedankens ein zusätzliches Drehmoment, das dem Ausschlag proportionail ist, aber der Richtkraft entgegengesetzt gerichtet ist, dadurch erzeugt, daß das Meßwerk derart schräg angehoben wird, daß die Skala höher als das Diehsystem liegt und daß das Balancegewicht auf dem Arm 4 in die ausgezogen dargestellte Lage auf die Drelhachse hin verschoben wird, so daß ein Kipptnoment des Schwerpuriktes des ganzen Drehsystems -um die Z.eigerachse, eintritt. Die Größe dieses Kippmomentes wird bei dein für die Gebrauchslagee des Instrumentes vorgesehenen Neigungswinkel mittels des Balance,-,e#vichües auf dem Gewindearm 4 so bemessen, daß das Richtnioment der Stromzuführungen gerade vollständig ausgeglichen ist. Bei dem fertigen verschlossenen, Instrument kann dürch geringes Ändem des Neigungswinkels, zweckmäßig mittelis einer Stellschraube, der Betrag des Kippmomentes noch nachi,tist,ie,rt wer-den, In Abb. 2 ist der Verlauf der Drehinomente in Abhängigkeit vom Zeigerausschlag dargestellt. Das Richtmoment,der Stromzuführungen ist linear vom Zeigerausschlag abhängig, das Kippmoment ist dem Sinus des, Zeigerausschlages proportional und dem Richtniotnent entgegengesetzt gerichtet. Da #die Sinusfunktion in. der Nähe des Nullpunktes an-,genähert linear verläuft, heben beide sich fast auf dem ganzen Meßbereich vollständig auf. Ein, geringer Überschuß des Richtmoinentes am rechten EnJeder Skala ist bei den meisten Messungen nicht störend, da dieser Bereich nur kurzzeitig benutzt wird.
  • Eine vorteilhafte Anwendung findet das. erfindungsgemäße int-egrierendeDrehspulinstrument mit kc>rnp2n-sie,rter Richtkraft, bei der Messung der Entmagnetisierungskurve von Dauermagneten. Das Instrument wird, mit einer um die WerIkstoffprobe gewickelten Induktionsspule verbunden und der Zeiger mit einem Hilfsstrom auf o gebracht. Dabei kann der Nullpunktider Teilung im Gegensatz zu der in Alyl>. i. gezeichneten Teilung am linken Skalenendee angeordnet sein. Nun wird die Probe in eineinMagnetjoch bi-s 7urSättigiung magnetisiert, wobei der Zeiger auf einen entsprechenden Wert ausschlägt. Falls die Windungszahl der Spule entsprechend dem Querschnitt der Probe und der Empfindlichkeit des Instrumentes gewählt wurde, kann der Betrag t&r Induktion unmittelbar ab-, gel- esen werden, Nach Aus-.sehalten des Magnetisierungsistro,mes gehtder Zeiger auf den, Wert der Reinanenz zurück. Mit einem regelbaren Gegenstrom können nun weitere Werte,der Induktion im zweiten Ouadranten der Magnetisierungskurve unmittelbar eingestellt werden; züi jedem wird die zugehörige Feldstärke in bekann-ter Weise, z. B. mit einem magnetischen Spannungsmesser nach Rogowski oder mit einer =laufenden Spule, gemessen. Mit den bekannten, nicht kompensierten Instrumenten wandert während des Einstellens der Mießpunkte der Zeiger unter der Wirkung der Richtkraft ab, so daß ein, genurues Messen nicht möglich war.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i.
  2. Integrierendes Drehspulinstrument, bei welche-in die Richtikraftder Stromzuführungen durch eindem Ausschlag mind,-stens angenähert proportionales Drehmoment aufgehoben wird, ,dadurch gekennzeichnet, daß,der Richtkraft ein Kippinoment des Drehsystems bei einer von der Senkrechten abweichenden Gebrauchslage der Systemachse entgegenwirkt. :2.
  3. Dre--hspulin-sbrum2nt nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe -des Kippmomentes,durch Neigender Drehachse bis zum vollständigen Ausgleich der Richtl<,raft verinindert wird. 3. Drehspulinstrument naehAnsprüch iund-2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nullpunkt der Richtkraft der Stromzuführungen in den h-auptsäc.h-Ii(fh benutzten Bereich d;er Ska--la gelegt wird, vorzugsweise auf V, des Vollausschlages.
  4. 4. Drehspuliinistrument nachAnspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung als integrierender Flußmesser bei der Aufnahme der Magnetisierungskurve ferromagnctischer Werk-Stoffe. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 650 209; B 1 o rn b e r g, »Elektrische Meßgeräte« 1948, S-137-
DEN1840A 1950-09-12 1950-09-12 Integrierendes Drehspulinstrument, insbesondere fuer magnetische Messungen Expired DE901439C (de)

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DE901439C true DE901439C (de) 1954-01-11

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE650209C (de) * 1932-08-18 1937-09-18 Instrumentfabriek En Handel Vo Messinstrument mit einer auf sein drehbares System wirkenden Direktionskraft, bei welchem die Empfindlichkeit veraendert oder durch Regulierung eines Hilfsfeldes aenderbar ist

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE650209C (de) * 1932-08-18 1937-09-18 Instrumentfabriek En Handel Vo Messinstrument mit einer auf sein drehbares System wirkenden Direktionskraft, bei welchem die Empfindlichkeit veraendert oder durch Regulierung eines Hilfsfeldes aenderbar ist

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