DE893060C - Schaltungsanordnung zur Phasenverschiebung von elektrischen Impulsen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Phasenverschiebung von elektrischen Impulsen

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DE893060C
DE893060C DET5274D DET0005274D DE893060C DE 893060 C DE893060 C DE 893060C DE T5274 D DET5274 D DE T5274D DE T0005274 D DET0005274 D DE T0005274D DE 893060 C DE893060 C DE 893060C
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DE
Germany
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frequency
filter
amplitude
circuit arrangement
phase shift
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Expired
Application number
DET5274D
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English (en)
Inventor
Hans Jakob V Dr Baeyer
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Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE893060C publication Critical patent/DE893060C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03HIMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
    • H03H7/00Multiple-port networks comprising only passive electrical elements as network components
    • H03H7/30Time-delay networks
    • H03H7/32Time-delay networks with lumped inductance and capacitance

Landscapes

  • Manipulation Of Pulses (AREA)
  • Networks Using Active Elements (AREA)
  • Filters And Equalizers (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung zur Phasenverschiebung von elektrischen Impulsen In der Elektrotechnik tritt sehr häufig das Pro-Wem au,f, elektrische Impulse, @d;ie durch verhältnnismäßig lange zwischen den Impulsen liegende Pausen voneinander, getrennt sind, in der Phase um kleinere oder größere Beträge zu verschieben. Wenn es sich nur um eine sehr kleine Phas-enverschiebung handelt, wenn. also die. Verschiebung gegenüber der Impulsbreite 'klein sein soll, lassen sich leicht geeignete Schiakungsanord'nungen angeben:. Eine solche ist z. B. ein einfaches, RC-Glied, das z. B. einen gegebenen Rechteck.impuls derart verschleift, @daß seine Schwerlinie in der Richtung der ,Zeitachse verschoben wird, der Impuls also hinter dem RC-Glied: eine Phasenverschiebung aufweist. Dab gen konnten Phasenverschiebung gen, die etwa in der Größenordnung,- der Breite der gegebenen Impulse .und darüber liegen, bisher nicht in einer Weisehergestellt werden, die in allen vorkommenden Fällen voll befriedigt. Es ist zwar bereits bekannt, zur Phmenverschiebung von in gleichen Abständen auftretenden Impulsen: einen Multivibrator zu be;nutzen und es gelingt in d.i-sem Fall auch, jeden der gegebenen Impulse bis nähe- an den nächstfolgenden Impuls zu verschieben. Dageg°n ist eine größere Ph,asenverschie@bung nicht zu erzielen, -denn die Einganigsröhre des Multivibrators ist für weitere Impuflse unempfindlich., bis eher phasenverschobene Impuls den Multiwibrato.rausgang verl!as,sen hat. Daher 'können mit einem Muftiv:ibrator stets nur Phasenverschiebungen erreicht werden" dlie unterhalb des kürzesten in der Impulsfolge auftretenden Inmpulsabstandes liegen, ganz Agesiehen von, dem beim Multiviibrator nötigen Röhrenaufwand.
    Gemäß der Erfindung sollen zur Pbasenverschde-
    bung von Impulsen die gegvb:enen. Imipulise erst
    einem Filter zu(ge@führt werden, welches wenig-
    stens angenähert eine Ampl:itudenfreqiuenz"rwe
    (y = Funktiiom, von f) vorm Verlauf
    besitzt, also glückenförmige Ausganigsdmpulise liefert, die zeitlich von der Impulsmitte, bei der die Amplitude Ao beträgt, an gerechnet nach der Gleichung verlaufen, worin F diejenige Frequenz bedeutet, b'ei der die Ampditudenifrequenzkurve auf den 1/e -ten Teil ihres Maximalwertes abgefallen ist, und diese Ausgangsimpulse sollen sodanni einem Filter mit je nach der geforderten Annäherung an die Glo.ckenimpuleform bis .zu einermehr oder weniger weit ober`h:alb von F liegenden Frequenz, beis;piel'sweise bis zur Frequenz 6 F konstanter Amplitudenfre.quenzkurve und linearer Phasenfreqwe@rnzku@rve zugeleitet werden.
  • Der Grund dafür, daß gemäß der vorliegenden Erfindung die gegebenen Innpulse vor der Zuführung zu dem zweiten Filter ein Filter durchlaufen sollen, welches d.ie in Gleichung (i) angegebene Frequenzkurve ibesitzt, sei für ein Filter mit 'konstanter Am@plitudenfrequienzku.rve und linearer Phasenfrequenzkurve erläutert. Dieses Fiilte;r, welches, in an sich bekannter Weisie aus lauter gleich großen Gliedern mit LängsinduktivitäterL und Querkapazitäten zusammengesetzt ist, besteht aus sogenannten n=Gliedern, die im Län@gszwe;ig eine Induktivität L und. in je einem den E'i'ngangsklemmen und den, Ausgangsklemmen. parallel liegenden Querzweig eine Kapazität C/2 besitzen. Am Ende sei diese Filiterkette mit einem Widerstand R abgeschlossen, für den -die Gleichung gilt. Für die Laufzeit T pro Glied, geilt die folgende einfache Beziehung
    und für die Grenzfrequenz cog" welche jedes ein-
    zelne Filterglied noch. mit ausreichend großer
    Amplitude, zu übertragen vermag, ;geilt
    worin fg,. die Frequenzgrenze in Hz bedeutet, bei
    welcher die Amplitudenlfrequenzkurve auf den
    Wert 1/2 abgeklungen ist. Wenn man) versucht,
    eine solche Fillterkette für Impulise elmer gegebenen
    Frequenz und :der üblichen annähernd rechteckigen
    Farm sowie für eine geforderte Phwenverschie-
    bung zu (berechnen, stößt .man in vielen Fällen auf
    Ghedzahlen, die sio. hoch sind, .z. B. in der Größlenr
    ordnung ioo oder darüberliegen, daß sie sich prak-
    tisch nur mit. großen. Schwierigkeiten verwirklichen
    lassen.
    Wenn man> dagegen die gegebenen Impulse, wie
    es durch die Erfindung vorgeschlagen wird, erst
    einem sogenannten iGlocJcenfilter zuleitet, :d. ,h. einem
    Fklter, dessen Amp,l;itwdmfrequenzkurve nach Glei-
    chung (i) verläuft, so findet man, daß man: die vor-
    geschriebene Phasenverschiebung mit weitaus klei,-
    neren Gliedzahlen erreichen- kann.. Es ist dabei
    allerdings: zu bemerken., daß die Impulse am Ein-
    gang des Glbakenfilters selbstverständlich grund-
    sätzlich alle Frequenzen enthalten. ;müssen, welche
    auf der Ausgangsseite des Glockenfilters auftreten
    sollen. Die oben angeführte Gleichung (2) gilt
    streng genommen nur für den Fall, daß der Ein-
    gangs,seite des Glockenfilters sogenan.nte Dirac-
    Impulse zugeführt werden, d. h. Impulse, welche
    die A.mpditude oo, die Impudsbreite Null und end-
    lichen, Energiednbalt besitzen. Ein solcher D.irac-
    Impuls hat eine von der Frequenz Null bis zur
    Frequenz oo ,konstant verlaufende Ampli.tu,den-
    frequenrzku.rve. Natürlich ist ein solcher Impuls
    eine m.atbemati,sche Fiktion und läßt sich auicb bei
    sehr großem technischen Aufwand praktisch nicht
    herstellen. Man kann jedoch, wie hier nicht näher
    ausgeführt werden soll, mathematisch ibeweiisen und
    durch Experimente zeigen, daß man mit Hnlfs-
    mÜttedn, wie sie für technisicbe Amwendu:ngen ,zwar
    zu kompliziert, aber für wissenschaftliche Unter-
    suchunigen :durchaus denkbar sind, sehr wohl
    Impulse herstellen kann, -die den D.irac-Iimpu:l@sen
    außerordentlich: nahekommen.
    In der ,praktischen Elektrotechnik halben die
    Impulse, um deren Phasenverschiebung es sich
    handeln soll, nun in :den meisten Fällen. ein Fre-
    quenzband, welches nur .sehr langsam abfällt, so
    da;ß man dliese Impulise mit hinreichender Genauig-
    keit als Dirac-Impudise,auffassen und infolgedesisen
    auch in einem Glockenfilter in gdoo'kenförmige
    Impulse umwandeln kann.
    Mit den erfindungsigemäßen. Mitteln halben sich
    bei; einer Impulsbreite d, wobei dieser Wert 8 so
    definiert wenden soll, .daß die Amp:litudenzeitil.@u,rve
    des Glockenimpulses auf den Wert (e = Basis
    der natürlichen Logarithmen), d. h. auf :den Wert o,6
    abgeklungen ist, Werte des Verhältnisses
    vorn 1/io erzielen lassen'beieinem soge.nannterLNach-
    schwi.ngen., welches unterhalb i °/o liegt. Hierunter
    wiirid verstanden, daß der tatsächil.ich auftretende
    Impuls niTgemdis mehr als i °/o der Maximal-
    amplitude von ,der Glodkenimpulsform abweicht.
    Der Grund dafür, daß --in. dieser An.gaibe über den
    Wert des Verhältnisses Päias,enverschiieburng , pro
    Glied zur Impulsbreite über das Nachschwingen
    überhaupt nach eine Angabe gemacht werden muß,
    liegt darin, däß hei einem endliichen Frequenzband,,
    welches einen rechteckförmigeni Verlauf der Ampli-
    tudenfrequenzkurve (y=,Funktion von f) mit der
    dheren Grenzfrequenz f@ aufzuweisen hat, ein zeit-
    licher Impulsverlauf mit folgendem analytischem Verlauf gehört: Die Schwingungen., welche vor und nach dem Impulsmaximum A, auftreten, bezeichnet man als das Nachschwingen. Ein Nachsiahw ingen ähnlicher Art ist nun auch bei glockenförmigen Impulsen möglich, wenn .deren Frequenzband nach Gleichung (i) schon bei einer zu niedrigen Frequenz vollstün.diig abgeschnitten wird. Bei einer Grenzfrequenz des Filters von etwa 6 F hat man jedoch nur mehr ein Nachschwingen von etwa i °/o. Legt man die Grenz@requ;enz lauf einen niedrigeren Wert, z. B. auf etwa 4. F, so hat man stärkeres, legt man sie auf einen höheren, z. B. auf 8 F, ei.n noch geringeres Nachsichwingen.
  • Der oben an.geä b-,ne Wert 1/io'bedeutet also, daß man die gegebnen Impulse lediglich durch Anivendung eines Glockenfilters. und einer anschließenden Laufzeitikette, die nur zehn Glieder besitzt, bereits um -die ganze Impulsbreite verschieben kann.
  • Wenn in bestimmten technischen Fällen eine eins.te1.1ibare die zwischen Null und einem gegebenen Maximahvert liegen soll, gefordert wird, so kann man: durch Anzapfung der Laufzeitkette bei, zehn. Gliedern also zehn verschiedene und äquidistant veTteil-te. Pha,senverschiehunbgen einstellen.
  • Es sei nochi darauf 'hirngewiesen, ld@aß .der Glocken.-impuls gegenüber dem am Eingang des Glockenfilters liegenden Impuls T ebenfalls eine bestimmte Phasenverschiebung (9i besitzt. Die Laufzeit TGt des ganzen Gliockenfkiters zur Impulsbreite 8 des Glockenimlpul,ses ist aber konstant:
    Man, erhält also bei einem anderen Glodkenfiltier
    zwar eine z. B. größere Phasenverschiebung 992,
    aber nuir bei,ennler größeren Irnpulsbr-eite.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsaniordnung zur Phasenverschiebung von elektrischen Impulsen, dadurch gekennzeichnet, d,aß .die gegebenen Impulse erst einem Filter zugeführt werden, welches wenigstens annähernd eine Amplit:u.dmfrequenzku:rve (y = Funktion von f) vom Verlauf ,besitzt, also glockenförmige Ausgangsimpulse liefert., die zeitlich von der Impulsmitte, bei :der die Amplitude A, beträgt,, ausgerechnet nach,der Gleichung verlausen, worin F diejenige Frequenz hedeutet, bei der die Ampliltu-den-frequenizkurve auif den Ve -ten Teil ihres Maximalwertes abgefallen iist rund diese Ausgangsimnpulise sodann, einen Filter mit einer je nach der geforderten Annäherung an diie Glockenimpulsform biss. zu einer mehrr oder weniger weit oberhalb von F l,ie@gen-.den: Frequenz, beispielsweise bis zur Frequenz 6 F konstanten Amplitu,denfreque.n,zkurve und linearer Pha:senfrequenzkurve zugeleitet werden. a. Schaltungsanordnung nach; Anspruch i, dadurch gei'kennzeithnet, saß das Filter mit konstanter Amplitu-d@enfrequenzkurve in an sich bekannter Weise aus lauter gleich großen Gliedern miit Längsiinduktivitäten und Querkapazitäten bestehlt.
DET5274D 1944-10-22 1944-10-22 Schaltungsanordnung zur Phasenverschiebung von elektrischen Impulsen Expired DE893060C (de)

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