DE882001C - Verfahren und Vorrichtung zur Impraegnierung von Holz und Holzbauteilen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Impraegnierung von Holz und HolzbauteilenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Imprägnierung von Holz und Holzbauteilen Zur Imprägnierung von Holz und Holzbauteilen «-erden schon seit Jahren die verschiedensten Verfahren angewendet, so z. B. das Anstrich- und Spritzverfahren, die Trogtränkung und die Isesseldrucktränkung. Während die beiden letzteren Verfahren bei unverbautem Holz Anwendung finden, kann das erstgenannte Verfahren auch dann zur Anwendung kommen, wenn es sich um bereits verbaute Holzteile handelt. Es ist weiter bekannt, die Hölzer anzubohren und durch die Bohrlöcher Imprägnierflüssigkeit unter Druck einzuführen. Hierbei «-erden bei den Hölzern, insbesondere in der Längsrichtung (z. B. bei der Buche) nur die Teile von der Flüssigkeit bzw. den abzulagernden Salzen erfaßt, die in unmittelbarer Umgebung des Bohrloches bzw. in Richtung der Längsfaser in der Breite des Bohrlochquerschnittes liegen.
- Die Erfindung bezweckt eine erhebliche Verbesserung der bekannten Imprägni; rungsverfahren zu schaffen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß neben der in üblicher Weise mit niedrigem Druck in das Holz eingeführten Imprägnierflüssigkeit gleichzeitig oder nachträglich ein Luft-und/oder Gasstrom mit verhältnismäßig niedrigen Drücken eingeleitet wird.
- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß der eingeleitete Luft- oder Gasstrom nicht nur eine Stauwirkung auf die, gegebenenfalls von der Gegenseite her, eingeleitete Flüssigkeit ausübt und diese dadurch zu einer radialenAusdehnung zwingt, sondern auch, daßdie eingeleitete Luft selbst das Bestreben hat, sich seitlich auszudehnen und dabei kleine und kleinste Teilchen des Imprägnierungsmittels mitnimmt und diese unter Umständen bis in die äußersten Randzonen trägt. Aus dieser Erkenntnis wurde weiter gefolgert, daß dann auch ein Imprägnierungsmittel-Luft-und/oder-Gas-Gemisch, gegebenenfalls in Form eines Nebels zumindest die gleiche Wirkung haben müsse, d. h. eine sehr viel weitergehende Durchdringung des Holzes herbeiführen könnte als es mit den bisher bekannten Verfahren möglich war. Entgegen der Auffassung älterer Verfahren, nämlich"daß einZutrittvonLuft tunlichst vermieden werden sollte, wurde -nun überraschenderweise gefunden und durch umfangreiche Versuche bestätigt, daß sowohl im'Fall der Einleitung von Luft zur Erzielung einer Stauwirkung auf das Imprägnierüngsmittel wie auch bei Einleitung eines Imprägnierungsmittel-Luft- und/oder -Gas-Gemisches mit oder ohne gesonderterLuftzuführung eine -weitaus vollkommenere Durchdringung- des behandelten Holzes erzielt wird, als mit den bekannten Verfahren, ohne daß die bei letzteren verhältnismäßig hohen Drücke angewandt werden müssen.
- Es gehört mit zum Wesen der Erfindung, daß an Stelle eines Luftstromes bei bereits befallenen Holzbauteilen ein Gasstrom verwendet werden kann, der die anwesenden pflanzlichen und tierischen Schädlinge abtötet und .darüber hinaus eine in dieser Hinsicht nachhaltige Wirkung hat und der vor Einführung eines Imprägnierungsmittels angewandt wird; aber auch zur Verteilung des letzteren gleichzeitig oder nachträglich eingeleitet werden kann.
- Außerdem hat es sich gezeigt, daß man vorteilhafterweise, nicht wie bei den bekannten Verfahren, mit gleichbleibend hohem Druck die besten Ergebnisse erzielt, sondern daß man je nach Bedarf mit steigendem oder fallendem Druck arbeiten soll, insbesondere dann, wenn mit dem erfindungsgemäßen Imprägnierungsmittel-Luft- und/oder -Gas=Gemisch oder mit dem reinen Luft- oder Gasstrom bzw. reit dem Imprägnierungsmittel allein gearbeitet wird.
- Das erfindungsgemäße Verfahren bedingt, daß die an sich bekannten und für die genanntenZwecke bisher verwendeten Aggregate in entsprechender Weise umgestaltet werden müssen. Es wird daher vorgeschlagen, an Stelle eines einfachen Aüslaß'-ventils beispielsweise eine nach dem Venturi-Prinzip arbeitende Auslaßdüse vorzusehen, die die Erzeugung des Flüssigkeits-Luft- und/oder -Gas-Gemisches, gegebenenfalls bis zur Form eines Nebels bewirkt: Diese den Nebel erzeugende Düse kann ins Bohrloch, in die Zuleitung oder auch in das Gefäß, welches die Imprägnierlösung enthält, verlegt werden.
- Es können ferner die gegebenenfalls anzubringenden Bohrlöcher für die Einleitung der Luft oder des Gases im Durchmesser wesentlich kleiner gehalten werden als bei den bisher notwendigen Anbohrungen, so daß auch die statischen Eigenschaften des Holzes weitaus weniger beeinflußt werden als bei den notwendigerweise stets größeren Bohrlöchern, die bei: Anwendung der bekannten Verfahren angebracht werden. müssen. Das kommt insbesondere dann zur Geltung, wenn eine wechselweise Anordnung von Flüssigkeits- und Gas- oder Luftbohrlöchern getroffen wird und somit der Abstand der im Durchmesser erheblich größeren Flüssigkeitsbohrlöcher sehr viel weiter gewählt werden kann. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es ferner möglich, eine Vielzahl von Bohrlöchern gleichzeitig zu beschicken, so daß ein ganz unverhältnismäßig schnelleres Arbeiten möglich ist, Leitungen, mit einfachen oder automatisch wirkenden leitüngen mit einfachen oder automatisch wirkenden Ventilen versehen, eine Kontrolle der zur Wirkung kommenden Drücke gestatten und notwendigenfalls einzeln abgesperrt werden können oder sich selbsttätig sperren, wenn einDruckabfall od. dgl. eintritt.
- Zur wesentlichen Erhöhung .der Wirkung können Gasströme verwendet werden, die eine Abtötung der pflanzlichen bzw. tierischen Schädlinge herbeiführen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Imprägnierung von Holz gegen pflanzliche und tierische Schädlinge bzw. zum Herabsetzen der Entflamm- oder Brennbarkeit, dadurch gekennzeichnet, daß neben der in üblicher Weise mit niedrigem Druck in das Holz eingeführten Imprägnierungsflüssigkeit gleichzeitig oder nachträglich ein Luft- und/oder Gasstrom mit verhältnismäßig niedrigen Drücken eingeleitet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Imprägnierungsmittel-Luft- und/oder -Gas-Gemisch gegebenenfalls in Form von Nebel durch Bohrlöcher oder von der Stirnseite des Holzes her mit verhältnismäßig niedrigen Drücken in das Holz eingeleitet wird, während ein Luft- und/oder Gasstrom gleichzeitig oder nachträglich, gleich- oder gegenläufig mit verhältnismäßig niedrigen Drücken eingeleitet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gasstrom zur Anwendung kommt, der die pflanzlichen und/oder tierischen Schädlinge abtötet. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks möglichst geringer Beeinflussung der statischen Eigenschaften des Holzes die Einführung des Luft- und/oder Gasstromes durch verhältnismäßig kleine Bohrlöcher erfolgt, die gegebenenfalls mit den Bohrlöchern für die Einführung des Imprägnierungsmittels oder des Imprägnierungsmittel-Luft-und/oder -Gas-Gemisches abwechselnd angeordnet sind. 5.. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Auslaßdüsen zur Anwendung gelangen, die beispielsweise nach dem an sich bekannten Venturi-Prinzip arbeiten und die Erzeugung eines Gemisches von Imprägnierungsmittel und Luft und/oder Gas, gegebenenfalls bis zur Form von Nebel bewirken. Angezogene Druckschriften; Deutsche Patentschrift Nr. 715 396; schweizerische Patentschrift Nr. 118 051; USA.-Patentschriften Nr. 955 422, 1 756 453.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE882001C true DE882001C (de) | 1953-07-06 |
Family
ID=7385588
Family Applications (1)
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| DEP52151A Expired DE882001C (de) | 1949-08-17 | 1949-08-17 | Verfahren und Vorrichtung zur Impraegnierung von Holz und Holzbauteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE882001C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US955422A (en) * | 1909-10-29 | 1910-04-19 | Robert H Cook | Apparatus for impregnating posts. |
| CH118051A (de) * | 1925-07-13 | 1926-12-01 | Fritz Schuerch | Werkzeug zum Einführen von Konservierungsstoffen in Holz. |
| US1756453A (en) * | 1927-10-10 | 1930-04-29 | Davey Tree Expert Company | Method of treating trees and apparatus therefor |
| DE715396C (de) * | 1939-07-06 | 1941-12-20 | Hermann Schad | Mit einem Druckkolben und einer Einschraubduese versehener Behaelter zur Bohrlochtraenkung von Holz |
-
1949
- 1949-08-17 DE DEP52151A patent/DE882001C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US955422A (en) * | 1909-10-29 | 1910-04-19 | Robert H Cook | Apparatus for impregnating posts. |
| CH118051A (de) * | 1925-07-13 | 1926-12-01 | Fritz Schuerch | Werkzeug zum Einführen von Konservierungsstoffen in Holz. |
| US1756453A (en) * | 1927-10-10 | 1930-04-29 | Davey Tree Expert Company | Method of treating trees and apparatus therefor |
| DE715396C (de) * | 1939-07-06 | 1941-12-20 | Hermann Schad | Mit einem Druckkolben und einer Einschraubduese versehener Behaelter zur Bohrlochtraenkung von Holz |
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