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Mit verflüssigtem Gas arbeitendes Feuerzeug Die Erfindung betrifft
einen Anzünder, z. B. ein stationäres oder transportables Feuerzeug, als dessen
Brennstoff ein verflüssigtes Gas dient.
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Der Anzünder gemäß der Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet,
daß, er einerseits einen Behälter für einen das verflüssigte Gras aufsaugenden Stoff
enthält und ,andererseits am Austritt aus dem Behälter mit einem Drosselorgan versehen
ist, das beim Gebrauch des Anzünders von dem Gas d;urchstr ömt wird.
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Fig. i der Zeichnung läßt in schematischer Weise die wesentlichen
Einzelheiten der Erfindung erkennen, während Fig. 2 als Ausführungsbeispiel und
gleichfalls schematisch ein Feuerzeug gemäß der Erfindung veranschaulicht.
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Der zum Einbau in einen Anzünder, z. B. in ein Feuerzeug, bestimmte
Brennstoffbehälter ist in Fig. i mit b bezeichnet. Er enthält einen festen Stoff
bi, der den aus einem verflüssigten Gas, z. B. flüssigem Butan, bestehenden Brennstoff
enthält. Dieser feste Stoff bi wird vorzugsweise durch ein Fasermaterial, wie Baumwolle
und insbesondere hydrophile Baumwolle, dargestellt; seine Menge wird im allgemeinen
so gewählt, daß er das. gesamte zur Füllung des Behälters dienende flüssige Butan
aufsaugen kann.
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An Stelle von Baumwolle kann man .auch Wandere aufsaugende porösie
oder faserige Stoffe, wie z. B. Asbest, Torf, gewisse Erden usw., verwenden.
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In den Behälter b taucht ein Rehra ein, das. mit einem mechanischen
Drosselorgan (oder einem Druckminderer) cl verstehen ist, mittels dessen die aus
dem Behälter austretenden und das Rohr a durchströmenden Gasmengen geregelt werden
können. Dieses Regelorgan kann entweder aus einem
Teil mit einem
Loch bestimmten Querschnitts bestehen, ,dessen Abmessungen so gewählt sind, daß
sie :einer bestimmten Drosslung eines bestimmten Gasces gegebener .Eigenschaften
entsprechen; man kann es. aber rauch ;als veränderlichen öffnungsquerschnitt, z.
B. mit einem Küken, einem Nadelventil, Lochplatten iu, d,gl., :ausbilden.
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In jedem Fall ist ges zweckmäßig, zwischen :dem aufsaugenden Stoff
bi und dem Drosselorgan ci eine Entspannungskammer vorzusehen, die beispielsweise
vom ,dem Teilaal,des. Rohres.a gebildet wird, welches vor dem Dr@ossielorgan c,
liegt.
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Der das. verflüssigte Gas aufsaugende Träger in Verbindung mit :einem
Drosselorgan hat eine gute Zündung des Gases sowohl hinsichtlich seiner Entspannung
als auch der Regelmäßigkeit seines Ausflusses zur Folge. In der Tat ist dieser Ausfluß
bei Verwendung eines Füllkörpers weit gleichmäßiger, als wenn sich das Gas iobne
diesen frei im Behälter befände. Sowohl ,die großen, von dem aufsaugenden Körper
gebotenen. Verdampfungsflächen als auch die Drossehvirkung, welche dieser Körper
auf das. ihn beströmende Gas ausübt, tragen anscheinend zur Erzielung der beschriebenen
Wirkung bei. Überdies hat der aufsaugende Füllkörper die Wirkung, .daß beim Verdampften
des verflüssigten Gases, keine Flüssigkeitsteilchen mitgerissen werden, welche die
verhältnismäßig kleine öffnung des Drosselorgans verstopfen könnten.
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Bei dem in Fig. 2 dargestellten Feuerzeug bildet sowohl der Brennstoffbehälter
b als euch das Rohr& mit seinem Drosselorgan üt seine Einheit, welche von dem
Aufbau abniehmbar ist, der zur Zündjung des beim Gebrauch des Feuerzeuges durch
das Rohr ia austretenden Gases dient. Zu .diesem Zweck befindet sich ,der Brennstoffbehälter
b innerhalb des Gehäuses d, welches die Zündvorrichtung für das Gas enthält, !das
beim Gebrauch des Feuerzeuges. am Oberende des Rohres a entweicht, das auf diese
Weise zugleich @der1 Brenner der Vorrichtung bildet. Diese Zündvorrichtung besteht
beispielsweise in an sich bekannter Weise aus einem Zahnrade, das gegen einen in
dem Träger f gelagerten. Ceneisenstein reibt.
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Das Ende des. Rohres a kann durch Niederklappen eines Deckels .g verschlossen
werden, durch dessen Hochldappen das Gas entweichen und gezündet werden kann.
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Uren ;den Behälter b 1n das Gehäuse deinführen und ihn aus -diesem
herausnehmen zu können, ist der Boden h, :des Gehäuses mittels eines Scharniers!
ran diesem befestigt rund durch einen Federverschliuß f in seiner Schbießla,ge gehalten.
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Zwecks Füllung des Behälters b ist sein Boden mit .einem Schraubstopfen
k versehen, nach dessen Entfernung komprimiertes. verflüssigtes Butan eingefüllt
werden kann.
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Die Zündvorrichtung des Feuerzeuges muß nicht unbedingt auf ;der Grundlab
eines Gereisensteines beruhe .n; sie kann z. B. auch aus Platindraht oder -schwamm,
aus einer elektrischen Einrichtung usw. bestehen. Ferner kann. der in Fig.2 schematisch
durch einen Deckel g angedeutete Verschluß auch durch Ventile, Hähne u. dgl. ersetzt
sein. Überdies ist :es auch möglich, das, das Zündsystem enthaltende Gehäuse d als
Behälter zu verwenden, der mit dem aufsaugenden Stoff gefüllt ist und sowohl das
Rohr a als auch das Drosselorgan c1 enthält, anstatt diesen Behälter und ,die an
ihm angebrachten Teile als getrennte und aus dem Gehäuse ;d herausnehmbare Einheit
auszuführen. Schließlich könneft auch andere Fülleinrichtungen ,als, der in Fig.
2 #,Aurch k angedeutete Stopfen vorgesehen sein.
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Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein Anzünder gemäß der Erfindung, dessen
Behälter z. B. für die Zwacke eines Taschenfeuerzeuges die Abmessungen von 4X 4X
I .cgn besitzt, ungefähr 3000 Zündungen zu je 3 ;Sekunden Brenndauer mit
!ein und derselben Füllung ermoglicht. Ein Schreibtischanzünder mit einem Behälter
größeren ;Fassungsvermögens würde demnach ohne Nachfüllung mehrere Jahre lang gebrauchsfähig
sein.