DE8808033U1 - Rollenmeißel - Google Patents
RollenmeißelInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B10/00—Drill bits
- E21B10/08—Roller bits
- E21B10/16—Roller bits characterised by tooth form or arrangement
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Rollenmeißel, bestehend aus einem drehbar
gelagerten Rollenkörper und auf dessen Mantelfläche angeordneten
in &Rgr;&udiagr;&Ggr;&idigr;&idigr;&idigr; von axial vsrlsuisndsn spitssn Querstsgsn
und wenigstens einer in Umfangsrichtung verlaufenden, im Querschnitt
im wesentlichen dreieckigen Schneidrippe.
Seit vielen Jähren werden Rollenmeißel als Schneidwarkzeuge an Vortriebsmaschinen
verwendet, die zum Auffahren von Strecken oder Tunneln in Hartgestein eingesetzt sind. Die Rollenmeißel bestehen üblicherweise
im wesentlichen aus einer Achse, die in Haltern am Schneidkopf befestigt wird, dem um die Achse drehbar gelagerten Rollenkörper
sowie dem damit fest Verbundenen eigentlichen Schneidwerkzeug. Bei
einer translatorischen Bewegung der Achse des Rollenmeißels wird dieser an der Ortsbrust abgerollt. Dabei wird er gleichzeitig mit einer
Kraft von ca. 200 kN gegen die Ortsbrust gedrückt. Das Hartgestein der Ortsbrust bricht unter der hohen Flächenpressung auf, die im
Berührungspunkt Schneidwerkzeug - Ortsbrust herrscht. Rollenmeißel : können nur dort sinnvoll eingesetzt werden, wo die Ortsbrust aus Gestein
besteht, das in der Lage ist, der Anpreßkraft der Rollenmeißel
j eine entsprechend hohe Haltekraft entgegenzusetzen. Kann diese Halte-
! kraft von der Ortsbruät nicht aufgebracht werden, z. B. in lehmigen
&igr; Böden, düngt der Rollenmeißel in den Boden ein und kommt es nicht
zu einem kontinuierlichen Abrollen des Rollenmeißels. Er wird zusn Teil
durch den Boden gezogen, so daS es zu einer Lösung des Bodens vor
dem Rollenmeißel kommt. Dieser unkontrolliert gelöste Böden kann zu
einem Verschmieren der Werkzeuge und der Ortsbrust führen und den
Vortrieb behindern *
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Sinnvollerweise wird man deshalb bei einem lehmigen Boden die besser
geeigneten schälenden Werkzeuge einsetzen. Sind in einem derartigen zu durchörternden Boden jedoch Sektionen mit hoher Festigkeit, z. B.
Steine, vorhanden, die nicht von den für den weichen Boden geeig-
nOXUOd
müssen vorlaufende
Rollenmeißel eingesetzt werden. Dabei muß dann darauf hingewirkt werden, daß der Rollenmeißel beim Übergang vom lehmigen Boden zu
Hartgestein nicht beschädigt wird. Dieses kann durch eine angepaßte Eindringtiefe der Werkzeuge in den Boden und eine hinreichend langsame
Drehbewegung des Rollenmeißels erreicht werden. Durch ein Drehen der Rollenmeißel im lehmigen Boden wird zudem verhindert, daß
es zu einem Zuschmieren der Werkzeuge und des Bohrkopfes kommt, da der Boden von den Meißeln verdrängt und nicht gelöst wii'd.
Bei einem bekannten Rollenmeißel der eingangs genannten Art (EP-OS
O 140 253) weisen die Querstege in radialer Richtung eine größere Höhe als die Schneidrippe auf, bilden also die Querstege Zähne, deren
Flanken durch dachartig profilierte Rippenabschnitte miteinander verbunden sind. Das Hartgestein wird dabei durch die quer zur Laufrichtung
der Werkzeuge angeordneten Zähne gebrochen. Trifft dieser Zahnmeißel beim Bohrvorgang auf Lehm, Ton oder ein ähnliches Material,
so sollen die dachartigen Rippenabschnitte zwischen den Zahnflanken das Material zu den Seiten des Meißels ableiten, um ein Anbacken
zu verhindern. Es ergeben sich folgende Nachteile: Um ein gutes Abrollen des Meißels auf dem Kartgestein zu gewährleisten, ist
eine möglichst große Anzahl von Zähnen- nötwendig. Dadurch wird der ,
freie Raum zwischen den Zähnen klein, es entsteht eine große Oberfläche,
an der Material anbacken kann. Je größer die Eindringtiefe je i
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Andrejewski, Honke & Partner, PatentanY'älte in Essen
Schneidradumdrehung gewählt wird, desto mehr Zähne müssen angeordnet werden, um zu verhindern, daß beim Übergang vom weichen Boden
zu Hartgestein die Stege zwischen den Zahnflanken auf das Gestein auf tief fen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rollenmeißel der eingangs
genannten Art anzugeben, der für lehmigen-, tonigen oder ähnlichen,
große Steine einschließenden Boden besser geeignet iste
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der erfindungsgemäße Rollenmeißel dadurch
gekennzeichnet, daß die Querstege in radialer Richtung eine geringere Höhe als die Schneidrippe aufweisen.
Der erfindungsgemäße Rollenmeißel unterscheidet sich von dem aus EP-OS O 140 253 bekannten Rollenmeißel also dadurch, daß der Meißel
eine umlaufende Schneidkante hat und die seitlich angeordneten Stege gegenüber dieser Schneidkante in radialer Richtung nach innen versetzt
sind, Hierdurch ergeben sich folgende Vorteile: Durch das Auftreten der Funktionen "Gestein zerstören" und "Rolle in weichem "Öoden
drehen", auf die zwei Funktionselemente, nämlich umlaufende Schneidkante und Stege, kann das Werkzeug optimal gestaltet werden. Das
Schneidwerkzeug kann durch Änderung an der Spitze, wie z. B4 Bestückung
mit Hartmetall-"Warzen", radialer Spitzkerben, optimal an die Schneidaufgabe angepaßt werden. Die Anzahl der seitlich angeordneten
Querstege kann in Abhängigkeit von der Geometrie der Schneidrolle, j der gewünschten Penetration und den praktischen Erfordernissen gering
j gehalten werden. So können z. B. vier oder sechs Stück insbesondere dann genügen, wenn sie auf beiden Seiten des Schneidwerkzeuges auf
Lücke versetzt angeordnet werden. Dadurch ergibt sich eine geringe
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Oberfläche des Werkzeuges» an der das Material anbacken kann. Di^
Umlaufende Schneidkante erlaubt eine größere Penetration. Darübej hinaus kann die Form der Querstege so gewählt werden, daß sie beinji
Eindringen in weichen Boden nur wenig Boden verdrängt. |
Beim erfindungsgemäßen Rollenmeißel dringen die Querstsge mit def
Schneidrippe in den Lockerboden ein, wobei die Querstege durch ihr^
zur Bewegungsrichtung des Rollenmeißels rechtwinklige Anordnung eir.
Widerlager bilden. Dadurch wird der Rollenmeißel bei einer transla··
torischen Bewegung in eine Drehbewegung um seine Achse Versetzt | über den Umfang der Schneidrippe sind die Querstege gleichmäßig ver+
teilt. Ihre Anzahl hängt ab von dem Durchmesser des Rollenmeißels, der Eindringtiefe und der Geologie. Jedenfalls ist zu gewährleisten,
daß immer mindestens ein Quersteg mit dem Boden im Eingriff ist. &udigr;&idiagr;&phgr;
Querstege können zu beiden Seiten der Schneidrippe paarweise oder au]: Lücke versetzt angeordnet werden. Das Profil der Querstege kann def
Penetrationstiefe des Bohrkopfes angepaßt werden, um ein möglichst verlustarmes Ein- und Austreten der Querstege aus dem Boden zu er+
möglichen. Der Ansatzpunkt der Querstege liegt dabei unterhalb der
Spitze der Schneidrippe. Die Grate der Querstege fallen zur Außenseite
hin ab, Die Oberseite der Querstege ist mit einer Dachschräge ausgeführt, d. h. fällt zur Seite hin ab. Damit wird gewährleistet, daß did
Zerstörung des Hartensteins ausschließlich durch die Schneidrippe erfolgt.
Um den Verschleiß an den Quer^tegen zu vermindern, können
deren Spitzen mit Hartmetall bestückt sein.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbei-1
spiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Aufsicht auf den Rollenmeißel und >
Fig. 2 eine Seitenansicht des Gegenstandes der Fig. 1.
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Der in den Figuren dargestellte Rollenmeißel besteht zunächst aus einem Rollenkörper 1, der auf einer Achse 2 drehbar gelagert ist. Auf
der Mantelfläche des Rollenkörpsrs 1 sind Schneidelemente 3, 4 in
Form von axial verlaufenden spitzen Querstegen 3 einerseits und wenigstens einer in Umfangsrichtung verlaufenden, im Querschnitt im wesentlichen
dreieckigen Schneidrippe 4 angeordnet.
Wie man aus den Figuren ohne weiteres erkennt, sind die z. B. angeschweißten
Querstege 3 in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt angeordnet. Die Querstege 3 sind mit Dachschräge 5 ausgeführt und - was
im einzelnen nicht dargestellt ist - an ihren Spitzen mit Hartmetall bestückt. In der Fig. 1 ist gepunktet angedeutet, daß die Flanken
der Schneidrippe 4 nicht gerade, sondern auch nach innen gewölbt ausgeführt sein können.
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Claims (1)
-
Andreiewski, Honke U Partner ' " Rollenmeißel 'Patentanwälte Schutzansprüche Dipiom-Physiker
Dr. Walter AndrejewsSd
Diplom-Ingenieur
Dr.-Sng. Manfred Honice
Diplom-Physiker
Dr. Karl (Gerhard Masch^nwoitiakt·:
68 412/Np+4300 Essen l,Theat«iplatz3, Posff. 100254
17. Mai 1988Gebrauchsmusteranmeldung Hochtief Aktiengesellschaft
vorm. Gebr. HeIfmann
Rellinghauser Straße „d-57
4300 Essen 11. Rollenmeißel, bestehend aus einem drehbar gelagerten Rollenkörper
und auf dessen Mantelfläche angeordneten Schneidelementen in Form
von axial verlaufenden spitzen Querstegen und mindestens einer in
Umfangsrichtung verlaufenden, im Querschnitt im wesentlichen drei
eckigen Schneidrippe, dadurch gekennzeichnet,It t t &igr; > · »111*1114 1 It Il Ilti % Il Il · iT i · . · &igr;Andrejewdct, Honice & Partner, Pafenfanwälte in Essendaß die Querstege (3) in radialer Richtung eine geringere Höhe als j die Schneidrippe (4) aufweisen. !i 2. Rollenmeißel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die i iI Querstege (3) in Umf an gsrichtung gleichmäßig verteilt angeordnet sind.1 3. Rollenmeißel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstege (3) einzeln oder paarweise auf Lücke versetzt angeordnet sind.i t
' 4. Rollenmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn-1 zeichnet, daß die Querstege (3) mit Dachschräge (5) ausgeführt sind.i 5. Rollenmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn-' zeichnet, daß die Querstege (3) an ihren Spitzen mit Hartmetall be-1 stückt sind.6. wollenmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken der Schneidrippe (4) nach innen gewölbt sind.I I
I II IIl Il
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE8808033U DE8808033U1 (de) | 1988-06-22 | 1988-06-22 | Rollenmeißel |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE8808033U DE8808033U1 (de) | 1988-06-22 | 1988-06-22 | Rollenmeißel |
Publications (1)
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| DE8808033U1 true DE8808033U1 (de) | 1988-08-25 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE8808033U Expired DE8808033U1 (de) | 1988-06-22 | 1988-06-22 | Rollenmeißel |
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| Country | Link |
|---|---|
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-
1988
- 1988-06-22 DE DE8808033U patent/DE8808033U1/de not_active Expired
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