DE8807094U1 - Kombinierte Kapp- und Tisch-Kreissäge - Google Patents
Kombinierte Kapp- und Tisch-KreissägeInfo
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Description
Hans Schmidier und Richard Schmidler
aus D-8548 Heideck
Die Erfindung betrifft eine Kreissäge gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Eine gattungsgemäße Kreissäge ist aus DE-PS 31 27 217 bekannt. Für das Auftauchen des Sägeblattes aus dem Sägeschlitz
im Drehtisch ist dort vorgesehen, einerseits das Sägeblatt und andererseits den Antriebs-Motor an den einander
gegenüberliegenden Enden eines zweiarmigen Hebels zu
lagern, dessen Hebel-Schwenkwel1e selbst unter dem Drehtisch
quer zur Längserstreckung des Sägeblatt-Schlitzes und diesem
gegenüber versetzt an der Drehtisch-Peripherie gehaltert
ist. Daraus resultiert jedoch ein relativ voluminöser Aufbau der Kreissäge, da der Motor am die Drehtisch-Peripherie
überragenden Ende des Hebels angeordnet ist; während andererseits die Anordnung der Hebelwelle relativ zum Sägeblatt
bedingt, daß nur ein beschränkter und exzentrisch zum Durchmesser verlagerter Teil des Drehtisch-Durchmessers für die
Länge des Sägeblatt-Schlitzes verfügbar ist - daß also die
Schnittlänge des die Orehtischebene durchtretenden Sägeblattes
relativ klein im Verhältnis zum Durchmesser des Drehtisches ist. Nachteilig bei dieser vorbekannten Säge ist
darüber hinaus, daß wegen exzentrisch im Drehtisch angeordneten Sägeschlitzes eine Verdrehbewegung des Drehtisches zu
seitlichem Auswandern des Sägeschnitt-Mittelpunktes führt.
Daraus resultiert, daß beispielsweise ein Holzbalken nachge-
spannt werden muß, wenn sein Stirnende symmetrisch zur M i tte&Iacgr;
1 ängsachse dachförmig angespitzt werden soll, wenn also
nach dem ersten Schrägschnitt ein dazu symmetrischer Schrägtchnitt
auf der gegenüberliegenden Seite angebracht werden
toll. Ein solches Umspannen des Werkstückes ist aber zeitaufwendig
und führt wegen der unvermeidlichen Positionie-
- rungs-Ungenauigkeiten zu kaum beherrschbaren Abweichungen
von der änycStrebtcü Sehni 11-Geödetri&egr;· Noch grilßsr werden
die Ungenauigkeiten, wenn zusätzlich Schnittebenen verlangt
werden, die gegenüber der Horizontalebene der bisher angebrachten
Schnittebenen verkippt sein sollen; denn dafür ist es erforderlich, das Werkstück um einen definierten Kippwinkel
um seine Längsachse zu verdrehen, was aber aufgrund der
Einspann-Schwierigkeiten selbst dann kaum reproduzierbar
möglich ist, wenn es sich um ein auf rechtwinkligen Querschnitt
vorbearbeitetes Werkstück handelt. Solche Halterungen
unter definierter Verdrehung sind schließlich nahezu unmöglich, wenn es sich um ein Werkstück mit unregelmäßiger
Mantelfläche bzw. um ein auf der Mantelfläche nur grob bearbeitetes Werkstück (etwa einen grob gehobelten Baumstamm)
handelt. Solche komplizierten, definiert räumlich gegrneinander
versetzt beschnittene Balken-Stirnenden werden jedoch vom Holz-Ingenieurbau gefordert, wenn es sich um Holzbalken·
Knoten mit definierten Kraftüberleitungsgegebenheiten und
formschlüssigen Anschlußerfordernissen handelt* Oft sind
dann die Schnittkanten und -ebenen als Ergebnis der Computer-unterstützten
Konstruktionsergebnisse und Lastberechnungen
numerisch unmittelbar oder mittelbar (also berechenbar
aus beispielsweise vorgegebenen Durchdringungsgeometrien)
vorbestimmt, und die stirnseitige Bearbeitung eines Werkstücks
ist nur dann preisgünstig mit der erforderlichen Genauigkeit durchführbar, wenn die Säge die entsprechenden
Einstellmöglickeiten für die Schnittfolgen mit entsprechend
versetzten, verdrehten und verkippten Sägeblatt-Orientierungen
in Bezug auf das Werkstück-Stirnende zu realisieren erlaubt.
In Erkenntnis dieser Gegebenheiten liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Säge gattungsgemäßer Art dahingehend Iu entwickeln, daß es mit ihr unmittelbar möglich ist, unterschiedliche
Ebenen gebeneinander versetzter Schnitte an
•inem Werkstück mit hoher Präzision in rascher Folge durchlufuhren.
dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
|attungsgemäße Säge gemäß dem Kennzeichnungsteil des Anspruches
1 ausgestaltet ist.
Diese Lösung, mit einem kurzen einarmigen Hebel für den Antriebs- und Hebemechanismus des Sägeblattes,führt trotz
großer zu bewegender Massen aufgrund des kurzen Hebelarmes tu geringen Trägmomenten und damit zur Möglichkeit, die
entsprechenden Bewegungen rasch und mit hoher Bewegungsbzw. Positionierungs-Präzision durchzuführen; wobei damit
zugleich die Möglichkeit eröffnet ist, das Sägeblatt (einschließlich
seines Antriebs- und Hebemechanismus), gegenüber
dem Lot auf seinem Drehtisch,zu verkippen und mitsamt seinem Drehtisch linear zu verschieben, um die geschilderten, mehrdimensional
gegenänderversetzten Schnittebenen ohne Umspannerfordernisse
des Werkstückes in rascher Folge mit hoher Einstel1präzision durchführen zu können.
Zwar ist es grundsätzlich bereits bekannt (DE-PS 30 45 830),
bei einer Kreissäge das Sägeblatt aus der vertikalen Orientierung in eine dagegen geneigte Stellung zu verschwenken
und dabei sicherzustellen, daß der Durchtrittspunkt des
Sägeblattes durch die Sägetischebene sich nicht Vc &Ggr;; ,rt.
Die maximale Schnitt-Sehnenlänge des Sägeblattes ist dort
aber dadurch beschränkt, daß der Antriebsmotor großen Durchmessers
koaxial mit dem Sägeblatt angeordnet ist und somit die Hubbewegung des Sägeblattes durch den Sägetisch hindurch
begrenzt. Nachteilig ist dort ferner, daß für die Sicherstellung
des unveränderten Sägeblatt-Durchtrittspunktes eine geometrisch-kinematisch recht komplizierte Hebelkonstruktion
aus zwei miteinander zusammenwirkenden Gehäuseschalen erforderlich
ist, die den Kappsägebetrieb nicht zuläßt und eine anderweitige Änderung der Lage und Neigung aufeinanderfolgender
Schnitte ohnehin nicht vorsieht, weil es sich insoweit um das im Sägetisch feststehende Sägeblatt einer Kreissäge
handelt. Die komplizierte Kinematik der Kippeinrichtung gemäß der DE-PS 30 45 830 hat darüber hinaus den Nachteil,
daß eine automatische Einstellung und definierte Veränderung des Sägeblatt-Kippwinkels gegenüber der Vertikalen nicht
ohne weiteres möglich ist, weil ein Stellmotor die beiden Hebel-Gehäuseschalen gegeneinander verschwenken müßte und
dabei keine eindeutige, lineare Winkel-Meßposition gegeben ist.
Die rasche und genaue Arbeitsweise der Säge nach der erfindungsgemäßen
Lösung wird noch dadurch gefördert, daß für den Schnittbereich zwischen zwei miteinander fluchtenden, fest
mit dem stationären Säge-Grundgestell verbundenen Werkstück-Anschlagführungen
ein beweglicher Abweiser vorgesehen 1st, der den Schnittbereich zwangsläufig mit dem Festspannen des
Werkstückes,und damit vor dem Anheben des Sägeblattes aus seiner abgesenkten Ruhestellung,freigibt. Wenn nach Durchführung
eines Schnittes das Sägeblatt wieder abgesenkt ist, um es 1n die Position und Neigung für den nächstfolgenden
Schnitt zu verfahren, oder aber wenn das Werkstück nach einer Schnittfolge für den Vorschub gelöst wird, bewegt sich
der Abweiser 1n die Ebene der AnschlagfUhrung zurück, um
dadurch die stirnseiti gen Schnittreste des Werkstückes aus
diesem Bereich zu entfernen und es so zu verhindern, daß bei der Neupositionierung des Sägeblattes bzw. beim Vorschub des
Werkstückes von den Schnittresten Funktionsstörungen hervorgerufen
werden.
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Zusätzlicher- Alternativen und Weiterbildungen ergeben sich
aus den weiteren Ansprüchen, zusätzliche Vorteile und Verwendungsmöglichkeiten
der Erfindung aus nachstehender Beschreibung eines in der Zeichnung unter Beschränkung auf das
Wesentliche stark abstrahiert und nicht ganz maßstabsgerecht skizzierten bevorzugten Realisierungsbeispiels zur erfindungsgemäßen
Lösung.
Es zeigt:
Fig. &iacgr; Die Kreissäge in Draufsicht bei quer-Verfahrene.Tn,
aber noch nicht verdrehtem und noch nicht verschwenktem, Sägeblatt,
Fig. 2 Öie Kreissäge in Schnittdarstellung gemäß Schnitt-Sichtpfeilangabe
H-II in Fig. 1 und
Stirn des Sägeblatt-Kastens gemäß Sichtpfeil-Angabe III in Fig. 2, jedoch gegenüber Fig. 2 in vergrösserter
Darstellung.
Die in Fig. 1 in Draufsicht dargestellte kombinierte Kapp- und Tisch-Kreissäge 11 weist im wesentlichen ein stationäres
Grundgestell 12 mit einer Längsführung 13 für einen linear verfahrbaren, nahezu quadratischen Schlitten 14 auf.
Dieser trägt 1n einer zentralen öffnung 15 auf einer Kreisführung 16 einen Drehtisch 17 mit diametral sich erstreckendem
Schlitz 18, durch d«tve1n Sägeblatt 19 von unterhalb der
Sägetischebene 20 auftauchen und dadurch von unten in das zu kappende Werkstück 21 eindringen kann.
Das in unterschiedlich orientierten Schnittebenen zu kappende
Werkstück 21 ruht 1m Winkel zwischen der Sägetischebene 20 (also der Ebene der Oberflächen von Drehtisch 17,
Schlitten 14 und Grundgestell 12} und wenigstens einer starr
auf dem Grundgestell 12 festgelegten Anschlagführung 22. Es
ist parallel zur Sägetischebene 20 gegen die Anschlagführung
22 und quer zur Sägetischebene 20 gegen diese eingespannt,
wofür im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 Hydraulikzylinder
23 mit gegen das Werkstück 21 anfahrenden Stempeln 24 vorgesehen sind. Stattdessen können aber beispielsweise auch
motorbetriebene Andruckspindeln Verwendung finden. Wenn, wie
in Dg. 1 berücksichtigt, beiderseits des durch die Länge
des Säge-Schlitzes 18 bestimmten Schnittbereiches selche
Anschlag- und Haiterungs-Maßnahmen vorgesehen sind, das
Werkstück 21 aber nicht über den Drehtisch 17 hinüber bis in den Bereich der gegenüberliegenden Anschlagführung 22
reicht, fahren dort (in Fig. 1 links) die Stempel 24 in ihre konstruktiv vorgegebene! Endstellungen, beispielsweise bis
gegen die dortige Anschlagführung 22 bzw. bis auf die dortige
Sägetischeine 20 heraus.
Bei unter die Sägetischebene 20, in die Ruhestellung, herabgefahrenem
Sägeblatt 19 wird die Schnittbreiten-Lücke zwischen den Anschlagführungen 22 durch einen Abweiser 25 in
der Ebene der Anschlagführungen 22 auf der Sägetischebene verschlossen. Dadurch ist sichergestellt, daß die abgekappten
Stirnstücke des Werkstückes 21 beim weiteren Vorschub (in Fig. 1: von rechts nach links) des Werkstückes 21 nicht
gegen die vorausliegende Anschlagführung 22 verkeilen und
dadurch den Vorschub verhindern bzw. aus seiner linearen Vorschubrichtung herausdrängen können; vielmehr werden die
abgekappten Stirnstücke vom nachgeschobenen Werkstück 21 zunächst längs des Abweisers 25 und dann längs der fluchtend
sich anschließenden Anschlagführung 22 (in Fig. 1: nach
links) von der Sägetischebene 20 heruntergeschoben. Wenn, nach solchem Vorschub des Werkstückes in die neue Schnittposition,die
Hydraul1k-Stempel 24 für die Werkstück-Festlegung
wieder angesteuert werden (und steuerungstechnisch ist
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-T-
beriicksichtigt, daß vorher das Sägeblatt 19 nicht aus dem
Schlitz 18 hochgefahren werden kann), wird, zwangsläufig damit gekoppelt, die Schnittweiten-Öffnung zwischen den
Anschlagfiihrungen 22 wieder freigegeben, wie in Fig. 1 durch
Wirkverbindungen 26 von den Spann-Zylindern 23 zu Freigabe-Zylindern
27 symbolisch veranschaulicht. Diese Freigabe kann durch ein vertikales und horizontales Verfahren des Abweisers
25 aus der Ebene der Anschlagführungen 22-22 erfolgen;
zweckmäßiger ist jedoch ein Hochklappen um eine ^rallel zur
Sägetischebene 20 orientierte Klappachse 28 (Fig. 2) von der Werkstückseite der Anschl agflihrung 22 fort - denn dadurch
werden beim anschließenden Herunterklappen des Abweisers 25 in die Ebene der Anschlagführungen 22-22 abgekappte Stirnstücke
des Werkstückes 21 aus dieser Ebene heraus vor das Werkstück 21 zurückgeschoben, um dann mit dem Vorschub des
Werkstückes 21 wie beschrieben abtransportiert werden zu können.
Der je nach der momentanen Stellung des Schlittens 14 gegebene Freiraum 29 zwischen den Schlitten-Stirnseiten 30 und
dem jeweils benachbarten Querträger 31 des Grundgestells 12 kann jedenfalls (wie in Fig. 1 berücksichtigt) auf der vom
Werkstück 21 abgelegenen Seite des Grundgestells 12 von einem Deckblech 32 dicht oberhalb der Sägetischebene 20
überspannt sein, unter dem somit der Schlitten 14 mit Drehtisch 17 geschützt verfahrbar ist. Gegenüberliegend kann
dieser Freiraum 29 jedenfalls in dem Bereich abgedeckt sein, der von der Breite des maximal zu bearbeitenden Werkstückes
21 ivicht mehr erfaßt ist; oder hler 1st eine Jalousie-Abdeckung
an die Schlitten-Stirnseite 30 angeschlossen (1n
Fig. 1 nicht berücksichtigt). Die Längsbewegung des Schlittens 14 kann mittels Ketten erfolgen; zweckmäßiger, da genauer,
1st der Einsatz zweier Stellmotore 33 für den Antrieb von Stel1sp1ndel&eegr; 34 über eine mechanische oder elektrische
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Gleichlaufkopplung 35 für verkantungsfreie Bewegung des
Schlittens 14, damit dieser (im Interesse eines nicht zu lang bauenden Grundgestells 12) in Bewegungsrichtung möglichst
nicht viel großer als der Durchmesser des Drehtisches 17 ist und dennoch eine exakte, verkantungsfreie Linearbewegung
in seiner Führung 13 erfährt.
Die ansich durch die große Öffnung 15 gegebene konstruktive
Schwächung des Schlittens 14 wird durch die Kreisführung 16 kompensiert, bei der es sich um eine stabile Ringschienenbahn
handelt, wie sie etwa aus der Kranbautechnik bekannt
ist. An der Unterseite des Drehtisches 17 hängt,an stabilen,
quer zum Sägeblatt-Schlitz 18 beiderseits dessen Stirnenden
befestigten stabilen Halteplatten 36 (Fig. 3), ein schmaler,
das Sägeblatt 19 in sich aufnehmender und oben zum Sägeblatt-Durchtritt
geöffneter Sägeblatt-Kasten 37. Dieser wiederum trägt auf einer Seitenwand 38 einen Antriebsblock
39 mit Motor 40 und Getriebekopplung 41 (beispielsweise
realisiert als Zahnriemen) zur, diese Seitenwand 38 durchragenden,Sägebl
att-Well e 42. Insgesamt ist der Antriebsblock
38 als einarmiger Hebel ausgeführt, der um eine Schwenkachse 43 längs der Seitenwand 38 und damit parallel zur Ebene des
Sägeblattes 19 beweglich ist, wobei die Sägeblatt-Welle 42
in einem, die Seitenwand 38 durchbrechenden, zur Schwenkachse 43 konzentrischen Bogenschlitz 44 verlagert wird, um das
Sägeblatt 19 anzuheben bzw. abzusenken. Die relative Anordnung im Bereiche des Antriebsblockes 39 ist so gewählt, daß
bei angehobenem Sägeblatt 19 die Kontur des Motors 40 unter der Sägeblattwelle 42 liegt, so daß das angehobene Sägeblatt
19 mit einer möglichst langen Sehne, also mit großer Schnittlänge durch den Schlitz 18 in der Sägetischebene 20
auftaucht. Andererseits liegen der Motor 40 und die Sägeblattwelle 42 möglichst dicht bei der Hebel-Schwenkachse 43,
damit beim Anheben bzw. Absenken des Sägeblattes 19 trotz der relativ großen Massen des großen Sägeblattes 19 des
entsprechend voluminösen Motors 40 möglichst geringe Trägheitsmomente
auftreten, also die Bewegung des Sägeblattes 19 quer zu seiner Drehachse mit möglichst geringen Stellkräften
rasch durchgeführt werden kann.
Grundsätzlich kann vorgesehen sein, den bespielsweise über
ein Zugseil angehobenen Antriebsblock 39 nach Ausführung des Schnittes durch sein Eigengewicht wieder absinken zu lassen.
Um aber eine definierte Senkbewegung zu erzielen, auch wenn beispielsweise das Sägeblatt 19 am Werkstück 21 klemmt oder
(vgl. unten) das Sägeblatt 19 und damit auch der Antriebsblock 39 weit aus der Vertikalen herausgekippt sind, ist es
zweckmäßiger, eine Zwangsbewegung sowohl zum Anheben wie
auch zum Absenken des Sägeblattes 19 vorzusehen. Das kann beispielsweise mittels eines Stellmotors 45 zum Antrieb
einer Spindel 46 erfolgen, die in eine Spindelmutter 47 am
Antriebsblock 39 zum Verschwenken dieses Hebelsystemes um die
Achse 43 eingreift.
Um das Sägeblatt 19 gegenüber der vertikalen Normalstel1ung
(Darstellebene der Fig. 2) verschwenken zu können, ist der Sägeblatt-Kasten 37 (samt daran befestigtem Anriebsblock 39
mit Hebel-Stellmotor 45) in einer Bogenführung 48 der Halteplatten
36 aufgehängt. Deren geometrischer Mittelpunkt 49 liegt im Zentrum des Sägeschlitzes 18 in der Sägetischebene
20. Dadurch ist sichergestellt, daß das durch den Schlitz
angehobene Sägeblatt 19 in jeder Neigung immer ganz definiert durch das Zentrum des Schlitzes 18 aus der Tischebene
20 auftaucht und in das zu kappende Werkstück 21 (Fig. 1, Fig. 2) eintritt.
Für ein verkantungsfreies und in Bezug auf den Mittelpunkt
49 extaktes Verkippen des Sägeblatt-Kastens 37 um den Kipp-Mittelpunkt
49 ist an der Kasten-Stirnwand 50 hinter der jeweiligen Haiteplatten-Bogenführung 48 ein Führungsblech
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vorgesehen, das mit drei im stumpfwinklig-gleichschvenkligen
Dreieck angeordneten Zapfen 52 in die BogenfUhrung 48 eingreift.
Der mittlere Zapfen 52' ist radial in Bezug auf den Kipp-Mittelpunkt 49 mittels einer Stelleinrichtung 53 justierbar,
so daS eine spielfreie Kipp-Führung im Bogen 48 sichergestellt ist. Die Verkippung erfolgt mittels eines
Stellmotors 54 über eine Spindel 55, die eine Spindelmutter 56 an einer Stirnwand 50 des Sägeblatt-Kastens 37 'ingreift
(in Fig. 3 nur symbolisch skizziert).
Da. am eigentlichen Kipp-Punkt 49, dem Durchtritt des Sägeblattes 19 durch die Sägetischebene 20,kein Winkelgeber 57
angeordnet werden kann, ist dieser über ein Parallelogrammgestänge
58 aus der Ebene des Sägeblattes 19 heraus verlagert, um den momentan gegebenen Kippwinkel gegenüber der
Sägetischebene 20 als den gleichgroßen Parallelogramm-Gegenwinkel
zu messen. Die Positionsermittlung für die Einstellung
des Schlittens 14 (nämlich des Säge-Mittelpunktes 49) bezüglich der Anschlagführung 22 und der Verdrehung der
Ebene des Sägeblattes 19 gegenüber der Ebene der Anschlagführung 22 erfolgt mittels Inkremental-Stel1ungsgebern 59,
die unter dem Schlitten 14 neben der Längsführung 13 bzw. an der Perpherie des Drehtisches 17 angeordnet sind. Letzterer
wird um den Mittelpunkt 49 mittels eines ebenfalls unter dem Schlitten 14 befestigten Stellmotors 60 über ein Getriebe,
beispielsweise einen Zahnriemen (in Fig. 1 nicht berücksicht
i gt)y verdreht.
Im Interesse ruck- und reibungsarmer, fein reproduzierbarer Stel1 bewegungen (Kippen des Sägeblattes 19 um die Vertikale,
Drehen des Sägeblattes 19 in der Sägetischebene 20 und Verfahren des Schlittens 14 gegenüber der Anschlagführung 22)
sind zweckmäßigerweise Wälzlager jedenfalls für den Mutter-
Eingriff in die Spindel 34, 46, 55 sowie fUr den Eingriff 1n
die Bogenschlitze 44 und 48 und bei der Drehtisch-Kreisführung
16 vorgesehen, gegebenenfalls aber auch für die Schlitten-Längsführungen 13. Dadurch ist ein extrem genaues und
rasches Anfahren von jeweils unter abgesenktem Sägeblatt 19 •ufeinanderfolgenden, nach Schlittenposition, Schnitt-Dreh-Stellung
und Schnitt-Neigung vorgegebenen Sägeschnitten
mittels einer &rgr; r ö y r a &iacgr;&idiagr;&iacgr;&idigr;&Ggr;&igr; i erten digitalen Steuerung möglich,
die gemäß eingegebenen Schnittfolgen oder gemäß aus geometrischen
Vorgaben selbsterrechneten Schnittfolgen arbeiten
kann. Weil für eine Folge unterschiedlich orientierter
Schnittflächen am Stirnende eines Werkstückes 21 nur die
höchstpräzise jeweilige Neuorientierung des Sägeblattes 19
erfolgt, jeciuch das Werkstück 21 in der einmal vorgegebenen
Stirn-Position fest auf dem stationären Grundgestell 12
verspannt bleibt, entfallen alle Werkstück-Umrüstzeiten und die damit zwangsläufig einhergehenden Positionierungenauigkeiten.
-sr &tgr;- —
/7
Schmidler
11 Kreissäge (parallel zu 38)
12 Grundgestell (mit 13 und 22)
13 Längsführung (für 14)
14 Schlitten (mit 17)
15 öffnung (in 14, für 17)
16 Kreisführung (in 15, für 17)
17 Drehtisch (mit 36 für 38)
18 Schlitz (in 17, für 19)
19 Sägeblatt
20 Sägetischebene (über 12-14-17, für 21)
21 Werkstück (zwischen 20 und 22)
22 Anschlagführung (für 21)
23 Hydraulikzylinder (bei 22)
24 Stempel (von 23)
25 Abweiser (zwischen 22-22)
26 Wirkverbindung (zwischen 23 und 25/27)
27 Freigabezylinder (für 25)
28 Klappachse (für 25, zwischen 22-22)
29 Freiraum (zwischen 22-22)
30 Stirnseite (von 14, quer zu 13)
31 Querträger (von 12, zwischen 13-13)
32 Deckblech (zwischen 13-13)
33 Stellmotor (für 14)
34 Stellspindel (von 33)
35 Gleichlaufkopplung (zwischen 33-33)
36 Halteplatte (für 38, unter 17)
37 Kasten (für 19, mit 38)
38 Seltenwand (mit 39)
39 Antriebsblock (für 19)
40 Antriebs-Motor (für 19)
41 Getriebekopplung (zwischen 40 und 42)
42 Welle (von 19)
43 Schwenkachse (von 39)
44 Bogenschlitz (für 42)
I ■> ·
&igr; &igr; · &ogr;
45 Stellmotor (für 39 um 43)
46 Spindel (an 45)
47 Spindelmutter (von 46)
48 Bogenführung (in 36)
49 Mittelpunkt (in 18 auf 20)
50 Stirnwand (von 37 bzw. 3&Ggr;)
51 Führungsblech (an 50, parallel zu 36)
52 Zapfen (an 50/51, in 48)
53 Stelleinrichtung (für 52', gegenüber 49)
54 Stellmotor (für 58)
55 Spindel (zwischen 58 und 54)
56 Spindelmutter (von 55)
57 Winkelgeber (an 58)
58 Parallelcgrammgestange (mit 19)
59 Stellungsgeber (unter 14)
60 Stellmotor (unter 14, für 17)
Claims (10)
- SchmidlerANSPRÜCHEKombinierte Kapp- und Tisch-Kreissäge (11) mit unter einem Sägetisch-Drehtisch (17) anhebbar und absenlcbar gehaltertem Sägeblatt (19) samt Antriebs-Motor (40), dadurch gekennzeichnet, daß ein als einarmiger Hebel ausgelegter Antriebsblock (39) vorgesehen ist, der längs einer sich neben dem Sägeblatt (19) erstreckenden Wand (38) verschwenkbar an diese Wand (38) angelenkt ist.
- 2. Kreissäge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß die Wan' (38) gegenüber der Sägetischebene (20) verkippbar in der Bogenführung (48) einer quer zur Wand (38) orientierten Halteplatte (36) gelagert ist, die ihrerseits unter dem Drehtisch (17) befestigt ist.
- 3. Säge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehtisch (17) mittels einer Kreisführung (16) in der öffnung (15) eines linear verfahrbaren Schlittens (14) gehaltert ist.
- Säge nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (38) mit mindestens drei aus ihrer Stirn (50) vorragenden Zapfen (52) in die konzentrisch zum Mittelpunkt (49) des Sägeblatt-Schlitzes (18) in der Sägetischebene (20) verlaufende Bogenführung (48) eingreift, von denen wenigstens ein Zapfen (52') radial in Bezug auf den Mittelpunkt (49) einstellbar ist.
- Säge nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene des Sägeblattes (19) unterhalb des Mittelpunktes (49) als Teil eines unter der Sägetischebene (20) quer zur Ebene des Sägeblattes (19) ausgebildeten Parallelogramm-Gestänges (58) ausgelegt ist, an dem dem Mittelpunkt (49) diametral gegenüber ein Winkelgeber (57) angeordnet ist und an das eine dem Drehtisch (17) gegenüber festgelegteKipp-Spindel .55) angelenkt ist.
- 6. Säge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine an der Wand (38) festelegte Spindel (46) für eine Zwangs-Hub- und Senk-Bewegung des Sägeblattes (19) an den Anriebsblock (39) angelenkt ist,
- 7. Säge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehtisch (17) gegenüber einem Grundgestell (12) in der rägetischebent (20) verdrehbar und linear verschiebbar gehaltert ist, wobei auf dem Grundgestell (12) Werkstück-Anschlagführung (22) und Werkstück-resthalter (Hydraul1k-Stempel 24) befestigt sind.
- 8. Säge nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnittbereich des 1n die Ebene der Anschlagführungen (22) verfahrenen Sägeblattes (19) von einem beweglich an Grundgestell (12) gehalterten Abweiser (25) freigebbar 1st.
- 9. Säge nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abweiser (25) als um eine Achse (?3) parallel zur und oberhalb der Sägetischebene (20) von der Werkstückseite der Anschlagführungen (22) fort verschwenkbare Klappe ausgebi1det ist.
- 10. Kreissäge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer numerischen Steuerung für die Festlegung eines Werkstückes (21) gegen die Anschlagführung (22) und die Bewegung eines Schnittbereich-Abweisers (25) sowie für die Dreh-Positionierung des Drehtisches (17/,für eine Längs-Positionierung eines Drehtisch-Schlittens (14) und für die Gehrungs-Kippung des Sägeblattes (19) vor Anneben des Sägeblattes (19) in die Sägetischsbene (20) ausgestattet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8807094U DE8807094U1 (de) | 1988-05-31 | 1988-05-31 | Kombinierte Kapp- und Tisch-Kreissäge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8807094U DE8807094U1 (de) | 1988-05-31 | 1988-05-31 | Kombinierte Kapp- und Tisch-Kreissäge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8807094U1 true DE8807094U1 (de) | 1988-07-14 |
Family
ID=6824566
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8807094U Expired DE8807094U1 (de) | 1988-05-31 | 1988-05-31 | Kombinierte Kapp- und Tisch-Kreissäge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8807094U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3632600A1 (de) * | 2018-10-05 | 2020-04-08 | IMA Schelling Austria GmbH | Plattenaufteilanlage |
-
1988
- 1988-05-31 DE DE8807094U patent/DE8807094U1/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3632600A1 (de) * | 2018-10-05 | 2020-04-08 | IMA Schelling Austria GmbH | Plattenaufteilanlage |
| EP4245448A3 (de) * | 2018-10-05 | 2023-11-22 | IMA Schelling Austria GmbH | Plattenaufteilanlage |
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