DE8806697U1 - Kraftfahrzeug, insbesondere PKW, mit einer energieabsorbierender Sicherheitsvorrichtung - Google Patents
Kraftfahrzeug, insbesondere PKW, mit einer energieabsorbierender SicherheitsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eir^Kraftfahrzeuge', insbesondere PKW, mit energieabsorbierender
Sicherheitsvorrichtung^zwischen der Karosserie im Stoßstangenbereich
und dem Rahmen im Achsbereich bzw. der Achse.
Zur Sicherung der Insassen eines Personenkraftwagens gegen frontale Zusammenstöße
ist es bekannt, sogenannte Knautsch-Zonen oder Sicherheitszellen vorzusehen,
die bei einem Frontalzusammenstoß die Energie durch Deformierung absorbieren, damit die Fahrzeugkabine nicht zusammengepreßt wird. Desweiteren ist
es bekannt, innerhalb der Karosserie ein hochfestes Gerippe vorzusehen, um auf
diese Weise insbesondere Stöße von der Seite aufzufangen und die Stoßenergie weitgehend voe einer Deformierung der Fahrgastzelle zu absorbieren.
Jedoch genügen diese Maßnahmen offensichtlich immer noch nicht, Personenkraftwagen,
insbesondere Kleinwagen, gegen die verhörenden Unfallfolgen bei Frontalzusammenstößen zu schützen. Die Knautschzonen der Kraftfahrzeuge sind
bei frontalen Zusammenstöße in der Regel zu kurz und die Fahrgastzelle wird zu schnell in Mitleidenschaft gezogen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Kraftfahrzeug mit
energieabsorbierender Sicherheitsvorrichtung vorzusehen, die insbesondere bei einem Frontalzusammenstoß zusätzliche Energrie aufzunehmen und zu vernichten
imstande ist, bevor der Fahrgastraum in größere Mitleidenschaft gezogen wird; die
elastische Sicherheitsvorrichtung soll die Knautschzone quasi verlängern.
Die Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß durch zwei teleskopartig ineinandergieitende
Rohre gekennzeichnet, die an ihren Enden verschlossen und in denen längs eine Mehrzahl von elastischen Hohlkugeln aneinanderstoßend
gehaltert sind. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Das Kraftfahrzeug mit energieabsorbierender Sicherheitsvorrichtung besitzt den
Vorteil, daß diese quasi die Knautschzone des Kraftfahrzeugs, insbesondere bei
einem Frontalzusammenstoß verlängert oder erst eine Knautschzone bildet, so daß
bei ethern Frontalzusammenstoß ein erheblicher Teil der Aufprallenergie in die
energieabsorbierenden Sicherheitsvorrichtungen eingeleitet und dort durch eine
Verformung der elastischen Hohlkugeln, die gewöhnlich irreversibel ist, vernichtet
wird. Dadurch, daß die Hohlkugeln unter einem erhöhten Druck stehen können, kann der energieabsorbierende Bereich der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
in einem weiten Bereich vorgegeben werden. Auf diese Weise laßt sich die
Ldnge einer Knautschzone vorbestimmen. Insbesondere kann die Vorgabe der
Energrieabsorbierung auch nicht linear sein, indem die elastischen Hohlkugeln
untereinander unter verschiedenen Drücken stehen, so daß die Hohlkugeln bei
einem Zusammenprall verschiedene Energieschwellen zur Energieaufnahme und damit zur Energievernichtung benötigen. Ebenso können die Hohlkugeln mit einer
Flüssigkeit gefüllt sein.
Die Rohre können innenliegende Führungsschienen aufweisen, zwischen denen
die Hohlkugeln aneinanderstoßend gehaltert sind, so daß auch bei einem frontalen
Zusammenstoß unter einem spitzen Winkel das Zusammendrücken der teleskopartig ineinander verschiedenen Rohre mit der dadurch verbundenen Energievernichtung
durch die Hohlkugeln gewährleistet ist.
In vorteilhafter Weise können die beiden Rohre in Ruhestellung mittels zweier
Scherbolzen gegeneinander fixiert sein, wobei die Abscherkraft der Scherbolzen aufgrund der vorgebbaren Durchmesser und des verwendeten Materials der
Scherbolzen den erforderlichen Bedingungen optimal angepaßt werden kann.
Vorzugsweise sind die energieabsorbie^enden Sicherheitsvorrichtungen zwischen
der Karosserie im Stoßstangenbereich und dem Rahmen im Achsbereich bzw. der
Achse eines Kraftfahrzeugs angeordnet, wobei es vorteilhaft ist, sowohl vorn, als
auch hinten je zwei derartiger energieabsorbierender Sicherheitsvorrichtungen vorzusehen.
Ein Beispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und anschließend
beschrieben. Dabei zeigen:
vorrichtung zur Darstzellung der teleskopartig ineinander verschiebllchen
Rohre und der darin befindlichen Hohlkugeln
Figur 2 einen Querschnitt läng» der Linie A-A in Figur 1,
Figur 2 einen Querschnitt läng» der Linie A-A in Figur 1,
Die erfindungsgemäße energieabsorbierende Sicherheitsvorrichtung besteht aus
zwei teleskopartig ineinander gesteckten und verschieblichen Rohren 1, 2, die aus
Metall oder aus Kunststoff bestehen und die runden oder quadratischen Querschnitt
aufweisen können. In den Figuren 2 und 3 ist beispielsweise ein quadratischer
Querschnitt der Rohre 1, 2 gezeigt. Innerhalb der Rohre 1, 2 sind Führungsschienen
9, 10 bzw. 7, 8 angeordnet, die jeweils um 90° zueinander versetzt sind, wobei vorzugsweise die lichten Weiten zwischen den Führungsschienen 7, 8 und 9, 10
gleich sind. Im ausgezogenen Zustand der Rohre 1, 2 in Ruhestellung sind
zwischen den Führungsschienen 7, 8 bzw. 9, 10 elastische Hohlkugeln 5, 6 aneinanderstoßend
angeordnet, die somit das Innere der Rohre 1, 2 in der Länge derselben vollständig ausfüllen. Die Rohre 1, 2 können in Ruhestellufvg mittels
zweier sich gegenüberliegender Scherbolzen 16, 16' gegenseitig fixiert sein. Die
Abscherkraft dieser Scherbolzen 16, 16' kann durch die Wahl des Querschnitts derselben und des Materials in einem weiteren Bereich vorgegeben werden.
Die Enden der Rohre 1, 2 sind mittels Deckelscheiben 3, 4 verschlossen, die
überstehende Flansche aufweisen können, mit denen die Sicherheitsvorrichtung
beidendig innerhalb eines Kraftfahrzeuges befestigt werden kann.
Eine derartige Befestigung von Sicherheitsvorrichtungen 12, 13 ist in Figur 5 dar*
gestellt. Ein Kraftfahrzeug 11 besteht aus einem vorderen und einem hinteren
Karosserieteil 15, 15' und einem vorderen und hinteren Rahmenteil 14, 14' oder der vorderen und hinteren Achse, wobei zwischen dem vorderen Rahmenteil 15' im
Stoßstangenbereich und dem vorderen Rahmenteil 14' bzw. der vorderen Achse
vorzugsweise je zwei Sicherheitsvorrichtungen 13 und zwischen dem hinteren
Karosserieteil 15 im Stoßstangenbereich und dem hinteren Rahmenteil 14 bzw. der Hinterachse eine elastische Sicherheitsvorrichtung 12 angeordnet sind. Bei einem
Stoß des Kraftfahrzeugs 11 gegen die Front- bzw. Heckpartie werden die Rohre i, 2
nach dem Abscheren der Scherbolzen 16, 16* teleskopartig ineinandergeschoben,
wobei die elastischen Hohlkugeln entsprechend ihrer vorgegebenen Elastizität ihrer Schale bei einer bestimmten Energiezufuhr zerbersten oder sich verformen,
wodurch Stoßenergie in vorteilhafter Weise vernichtet und damit eine Knautschzone
geschaffen wird.
Prinzipiell können innerhalb der teleskopartig ineinander verschieblichen Rohre
statt der Hohlkugeln auch elastische Ringe, insbesondere Hohlringe, angeordnet
sein.
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| 1.2 | Teleskoprohre |
| 3.4 | Deckelscheiben oder Flansche |
| 5. 5'. 6 | Kugeln |
| 8. 9,10 | Führungsschienen |
| 11 | Kraftfahrzeug |
| 12.13 | Sicherheitsvorrichtungen |
| 14, 14' | Rahmen bzw. Achse |
| 15, 15' | Karosserie |
| 16. 16' | Scherbolzen |
Claims (9)
1. Kraftfahrzeug, insbesondere PKW, mifenergieabsorbierender Sicherheitsvorrichtung
zwischen der Karosserie im Stoßstangenbereich und dem Rahmen im Achsbereich bzw. der Achse,
gekennzeichnet durch zwei teleskopartig ineinander versdhiebliche Rohre (1, 2),
die an ihren Enden verschlossen und m denen längs eine Mehrzahl von elastischen
Hohlkugeln (5, 6) aneinanderstoßend gehaltert sind.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlkugeln (5,6) unter einem erhöhten Druck stehen.
3. Kraftfahrzeug nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurcl· gekennzeichnet, daß die Hohlkugeln mit einer Flüssigkeit gefüllt sind.
4. Kraftfahrzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkugeln untereinander unter verschiedenen Drücken stehen.
5. Kraftfahrzeug nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre (1, 2) innen liegende Führungsschienen (7, 8; 9, 1Q) aufweisen,
zwischen denen die Hohlkugeln (5,6) gehaltert sind.
6. Kraftfahrzeug nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rohre (1, 2) in Ruhestellung mittels zweier Scherbolzen (16,16')
gegeneinander fixiert sind.
7. Kraftfahrzeug nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieselbe (12,13) zwischen der Karosserie (15,151) im Stoßstangenbereich und
dem Rahmen (14, 14') im Achsbereich bzw. der Achse eines Kraftfahrzeugs (11)
angeordnet sind.
8. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der teleskopartig ineinander verschieblichen Rohre statt der Kugein
eine Mehrzahl von elastischen Ringen aneinanderstoßend gehaiteit sind.
9. Kraftfahrzeug nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringe Hohlringe sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8806697U DE8806697U1 (de) | 1988-05-21 | 1988-05-21 | Kraftfahrzeug, insbesondere PKW, mit einer energieabsorbierender Sicherheitsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8806697U DE8806697U1 (de) | 1988-05-21 | 1988-05-21 | Kraftfahrzeug, insbesondere PKW, mit einer energieabsorbierender Sicherheitsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8806697U1 true DE8806697U1 (de) | 1988-08-18 |
Family
ID=6824307
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8806697U Expired DE8806697U1 (de) | 1988-05-21 | 1988-05-21 | Kraftfahrzeug, insbesondere PKW, mit einer energieabsorbierender Sicherheitsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8806697U1 (de) |
Cited By (5)
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| FR3145785A1 (fr) * | 2023-02-13 | 2024-08-16 | Nexter Systems | Dispositif de fixation à fonctions de découplage et anti-projection |
-
1988
- 1988-05-21 DE DE8806697U patent/DE8806697U1/de not_active Expired
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