DE8805700U1 - Farbspeicher-Spielzeug - Google Patents
Farbspeicher-SpielzeugInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrifft die Farbe ändernde Spielzeuge. Sie betrifft insbesondere ein Spielzeug, das zweifarbige
Ausführungen aufweist, bei dem ein Benutzer zwischen den
beiden Ausführungen des Spielzeugs durch Verwendung einer entsprechenden Erwärmung oder Abkühlung wechseln
kann. Ferner kann der Benutzer eine der Ausführungen wählen und die gewählte Ausführung im Bereich üblicher
Temperaturen halten.
Um ein Spielzeug vorzusehen, bei welchem zwei wahrnehmbare Ausführungen, abhängig von einer Temperaturänderung,
vorliegen, wurde ein Spielzeug vorgeschlagen, das eine solche Farbe aufweist, dass sich die Oberfläche des
Spielzeugs bei einer vorgegebenen Schwe I lenwerttemperatur
hinsichtlich der Farbe ändert. Jedoch kann nur ein
spezifischer Zustand der beiden Zustände vor und nach der
Änderung im Bereich der üblichen Temperatur vorliegen. Das heisst, obgleich der Nicht-Umgebungstemperaturzustand
während der Anwendung von Wärme oder Kälte aufrechterhalten wird, die erforderlich ist, um den
Nicht-Umgebungstemperat Urzustand herbeizuführen, kehrt
UÖ5 oyiclZcüy 1 &Ggr;&igr; ucii Lfiny £ b üii 3 3 Z U 3 t 3 fid (dST d 1J &Ggr; C h d S &Ggr;!
Bereich gewöhnlicher Temperatur bestimmt ist) zurück, wenn die Anwendung von Wärme oder Kälte entfällt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spielzeug zu schaffen, das zwei wahrnehmbare Ausführungen hat, bei
welchen sich seine Oberflächenfarbe, abhängig von der
Temperatur, ändert, jedoch jede der Ausführungen vor und nach der Änderung der Oberflächentemperatur nach Wunsch
gewählt und im Bereich gewöhnlicher Temperatur aufrechterhalten werden kann.
Das Farbspeicher-Spielzeug ist im Einklang mit der
vorliegenden Erfindung derart ausgeführt, dass mindestens ein Teil der Oberfläche des Spielzeugs, der eine
Ausgangsfarbe aufweist, ferner mit einem Farbstoff, beispielsweise in Form von Tinte, Pigment, Anstrich oder
dergleichen gefärbt ist. Ein Ausführungsbeispiel des
Farbstoffes ist eine quasi umkehrbar? thermochrome Farbgebung, die abhängig von einer Temperaturänderung
eine Hysterese zeigt, um dadurch einen übergangszustand
zwischen einem gefärbten Zustand und einem farblosen Zustand oder zwischen einer ersten Farbe und einer zweiten
Farbe aufzuweisen.
D-a vorausgehend aufgeführte, der Erfindung
zugrundeliegende Aufgabenstellung wird durch ein
Farbspeieher-Spie I zeug mit einem eine Aussenfläche
aufweisenden Spielzeugkörper und einem auf diese
Aussenfläche aufgebrachten, quasi reversiblen, thermochromen Färbungsmaterial gelöst. Das
Farbspeicher-Spielzeug ist dadurch gekennzeichnet,
dass das thermochrome Färbungsmaterial eine
Tempraturhysteresekennlinie aufweist.
Gas Färbungsmaterial ändert sich beim Erhitzen
desselben vollständig vom ersten Färbungszustand in
•inen zweiten Färbungszustand bei einer oberen, ©berhalb einer ersten Temperatur liegenden
Temperatur, behält einen vorliegenden des ersten und «weiten Färbungszustandes innerhalb eines
Iweifarbenha I tetemperaturbereiches zwischen der
•rsten Temperatur und einer zweiten Temperatur bei, nenn das Färbungsmaterial abgekühlt wird, und ändert
tich bei einer unteren Temperatur unterhalb der «weiten Temperatur vom zweiten Färbungszustand
vollständig in den ersten Färbungszustand. Der Iweifarbenha I tetemperaturbereich liegt innerhalb
•ines Bereiches gewöhnlicher Temperatur.
Miniatu rfahrzeuges einer
Ausführungsform der Erfindung,
wobei Fig. 1 einen Aspekt darstellt, gemäss welchem ein ganzer Körper gelb ist, und
•1 Il V
it«. &Lgr;
• ■> · · J
Fig. 2 zeigt einen Aspekt einer 7. weifarbenaus führung, wobei das
Dach gelbund der übrige Teil rot ist;
jeweiliger Aspekte der Dualität
einer Puppe gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
eines Augenabschnittes der
Puppe gemäss den Fig. 3 und 4;
eines Augenbrauenteils der
Puppe gemäss den Fig. 3 und 4;
eines Markenabschnittes eines Miniaturautos einer weiteren
Ausführungsform;
einer Sofortfotografie einer weiteren Ausführungsform;
der Art und Weise, wie man mit einer Kombination aus einem
Farbspeicher-Spielzeugsol. -.i
und einem Glasrohr gemäss dtr vorliegenden Erfindung spielt;
und
Hysteresekennlinie der sich umkehrbar wieder abkühlenden Zusammensetzung.
Es wird auf die eingehende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen Bezug genommen.
Vorzugsweise wird die umkehrbare thermochrome Aufzeichnungszusammensetzung, die durch den Erfinder
gemäss der US-PS 4 720 301 vorgeschlagen wird, als die
vorausgehend erwähnte, quasi umkehrbare Färbung verwendet.
Die Bedeutung der vorausgehend aufgeführten Hysteresekennlinie ist wie folgt. Die Form der Kurve, die
durch Auftragen der Farbdichte als Funktion der Temperatur erhalten wird, hängt davon ab, ob sich die Temperatur
von unterhalb nach oberhalb des Bereiches der Farbänderungstemperatur oder von oberhalb nach unterhalb
des gleichen Bereiches ändert. Daher bilden die in den
beiden vorstehend aufgeführten Fällen erwähnten Kurven eine Schleife, wenn sie gemäss Fig. 11 kombiniert werden.
Es sei angenommen, dass die Temperaturen an den Verbindungsstellen zwischen den beiden Kurven an den
entgegengesetzten Enden der Schleife an der Unterseite
und Oberseite jeweils durch (T., T_) bezeichnet werden. Die quasi umkehrbare, thermochrome Färbung gemäss
der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die untere Temperatur (TA) eine Temperatur ist, die
in menschlicher Umgebung erhalten werden kann, beispielsweise
mittels Eis oder kaltem Wasser, d.h. eine Temperatur innerhalb eines Bereiches von etwa 0 bis etwa 15 C, und
die höhere Temperatur (TD) ist eine Temperatur, die in einer menschlichen Umgebung erhalten werden kann und die
beispielsweise durch einen menschlichen Körper, ein Heisswasserbad, einen Haartrockner oder dergleichen
erzeugt wird. Das heisst, die höhere Temperatur (Tß) liegt
innerhalb eines Bereiches von etwa 27 bis etwa 90 C. Bei dieser quasi umkehrbaren,thermochromen Färbung kann der
Temperaturbereich, in welchem sowohl der gefärbte Zustand als
auch der farblose Zustand (sowohl der erste als auch der zweite Farbzustand) coexistent sein können, über den
Bereich der gewöhnlichen Temperatur. Dieser Bereich wird anschliessend als der "Zwei f arbenha Itetemperaturbere'ich"
bezeichnet. Insbesondere wird vorzugsweise die quasi umkehrbare, thermochrome Farbe ausgewählt, bei welcher
der ZweifarbenhaItetemperaturbereich innerhalb des Bereiches gewöhnlicher Temperaturen von etwa 10 bis etwa
35°C vorliegt.
quasi umkehrbarer, thermochromer Färbungen vorhanden,
beispielsweise die Kombination von quasi umkehrbaren,
thermochromen Färbungen mit verschiedenen Farben, oder
die Kombination solcher Färbungen, die
voneinander unterscheiden, während sich beide innerhalb des Bereiches gewöhnlicher Temperatur erstrecken.
Ein besonderes Beispiel der Letztgenannten Kombination ist
die Kombination jener Färbungen, die die Beziehung aufweisen, dass der ZweifarbenhaItetemperaturbereich
der einen, quasi umkehrbaren, thermochromen Farbe breiter
als jener der anderen Farbe ist und jenen der anderen,
quasi umkehrbaren, thermochromen Farbe enthält.
Diese Kombinationen kann eine SpieLzeugänderbarkeit zwischen einer Vielzahl von Mustern oder eine Vielzahl
von Ausführungen ergeben, wenn eine derartige Kombination
bei verschiedenen Oberflächenteilen des Spielzeugs verwendet
wi rd.
Die quasi umkehrbare, thermochrome Farbe ist in einem
geeigneten Medium dispergiert, um als Farbstoff in Form
von Tinte, Pigment oder Anstrich verwendet werden zu können, um dadurci einen gewünschten Teil der Oberfläche
einer Spielzeugausbildung zu färben. Es erübrigt sich
zu sagen, dass die vorausgehend erwähnte Behandlung an der Oberfläche von Spielzeugelementen vor ihrem
Zusammenbau durchgeführt werden kann.
Bei einer Spielzeugform, bei welcher der mit der quasi
umkehrbaren, thermochromen Farbe beschichtete Teil bei gewöhnlicher Temperatur im farblosen Zustand ist, wird
damit die Ausführung erhalten, dass die Farbe eines Substrates erscheint. Wird die Oberfläche dieses
farblosen Abschnittes zuerst unter die vorausgehend erwähnte untere Temperatur (T.) abgekühlt, damit der
Abschnitt den verfärbten Zustand einnimmt, und wird die Temperatur dieses Abschnittes dann auf die gewöhnliche
Temperatur zurückgebracht/ so wird die Ausbildung des
gefärbten Zustandes der unteren Temperatur innerhalb des
Bereiches gewöhnlicher Temperatur gehalten.
Wird andererseits die Temperatur des gleichen Oberflächenabschnittes auf die gewöhnliche Temperatur
zurückgebracht/ nachdem dieser einmal über die vorausgehend beschriebene, höhere Temperatur (T_) erhitzt
wurder um den Abschnitt in den farblosen Zustand z·,
bringen/ so wird der ;arblose Zustand der höheren Temperatur innerhalb des Bereiches gewöhnlicher Temperaturgehalten.
Di'e gleiche Erläuterung gilt für die Austauschbarkeit zwischen den jeweiligen Ausführungen
der umschaltbaren ersten und zweiten Farbe.
Somit ist das erfindungsgemässe Spielzeug derart
aufgebaut/ dass eine der beiden wahrnehmbaren Ausführungen ausgewählt und nach Wunsch des Benutzers beibehalten
werden kann. Die ausgewählte Ausführung kann ferner nach Ermessen in die andere Ausführungsform geändert
werden und die auf diese Weise erhaltene andere Ausführungsform bleibt stabi I. Wirkt dabei Hitze oder Kälte
nur an einem Teil des bemahlten Abschnittes ein, wird lediglich die Ausführung dieses Teils geändert.
Sind verschiedene Arten quasi umkehrbarer/ thermochromer
Färbungen auf jeweiligen Oberflächenabschnittes des
erfindungsgemässen Spielzeugs aufgetragen/ so zeigt das
Spielzeug ein Gesamtmuster oder eine Gesamtausführung/
die sich ändert/ sooft irgendeiner der jeweiligen Oberflächenabschnitte in seiner Farbe verändert wird.
Ein Beispiel der Anwendungen der vorausgehend aufgeführten
Funktionen kann eine Änderung zwischen den beiden Erscheinungen eines bemalten und eines unbemahlten
Gesichtes oder zwischen den Erscheinungen eines üblich
bemahlten Gesichtes und eines stark bemahlten Gesichtes bei einer Puppe sein. Im weiteren Sinn hat eine
erfindungsgemässe Spielzeugform/ wie beispielsweise ein
Fahrzeug, ein Tier, ein Monster, ein Dinosaurer etc.,
ein Puppenkleid und dergleichen Oberflächen, die eine Austauschbarkeit zwischen Mustern aufweisen, beispielsweise
zwischen einer gLeichmässigen Farbe und einer Tarnfarbe,
zwischen unterschiedlichen Entwürfen, zwischen einem
einfachen Entwurf und einem Maskenballentwurf, zwischen
zwei Farben oder zwischen einer der Farben und einer Kombination der beiden Farben. Schliesslich kann ein
Spieltier zwischen zwei Typen änderbar sein, beispielsweise
zwischen einem Pferd und einem Zebra, zwischen einem weissen Bären und einem Pandabären, und die jeweilige
Tierart wird im Bereich gewöhnlicher Temperatur stabil beibehalten.
Die Farbe der Oberfläche des vorausgehend erwähnten Spielzeugs kann insbesondere, beispielsweise durch eine
Bürste., einen Pinsel, einen Schwamm, ein Tuch und dergleichen verändert werden, die mit kaltem oder
heissem Wasser getränkt wurden. Es ist jedoch vorzuziehen, eine Atemblasvorrichtung (Blasrohr) zu verwenden, die
aussen durch einen Formgegenstand gebildet wird, der
ein trichterförmiges Mundstück und einen Rohrabschnitt
aufweist, der mit dem Mundstück über den Formgegenstand verbunden ist. Der Rohrabschnitt ragt nach aussen vor
und ist an einem Ende offen. Falls der Formgegenstand des
Blasrohres derart aufgeführt ist, dass er eine dem Spielzeug
leibst zugeordnete Form aufweist, beispielsweise falls
Spielzeug und Blasrohr jeweils die Form eines Soldaten
und einer Pistole oder einer Trompete bzw. eines
Zauberers und eines Zauberstabs aufweisen, so hat das
Spiel mit einem derartigen Satz aus Spielzeug und Blasrohr
doppeltes Interesse und es ist der Vorteil vorhanden, dass
der Atem des Benutzers als Wärmequelle verwendet wird.
Blasrohres derart aufgeführt ist, dass er eine dem Spielzeug
leibst zugeordnete Form aufweist, beispielsweise falls
Spielzeug und Blasrohr jeweils die Form eines Soldaten
und einer Pistole oder einer Trompete bzw. eines
Zauberers und eines Zauberstabs aufweisen, so hat das
Spiel mit einem derartigen Satz aus Spielzeug und Blasrohr
doppeltes Interesse und es ist der Vorteil vorhanden, dass
der Atem des Benutzers als Wärmequelle verwendet wird.
das Puppengesicht in üblicher Weise bemahlt ist, d.h. |
die Lippen, die Wangen und Augenlider sind jeweils mit g
hellem Rosa, hellem Zinnober und hellem Purpur bemahlt. ?'
Die Bemahlungen (L1, M1, N'), die jeweils quasi umkehrbare, s
thermochrome Farben (L, M, N) umfassen, werden jeweils
iuf die Lippen, die Wangen und die Augenlider aufgesprüht. ;:
waren jeneils thermisch umkehrbar zwischen blau und &iacgr;
farblos, zwischen purpur und farblos wnd zwischen ),
rosa und farblos veränderbar. FJr alle drei Färbungen
betrug der Punkt (T.) 10°C und der Punkt (Tg) 32°C. Das J
Farbspeicherpuppe erhalten wurde, die in ihrem Gesicht §
eine duale Ausführung aufwies.
'■'■■■■"■»■"·■· ■ ■■■' . ,.-MIIiK
Nachdem das Gesicht der Puppe mit den Händen erwärmt
wurde, zeigte sie das Aussehen eines üblicherweise
bemahlten Gesichtes. Wurde das Gesicht mit kaltem Wasser von etwa 1O0C um etwa 250C unter Raumtemperatur abgekühlt,
so änderten sich die Lippen, die Wangen und die Augenlider jeweils in Dunkelblau, dunkles Purpur und dunkles Rosa,
IO dass die r ii &mgr; &mgr; e das Aussehen eines päyChüdelisCn
bemalten Gesichtes erhielt. Dieses Aussehen wurde in einem Temperaturbereich von 14 bis 29 C stabil beibehalten,
Wurde als nächstes das Gesicht erneut mit den Händen erwärmt, so wurde die psychodeIise he Bemalung vom Gesicht
gelöscht, so dass sich das Gesicht änderte und das Aussehen eines gewöhnlich bemalten Gesichtes erhielt.
Sooft dieser Vorgang wiederholt wurde, zeigte die Puppe «ine Veränderbarkeit zwischen dem psychode I iseh bemalten
Aussehen und dem gewöhnlich bemalten Aussehen und es war möglich, mit dieser Änderung wiederholt und viele
Male zu spielen. Es war ferner möglich, nur die Lippen «Hein, die Wangen allein oder die Augenlider allein
in der vorausgehend beschriebenen Weise zu verändern.
Auf einem einfachen hellblauen Tuch aus Polyester wurde ein gesprenkeltes Muster mittels Siebdruck mit
Siebdruckfarben (P1, Q1, R1) aufgebracht, die jeweils
quasi umkehrbare, thermochrome Färbungen (P, Q, R) umfassten, die sich, abhängig von einer Tetnperaturänderung.
jeweils zwischen grün und farblos, zwischen rot und
farblos und zwischen orange und farblos veränderten. Für alle diese Farben war der Punkt (T.) gleich 80C und der Punkt
(T0) gleich 350C. AnschIies send wurde das Tuch zu einem
Kleid verarbeitet und einer Puppe angezogen, um eine Farbspeicherpuppe zu ergeben, deren Kleid die beiden
Das Kleid der Puppe wurde durch einen Haartrockner erhitzt, &egr;&ogr; dass die Puppe veranlasst wurde, bei Raumtemperatur
von etwa 20 C ein Aussehen entsprechend einem einfachen hellblauen Kleid zu haben. Wurde anschLiessend die Puppe
in einem Kühlschrank abgekühlt, so änderte sich das
einfache Kleid in eine Erscheinungsform eines grün, rot
und orange gesprenkelten Musters. Dieses Aussehen wurde
im Temperaturbereich von 15 bis 300C stabil beibehalten.
Wurde ansch I iessend das Kleid erneut mittels eines
Haartrockners erhitzt, so wuroe das erwähnte gesprenkelte
Muster gelöscht, so dass die Puppe in die Erscheinungsform geändert wurde, bei welcher das
schlichte hellblaue Kleid getragen wurde. Sooft dieser
Vorgang wiederholt wurde, wies das Kleid die Dualität xwischen der schlichten Erscheinungsform und der
Erscheinungsform m ■ L gesprenkeltem Muster auf und es
war möglich, mit dieser Änderung wiederholt viele Male zu spielen.
Die Oberfläche eines Miniaturautos aus ABS-Harz wurde mittels Spritzen mit einem Farbauftrag beschichtet, der
eine quasi umkehrbare, thermochrome Farbe aufwies, die
abhängig von einer Temperaturänderung zwischen rot und gelb veränderlich war. Der Punkt CT.) betrug 100C und
der Punkt (T_) betrug 320C. Das Miniaturauto wurde
u
getrocknet und es wurde ein Farbspeicher-Miniaturauto
erhalten, dessen Körper ein bistabiles Aussehen hatte. Dieses Miniaturauto ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt.
so dass das Auto sich änderte, um bei Raumtemperatur von etwa 24 C das Aussehen eines gelben Körpers aufzuweisen
(wie in Fig. 1 dargestellt ist). Ansch Ii essend wurde der
der Körper änderte sich in Rot. Dieses Aussehen wurde in einem Temperaturbereich von 15 bis 3O0C stabil beibehalten,
Wurde schliesslich nur ein Dach des Autokörpers mit der Hand erwärmt, so wechselte nur das Dach von Rot zu Gelb
und der Autokörper zeigte das Aussehen eines in Fig. 2 dargestellten, zweifarbigen Körpers mit Gelb und Rot.
Bei weiterer Erwärmung änderte sich der Körper aus der zweifarbigen, gelb-roten Farbkombination zu Gelb. Sooft
dieser Vorgang wiederholt wurde, zeigte das Auto eine Vertauschbarkeit zwischen rot, gelb und der gelb-roten
Zweitonfarbe und es war möglich, mit dieser 'Änderung viele Male wiederholt zu spielen.
Bei einer Puppe aus Polyvinylchloridharz, deren Gesicht
das Aussehen gemäss Fig. 3 hatte, wurden drei
BemahLungen auf Abschnitten angebracht/ die den Augenmitten (3·)/ den Rest der Augen C3) und den Augenbrauen (3")
der Puppe entsprachen. Diese drei BemahLungen umfassten jeweils quasi umkehrbare, thermochrome Farben, die
abhängig von einer Temperaturänderung, jeweils zwischen grün und farblos, zwischen dunkelbraun und farblos und
zwischen braun und farblos umkehrbar veränderbar waren. Für alle drei Bemalungen war der Punkt (T.) gleich 100C und der Punkt (Tg) war 30 C. Dabei wurde eine
Farbspeicherpuppe erhalten, deren Gesicht zwei
Erscheinungsformen aufwies, wie getrennt in den Fig. 3
und 4 angegeben ist. Fig. 5 ist eine vergrösserte
Schnittdarstellung, die den vorausgehend aufgeführten
Augenabschnitt zeigt, und Fig. 6 ist eine vergrösserte
Schnittdarstellung, die den vorausgehend erwähnten
Augenbrauenabschnitt darstellt. Die Fig. 5 und 6 zeigen ein Grundmaterial (1) des Gesichtes, nicht verandarIi ehe Farbmarkierungen (2, 2') und quasi umkehrbare, thermochrome Farbschichten (3, 31, 3").
BemahLungen auf Abschnitten angebracht/ die den Augenmitten (3·)/ den Rest der Augen C3) und den Augenbrauen (3")
der Puppe entsprachen. Diese drei BemahLungen umfassten jeweils quasi umkehrbare, thermochrome Farben, die
abhängig von einer Temperaturänderung, jeweils zwischen grün und farblos, zwischen dunkelbraun und farblos und
zwischen braun und farblos umkehrbar veränderbar waren. Für alle drei Bemalungen war der Punkt (T.) gleich 100C und der Punkt (Tg) war 30 C. Dabei wurde eine
Farbspeicherpuppe erhalten, deren Gesicht zwei
Erscheinungsformen aufwies, wie getrennt in den Fig. 3
und 4 angegeben ist. Fig. 5 ist eine vergrösserte
Schnittdarstellung, die den vorausgehend aufgeführten
Augenabschnitt zeigt, und Fig. 6 ist eine vergrösserte
Schnittdarstellung, die den vorausgehend erwähnten
Augenbrauenabschnitt darstellt. Die Fig. 5 und 6 zeigen ein Grundmaterial (1) des Gesichtes, nicht verandarIi ehe Farbmarkierungen (2, 2') und quasi umkehrbare, thermochrome Farbschichten (3, 31, 3").
Wurde das Gesicht der Puppe auf eine Temperatur unter
1O0C abgekühlt, so zeigte das Gesicht ein Aussehen, bei welchem beide Augen gemäss Fig. 4 geöffnet waren. Wurde ein mit heissem Wasser von 30 C getränktes Handtuch auf eines der Augen gedrückt, so zeigte das Gesicht ein
anderes Aussehen, bei weichern nur eines der Augen
geschlossen war, d.h. das Aussehen eines Blinzeins. Wurde
1O0C abgekühlt, so zeigte das Gesicht ein Aussehen, bei welchem beide Augen gemäss Fig. 4 geöffnet waren. Wurde ein mit heissem Wasser von 30 C getränktes Handtuch auf eines der Augen gedrückt, so zeigte das Gesicht ein
anderes Aussehen, bei weichern nur eines der Augen
geschlossen war, d.h. das Aussehen eines Blinzeins. Wurde
das Handtuch auf das gesamte Gesicht gedruckt, so zeigte das Gesicht ein Aussehen, bei welchem beide Augen
geschlossen waren, d.h. ein schlafendes Aussehen gemäss Fig. 3. Die jeweiligen Aspekte wurden im Bereich gewöhnlicher
Temperatur beibehalten, und die Änderung zwischen den jeweiligen Aspekten konnte wiederholt reproduziert werden.
Auf einer Seitenfläche eines Miniaturautos oder Miniatur-LKWs wurde eine Markierung (I) mit einem Pinsel
unter Anwendung eines Mehrfarbenanstrichs angebracht,
der sich nicht rc't der Temperatur ändert. Ansch Ii essend
wurde ein erstwr umkehrbarer Anstrich, der eine quasi
umkehrbare, thermochrome Farbe, die umkehrbar zwischen
rosa und farblos veränderlich war (der Punkt (T.) betrug 10°C und der Punkt (Tn) betrug 350C) über die Gesamtheit
der Markierung (I) aufgetragen. Anschliessend wurde ein
zweiter umkehrbarer Anstrich, der eine quasi umkehrbare, thermochrome Farbe enthielt, die zwischen dunkelgrün
und farblos veränderbar war (der Punkt (T.) betrug 1O0C und der Punkt (TD) betrug 350C) auf die Oberfläche
des ersten Anstrichs mit umkehrbarer Farbe derart aufgebracht, dass die mit den beiden umkehrbaren
Anstrichen beschichteten Abschnitte teilweise einander
überlappten, um dadurch ein Miniaturauto zu ergeben, das eine Markierung aufwies, die zwei Aussehensweisen zeigen
konnte.
Fig. 7 ist eine vergrösserte SchnittdarsteLlung, die
den vorausgehend aufgeführten Markierungsabschnitt darstellt. Fig. 7 zeigt ein Grundmaterial (11) des
Miniaturautos, Anstriche (12, 12'), die die Markierung
(I) bilden, und die beiden umkehrbaren Anstriche (13, 131).
Wurde das Miniaturauto einer Temperatur von nicht kleiner als 35 C ausgesetzt, so wurde die Markierung (I)
angezeigt, und die Markierung (I) wurde wahrnehmbar gehalten, selbst wenn die Temperatur in den Bereich
der gewöhnlichen Temperatur zurückkehrte. Wurde ansch Ii essend das Miniaturauto auf eine Temperatur von nicht mehr als
10 C abgekühlt, so wurde eine weitere Markierung (II), die von der ersten Markierung (I) verschieden war,
angezeigt, und die Markierung (II) wurde beibehalten, selbst wenn die Temperatur in den Bereich gewöhnlicher
Temperatur zurückgebracht wurde. Es war möglich, diesen
Vorgang viele Male zu wiederholen.
BEISPTF.L 6
Das sechste Beispiel imitiert ein Sofortfoto. Ein farbenprächtiger, dem Foto entsprechende;' Entwurf wurde
durch Offsetdruck mit einer durch die Temperatur nicht veränderlichen Tinte auf die Oberfläche eines
Zeichenpapiers aufgebracht und anschIi essend wurde ein
Siebdruck über die gesamte Seite des farbenprächtigen
Entwurfs mit einer Tinte vorgenommen, die eine quasi
umkehrbare, t he rmoc h roir-e Farbe enthielt, die zwischen
schwarz und farblos in umkehrbarer Weise veränderlich war. Der Punkt (T.) belrug 100C und der Punkt (T0) betrug
30 C. Somit wurde eine Sofort foto imitat ion mit einem zweifachen Aussehen erhalten.
Fiy. 3 ist eine verarüsserie oCnnitiänsicht tier
Sofortfotoi mitation . Fig. 8 zeigt ein Grundmaterial (14)
aus Zeichenpapier, verschiedenfarbige Tinten (15, 15', 15")
die den Entwurf bilden, und eine quasi umkehrbare thermochrome Farbschicht (16).
Wurde die Sofortfotoimitaticn unter 10 C abgekühlt, so
änderte sich die Gesamtfläche der Sofortfotöimitation
in schwarz und das Schwarz wurde beibehalten, selbst wenn die Temperatur in den Bereich gewöhnlicher Temperatur
(15°C-28°C) zurückgebracht wurde. Wurde die
Sofortfotoimi tat ion auf eine Temperatur von nicht niedriger
als 30 C ausgesetzt, so wurde die schwarze Überzugsfarbe gelöscht, so dass die Sofortfotoimitation den
darunterliegenden, farbenprächtigen Entwurf zeigte. Der
farbenprächtige Entwurf wurde im Bereich gewöhnlicher
Temperatur beibehalten und es war möglich, die Änderung zu wi ederhoI en.
Ein Spielzeugsoldat (20), der in Fig. 9 dargestellt ist,
wurde in seinen Oberflächenabschnitten entsprechend dem
21
Helm und der Uniform, durch Spritzen mit einer Farbe
bemahlt, die eine quasi umkehrbare, thermochromatise he
Farbe enthielt, die zwischen dunkelgrün und rot
umkehrbar veränderlich war. Ferner wurde er an seinen
den Handschuhen und Stiefeln entsprechenden
Oberflächenabschnitten mit einer anderen Farbe bemahlt,
Hie ein; cju5si usk ehrbere- th?rn>ochro!ü? F &bgr; r b &rgr; ?nthi?ltdie in umkehrbarer Weise zwischen braun und rot veränderlich
war. Der Punkt (T.) betrug 100C und der Punkt (T_) betrug
320C für beide thermochromen Farben. Damit wurde ein
Farbspeicher-SpieIzeugso Idat erhalten.
bemahlt, die eine quasi umkehrbare, thermochromatise he
Farbe enthielt, die zwischen dunkelgrün und rot
umkehrbar veränderlich war. Ferner wurde er an seinen
den Handschuhen und Stiefeln entsprechenden
Oberflächenabschnitten mit einer anderen Farbe bemahlt,
Hie ein; cju5si usk ehrbere- th?rn>ochro!ü? F &bgr; r b &rgr; ?nthi?ltdie in umkehrbarer Weise zwischen braun und rot veränderlich
war. Der Punkt (T.) betrug 100C und der Punkt (T_) betrug
320C für beide thermochromen Farben. Damit wurde ein
Farbspeicher-SpieIzeugso Idat erhalten.
jeweils Dunkelgrün und Braun aufwiesen, wurden durch den
wenn der Spielzeugsoldat (20) verletzt worden wäre (.Fig. 10). J·
be i behaIt en.
10 C abgekühlt, so kehrten die roten Abschnitte (21) in J
die ursprünglichen Farben zurück und dieses Aussehen |
wurde ebenfalls bei Raumtemperatur beibehalten. Es war 1
möglich, wiederholt mit dieser Änderung zu spielen. |
der Baispiele beschrieben wurde, den Aspekt eines Teils
der Oberfläche eines Spielzeugs oder der gesamten
Oberfläche durch Verwendung einer üblicherweise
verfügbaren Heizquelle oder Kältequelle zu verändern. Ferner ist es möglich,, ein gewünschtes Aussehen im Bereich
gewöhnlicher Temperatur beizubehalten. Wird ferner
jedem der jeweiligen Teile, beispielsweise einem Gesicht,
dem Haar, den Fingernägeln (Maniküre),einem Kleid, einem
Accessoire, Schuhen, einem Hut etc., einer Puppe ein selektives zweifaches Aussehen gegeben, so kann ein
einzelnes Spielzeug verwendet werden, das eine Vielzahl von Aussehensweisen zeigen kann, ohne dass diese Teile
ausgewechselt werden. Die Erfindung kann eine Vielzahl
von Spielweisen mit einem einzigen Spielzeug liefern und einen hohen zusätzlichen Wert geben.
Claims (6)
1. Farbspeicher-Spielzeug, mit einem eine Außenfläche
aufweisenden Spielzeugkörper und einem auf diese Außenfläche aufgebrachten, quasi reversiblen,
thermochromen Färbungsmaterial, dadurch gekennzei chnet, daß das thermochrome
Färbungsmaterial eine Temperaturhysteresekennlinie
aufweist.
2. Ferbspeicher-Spielzeug nach Anspruch 1, dadurch
g e k s &eegr; -, &zgr; e i chnet, daß die Temperaturhvsteresekennlinie einen Zweifarben-Haltetemperaturbereich
umfaßt und daß der Zweifarben-Haltetemperaturbereich
von einer ersten Temperatur von etwa 100C und einer zweiten Temperatur vor. etwa
35°C gebildet wird.
3. Farbspeicher-Spielzeug nach Anspruch 2, dadurch
gekennzei chnet, daß die TemperatiJrhyste resekennli nie zwischen einer unteren
Temperatur im Bereich von O0C bis 150C und einer
oberen Temperatur im Bereich von 27°C bis 9O0C liegt.
4. Farbspeicher-Spielzeug nach Anspruch 1, dadurch
gekennzei chnet, daß das Färbungsmaterial nur an einem Abschnitt der
Außenfläche aufgebracht wird.
5. Farbspeicher-Spielzeug nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß es ferner ein gegenüber der Temperatur unveränderliches
Färbungsmateria L aufweist, das zwischen dem
thermochromen Färbungsmateria L und dem
Spielzeugkörper aufgebracht ist.
6. Farbspeicher-Spielzeugkombination nach Anspruch 2,
gekennzei chnet durch eine vom SpieIzeugkürper getrennte Atemb lasvo r ri chtur.^,. die
einen Formkörper, ein an der Außenseite des Formkörpers angeordnetes trichterartiges Mundstück
und einen mit dem Mundstück an einer ersten Seite des Formkörpers liegenden Rohrabschnitt aufweist, der
sich durch den formkörper zu einer zweiten Seite desselben erstreckt und ein offenes Ende hat, das von
der zweiten Seite absteht.
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