DE8804748U1 - Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle - Google Patents
Einlegesohle bzw. DeckbrandsohleInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B17/00—Insoles for insertion, e.g. footbeds or inlays, for attachment to the shoe after the upper has been joined
- A43B17/14—Insoles for insertion, e.g. footbeds or inlays, for attachment to the shoe after the upper has been joined made of sponge, rubber, or plastic materials
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
J.H.Benecke Aktiengesellschaft
in Hannover
in Hannover
Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle
Die Neuarung betrifft eine Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle
für Schuhe, die von einem aus überwiegend thermoplastischen synthetischen
Fasern, z.B. Polyesterfasern, Polyamidfasern, Polyacrylnitrilfasern
und/oder Polypropylenfasern und einem diese Fasern verbindenden Binder bestehenden Vliesmaterial gebildet ist, das eine Dicke von mindestens
1,8 mm aufweist.
Die Neuerung bezieht sich somit auf eine SoMx1 die die
Brandsohle eines Schuhs abdeckt wobei bei einer Einlegesohle diese lose im Schuh angeordnet ist, bei einer Deckbrandsohle diese mit der Brandsohle,
beispielsweise durch Kleben, verbunden ist.
Derartige Einlegesohlen bzw. Deckbrandsohlen sollten verschiedene Bedingungen erfüllen. Vor allem sollen solche Sohlen ein geringes
Gewicht aufweisen, damit sie das Gewicht des Schuhs nicht wesentlich vergrößern, und tragehygienischr Eigenschaften besitzen, insbesondere
schweißaufnehmend wirken, und es soll die dem Fuß zugewendete Oberseite
ein Fußbett aufweisen, damit der Fuß in orthopädisch richtiger W^eise abgestützt ist.
Es sind bereits Einlegesohlen bzw. Deckbrandsohlen bekannt,
die aus nircht thermoplastischen vulkanisierbaren Materialien, beispielsweise
aus Kautschuk und/oder Latex, in einer Form hergestellt werden. Solche Sohlen v/eisen den Machteil auf. daß sie schwer sind, nur wenig
Feuchtigkeit aufnehmen und teure Anlagen für ihre Herstellung erforderlich machen.
Andere bekannte Einlegesohlen b*w. Deckbrandsohlen bestehen
aus thermoplastischen, insbesondere geschäumten, Materialien, v/elche
unter Wärmezufuhr derart verformt Werden, daß ein Fußbett entsteht, In
der Regel werden solche Sohlen mit einer textlien Auflage zur Aufnahme
der Feuchtigkeit versehen, Derartige Sohlen sind zwar leicht» nehmen
jedoch wegen de? relativ dünnen Auflage nur wenig Feuchtigkeit auf und
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besitzen daher nur geringe tragehygienische Eigenscheften*
Es sind waiters Sohlen bekannt, die aus geschäumtem PoIy-Urethan
bestehen Und an ihrer Oberseite mit einer textlien Aufläge versehen
sind, Derartige Sohlen sind gleichfalls relativ schwer und Verfügen hur über mäßige trägehygienische Eigenschaften. Außerdem sind für
die Herstellung dieser Sohlen teure Maschinen erforderlich.
Schließlich sind Einlegesohlen bzv/. Deckbrandsohlen bekannt, die von einem Vliesmaterial gebildet sind, v/elches aus thermoplastischen
synthetischen Fasern und einem diese Fasern verbindenden Bindemittel gebildet ist. Derartige Sohlen lassen sich aus dem flächigen Vliesmaterial
auf einfache Weise herstellen, jedoch ist die dauerhafte Bildung eines Fußbettes an der Sohlenoberseite bei den bekannten verwendeten Vliesmaterialien
nicht möglich. Man hat zwar versucht, diese Sohlen in einer Presse derart zu verformen, daß ihre Oberseite eine orthopädische Formgebung
besitzt, beim Gebrauch dieser Sohlen erfolgt jedoch durch das Gewicht des Trägers der mit solchen Sohlen versehenen Schuhe eine Rückverformung.
Außerdem sind bei den bisher verwendeten Vliesmaterialien auch die tragehygienischen Eigenschaften nicht in ausreichendem Maße gegeben.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Neuerung, eine Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle zu schaffen, welche die beschriebenen Nachteile
nicht aufweist, vor allem einfach herstellbar ist, leicht ist, an ihrer Oberseite ein dauerhaftes, nicht rückverformbares Fußbett aufweist und
die erforderlichen tragehygienischen Eigenschaften besitzt, insbesondere feuchtigkeitsaufnahmefähig und luftdurchlässig ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Neuerung, ausgehend von einer Einlegesohle bzv;. Deckbrandsohle der eingangs beschriebenen
Art, vor, daß das Vliesmaterial eine mikroporöse oder zellige Struktur
aufweist, wobei die durch einen nicht thermoplastischen Binder, z.B. aus Polybutadien, miteinander verbundenen Fasern zumindest teilweise aus der
dem Fuß zugewendeten Oberseite herausragen, welche Oberseite geschliffen und vorzugsweise bedruckt ist, und daß die Sohle eine durch Verpressen
hergestellte Fußbettform aufweist. Es hat sich gezeigt, daß die neuerungsgemäße Sohle nicht nur luftdurchlässig und saugfähig ist, sondern
auch schnell trocknet, und vor allem auch druckstabil ist, so
daß sich die durch Verpressen hergestellte Fußbettform beim Gebrauch der
Sohle nicht wieder zurückbildet, die Sohle somit nicht während des Gs-
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braufches verflacht, so daß eine orthopädisch richtige Abstützung des
fußeiS stets gewährleistet ist* Durch das Schleifen und vorzugsweise auch
Bedrücken der Oberseite der Sohle erhält diese nicht nur ein formschönes
Aussahen, sondern es v/erden auch die tragehygienischen Eigenschaften der
Sohle verbessert. Die aus der Oberseite herausragenden, angeschliffenen Fasern verbessern die Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit. Die mikroporöse
oder zellige Struktur der Sohle ergibt nicht nur die gewünschte Luftdurchlässigkeit,
sondern verringert auch das Gewicht der Sohle, Diese mikroporöse oder zellige Struktur kann neuerungsgemäß dadurch erzielt
werden, daß zwischen den Fasern des Vliesmateriales Mikrohohlkugeln vorgesehen
sind, deren dünne Hülle aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial besteht. Vorzugsweise besteht diese dünne Hülle aus Polyvinylidenchlorid-Copolimerisat.
Um die tragehygienischen Eigenschaften zu verbessern, kann
neuerungsgemäß der Binder fungizid und/oder bakterizid wirkende Zusatzstoffe enthalten, welche bekannt und im Handel erhältlich sind.
Um sicherzustellen, daß die Fußbettform der Sohle auch bei
großer Belastung erhalten bleibt, kann gemäß einem weiteren Merkmal der Neuerung das Vlies zumindest an Teilen seiner Unterseite mit einem
Stützkörper verbunden sein. Dieser Stützkörper kann aus verschiedenen
Materialien, beispielsweise auch aus Holz, bestehen. Zweckmäßig ist es jedoch, schon aus Gründen der Gewichtseinsparung, wenn neuerungsgemäß
der Stützkörper aus einem, vorzugsweise geschäumten, Kunststoff oder Gummi besteht.
Es ist nicht erforderlich, den Stützkörper über die gesamte
Sohlenfläche anzuordnen, denn für eine orthopädisch richtige Abstützung des Fußes ist vor allem die Form der Sohle im Fersenbereich und/oder im
Bereich des Fußgelenkes wichtig, so daß es zweckmäßig ist. diesen Stützkörper lediglich in diesen Bereichen anzuordnen» Eine solche Ausbildung
ist auch deshalb günstig, da die Schweißentwicklung überwiegend im Vorderteil
des Fußes, also im Zehen- und im Ballenbereich, stattfindet und bei Fehlen eines Stützkörpers in diesen vorderen Bereichen der Sohle die
Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit und Luftdurchlässigkeit nicht durch die Anordnung des Stützkörpers beeinträchtigt wird.
Um insbesondere die Luftdurchlässigkeit der Sohle zu ver-
bessern, kann neuerungsgemäß das Vliesmaterial, gegebenenfalls mit dem
an per Unterseite angebrachten Stutzkörper, zumindest Bereichsweise,
vorzugsweise im vorderen Sohlenbereich, mit einei? Perforation versehen
sein.
In der Zeidinnung ist die Neuerung anhand eines Ausführungsbeispieles
schemätisch veranschaulicht. Fig.l zeigt einen Längsschnitt durch eine neuerungsgemäße Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle.
Fig.2 stellt das Detail II in Fig.l in größerem Maßstab dar.
Die neuerungsgemäße Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle besteht bus einem Vliesmaterial 1, welches aus thermoplastischen, synthetischen
Fasern 2 gebildet ist, die durch einen nicht thermoplastischen Binder beispielsweise aus Polybutadien miteinander verbunden sind. Als thermoplastische
Fasern kommen hauptsächlich Polyesterfasern, Polyamidfasern, Polyakrylnitrilfasern und Polypropylenfasern oder Mischungen dieser Fasern
in Frage. Das Vliesmaterial 1 weist eine mikroporöse oder zellige
Struktur auf, die beispielsweise dadurch erreicht wird, daß zwischen den Fasern 2 Mikrohohlkugel 3 mit einer dünnen Hülle aus Polyvinylidenchlorid-Copolimerisat
eingebettet sind. Aus der dem Fuß zugewendeten Oberseite 4 des Vliesmaterials 1 ragen die Fasern 2 teilweise heraus und
es ist diese Oberseite 4 geschliffen und vorzugsweise auch bedruckt. Die
Dicke d des Vliesmaterials 1 beträgt 1,8 bis 5,5 mm, vorzugsweise 2,2
bis 4 mm. Es ist auch möglich, daß das Vliesmaterial 1 aus zv/ei Schichten besteht, die auf bekannte Weise miteinander kaschiert werden.
Das Bindemittel kann fungizid und/oder bakterizid wirkende Zusatzstoffe enthalten.
In dem hinteren Bereich der Sohle, also im Fersenbereich und im Bereich des Fußgelenkes, ist an der Unterseite des Vliesmaterials 1
mit diesem ein Stützkörper 5 verbunden, der aus Gummi oder Kunststoff,
beispielsweise aus Polyurethan besteht und vorzugsweise geschäumt ist. Dieser Stützkörper 5 endet bei der vorderen Gelenkswölbung und sichert
eine orthopädisch richtige Abstützung auch bei schweren Personen. Im
vorderen Bereich des Vliesmaterials 1 ist eine Perforation 6 vorgesehen. Die erforderliche Luftdurchlässigkeit ist somit jedenfalls im vorderen
Bereich gewährleistet.
Das Vliesmaterial 1 zusammen mit dem Stützkörper 5 weist eine orthopädische Fußbettfor.1?. auf. Diese wird dadurch erreicht, daß da&
Vliesmatefidi3. 'J. 2USi, aien mit dem Stützkörper 5 in einer die gewünschte
Formgebung aufweisenden Form auf eine Temperatur von etwa 1ÖO°G erwärmt
und kur2 abkühlen gelassen wird.
Die so gebildete Einlegesohle bzw. Deckbrändsöhle ist förrnstabil,
leicht Und weist die gewünschten komfortablen und tragehygieni-SGhen
Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich Feuchtigkeitsaufnähme und
Luftdurchlässigkeit auf. Das Gewicht der neuerungsgemäßen Sohle beträgt
bei einer mittleren Herrengröße ohne Stützkörper 5 zwischen 9 g und
6D q., in äef Hegel zwiscneff 15 g &udigr;&pgr;&agr; 3G g pfö Fääf.
6D q., in äef Hegel zwiscneff 15 g &udigr;&pgr;&agr; 3G g pfö Fääf.
Claims (7)
1. Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle für Schuhe, die von
einem aus thermoplastischen, synthetischen Fasern, z.B. Polyesterfasern, Polyamidfasern, Polyacrylnitrilfasern und/oder Polypropylenfasern, und
einem diese Fasern verbindenden Binder bestehenden Vliesmaterial (1) gebildet ist, das eine Dicke von mind6 3tens 1,8 mm aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vliesmaterial (1) eine mikroporöse oder zellige Struktur aufweist, wobei die durch einen nicht thermoplastischen Binder,
z.B. &US Polybutadien, miteinander verbundenen Fasern (2) zumindest
teilweise aus der dem Fuß zugewendeten Oberseite (4) herausragen, welche
Oberseite geschliffen und vorzugsweise bedruckt ist, und daß die Sohle eine durch Verpressen hergestellte Fußbettform aufweist.
2. Sohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Fasern (2) des Vliesmateriales (1) Mikrohohlkugel (3) vorgesehen
sind, deren dünne Hülle aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial besteht.
3. Sohle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Binder fungizid und/oder bakterizid wirkende Zusatzstoffe enthält.
4. Sohle nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vliesmaterial (1) zumindest an Teilen seiner Unterseite mit einem Stützkörper (5) verbunden ist.
5. Sohle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stützkörper (5) aus einem, vorzugsweise geschäumten, Kunststoff oder
Gummi besteht.
6. Sohle nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stützkörper (5) lediglich im Fersenbereich untf/oder im Bereich des
Fußgelenkes angeordnet ist.
7. Sohle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vliesmaterial (1), gegebenenfalls mit dem Stützkörper (5). zumindest, bereichsweise, vorzugsweise im vorderen Sohlenbsreich,
mit einer Perforation (6) versehen ist.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8804748U DE8804748U1 (de) | 1988-04-11 | 1988-04-11 | Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8804748U DE8804748U1 (de) | 1988-04-11 | 1988-04-11 | Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8804748U1 true DE8804748U1 (de) | 1988-06-01 |
Family
ID=6822799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8804748U Expired DE8804748U1 (de) | 1988-04-11 | 1988-04-11 | Einlegesohle bzw. Deckbrandsohle |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8804748U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0630195A4 (de) * | 1992-02-18 | 1995-02-15 | Yvonne G Bryant | Formbarer schaumstoff mit reversiblen warmespeicherungseigenschaften. |
-
1988
- 1988-04-11 DE DE8804748U patent/DE8804748U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0630195A4 (de) * | 1992-02-18 | 1995-02-15 | Yvonne G Bryant | Formbarer schaumstoff mit reversiblen warmespeicherungseigenschaften. |
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