DE8803931U1 - Vorrichtung zum Fördern langgestreckter Werkstücke durch einen Erwärmungsofen - Google Patents

Vorrichtung zum Fördern langgestreckter Werkstücke durch einen Erwärmungsofen

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    • B65G17/12Conveyors having an endless traction element, e.g. a chain, transmitting movement to a continuous or substantially-continuous load-carrying surface or to a series of individual load-carriers; Endless-chain conveyors in which the chains form the load-carrying surface comprising a series of individual load-carriers fixed, or normally fixed, relative to traction element
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description

OTTO JUNKER GMßft „„ 8.03.88 aja-ht
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Vorrichtung zum Fördern langgesteckter Werkstücke durch ainen Erwärmungsofen
Die vorliegende Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern langgestreckter, Insbesondere mehrerer nebeneinander angeordneter, metallischer oder keramischer Werkstücke im Durchlauf durch einen Erwärmungsofen mit eventuell nachgeschalteter Kühlstrecke, bestehend aus einer Vielzahl von beweglich miteinander verbundenen Kettengliedern, die zu einer Endloskette zusammengefügt sind.
Es 1st allgemein bekannt, die zu erwärmenden bzw. die erwärmten metallischen oder keramischen Werkstücke mittels Herdrollen durch den Ofenraum und gegebenenfalls bis in die dem Ofen nachgeordnete Kühlstrecke zu fördern. Auf diese Weise lassen sich Werkstücke uhcerschiedlicher Dicke bzw. unterschiedlichen Durchmessers durch den Ofenraum transportieren. Hierbei ergeben sich aber Probleme im Hinblick auf die Werkstückoberfläche.
Während des Erwärmungsprozesses setzen sich nämlich auf der Oberfläche der Herdrollen Oxyde und sonstige Ablagerungen ab, die entweder wiederum auf der Oberfläche der Werkstücke haften bleiben (Pickelbildung) oder bei Werkstücken, die bis nahe an den Schmelzpunkt aufzuheizen sind, Vertiefungen in ihrer Oberfläche verursachen, was zu einer Qualitätsminderung führt.
Ein weiterer Nachteil bei der Verwendung von Herdrollen sind die relativ hohen Wärmeverluste im Ofen, die durch die intensive Kühlung der Rollenlager hervorgerufen werden.
Es ist auch allgemein bekannt, zum Fördern von Werkstücken durch einen Ofen Transportketten zu benutzen.
Die deutsche Patentschrift Nr. 3404 580 zeigt eine Ausführungsform einer Kette für den Trensport von langgestreckten Werkstücken mit besonders empfindlicher Oberfläche, wie Stahlrohre mit äußerer Lamellen- oder Rippenstruktur. Mindestens ein Teil tier Kettenglieder ist mit Werkstückhalterungen ausgestattet, die »werkstück! agerflachen aufweisen, auf denen ein Werkstück aufliegt.
Die WerkstUckiagerflachen haben in senkrecht auf der Transportrichtung stehenden Schnittebenen gleiche Kontur. Jedes Kettenglied ruht auf jeweils zwei auf einer Laufebene laufenden Rollen. Diese Fördervorrichtung bietet zwar für diesen Sonderfall beim Transport von Rohren mit äuBerer Lamellen- oder Rippenstruktur den Vorteil, daß eine Beschädigung der Oberfläche dieser Rohre nicht mehr eintritt. Um diesen Vorteil zu erreichen, müssen die Auflageflächen für das zu fördernde Erwärmungsgut mit empfindlicher Oberfläche verhältnismäßig groß sein. Es besteht also auch hier
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glatter Oberfläche eine unzulässig hohe Beeinträchtigung der Werkstückoberfläche durch Pickelbildung usw. einstellt.
Auch wirkt sich bei dieser Transportkette nachteilig aus, daß das zu fördernde langgestreckte Gut nur jeweils einzeln hintereinander durch den Behandlungsraum hindurchgefahren werden kann. Große Durchsatzleistungen können damit folglich nicht erzielt werden. Für Werkstücke unterschiedlicher Querschnitte ist diese Transportkette ebenfalls nicht geeignet.
Der vorliegenden Neuerung Hegt die Aufgabe zugrunde, ein Transportmittel für einen Erwärmungsofen zu schaffen, mit dem langgestrecktes Gut verschiedener Formgebung ohne nennenswerte Beeinträchtigung der Werkstückoberfläche mit industriell geforderten hohen Durchsatzleistungen gefördert werden können.
Neuerungsgemäß wird das mit Hilfe der im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angeführten Merkmale gelöst.
Die vorliegende Neuerung bietet die Vorteile der bei Kettenförderern bekannten geringen Wärmeverluste sowie die bei der Verwendimg von Herdroilen sich ergebenden Vorteile der großen Förderkapazität und die Möglichkeit der Förderung von Werkstücken unterschiedlicher Formgebung, wobei jedoch eine Beeinträchtigung der Werkstückoberfläche während des Transportes praktisch ausgeschlossen ist.
Als besonders vorteilhaft haben sich Tragkörper mit einer kreisförmigen Querschnittsfläche erwiesen, denn in diesem Falle ist die Kontaktfläche der Tragkörper mit dem zu erwärmenden Gut relativ
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gering. Verformungen aufgrund des Eigengewichtes des Erwärmungsgutes sind während des Transportes und der Erwärmung nicht zu beobachten.
Um d1a Kontaktfläche des Tragkörpers mit den Erwärmungsgut möglichst klein zu gestalten, ist nach weiteren AusfUhrungsbeispielen die Querschnittsfläche eliptisch bzw. annähernd eliptisch oder drei- bzw. vieleckig ausgebildet.
Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Neuerung weist jedes Kettenglied einen drehbar gelagerten Roll körper oder einen Gleitkörper auf, der sich auf schienenförmigen Unterlagen abstützt.
Um den Rücktransport der den Erwärmungsraum des Ofens verlassenden Kettenglieder zu erleichtern, ist nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Neuerung an beiden Enden des rohrförmigen Tragkörpers koaxial jeweils eine zusätzliche drehbar gelagerte Rolle bzw. ein Gleitkörper angeordnet. Dieser Rolle bzw. diesem Gleitkörper sind unterhalb der Transportebene, jedoch noch innerhalb der den Ofen umgebenden Wärmeisolation jeweils eine Lauf- bzw. Gleitschiene zugeordnet. Die Transportkette ist als Endloskette ausgebildet und wird dabei in bekannter Weise über Umlenkrollen geführt.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, eine angetriebene Bürstwalze oder eine stationäre BUrstleiste unterhalb der Transportebene und im Eingriff mit der Oberfläche der Tragkörper anzuordnen.
Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Neuerung erläutert: Fig. 1 zeigt einen Erwärmungsofen einschl. anschließender Kühlzone
(in Teilansicht) mit der neuerungsgemäßen Transportvorrichtung.
Fig. 2 zeigt die Transportvorrichtung gemäß der Neuerung in einem
senkrechten Schnitt quer zur Tränsportrichtung in vergrößerter Darstellung.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht def neuerungsgemäßen Transportvorrichtung in gegenüber der Fig. 1 vergrößerter Darstellung.
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Der 1n Fig. 1 dargestellte Durchlaufofen 1st mit 1 bezeichnet.
Er weist <v!n« HH^eIsoli«rung 2 auf. An den Ofen 1 schließt s1r.h eine Kühlstrecke 3 an. Der Ofen besitzt eine Einlaßöffnung 4 und eine Auslaßöffnung 5 flir das zu erwärmende langgestreckte Gut 6, z.B. Rohre aus Metall. Zimt Erhitzen der Rohre 6 befinden sich über und unter der Transportbahn Heizvorrichtungen 7 und 8. Die Heizvorrichtungen können beispielsweise aus elektrischen Widerstandsheizelementen, Brennerreihen oder DUsenanordnungen zum Aufblasen von erhitztem Gas auf die Rohre 6 bestehen.
Zum Transport der Rohre ist im öfen i eine endlose Kette 9 vorgesehen, die mit Hilfe von Umlenkrädern 10 und 11 die zu erwärmenden Rohre in Pfeil richtung 12 fördert.
Neuerungsgemäß weist jedes Glied der Transportkette einen rohrförmigen Tragkörper 13 auf.der aus hitzebeständigem Stahl besteht und an den jeweils zwei mit Abstand von einander angeordnete Gliederelemente 14 und 15 befestigt sind. Die Gliederelemente 14 und besitzen je eine drehbar gelagerte Rolle 16 bzw. 17, die jeweils über die Schienen 18 und 19 bewegt werden können. Je nach Länge der Tragkörper und je nach der Größe des Gewichts des Transportgutes können auch mehr als zwei Gliederelemente mit dem Tragkörper verbunden sein.
<■ An den beiden Enden des rohrförmigen Tragkörpers 13 ist jeweils e^ne
.; zusätzliche Rolle 20 bzw. 21 drehbar gelagert angeordnet, die
! bei der Rückführung der Transportkette unterhalb der Transportebene
eingesetzt wird. Die zusätzlichen Rollen 20 und 21 bewegen sich dabei über die Schienen cc und 23.
Um die Tragkörper auch Über längere Betriebszeiten frei von Oxydpartikein oder sonstigen Verunreinigungen zu halten, ist unterhalb der Transportebene eine angetriebene Bürstwalze 24 angeordnet, die mit der Oberfläche der Tragkörper 13 im Eingriff steht. Anstelle der Bürstwalze kann auch eine Bürstleiste e1;v~etzt werden. Die Bürstwalze 24 bzw. Bürstleiste kann swvohl im Bereich der Umlenkräder 11 als auch im Bereich der Umlenkräder 10 montiert sein.
-5-

Claims (6)

m · · 0 · w OTTO JUIiKER 6MBH LAMMERSDORF· &Ggr; .' : ? . SIMMERATH Postfeafct1,8O ,: *:..:...
1. Vorrichtung zum Fördern langgestreckter, insbesonderer mehrerer neben einander angeordneter metallischer oder keramischer Werkstücke im Durchlauf durch einen Erwärmungsofen, bestehend aus einer Vielzahl von beweglich miteinander verbundener Kettengliedern, die zu einer Endloskette zusammengefügt sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kettenglied (13, 14, 16 bzw. 13, 15, 17) einen über die gesamte Breite des nutzbaren Ofenraumes sich erstreckenden rohrförmigen Tragkörper (13) aus hitzebeständigem Material für die zu erwärmenden Werkstücke (6) aufweist und daß wenigstens zwei mit diesem Tragkörper (13) verbundene Gliederelemente (14, 15) vorhanden sind, denen auf In Transportrichtung der Werkstücke sich erstreckende schienenfönnige Unterlagen (18,19) zugeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche des rohrförmigen Tragkörpers (13) kreisförmig ausgebildet ist.
3. Vorrichtung na/** Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche des rohrförmigen Tragkörpers (13) eliptisch oder annähernd eliptisch ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche des rohrförmigen Tragkörpers (13) drei- bzw. viel eckig ausgebildet ist und jeweils eine Kante des rohrförmigen Tragkörpers (13) zum Tragen der Werkstücke (6) dient.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Gliederelement (14 oder 15) eine drehbar gelagerte Rolle bzw. Walze oder einen Gleitkörper (16 oder 17) aufweist, der sich auf den schienenförmigen Unterlagen (18 oder 19) abstützt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der nachfolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Enden des rohrförmigen Tragkörpers (13) koaxial jeweils eine zusätzliche drehbar gelagerte Rolle bzw. ein Gleitkörper (20 oder 21) angeordnet 1st, der bzw. dem unterhalb des Ofenraumes, jedoch noch Innerhalb der den Ofen (1) «tngsbsndsn Wännsi sol ation (2) jeweils sine Lauf= bzw. Gleitsehine (22 oder 23) zugeordnet 1st.
I 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, I daß eine angetriebene Bürstwalze (24) oder eine
I Bürstleiste unterhalb der Transportebene und im Eingriff
I mit der Oberfläche der Tragkörper (13) angeordnet ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19857937A1 (de) * 1998-12-16 2000-06-29 Saechsisches Textilforsch Inst Bandförderer zur formschlüssigen Mitnahme eines flüssigkeits- und gasdurchlässigen Fördergurtes

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19857937A1 (de) * 1998-12-16 2000-06-29 Saechsisches Textilforsch Inst Bandförderer zur formschlüssigen Mitnahme eines flüssigkeits- und gasdurchlässigen Fördergurtes
DE19857937C2 (de) * 1998-12-16 2003-11-13 Saechsisches Textilforsch Inst Bandförderer zur formschlüssigen Mitnahme eines flüssigkeits- und gasdurchlässigen Fördergurtes

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