DE8803648U1 - Gerät zum Entkeimen von Krankenhaus-Müllbehältern - Google Patents
Gerät zum Entkeimen von Krankenhaus-MüllbehälternInfo
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Description
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WERNER FÜLL, Niedernhausen "Tucson SS| [-"um
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Die Neuerung betrifft ein Gerät zum Entkeimennriteiner einen Hohlraum enthaltenden,
mikrowellenbeheizten Erhitzungskammer zwecks Aufnahme eines oder
mehrerer gemeinsam mit ihrem Inhalt zu desinfizierenden Behälter, mit mehreren
am Hohlraum angeordneten und zu ihm hin gerichteten Mikrowelienstrahlem
und mit einer motorgetriebenen Vorrichtung zur Drehung des bzw. der Behälter.
Aus der deutschen Patentschrift Nr. 879.283 ist eine Vorrichtung zum Entkeimen
von gefüllten Gefäßen und Behältern durch elektrische Wechselfeider im
Ultrakurzwellenbereich mit Wellenlängen unter 100 m bekannt, die in der
Hauptsache in den Hohlräumen der gefüllten Gefäße erzeugt werden. Insbesondere
wird es in manchen Fällen als zweckmäßig erachtet, den gefüllten Behälter
während der Behandlung um eine oder mehrere seiner Achsen zu drehen, um die elektrischen Wechselfelder auf alle in Frage kommenden Flächen des zu
behandelnden Raumes und auf alle Teile seines Inhaltes zur Wirkung kamen
zu lassen. Bei einer AusfUhrungsform sind außerhalb eines gefüllten Hohlkörpers
zwei an dessen Form angepaßte Außenelektroden vorgesehen, die mit einer stabförmigen Elektrode zusammenwirken, die längs der Mittelachse innerhalb
des Hohlkörpers angeordnet ist. - Die speziellen mit Bakterien und sonstigen
Keimen versehenen Abfälle eines Krankenhauses, wie Mullbinden, Pflaster
und sonstige Gewebe, behindern jedoch die Einführung der stabförmige Elektrode
in den Innenraum des Behälters und machen sie mitunter sogar unmöglich.
In der deutschen Patentschrift Nr. 856.040 1st zur Erreichung eines optimalen
Abtötungseffektes eine hohe Aufhe1zgeschw1nd1gke1t der zu entkeimenden
Substanz durch ein ultrahochfrequente!, Wüchselfeld als notwendig erklärt,
damit schon in wenigen Sekunden Verwell zelt auf 4&r Behandiungstemparatur
auch hohe Keimzahlen abgetötet werden. Dabei wird von der Möglichkeit einer
selektiven Aufheizung In der Welse Gebrauch gemacht, daß fUr das Feld eine
Frequenz gewählt wird« bei der die zu behandelnde Substanz eine maximale Erwärmung
erfährt, für Behälter jedoch ein Material mit solchen elektrischen
Eigenschaften benutzt wird, daß es während der sehr kurzzeitigen Behandlung
praktisch weder direkt noch Indirekt durch die aufgeheiste Substanz erwärmt
wird. Infolgedessen kann riäch dsm Ausschalten des Feldes bsi dsr grforder-
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lichen Temperatur eine Abkühlung der erhitzten Substanzen durch Wärmeaustausch
mit der nicht erwärmten Behälterwand stattfinden. - Von dieser Maßnahme wird auch beim Gegenstand gemäß der Neuerung Gebrauch gemacht.
Aus der deutschen Auslegeschrift Nr. 2.029.792 1st eine Vorrichtung zur Mikrowellen-Steril
Isation von flüssigen pharmazeutischen Präparaten bekannt,
die 1n kleinen verschlossenen Behältern, wie Ampullen oder FIäschchen enthalten
sind und daher auch zum Krankenhausabfall zählen können. Diese Gegenstände
werden an ihren SüSsrsr. Enden von zwei gegenübergestellten Führungsschienen
festgehalten, während 1n Ihren Umfang die Rille einer Förderschnekke
eingreift, die, horizontal gelagert, von einem Motor angetrieben wird.
Mit Hilfe der sich drehenden Förderschnecke gelangen die Gegenstände mit
Ihrem zu entkeimenden Inhalt in eine Erhitzungskammer. Diese enthält mehrere
Abschnitte, die mit gegenseitigem Abstand jeweils durch den Umfang des
Ihnen zugeordneten senkrechten Wellenleiters festgelegt werden, der durch
die Erhitzungskamner eine Unterbrechung erfährt. Damit die Förderschnecke von den übertragenen Mikrowellen möglichst wenig erwärmt oder sonstwie behelligt
wird und zugleich gute Gleiteigenschaften aufweist, 1st Ihr 1m Bereich
der Erhitzungskamner liegender Abschnitt aus Tetrafluoräthylen hergestellt«
während die außerhalb befindlichen Abschnitte aus Eisen bestehen, damit dieses Material die Mikrowellen in die Erhitzungskamner zurückwerfen,
also reflektieren kann. Somit wirken die als Mikrowellenstrahler benutzten
Wellenleiter mit den äußeren Abschnitten der Förderschnecke zusammen, damit
die Mikrowellenenergie auf den Raum der Erhitzungskamner beschränkt wird. Da
die bei der Behandlung des Körpers von Kranken entstehenden Abfälle gewöhnlich
ungeordnet in einen Behälter geworfen werden, ist die zuvor erläuterte Vorrichtung zur Mikrowellen-Sterilisation nur für speziell verpackte
Präparate brauchbar.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach aufgebautes Gerät zum
Entkeimen von Krankenhaus-Abfälle aufnehmenden Behältern samt Inhalt anzugeben,
das möglichst wirkungsvoll und wirtschaftlich arbeitet.
Diese Aufgabe wird gemäß der Neuerung dadurch gelöst, daß ein die Erhitzungskamner
möglichst weitgehend umschließendes Gehäuse mit einer Seitenöffnung zum Aufsetzen des oder der Behälter auf einen parallel zum Boden antreibbaren
Drehteller versehen ist, und daß die innenwand der Ernitzungskammer
sowie einer zum Verschluß ihrer Seitenöffnung vorgesehenen Tür oder
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Klappe mit einem die Mikrowellen praktisch vollständig reflektierenden Belag
ausgekleidet 1st.
Zur leichteren Herstellung und Handhebung kann 1p Weiterbildung der Neuerung
das Gehäuse würfel- oder quaderförmig ausgebildet sein und 1n einer ebenen
Seltenwand die TUr oder Klappe aufweisen.
Ein AusfUhrungsbeispiel der Neuerung ist in der Zeichnung dargestellt und
wird im folgenden ausführlich erläutert. Es zeigen:
Neuerung mit einem In der Erhitzungskammer befindlichen Müllbehälter,
Figur 2 einen Querschnitt durch eine zweite AusfUhrungsform des Gerätes zum
Entkeimen gemäß der Neuerung, die etwas abgeändert ist,
Figur 3 einen Querschnitt etwa in halber Höhe durch das Gerät gemäß
der Figur 2 und
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In der Figur 1, die eine perspektivische Darstellung des Entkeimungsgerätes
gemäß der Neuerung von außen 1st, bildet den größten Teil eines quaderförmigen
Gehäuses 14 ein durch eine nach vorn aufklappbare Tür 16 verschließbarer
Innenraum 12, der allseitig gemäß der Neuerung mit einem metallischen
Belag 20ausgekleidet 1st. Parallel zum Boden 18 des Innenraumes 12 1st am
Ende eines senkrechten Zapfens (nicht gezeigt) ein Drehteller 22 gehaltert,
der von einem Elektromotor 24 aus angetrieben wird, der in einem schmalen
Seltenfach 26 des Gehäuses 14 montiert 1st. In diesem Seltenfach 26 sind
ferner in Gestalt gestrichelter Blöcke Mikrowellenstrahler 28 untergebracht, über denen sich Bedienungsknöpfe und Anzeigelampen 30 für die elektrischen
Einrichtungen, wie den Elektromotor 24, die Mikrowellenstrahler 28 und gegebenenfalls für einen elektrischen Türöffner (nicht gezeigt) befinden. Auf
dem Drehteller 22 aus einem für die Mikrowellen durchlässigen Kunststoff
1st ein Müllbehälter 32 für medizinische Abfälle eines Krankenhauses, einer
Arztpraxis und einer sonstigen Station für Heilbehandlungen des menschlichen
oder tierischen Körpers aufgestellt, dessen Wände ebenfalls aus einem für
Mikrowellen durhlässigen Kunststoff vorzugsweise Polypropylen bestehen. Der
Müllbehälter 32 trägt an Achsen 36 aus Polyamid Räder 38 aus Polyacetat,
deren Nabe 39 aus Polyäthylen besteht. All diese speziellen Kunststoffe sind
so gewählt, damit der Müllbehälter 32 mit einem Deckel 34 aus Polyäthylen kurzzeitig der Wirkung der von den Mikrowelienstrahlern 28 emitterten Energie
ausgesetzt werden kann, wobei im Innenraum 12, der dabei eine Erhitzungskammer 10 darstellt, Temperaturen zwischen 100° und 130° C auftreten,
die zur völligen Entkeimung der Abfälle notwendig sind, während der Müllbehälter
32 zugleich auf dem Drehteller 22 infolge seiner Drehung seine Position
relativ zu den Mikrowellenstrahlern 28 ändert. Hierbei ist zu beachten, daß bei einer länger andauernden Einwirkung des Mikrowellenfeldes auch Temperaturen
um 140° C erreicht werden können, bei denen die benutzten Kunststoffe schmelzen, so daß der Müllbehälter 32 oder sein Zubehör in unerwünschter
Weise bleibende Verformungen erleidet.
In den Figuren 2 und 3 sind zueinander senkrechte Querschnitte durch eine
weitere Ausführungsform des Entkeimungsgerätes gemäß der Neuerung dargestellt,
die gegenüber der der Figur 1 durch eine zylinderförmige, für Mikrowellen
durchlässige Wand 40 ergänzt ist, die den einen MUl!behälter,(38 nur
in Figur 1 gezeigt), aufnehmenden Innenraum 12 gegen den Bereich der Mikrostrahler
28' abtrennt, die in den der Tür 16 gegenüberliegenden Ecken
angeordnet sind.
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Figur 4 veranschaulicht 1m unteren Teil einen Aufriß ur*d, diesem im oberen
Teil gegenübergestellt, einen Querschnitt durch die MikroweHenttrahler 28
der Figuren 1 bis 3, die vorzugsweise mit einer Frequenz von 2,4 GHz arbeiten.
Zu ihnen gehört ein Hohlleiter 42 mit einer Gesamtlange von 50 cm mit
Austrittsöffnungen 44. MU dem Hohlleiter 42 wirkt ein Resonanzkasten 46
zusammen, 1n dem zur Kühlung ein Ventilator 52 umlauft, der von einem Elektromotor
48 aus Über eine Kunststoffachse 50 angetrieben wird. In den Hohlleiter
42 1st mit Hilfe einer Dichtung 56 eine Antenne 54 zur Energieversorgung
aus einer entsprechenden Quelle (Kraftpaket) eingelassen.
Claims (4)
1. Entkeimungsgerät mit einer einen Hohlraum enthaltenden, mikrowellenbeheizten
Erhitzungskanmer zwecks Aufnahme eines oder mehrerer gemeinsam mit ihrem Inhalt zu desinfizierenden Behälter, mit mehreren am Hohlraum
angeordneten und zu ihm hin gerichteten Mikrowellenstrahlern und mit einer motorgetriebenen Vorrichtung zur Drehung des bzw. der Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Erhitzungskanmer (10) möglichst weitgehend umschließendes
Gehäuse (14) mit einer verschließbaren Seitenöffnung zum Aufsetzen
<fc?s oder der Behälter (32) auf einen parallel zum Boden (18) antreibbaren
Drehteller (22) versehen ist, und daß die Innenwand der Erhitzungskammer (10) sowie eine zum Verschluß ihrer Seitenöffnung vorgesehene Tür (16J
oder Klappe mit einem die Mikrowellen praktisch vollständig reflektierenden
Belag (20) ausgekleidet ist.
2. Entkeimungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur leichteren Herstellung das Gehäuse (14) würfel- oder
quaderförmig aus{jeb11det ist und in einer ebenen Seitenwand die Tür (16)
oder Klappe aufweist.
3. Entkeimungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mikrowellenstrahler (28) 1n einem Seltenfach (26) des Gehäuses (14) angebracht
sind.
4. Entkeimungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mikrowellenstrahler (281) an der Tür (16) des Innenraumes (12)gegenüberliegenden
Ecken angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8803648U DE8803648U1 (de) | 1988-03-17 | 1988-03-17 | Gerät zum Entkeimen von Krankenhaus-Müllbehältern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8803648U DE8803648U1 (de) | 1988-03-17 | 1988-03-17 | Gerät zum Entkeimen von Krankenhaus-Müllbehältern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8803648U1 true DE8803648U1 (de) | 1988-06-23 |
Family
ID=6821992
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8803648U Expired DE8803648U1 (de) | 1988-03-17 | 1988-03-17 | Gerät zum Entkeimen von Krankenhaus-Müllbehältern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8803648U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH686762A5 (de) * | 1994-04-13 | 1996-06-28 | Hartmann Raumgestaltung Ag | Sterilisationsvorrichtung. |
-
1988
- 1988-03-17 DE DE8803648U patent/DE8803648U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH686762A5 (de) * | 1994-04-13 | 1996-06-28 | Hartmann Raumgestaltung Ag | Sterilisationsvorrichtung. |
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