DE875224C - Sparschaltung fuer widerstandsabhaengige Relais - Google Patents

Sparschaltung fuer widerstandsabhaengige Relais

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DE875224C
DE875224C DES4651D DES0004651D DE875224C DE 875224 C DE875224 C DE 875224C DE S4651 D DES4651 D DE S4651D DE S0004651 D DES0004651 D DE S0004651D DE 875224 C DE875224 C DE 875224C
Authority
DE
Germany
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voltage
relay
relays
resistance
coil
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Expired
Application number
DES4651D
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English (en)
Inventor
Friedrich Dipl-Ing Geise
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE875224C publication Critical patent/DE875224C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H1/00Details of emergency protective circuit arrangements
    • H02H1/0038Details of emergency protective circuit arrangements concerning the connection of the detecting means, e.g. for reducing their number

Landscapes

  • Testing Of Short-Circuits, Discontinuities, Leakage, Or Incorrect Line Connections (AREA)

Description

  • Sparschaltung für widerstan-dsabhängige Relais Es ist bekannt, den Impedanzzusammenbruch in einer Drehstromleitung mit Hilfe von vier widerstandsabhängigen Relais festzustellen. Zwei dieser Relais werden- dabei im Strompfad vom Strom der Phase R durchflossen, und die Spannungsspule des einen Relais liegt an der Spannung RS, die des anderen an der Spannung RT. Die beiden anderen Relais werden im Strompfad vom Strom der Phase T durchflossen und ihre Spannungsspulen liegen an der Spannung TS bzw. TR. Nlan verwendet solche Schaltungen hauptsächlich als Anregeschaltungen, da sie eine sehr gute Steuerung b Z, von sogenannten Einrelaisimpedanzschutzeinrichtungen gestatten. Sie legen an das einpolige Meßwerk mit Hilfe von Schaltern im Strom- und im Spannungspfad jeweils den Strom und die Spannung an, welche für den zu erfassenden Fehlerfall charakteristisch sind. Da man für eine derartige Schaltung jedoch vier hochwertige Meßwerke braucht, hat man auch schon Schaltungen vorgeschlagen, welche den Bedarf an solchen Meßwerken herabsetzen. So ist man z. B. zur Verwendung von Kunstschaltungen übergegangen und hat nur noch zwei Relais vorgesehen. Hierbei befindet sich der Strompfad des einen Relais in der Phalse.R, die Spannungsspule i (vgl.' Fi#. i) des Relais ist jedoch nicht an eine verkettete Spannung angeschlossen, sondern an den Verbindungspunkt zweier Widerstände 2 und 3, die zwischen den Phasen S und T- liegen. Bei einem Kurzschluß TS ändert sich -der Strom in der*,Spannungsspule i nur geringfügig, da sich nur die EntfernungST ändert, die Enf-, fernung RS bzw. RT jedoch annähernd die glei,che bleibt. Das Relais spricht daher nicht an. Bei einem Kurzschluß RS bzw. RT dagegen, fällt der Punkt S bzw. T mit dem Punkt R zusammen, und die Spannung an der Relaisspule geht dabei etwa auf die Hälfte zurück.
  • Für das andere Relais ist die Schaftung in Fig,.:2-dargestellt. Die nicht dargestellte Stromspule liegt im Strompfad der Phase T., die - Spannungsspule i' ist an den Verbindungspunkt zweier Widerstände ?' und 3" zwischen den Phasen R und S angeschlossen-. Bei einem Kurzschluß RS ändert sich die Spannung am Relais nur wenig, und das Relais spricht nicht an. Dagegen spricht es bei Kurzschlüssen. zwischen RT Bund ST an.
  • Aus dem unterschiedlichenAnsprechen der beiden Relais bei den verschiedenen Kurzschlüssen kann raan - die -, Steuerung des Einrelaisimpedatizmeß-Werkes ableiten, so daß dieses stets den für den Fehlerfall charakteristischen Strom und die dafür charakteristische Spannung zugeführt erhält. Man kann auch,die beideri Relais selbst zur Abschaltung der fehlei-haften Strecke oder zur Anzeige benutzen.
  • In, Fig. 3 sind. für ein derartiges Relais i, das nach Fig. i bzw. 2 geschaltet ist, die Ansprechkurven dargestellt. Das Relais mißt einen bestimmten Widerstand Z, bei dessen Unterschreiten es anspricht. Bei kleinen -Strömen spricht das Relais erst bei Unterschreiten kleinerer Widerstandswerte an, wie es durch die Kurven a und b dargestellt ist, und zwar zeigt die Kurve a die Ansprechwerte für dreipolige Kurzschlüsse, die Kurve b die Ansprechwerte für zweipolige Kurzschlüsse. Wie die Figur zeigt, endet die Kurve für dreipoligen Kurzschluß bei einem Stromwert A, der' kleiner ist als der Stromwert B, bei dem die Kurve b für zweipoligen Kurzschluß endet. Die Ursache liegt darin, daß bei der Kunstschaltung auch bei einem satten zweipoligen Kurzschluß in der Nähe des Relais die Spannung am Relais nicht vollständig zusammenbricht, sondern etwas oberhalb der halben Nennspannung bleibt.
  • Es ist nun erwünscht, die Anregeverlhältnisse der Sparschaltung inder Weise-zu verbessern, daß bei zwei- und- dreipoligen Kurzschlüssen ungefähr die Ansprechkurven bei demselben Stromwert beginnen. Gemäß der Erfindung geschieht dies dadurch, daß Mittel vorgesehen werden, welche den Strom im Spannungspfad- des Relais beim Zusammenbruch einer anliegenden Dreieckspannung stiärker zurückgehen lassen-, als es dem Zurückgang der treibenden Spannung selbst im Spannungspfad entspricht. Zu dieseinZwecke kann man beispielsweise dieDrosselsPule 4 bzw. 4 in Reihe mit der Spule i bzw. i' schalten und sie so bemessen-, daß sie im fehlerfreien, Betriebe stark übersättigt ist. Infolgedessen ist der Widerstand der Drosselspule hierbei klein, und es fließt ein kräftiger Strom durch die Spannungsspu " le i bzw. i' des Relais. Wenn jedoch die Spannung bei -einem zweipoligen Kurzschluß absinkt, kommt man unterhalb des Knickes in der Magnetisierungskurve der Drosselspule, so daß ihre Induktivität und damit ihr Widerstand stark ansteigt. Hierdurch verringert sich der Strom in der Spule i bzw. i' erheblich stärker, als es dem Rückgang der treibenden Spannung entspricht. DieFolge .davon ist, daß der Wert B an den Wert A heranrückt, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
  • Die Erscheinung, daß bei Zusammenbruch einer anliegen-den Dreieckschaltung der Strom der Spannungsspule des Relais stärker zurückgeht, als es der Verringerung der treibenden Spannung im Spannungspfad entspricht, tritt auch bei dreipoligen-Kurzschl##iissen auf, wo alle drei Dreieckspannungen zusammenbrechen. In Fig. 4 ist nun gezeigt, wie die Kurve a sich beim Vorschalten einer derartigen Drosselspule nach oben durchbiegt und bei kleinen Strömen sogar einen höheren Impedanzwert mißt. Dieser Vorgang ist an sich erwünscht, da bei dreipoligen Lichtbogenkurzschlüssen, hierdurch eine Verbesserung der Anregeverhältnisse eintritt. Wie bereits erwähnt und in Fig. 4 dargestellt, rückt der AnfangswertB der Kurve b für zweipolige Kurzschlüsse infolge der Drosselwirkung der Spule 4 bei geringen Spannungen ganz nahe an den Wert A der Kurve a heran.
  • Diese Wirkung ist besonders stark, wenn man für die -Drosselspule nicht normales Eisen, sondern solches mit einer hohen Permeabilitä#t bei niedrigen Amperewindungen verwendet. Diese Eigenschaft hat insbesondere Nickeleisen. je nach Bemessung dieser Drosselspule kann die Kurve b auch flacher oder steiler liegen, wie es in Fig. 4 strichliert angedeutet ist. Sehr gute Wirkung haben aus Nickeleisen hergestellte Ringkernspulen-.
  • An Stelle von Drosselspulen kann man. auch beispielsweise Glimmlampen verwenden, da auch diese bei einer hohen Spannung einen kleinen, bei niedriger Spannung einen hohen Widerstand aufweisen. Verwendet man Widerstände mit umgekehrter Spannungsabhängigkeit, so schaltet man sie parallel zur Relaisspule und vor beide einen Vorschaltwiderstand.
  • Für viele Fälle kann es zur Erfassung von Doppelerdschlüssenerwünscht sein, bei Erdschlüssen eine Umschaltung der Spannungsteilerschaltung gegen Erde vorzunehmen. Dies läßt sich in einfacher Weise durch eine Anordnung nach Fig. 5 erreichen-. Hier sind beide Spannungsspulen i und i' der Relais und die Spannungsteilerschaltungen mit den Widerständen 2 und 3 und :Z und 3' dargestellt. Der Punkt io wird aber nicht unmittelbar an die Phase S wie früher angeschlossen, sondern über einen Widerstand 6, und es wird dieser Pu nkt i o bei einem Erdschluß über einen Schalter 7 mit Erde verbunden. Der Widerstand 6 verhindert dabei, daß die Phase S kurzgeschlossen wird. Die Anordnung kann in dieser Form auch bei Doppelerdschlüssen in den Fällen richtig arbeiten, wenn die verketteten Spannungen nur geringfügig zusammenbrechen. Die Betätigung des Schalters 7 erfolgt durch ein Relais, das vom Erdschlußstrom oder der Erdschlußspannung erregt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPR-ÜCHE: i. Anordnung zur Verbesserung der Arbeitsweise von Sparschaltungen für widerstandsabhängige Relais, welche in ihrem Spannungspfad jeweils zwischen eine Phase und die beiden anderen, Phasen mit Hilfe einer Kunstschaltunangeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, welche den Strom im Spannungspfad des Relais beim Zusammenbruch einer anliegenden Dreieckschaltung stärker zurückgehen lassen, als es dem Rückgang der treibenden Spannung im Spannungspfad entspricht.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit der Spannungsspule des Relais eine Drosselspule liegt, die bei normaler Spannung gesättigt ist. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselspulen einen Nickeleisenkern besitzen. 4. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung von zwei Relais der gemeinsame Punkt der Kunstschaltung der beiden Relais nicht unmittelbar an die eine Phase, z. B. die Phase S, sondern über einen Widerstand an diese angeschlossen ist und daß dieser Punkt im Falle eines Erdschlusses mit ,Erde verbunden wird.
DES4651D 1944-08-18 1944-08-18 Sparschaltung fuer widerstandsabhaengige Relais Expired DE875224C (de)

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