DE873886C - Verfahren und Vorrichtung zur bei gleicher Koerperlage erfolgenden Schirmbeobachtungund roentgenographischen Aufnahme dorsal gelegener Teile und/oder Organe des Koerpers, insbesondere der menschlichen Niere - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur bei gleicher Koerperlage erfolgenden Schirmbeobachtungund roentgenographischen Aufnahme dorsal gelegener Teile und/oder Organe des Koerpers, insbesondere der menschlichen Niere

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DE873886C DEL3691A DEL0003691A DE873886C DE 873886 C DE873886 C DE 873886C DE L3691 A DEL3691 A DE L3691A DE L0003691 A DEL0003691 A DE L0003691A DE 873886 C DE873886 C DE 873886C
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    • A61B6/04Positioning of patients; Tiltable beds or the like

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur bei gleicher Körperlage erfolgenden Schirmbeobachtung und röntgenographischen Aufnahme dorsal gelegener Teile und/oder Organe des Körpers, insbesondere der menschlichen Niere Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zur bei gleicher Körperlage erfolgenden Schirmbeobachtung und röntgenographischen Aufnahme dorsal gelegener Teile und/oder Organe des Körpers, insbesondere der menschlichen Niere.
  • Verfahren zur Schirmbeobachtung und photographischen Aufnahme der Niere hat man bisher unter M'echsel der Körperlage auf verschiedenen Geräten durchgeführt. Die Notwendigkeit hierzu ergab sich aus den besonderen Verhältnissen der photographischen Aufnahmen und Schirmbeobachtungen. Da Röntgenstrahlen im Fokus des Anodenwolframspiegels einen punktförmigen Ausgang besitzen, so können konturscharfe und annähernd größengetreue Bilder nur bei großem Fokusobjekt- und kleinem Objektfilmabstand erzeugt «=erden. Nur auf diese Weise ist bei der gegebenen Zentralprojektion die größtmögliche Annäherung an den Parallelstrahlengang erreichbar. Diese Erkenntnis findet bereits Anwendung bei der Herzfernaufnahme, bei der zwischen Fokus der Röntgenröhre und dem betrachteten bzw. aufzunehmenden Herz Abstände von rund a m verwirklicht werden. In der Röntgendiagnostik der ableitenden Harnwege ist das wegen der rückennahen Lage des Organs nicht möglich. Hier werden daher Filmaufnahmen auf dem Flachblendentisch in Rückenlage des aufzunehmenden Körpers mit etwa z m Fokusabstand ausgeführt, so daß also nur durch Rückenlage eine filmnahe Nierenlage zu erreichen ist. Da sich dabei die Röntgenröhre oberhalb des Körpers im Abstand etwa i in der Film unmittelbar unterhalb der Tischauflage befindet, wie dies Abb. i der Zeichnung veranschaulicht, fehlt, wie Abb. i weiter erkennen läßt, trotz Erfüllung .der Voraussetzungen einer guten photographischen Aufnahme die Möglichkeit einer Schirmbeobachtung der Niere, die als wertvolle Ergänzung der photographischen Aufnahme erforderlich ist, um Einzelheiten bestimmen zu können, -die im photographischen Bild festzuhalten sind, und um vor allem bei der Kontrastphotographie die photographische Aufnahme im richtigen Zeitpunkt -durchführen zu können. Im Rahmen der Ausscheidungsurographie können daher nach Injektion des Kontrastmittels in die Vene nur Übersichtaufnahmen im Abstand von etwa 7, 15 und 30 Minuten und je nach Befund noch später gemacht werden. Da eine Schirmbeobachtung hierbei nicht durchführbar ist, fehlt die Möglichkeit, die Harnleiterkompression zur besseren Auffüllung und anatomischen Darstellung des Nierenhohlsystems gezielt auszuführen. Sie ist praktisch nur am übergang -der Wirbelsäule in das Becken wirksam. Ist nun die ohne Schirmbeobachtung angelegte Kompression nicht an der richtigen Stelle angesetzt worden, so kann dies erst nach den genannten längeren Zeiten festgestellt werden, da bis zur ersten Aufnahme, wie bereits oben erwähnt, 7 Minuten vergehen müssen, damit die Ausscheidung in der erforderlichen Weise vorgeschritten ist. Für das Entwickeln und Fixieren der Aufnahme braucht man weitere 5 Minuten, so daß wertvolle Zeitspannender Kontrastmittelausscheidung in Verlust geraten. Überdies besteht bei gutsitzender Kompression und kräftiger Nierensekretion die Gefahr der Überfüllung des Nierenbeckens mit Rückstauung des kontrastmittelhaltigen Harns in das Nierengewebe. Aus diesem Grunde wurde bisher die Harnleiterkompression von zahlreichen Urologen trotz der zu erzielenden guten Füllungsbilder des Harnabflußsystems abgelehnt. Trotzdem blieb die Durchleuchtung der Harnorgane (Pyeloradioskopie) stets wünschenswert. Sie konnte aber nach Abb.2 wieder nur in Rückenlage am horizontalgekippten Durchleuchtungsgerät ausgeführt werden. Da bei diesen Geräten im allgemeinen der Abstand des Röhrenfokus zur Kipptischebene gleichbleibend eingestellt ist, so ergab sich jedoch eine unerwünschte Verminderung des Fokusobjektabstandes. Gleichzeitig wurde der Objektfilmabstand infolge der rückennahen Lage der Niere fast um die volle Körperdicke vergrößert. In dieser Weise ausgeführte Schirmbeobachtungen und gegebenenfalls Übersichtsaufnahmen mittels der in Abb.2 gestrichelt gezeichneten Lage des Films ergaben nur zentralperspektiv und daher wirklichkeitsfremd vergrößerte, konturunscharfe Objektabbildungen, so daß. sie diagnostisch nur unzureichend verwertbar waren. Brauchbar blieben lediglich bei den Verhältnissen der Abb. 2 durchgeführte Zielaufnahmen mit Kompressionstuben, wie sie bei der Magendiagnostik zur Anwendung kommen. Zu der aber auch in diesem Fall notwendigen Gesamtübersicht müßte eine Umlagerung des Körpers im Liegen auf dem Flachblendentisch vorgenommen werden, wobei das Kontrastmittel in die Blase abfließt. Das war umständlich und bei angelegter Kompression fast undurchführbar.
  • Die sich damit ergebenden Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der auf den gestreckten Körper bezogenen Längsachse desselben vor der in gleicher Körperlage erfolgenden Beobachtung und Aufnahme ein nach Art eines Korbbogens ausgebildeter, zum Fokus der Röntgenröhre zu konkaver und die normale Krümmung der Lendenwirbelsäule etwa aufhebender Verlauf erteilt wird, worauf Beobachtungsschirm und/oder photographische Platte in die zur Rückenebene planparallele oder annähernd planparallele Lage gebracht werden.
  • Abb.3 veranschaulicht das Ergebnis des so durchgeführten Verfahrens. Man erkennt, daß dieses Verfahren alle bisher aufgetretenen und oben erläuterten Schwierigkeiten und Nachteile grundsätzlich vermeidet. Zunächst können in der gleichen Körperlage die für die Urodiagnostik erforderliche Durchleuchtung mit Schirmbeobachtung und die Filmaufnahme durchgeführt werden. Dabei sind die strahlentechnischen Bedingungen äußerst günstig, weil ein für den Parallelstrahlengang ausreichend großer Fokusobjektabstand bei kleinstem Objektfilm- bzw. Objektschirmabstand 'verwirklicht werden kann. Durch die korbbogenförmige Dürchbiegung des Körpers entsteht infolge des Ausgleichs der normalen Krümmung der Lendenwirbelsäule eine in der Lage der Abb. 3 auf eine größere Länge fast horizontal erscheinende Rückenflächenbegrenzung des Körpers in der Nierengegend, so daß Schirm und Film an die Niere näher als bei irgendeiner anderen Körperlage herangebracht werden können. Durch die Bauchlagerung tritt gleichzeitig eine Verminderung der Schichttiefe des Körpers ein, indem die weichen Bauch- und Eingeweideteile seitlich weggedrückt werden, und das ist um so -mehr der Fall, je größer die Körperschichtdicke ist. Das ist deshalb von wesentlichster Bedeutung, weil eine Verminderung der Körperschichttiefe um ein Sechstel bereits eine Herabsetzung der Strahlenschwächung durch Massenabsorbtion um die Hälfte der Strahlenenergie bedeutet, d. h. der Körper wird von einer doppelt so großen Strahlenmenge durchdrungen. Das führt wiederum dazu, daß man die Strahlenintensität herabsetzen kann, was allgemein erwünscht ist. Außerdem werden phototechnisch Aufnahmen um so besser, je weniger tief die strahlendurchdrungene Körperschicht ist, weil sich die Streustrahlung vermindert. Äußerst günstige Voraussetzungen entstehen für die Harnleiterkompression, die nunmehr unter dem Einfluß des Eigengewichts des Körpers eintritt und demgemäß nicht so lästig empfunden wird, wie wenn die zur Kompression dienenden Pelotten unter Aufwendung entsprechender Kräfte in die Bauchweichteile eingedrückt werden. Außerdem wird wegen der kurzen Zeiten, innerhalb deren alle Vorgänge durchführbar werden und insbesondere mit Hilfe der Durchleuchtungskontrolle eine Überfüllung des Nierenbeckens mit Rückstau des Harns in das Gewebe ausgeschlossen, so daß auch die begründeten Bedenken gegen die Harnleiterkompression entfallen. Untersuchungen und Aufnahmen können auch im Stehen vorgenommen werden. Umgekehrt können Patienten, die nur noch liegen können, ausschließlich in dieser Lage untersucht, beobachtet und aufgenommen werden.
  • Noch weiter gehende Vorteile sind dadurch zu erreichen, daß der korbbogenförmige Verlauf dem aufrecht stehenden Körper unter abstützender Anlehnung von Brust und Bauch erteilt wird, worauf der gesamte Körper unter fortgesetzter Gewichtsabstützung aus der stehenden in die bäuchlings liegende Stellung überführt wird. Das hat den Vorteil, daß der Patient ohne eigenes Zutun und ohne Muskelanstrengungen selbsttätig und genau in die Lage gelangt, die zur Erreichung der oben dargelegten Vorteile notwendig ist.
  • Wie bereits Abb.3 erkennen läßt, ist es dem menschlichen Körper nicht ohne weiteres möglich, ohne Hilfsmittel längere Zeit in die Lage nach Abb. 3 übergeführt zu werden.
  • Es besteht daher zunächst die Möglichkeit, den Kipptisch des Röntgenaufnahmegerätes so auszuführen, wie dies Abb.3 als notwendig erscheinen läßt. Mit Ausnahme bestimmter Fälle, etwa von Großkrankenhäusern und Großlazaretten zur Behandlung speziell von Nierenerkrankungen, wird es sich im allgemeinen nicht lohnen, den Kipptisch des Röntgenaufnahmegerätes selbst als Hilfsmittel im Sinne der Erfindung auszubilden. In weiterer Durchführung des Erfindungsgedankens ist daher ein leicht zu handhabendes Gerät ausgebildet worden, das bei jedem normalen Röntgenkipptischaufnahmegerät angebracht werden kann und das wieder vom Normalgerät entfernt wird, wenn Nierenbeobachtung und -aufnahme stattgefunden haben.
  • Ein derartiges Hilfsgerät ist in der Zeichnung im einzelnen beispielsweise und schematisch veranschaulicht worden. Im einzelnen gibt Abb. q. das Hilfsgerät in schaubildlicher Darstellung in der Anordnung am Kipptisch eines normalen Röntgenaufnahmegerätes wieder, wobei der Rahmen des Gerätes nach rechts verdreht gezeichnet ist, um die Trag-, Stütz- und Verstelleinrichtungen des Gerätes besser zu veranschaulichen; Abb. 5 zeigt in der gleichen Darstellungsart die Hebe- und Senkeinrichtung für das Gerät gegenüber dem Kipptisch, während Abb.6 die Verdreh- und Feststelleinrichtungen veranschaulicht; Abb. 7 gibt eine Pelotte und ihre Halterung in schaubildlicher Darstellung wieder; Abb. 8 zeigt eine von ihrer Halterung abgenommene Pelotte, und Abb. 9 stellt eine Schraubschelle dar, mit der die Pelottenhalterung am Rahmen des Gerätes befestigt ist.
  • In allen Abbildungen bezeichnet r den Kipptisch des normalen Röntgenaufnahmegerätes, wobei die Röntgenröhre selbst, ihre Halterung sowie Blenden, Schirm- und photographische Aufnahmevorrichtungen als bekannt nicht gezeigt sind. Das am Kipptisch zu befestigende Hilfsgerät besteht zunächst aus Querstangen 2, 3, die als federnde Krallen ausgebildete Endstücke 4., 5 aufweisen. Dagegen sind die gegenüberliegenden Endstücke 6 und 7 fest an den Querstangen 2, 3 angeordnet. Der gegenseitige Abstand der Querstangen 2, 3 ist dabei so gewählt, daß die Krallen in die Ausnehmungen eingeklinkt werden können, welche die nicht gezeichneten Randschienen des Kipptisches üblicherweise besitzen, um sonstige Zusatzgeräte, Vorrichtungen und Apparate sowie Gurte am Kipptisch befestigen zu können. Die Querstangen 2 und 3 weisen bei 8 und 9 zum Verlauf der Querstangen 2, 3 senkrecht stehende Stützen auf. An die Stütze 8 angelenkt sind die unteren Stäbe ro und r z eines Gelenkviereckes, das durch die oberen Stäbe 12, 13 zum Gelenkviereck ergänzt wird. Die Gelenke i4., 15 können mit Hilfe der Spindel 16 und der Spindelmuttern 17 und 18 sowie der Handkurbel z9 mehr oder weniger genähert oder entfernt werden. Dadurch hebt und senkt sich der vierte Gelenkpunkt 20 in Richtung senkrecht zur Ebene des Kipptisches r. Der Gelenkpunkt 2o ist als doppeltes Lagerschild ausgeführt. Zwischen den Schildplatten liegt der Querarm 21 des Rahmens des Hilfsgerätes derart, daß Arm 21 gegen die Schildplatten 20 verdrehbar ist. Diese Verdrehbarkeit weist auch der zweite Querarm 22 gegenüber der ebenfalls als Doppelschild ausgeführten Verlängerung 23 der Stütze 9 auf. Mit dem Arm 22 fest verbunden ist dabei das Segment 24, .das an seinem Rand peripher angeordnete und verteilte Ausnehmungen 25 besitzt. In diese Ausnehmungen 25 ist ein nicht gezeichneter Sperrstift einsetzbar, der in der Hülse 26 geführt ist. An die Hülse 26 schließt sich die Außenspirale 27 eines Bowdenzuges 27 an, dessen Drahtseele an den Handgrit 28 angeschlossen ist. Durch Betätigung des Handgriffes 28 kann der Sperrstift aus der Ausnehmung 25 herausgezogen «-erden, in der er sich gerade befindet, so daß der gesamte Rahmen des Gerätes um die Verbindungslinie der Gelenkpunkte 29, 30 verdreh- und durch Wiedereinsetzen des Sperrstiftes in eine andere Ausnehmung 25 in der entsprechenden Winkellage feststellbar ist. Der Handgriff 28 des Bowdenzuges ist dabei an dem einen Längsholm 3 1 des Rohrrahmens angebracht, aus dem das Gerät im wesentlichen besteht. Der andere Längsholm ist mit 32 bezeichnet. Querholme 33 und 34 verbinden die Längsholme 3 r und 32. Am Querholm 33 kann noch eine Fußstütze 35 angeordnet sein, um dem Patienten das Auftreten auf den Querholm 33 zu erleichtern; jedoch kann hierzu auch die durchweg am Kipptisch befindliche Fußrast benutzt werden. Eine zweckmäßig aus Segeltuch bestehende Bespannung 36 nimmt in liegender Stellung des Patienten dessen Körpergewicht auf.
  • Für den Fall, daß mittels des Gerätes Harnleiterkompressionen durchgeführt werden sollen, können die Längsholme 31 und 32 zweckmäßig als Träger der Halterungen von Pelotten ausgebildet sein. Zu diesem Zweck ist die Segeltuchbespannung auf zwei Bereiche 37, 38, 39 und 40, in denen die Pelotten üblicherweise entsprechend verschiedenen Größen von Männern, Frauen und Kindern angelegt werden müssen, ausgeschnitten. An diesen Stellen liegen Schraubschellen an den Längsträgern 31, 32 an, die aus Segmenten 42, 42 bestehen (vgl. Abb. 9). Die Segmente sind bei 43 gelenkig miteinander verbunden. Im Flansch 44 des Segments 41 ist der Kopf 45 der Schraubspindel 46 drehbar aufgenommen, während Flansch 47 des Segments 42 einen Schlitz besitzt, in den die Gewindespindel 46 eingeführt werden kann. Auf der Gewindespindel 46 führt sich die handgriffartig ausgeführte Rändelmutter 48, die im Falle der Anbringung der Pelotten angezogen wird, während andernfalls nach Lockerung der Mutter 48 Spindel 46 nur aus dem Schlitz 47 des Segments 42 herausgeklappt werden muß, um die gesamte Pelotte vom zugehörigen Holm abnehmen zu können, so daß- sie nicht behindert. An das Segment 41 setzt sieh der Arm 49 an, der in einer Stiftplatte 5o endet. Der Stift 51 der Stiftplatte kann in einer Reihe von Ausnehmungen 52 der Pelottengrundplatte 53 eingeführt werden, während die Pelotte selbst mit 54 bezeichnet ist. Den PelottenköPfen 54 gegenüber liegen Ausschnitte 55 in der Bespannung 36: Diese Ausschnitte 5.5 .sind durch nicht gezeichnete Gummituchstücke oder mittels eines durchgehenden Gummituches verschlossen, um zu verhüten, @daß sich Weichteile des Patienten durch die Ausnehmungen 55 durchdrücken und die Körperschichtdicke an dieser Stelle verändern, so daß ohne die das verhindernden Gummituchstücke Dichtigkeitsunterschiede auf der photographischen Aufnahme und im Beobachtungsschirm entstehen würden. Mit Hilfe der dargestellten Einrichtungen ist es ohne weiteres möglich, die Pelotten völlig unabhängig von den Größenverhältnissen der jeweiligen Patienten an diese so zur Anlage zu bringen, daß ausreichende Harnleiterkompressionen zu erhalten sind.
  • Durch Rohrkonstruktion und weitgehende Verwendung von Leichtmetallen kann das Gerät so leicht hergestellt werden, .daß es den Kipptisch i nicht unnötig belastet und von jeder Röntgenschwester ohne unerwünschte Anstrengungen gehandhabt werden kann.
  • Die Anwendungsweise des Gerätes gestaltet sich wie folgt: Der Patient betritt das Gerät in senkrechter Stellung des Kipptisches ;i, indem er auf den Querholm 33 und die gegebenenfalls angeschlossene Fußplatte 35 tritt. Um ihm das Eintreten in den verhältnismäßig schmalen Raum zwischen dem Gerät und den bereits an ihrer Stelle befindlichen photographischen Aufnahme- und Schirmbeobachtungseinrichtungen zu ermöglichen, wird das Gerät in eine seiner. extremen Kipplagen gedreht, so daß der eine Längsholm weitestgehend dem Kipptisch,i genähert ist. Von der Seite dieses Holmes aus betritt der Patient das Gerät. In der Kipplage der Abb.-4 würde sich also der Patient auf der rechten Seite des Kipptisches befinden und von dieser rechten Seite aus in den Zwischenraum zwischen Gerät und vorhandenen Zusatzgeräten eintreten. Hierauf wird der Bowdenzug über Handgriff ia8 betätigt und der gesamte Rahmen 3i, 3=', 33, 34 in eine Lage verlegt, in der die Querholme 34 und 33 parallel zur Ebene des Kipptisches i verlaufen. Bereits vorher war die Einrichtung 8, io bis 2.o so betätigt gewesen, daß Querholm 34 eine zur Kipptischebene i zu nähergelegene Lage eingenommen hatte, soweit das mit Rücksicht auf die Körperdicke des Patienten erforderlich war. Nachdem die bereits erörterte Parallellage des Rahmens des Gerätes zur Kipptischebene i hergestellt worden war, wird der Kipptisch aus der senkrechten Stellung in die waagerechte Stellung überführt. In dieser Stellung vermindert sich die Körperdicke des Patienten infolge der bereits erörterten seitlichen Verdrängung der Bauchweichteile, so daß es nunmehr möglich ist, durch Betätigung der Kurbel i9 :den Rahmen gegeniiber der Kipptischebene so zu neben, daß die zur Kipptischeibene annähernd parallele Rückenbegrenzungsfläche des Patienten dem Schirm bzw. der Filmkasette weitestgehend zu nähern ist. Dadurch stellt sich die in Abb.3 schematisch verdeutlichte Lage ein. Für den Fall, daß Harnleiterkompressionen durchgeführt werden müssen, waren bereits in der senkrechten Stellung des Kipptisches i die Pelotten 54 zur Anlage an die entsprechenden Körpergegenden gebracht worden, so daß sich durch Überführung in die horizontale Lage des Patienten die ausreichende Kompression einstellt. Nunmehr kann durch eine Schirmbeobachtung festgestelltwerden,ob dieKompression richtig angelegt und der Zeitpunkt der photographischen Aufnahme gekommen ist. Dies wird dann durch einen schnellen Wechsel von Schirm und Kassette -bzw. durch Unterschieben letzterer bewirkt, ohne :daß der Körper des Patienten irgendwelcher Lageveränderungen bedarf. Schirmbeobachtung und Aufnahme können dann beliebig oft aufeinander folgen; so daß außerordentlich konturenscharfe, gutgezielte und diagnostisch gut verwertbare Aufnahmen entstehen.
  • Die Schräglage des Rahmens im Verhältnis zur Kipptischebene i dient naturgemäß nicht nur der Verbesserung der Handhabung des Gerätes, sondern es können auch Schrägaufnahmen gemacht werden, soweit diese erforderlich sind. Ebenso kann die Hebeeinrichtung 8, io bis @ao benutzt werden, um aus strahlungstechnischen, photographischen; und Beobachtungsgründen bestimmte Lagen zu durchleuchtender Organe oder KörpeTteileherbeizuführen.
  • Es liegt im Wesen der Erfindung, daß sie in der mannigfachsten Weise abzuändern ist. Insbesondere können die Einrichtungen nach den Abb. 5 und 6 durch alle anderen Hebe- und Verschwenkeinrichtungen ersetzt sein, über die der Stand der Technik verfügt. Die Hubeinrichtung kann auch am Fußende, die Verschwenkeinrichtung am Kopfende des Hilfsgerätes vorgesehen sein. Beide Einrichtungen können an einer Stelle vereinigt, sowohl am Kopfals auch am Fußende oder schließlich an einer dritten Stelle liegen. Statt der Handantriebe können Öldruck- oder elektrische Verstelleinrichtungen Anwendung finden. Sämtliche dem erhöhten technischen Aufwand nur entsprechenden Verbesserungen und weiteren Ausgestaltungen bleiben im Rahmen der Erfindung.

Claims (17)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur bei gleicher Körperlage erfolgenden Schirmbeobachtung und röntgenographischen Aufnahme dorsal gelegener Teile und/oder Organe des Körpers, insbesondere der menschlichen Niere, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den gestreckten Körper bezogenen Längsachse desselben vor Beobachtung undAufnahme ein nach Art eines Korbbogens ausgebildeter, zum Fokus der Röntgenröhre zu konkaver und die normale Krümmung der Lendenwirbelsäule etwa aufhebender Verlauf erteilt wird, worauf Beobachtungsschirm und photographische Platte in die zur Rückenebene planparallele oder annähernd planparallele Lage gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch.i, dadurch gekennzeichnet, daß der korbbogenförmige Verlauf dem aufrecht stehenden Körper unter abstützender Anlehnung von Brust und Bauch erteilt wird, worauf der gesamte Körper unter fortgesetzter Gewichtsabstützung aus der stehenden in die bäuchlings liegende Stellung übergeführt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i und bzw. oder 2, gekennzeichnet durch einen in seiner Längsrichtung zum Fokus der Röntgenröhre zu konkav gebogenen Rahmen mit den Strahlengang nicht behindernder Tragvorrichtung zur Aufnahme des Körpergewichtes. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen Einrichtungen zum Befestigen am Kipptisch eines Röntgenaufnahmegerätes üblicher Ausführung aufweist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und bzw. oder q., dadurch gekennzeichnet, daß der der Nierengegend entsprechende Teil des Rahmens planparallel zur Ebene des Kipptisches ausgeführt ist.
  6. 6. Vorrichtung naoh einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen um eine Achse verstell- und feststellbar ist, die als gedachte Sehne des zum Fokus der Röntgenröhre zu konkaven Bogens Fuß- und Kopfende des Rahmens verbindet und in Rahmenlängsrichtung verläuft.
  7. 7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, .dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen senkrecht zur Ebene des Kipptisches verstell- und feststellbar ist. B.
  8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtungen des Rahmens am Kipptisch des Röntgenaufnahmegerätes aus Querstangen bestehen, die als federnde Krallen ausgebildete Endstücke aufweisen, über die die Querstangen, vorzugsweise in Verbindung mit je einer festen Kralle, mit den Randschienen des Kipptisches zu verklammern sind. g.
  9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstangen über Stützen und Querarme die Längsholme des Rahmens tragen. 1o.
  10. Vorrichtung nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Stütze in ihrer senkrecht zur Kipptischebene gemessenen Länge veränderlich, etwa als Gelenkviereck mit über Spindel, Spindelmutter und Handkurbel veränderlichem Abstand gegenüberliegender Gelenkpunkte, ausgebildet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß die Querarme des Rahmens an .die Stützen angelenkt sind.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens mit einem Querarm ein Segment mit einer Reihe peripher angeordneter Ausnehmungen fest verbunden ist, in die ein zweckmäßig durch Bowdenzug zu betätigender Sperrstift zur Ein- und Feststellung einer beliebigen Winkellage des Querarmes und .damit des Rahmens gegen die Stütze einsetzbar ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragvorrichtung zur Aufnahme des Körpergewichtes aus einer an den Längsholmen des Rahmens aufgehängten Bespannung besteht.
  14. 14.. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsholme des Rahmens als Träger von Schraubschellen zur Halterung von Pelotten ausgebildet sind.
  15. 15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 und 1q., dadurch gekennzeichnet, daß die an den Längsholmen des Rahmens aufgehängte Bespannung den Pelotten gegenüber Ausschnitte aufweist, die durch Gummituchstücke abgedeckt sind. ii6.
  16. Vorrichtung nach Anspruch ,i4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelotten gegenüber dem Pelottenhalter verstellbar angeordnet sind.
  17. 17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis u-6, gekennzeichnet durch Anordnung von Fußstützen am Rahmen. i8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen als Rohrrahmen ausgebildet ist.
DEL3691A 1950-09-11 1950-09-12 Verfahren und Vorrichtung zur bei gleicher Koerperlage erfolgenden Schirmbeobachtungund roentgenographischen Aufnahme dorsal gelegener Teile und/oder Organe des Koerpers, insbesondere der menschlichen Niere Expired DE873886C (de)

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